Bilderbergerfreie Zone

Das diesjährige Bilderberger-Treffen in der Nähe von Athen ist äußerlich sehr harmonisch zuende gegangen.

Kein Journalist, von den wenigen, die da waren, wurde meines Wissens von Sicherheitskräften verprügelt, entführt, gefoltert oder umgebracht.

Doch halt, nein, ein paar Presseleute wurden doch entführt, denn eine Festnahme und zur-Wache- Führung ohne jeden gesetzlich legitimierten Grund stellt strafrechtlich nicht nur Nötigung und Androhung von Gewalt, sondern de facto und de jure eben doch eine Entführung dar.

Ich war nicht dabei, aber solcherlei „legale“ Entführungen sollen stattgefunden haben, natürlich ohne Konsequenzen für die Täter.

Die ständige Verfolgung von Berichterstattern, wie sie mir hinterbracht wurde, fiele hierzulande andernfalls wohl unter „Stalking“.

Wer Unschuldige aber für Bilderberger „stalkt“ und zwecks Einschüchterung entführt, der bekommt keinerlei Probleme.

Für einen Orden langt diese Straftäterei in Uniform oder Zivil allerdings auch nicht, denn solcherlei Dienstleistung wird von Polizisten, die von Bilderbergern demokratisch erzogen wurden, als selbstverständlich erwartet.

Allerdings: Wenn Josef Ackermann versucht, weil er merkt, wer hier eigentlich die Bilder birgt, im Umkreis von zwei Kilometern von Hammelburg ein Foto zu machen, werde ich ihm meine eigenen Polizeibeamten ebenfalls gnadenlos auf den Hals hetzen.

Die zerren ihn dann bestimmt auch auf die Wache, schüchtern ihn angemessen ein und lassen ihn daraufhin nach ein paar Stunden wieder gehen, dass er sich trollen möge.

Ich kann mir jedenfalls gar nicht vorstellen, dass es anders laufen könnte, denn ich glaube an die Demokratie und damit an gleiche Denunziations- und willkürliche Festnahmerechte.

Wer weiß, was dieser Mann in meiner Nähe, scheinbar bloß Schloss Saaleck fotografierend oder die Weinberge oder den Hintern der Frau Polizeiobermeister, gegen mich planen könnte?

Heute Morgen besprach ich gemeinsam mit einer sehr patenten Person geschäftliche Strategien und Probleme in meinem Hammel-Bilderberg, womöglich gar noch mehr, ohne die Öffentlichkeit partizipieren zu lassen.

Solcherlei Verschwörung könnte einen Mann von Format wie diesen durchaus auf böse Gedanken bringen.

Vielleicht haben wir ja seine öffentliche Vorführung als Tanzbär zusammenkonspiriert?

Woran man aber nur sieht, wie kolossal sich dieser Mann überschätzt.

Wenn ich je heute Morgen fünf Minuten Zeit gehabt hätte, irgendwelche Intrigen oder Kabalen auch nur anzudenken, blieben für diesen Narziss rein rechnerisch (300:150=2) gerade mal zwei Sekunden, vorausgesetzt, ich betrachtete ihn als durchschnittlich wichtigen Bilderberger, dächte nur über Einzelne nach, nicht eher übers Ganze, wie es meiner Art entspricht.

Ich schätze mit 0,6-0,7 Sekunden wäre er in dem Falle maximal dabei gewesen.

Woran man leichthin erkennt, dass die Ordnungshüter ihm gleich mal einen Dämpfer verpassen sollten, wenn er in seiner Paranoia Hammelburg zu nahe kommt.

Ich weiß, ich weiß, Greenspan reist sowieso nicht ins schöne Frankenland, um gegen mich zu demonstrieren, denn seine Betreuer haben ihm unmissverständlich klargemacht, dass er bei seiner sichtlichen Senilität mit hoher Wahrscheinlichkeit mitsamt Transparent in der Saale ersöffe.

Sie mussten ihn mit Haldol sedieren, denn er wollte unbedingt.

Er soll noch gebrabbelt haben, es sei „eine Frage der Ehre“.

Bernanke wiederum tritt sicher nicht an, denn seiner Ansicht nach sollten deutschsprachige Kolonien vom Seppl und seinen Satrapen betreut werden können.

Kurz gesagt, er schützt feige vor, dass dies hier so etwas wie ein kleinerer Vasallenfeldzug sei und er Wichtigeres zu tun habe.

Die Queen schließlich hat, wie ich aus zuverlässigen Quellen erfuhr, ihre geplante Undercover-Aktion zu meiner Entlarvung als eine „Mission Totally Impossible“ abgeblasen.

Sie sei von der Schlagkraft der hiesigen lokalen Polizeikräfte über alle Maßen beeindruckt.

Ich erkläre Hammelburg hiermit trotzdem vorsorglich zur „Dauerhaft Bilderbergerfreien Zone“.

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