Kommentar-Re

Lieber Herr von Sturzbach (siehe Kommentar zum vorigen Artikel “Totschlagwort”), ich möchte Ihnen kurz antworten.

Der Artikel war in keiner Weise “aufrührerisch”, es sei denn, dies gälte für jeden, der sich von Leuten wie diesem Dibelius (siehe auch “Bänkermagic”)  nicht jede sprachlich-logische und sachliche Frechheit unwidersprochen bieten lässt.

Des weiteren sprach ich im Zusammenhange mit “bekämpfen” nur davon, dass die Totschlagformel “Verschwörungstheorie”, die so wohlfeil und dabei zielgerichtet gegen manchen eingesetzt wird, in der Tat energisch bestritten werden sollte, wann immer gute Argumente vorliegen.

Zudem bin ich keineswegs dahingehend bereits verzweifelt, dies alles brächte ohnehin nichts, welches mir alleine schon Ihre engagierte Zuschrift zeigt.

Und was das japanische Zen-Kloster anlangt, stellt sich noch die Frage, ob man Sie dort aufnähme (ich sage das ohne persönliche Bosheit oder Kenntnis), denn das Kloster muss ja auch von was leben und kann schwerlich jeden gefrusteten Westler in ein spirituelles ostasiatisches Himmelbett legen.

Ob Sie das mit dem Dauermeditieren, der anstrengenden Gartenarbeit, der Reis-Gemüse-Diat, dem Verzicht auf Alkohol, Fleisch und jegliche gelebte Sexualität wirklich hinbekämen, das können natürlich nur Sie beurteilen beziehungsweise anhand gelebter Praxis herausfinden.

Ich meine, Sie könnten Ihre Energien vielleicht doch besser in einer exoterischeren Weise einsetzen, um sich und andere voranzubringen.

Zumal Sie nicht schlecht schreiben.

Grüße

Ihr M. W. Göller

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Eine Antwort zu “Kommentar-Re”

  1. Lieber Herr Göller, vielen Dank für die Blumen. Da dies hier ja keine “Unterhaltung” werden soll, lassen wir mal das Zen-Kloster und die anderen persönlichen Dinge beiseite.

    Zugegebenermaßen waren meine etwas provokativen Fragen sehr allgemein gehalten und ich legte wohl mehr aus meinem Gedankenkomplex hinein, als es Ihr Artikel über die Brandmarkung von selbstdenkenden Menschen als Verschwörungstheoretiker zuließ.

    Meine Hauptfrage ging allerdings, natürlich auch sehr allgemein, in Richtung einer Lösung oder eines Mittel, mit dem wir gegen das, was wir uns nicht bieten lassen wollen, vorgehen könnten.

    Ist der öffentliche Widerspruch, das Wort in Schrift und Ton, das Schreiben von weniggelesenen, weil in der Masse untergehenden Webblogs, Artikeln und Büchern wirklich die einzige “Waffe”, die wir gegen das alles aufbringen können?

    Schöne Grüße

    Hilbert von Sturzbach

    P.S.: Vielleicht können wir eine Diskussion darüber auf eine geeignete Plattform verlegen. Oder Sie können mir gerne auch privat antworten, wenn sich eine solche nicht findet, denn ich bin wirklich sehr an Ihrer Meinung dazu interessiert.

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