Nietzsche und ich

Mir wurde die Meinung zugetragen, ich verkörpere hier den Neo-Nietzscheaner als ein ihm entsprechender Nihilist. Darauf gehe ich gerne ein.

Erstens bin ich nicht Neo sondern 45. Zweitens gilt für mich Miguel de Cervantes Saavedra als Literat ebensoviel wie Friedrich Nietzsche. Drittens und eigentlich erstens gibt es keinen dümmeren Anwurf als den, Nietzsche des Nihilismus zu zeihen.

Nietzsche zum Nichts-Woller machen zu trachten, zeugt bestenfalls von Lesunfähigkeit.

Nietzsche trat dafür ein, den Menschen hinaufzupflanzen, nicht nur fort, und das sagte er unmissverständlich.

Wie aus einem solchen schöpferischen Ansatze “Nihilismus” abzuleiten sei, wird wohl auf ewig das Geheimnis seiner Verleumder bleiben, die oft also unbedacht wie willfährig einem erbärmlich vernutzten Zeitgeiste huldigen, wenn auch mitunter hierfür gut bezahlt.

Ich bin auch dafür, dass wir uns alle an den Händchen halten sollten und uns gut sein; ich sehe die Bereitschaft dazu bei bestimmten Leuten, zumal in der Politik und Hochfinanz, indes noch nicht.

Wer diese Sichtweise und deren schriftstellerische Konsequenzen für nihilistisch hält, dem empfehle ich eine andere Lektüre als hier erhältlich.

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Eine Antwort zu “Nietzsche und ich”

  1. Jochen sagt:

    @ Magnus

    “Ich bin auch dafür, dass wir uns alle an den Händchen halten sollten und uns gut sein”

    Es gibt aber auch Leute, die haben kein Händchen für so etwas. Und diese sind leider Legion.

    “Wie aus einem solchen schöpferischen Ansatze “Nihilismus” abzuleiten sei, wird wohl auf ewig das Geheimnis seiner Verleumder bleiben”

    Dieser Gefahr habe ich mich seit kurzem auch ausgesetzt. Ich denke, man muß auf jeden Fall bei Nichts anfangen, um schöpfen zu können. Der Rest erschöpft sich dann von selbst.

    Meinen neuen Blog habe ich dicht gemacht mit einem Ende, denn er ist Nichts. Er war nie etwas und es war von mir auch nie beabsichtigt, daß er jemals etwas anderes sein sollte, als ein Nichts unter google. Aber da steht er nun vortrefflich, genau an der Stelle, wo ich ihn hinhaben wollte. Geschöpft wird jetzt woanders weiter.

    Ist interessant Magnus, deine ersten Artikel nochmal zu lesen. Da stand der Aphorismus noch voll in Blüte. Ich werde mich diesem Kommen, aber nicht mehr leuchten wollen als nötig, auch wieder mehr widmen.

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