Gewichtheberinnen und Gigolos

In einem aktuellen bayerischen Schulbuch für Englisch an Realschulen wird eine Sechzehnjährige als “supercool” erklärt, die als geradeso erfolgreiche wie fette und hässliche Gewichtheberin abgebildet ist. Davon, dass dieses Mädchen sich mit noch höherer Wahrscheinlichkeit als ein männlicher Halbwüchsiger den Bewegungsapparat ruinieren wird, kein Wort. Auch kein Wort davon, dass Gebärunfähigkeit droht.

Wiederum Bayern: Vor ein paar Tagen ein Bayern-2-Bericht über Frauen in Männerberufen, diesmal waren die Heldinnen zwei fröhliche junge Dachdeckerinnen. Von denen es natürlich viel mehr geben sollte, zumal es ja heute viel mehr entlastete technische Hilfsmittel gäbe als früher. Nur ganz am Rande kam auf, dass die eine sich jetzt lieber als Meisterin in Konzeption und Planung zurückzuziehen gedenkt, da ihr nach knapp zehn Jahren die Frage aufgeht, wie lange sie die Plackerei körperlich schadlos durchhalten werde. Prima!

Natürlich bin ich als politisch korrekter Mensch auch der Meinung, dass man z. B. arbeitslose Prostituierte zu Dachdeckerinnen und Steinmetzinnen umschulen sollte und die entsprechenden Dachdecker und Steinmetze zu Gigolos und Strichern, um die Gleichstellung der Geschlechter noch ein Stück voran zu treiben. Auch beim Soldatenhandwerk gehört eine fünzigprozentige Frauenquote zwingend eingeführt, Spezialkräfte inklusive, und die Kerls sollten endlich auch die kecken Pferdeschwänze tragen dürfen und nicht nur die 30 kg Marschgepäck. (Die Mädels, die ich in meiner Garnisonsstadt öfters seh, tragen zwar die Pferdeschwänze. Wie das mit dem Marschgepäck gehalten wird, weiß ich allerdings nicht.)

Unbedingt bin ich auch davon überzeugt, dass eine mindestens hälftige Freimauerinnen- und Hebammerquote gesetzlich vorgeschrieben gehört, vorher raste und ruhe ich nicht.

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