Archiv für den Monat März 2009

Gemäßigte Taliban?

Donnerstag, 12. März 2009

Inzwischen gibt es anscheinend so etwas wie gemäßigte Taliban, sagen zumindest der neue amerikanische “Yes we can”-Präsident und unser dessen Stiefelknecht, der deutsche Verteidigungsminister.

Das seien also in ungefähr so honorige Leute wie die Saudis, nur etwas ärmer, das heißt, sie hacken zwar ebenfalls eifrig Hände und Köpfe ab usw., aber greifen die Amerikaner wenigstens in den schönen USA nicht an. (weiterlesen…)

Arme Sau

Dienstag, 10. März 2009

Der Kapitalismus ist eine arme Sau. Fast alle prügeln derzeit auf ihn ein, obwohl er doch grundgut ist. Nur weil einige ihn nicht richtig verstanden haben, wird er zum Sündenschweinsbock gemacht. Dabei kann er überhaupt nichts für die ganze Misere: Er sieht Menschen schlichtweg als Vieh, mithin als das, was sie sind.

Ihn jetzt für seinen Realismus abzustrafen, bedeutet in der Tat die pure Gemeinheit. Edel, hilfreich und gut, wie sein Charakter dem Menschen stets zu Höherem leiten will, wird er nun geradezu verfehmt von all jenen, die seine unbegrenzte Freigiebigkeit aus kleinen, persönlich-grindigen Gründen schlicht nicht begreifen wollen. Mit jedem Berggorilla, Koala, jedem Eisbären zeigen die Leute dieses Mitgefühl, nur nicht mit ihm als bedrohte Art (weiterlesen…)

Gott ist …

Sonntag, 08. März 2009

Gott ist ein Derivat. Ein “Credit Default Swap” sozusagen, zu Deutsch eine Schuldnerausfallversicherung. In dieser Funktion ist Gott höchst nützlich, denn er ist der Gläubiger der Gläubiger. (weiterlesen…)

Von den Leugnern und dem Es

Freitag, 06. März 2009

Dem alten Wort “leugnen” begegnen wir heute fast nur noch im Zusammenhang mit dem Holocaust: gerade so, als heischte es allein diesbezüglich einer sinnvollen Verortung.

Dabei ist eine andere Sorte von Leugnern, von lügenden Leugnern – denn “Leugnen” bedeutet zunächst bestreiten – heute weitaus wirkmächtiger obenauf. Der Bogen spannt sich von Bänkern über Ökonomen und Politiker bis hin zu Journalisten und Priestern.

Sie alle nämlich leugnen standhaft, für die Weltwirtschaftskrise aus dem Finanzschwindel heraus selbst eine entscheidende Verantwortung zu tragen, Freispruch bitte! – : “Es” geschah eben einfach so. Wer oder was bitteschön aber ist “Es”? (weiterlesen…)

Aphorismen

Sonntag, 01. März 2009

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“Bankenkrise: Die Optimisten haben uns ruiniert.”

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“Mehl billiger, weil die Wirtschaft kracht. Erstaunlich gute Idee!”

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“Klimaschwindel: Nicht jede Prophezeiung ist eine sich selbst erfüllende.”

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“Der Aphoristiker gibt die ganze Welt für ein Wort.”

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