Mit ‘Handywahn’ getaggte Artikel

Wie heißt die Büchs’ fürs abgelegte Handy?

Dienstag, 12. November 2013

Leser Dude kommentierte gerade auf meinen Artikel “Schmerzphonzombies” u.a.:

“Ich bin übrigens kurz davor bei mir zuhause ein radikales Handyverbot zu erlassen. Wer rein will, kann das Ding im Briefkasten deponieren.”

Und brachte auch diesen wichtigen Link noch dazu:

http://ultimativefreiheitonline.wordpress.com/2013/07/19/das-betreten-meiner-wohnung-mit-einem-aktiven-mobilfunktelefon-ist-ab-heute-untersagt/

Ich kann mir das leider so nicht einfach leisten, weil ich auch zuhause unterrichte, zumal Jugendliche.

Aber mir kam daraufhin eine spontane Idee, die ich jetzt zu entwickeln trachte, wie ich gesundheitlich wie sozial doch ein wirtschaftlich vertretbares Signal setzen könne.

Nicht unbedingt im Briefkasten auf der Gass’, auch nicht in einer Stahlkiste im Treppenhaus, auch nicht auf dem Scheißhaus, aber doch einige Meter vom Unterrichtsraum wie den Hirnen meiner Kinder (die Strahlung nimmt mit dem Quadrat der Entfernung ab) könnte ich eine Handykiste installieren, von woher man, wenn’s gar nicht anders geht, die Quälteile noch klingeln hören könnte, um sie notfalls dort abzunehmen und vor der Loserbox zu betreuen.

Allein, mir fehlt noch ein hübsches Behältnis, worein die Leute ihr Schmerzphon gerne tun, das vielleicht gar noch ganz lustig finden, und einen netten, vielleicht gar einen sexy Namen sollte es auch haben. (Sonst behalten die ihre Handys und ich habe keine Kundschaft mehr.)

Womöglich sollte das Teil sogar (damit der Witz ankommt, und wegen der Diskriminierung und so) drei Bettchen haben, eines für Männlein, eines für Weiblein und eines für Zwitter.

Ja, welche Größe, welche Farbe, außen wie innen, welches Material, das fragt sich auch noch.

Wenn ich es das “Handybettchen” oder das “Mobikörblein” nenne, lachen wahrscheinlich nicht alle. “Temporäre Schmerzphonverwahranstalt” ist hinwiederum nicht nur zu lang, sondern auch noch gleichzeitig zu konkret und hart.

Wie wär’s mit “Handyparkplatz”?

Oder: “Handystall”?

Oder: “Lümmeling”?

Naja. Wird mir schon noch was einfallen.

Wozu bin ich Philolog?

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Handykirche? – “Da darf es einfach mal beten!” – ? Äh.

Handybunker? Handyschatzkistchen? Handyasyl? Handyhaftanstalt? Handymoppel?

Nein, ich denke, das reißt es alles noch nicht.

Der Name muss ein magischer sein.

Nebeltruhe von Avalon kann ich den Verwahrkasten natürlich auch nicht nennen.

Elektrofix? Elektrotrix? Strahlnix?

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Einfach Fridolin? Fipps? Heimdall? Borgberger?

Schlummerland? Villa Elektra? Handysan? Abstahan?

Oh weh!

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Händihus? Holophonatora? Peilhalla?

Es wird schon noch.

Huginshag?

Ok. Versteht keiner. Viel erklären sollte nicht sein.

Oder?

Wozu den Namen erklären?

Umso eher denkt mal einer drüber nach.

So könnten gleich zwei pädagogische Ziele erreicht werden.

 

 

 

 

 

Handyotiker

Freitag, 10. Februar 2012

Inzwischen habe ich damit angefangen, Leute danach zu klassifizieren, ob sie in der Kneipe ihr Mobiltelefon auf den Tisch legen, oder nicht. (weiterlesen…)