(Mehrfach-)Decknamen und Beleidigung im Netz

01. Januar 2010

Ich werde versuchen, so sachlich und nüchtern wie möglich zu bleiben, obzwar meine Lust dazu am Neujahrstage gegen Null strebt.

In jenen Diskussionsforen des “Freitag”, derer ich hier schon erwähnte, ist inzwischen der Netzdurchdreh erreicht.

Verschiedene “User” der “Community” bezichtigen sich mit Harke und Forke der Beleidigung, des Mobbings, des Stalkings, der Nötigung und anderleier Nettigkeiten mehr.

Dabei blühen Verschwörungstheorien, wie z. B. dass eine besonders mobbeske Teilnehmerin unter drei verschiedenen Nicks aufträte, um dadurch umso mieser ganze “Threads” und zumal einzelne “Community-Mitglieder” aufzumischen, womöglich gar aus verschmähter Liebe heraus.

Zwischendurch bezeichnet man sich gegenseitig als schizoid, irgendwie sonst krank und als dringend therapiebedürftig, wenn nicht grade kriminell; wer sich’s angucken will, zum Plaisir oder aus soziologisch-wissenschaftlichem Interesse, der mache die Netzseite auf und schaue nach dem “Thread” der “Wiedehopfin” (“Jetzt reicht’s aber!?”).

Da war ich zu meiner Zeit, als ich die intellektuelle Linke nochmal genauer kennenlernen wollte und ins Geschehen eingriff, noch gut dran Weiterlesen »

2009: Das Jahr der Demaskierung

31. Dezember 2009

2009 war in vielerlei Hinsicht ein gutes Jahr.

Beginnen wir mit unser aller Weltenheiland, Barack Hussein Obama.

Man hat ihm, indem er nichts gegen die israelische Landnahme im Westjordanland unternahm, deren Schlächterei in Gaza wie immer mit Geld und Waffen unterstützte, während er den als Antiterroreinsatz getarnten Afghanistan-Krieg, der eigentlich als ein Brzezinkisches Modul zum Dritten Weltkrieg gegen China und Russland dient, heftig ausweitete, den Friedensnobelpreis verliehen.

Das war das erste ausgespielte As im Sinne der Glaubwürdigkeit von Politik und Schafsmedien.

Sodann die Schweinegrippe.

Nachdem im Frühjahr ganz Mexiko-Stadt dabei schien, jämmerlich zu verenden, verendete am Ende die gigantische losgetretene Impfkampagne in meinem geliebten Vaterlande darin, dass sich nur bescheidene 5 Millionen mit irgendwelchem Genmüll, Squalen und Thiomersal vergiften ließen und der große Rest der Impfschweineeimer jetzt wie Sondermüll herumliegt und bestenfalls noch als offizielles Sauerbier wegverspendet werden kann.

Das war das zweite ausgespielte As im Sinne der Glaubwürdigkeit von Politik und Schafsmedien.

Sodann der Klimaramsch.

Nachdem bereits im Laufe des Jahres immer häufiger und immer massiver Zweifel an der menschengemachten Erderwärmung durch CO2 laut geworden waren, kam Climategate, gerade so rechtzeitig vor dem Delirantengipfel in Kopenhagen, dass dessen Scheitern nur noch mehr Vergnügen bereiten konnte.

Das war das dritte ausgespielte As im Sinne der Glaubwürdigkeit von Politik und Schafsmedien.

Sodann die Banken.

Nachdem das ganze Zockergesockse nur überleben konnte, weil der Steuerzahler es rettete, wurde es sofort wieder extradreist und gewährte sich neue Höchstboni, ganz keck.

Das war das vierte ausgespielte As im Sinne der Glaubwürdigkeit von Politik und Schafsmedien.

Zudem gab es noch ein paar “kleine Asse” im obigen Sinne: Die Bombardierung bei Kunduz, die Einlassungen von Bischöfin Käßmann zur Familienpolitik, das Trauerspiel um Robert Enke, die Solidarität der Bundesregierung mit Israel, angesichts der Gaza-Schlachterei, gehören dazu.

Die ganze Mache bröckelt an allen Ecken und Enden; während wir hier im Lande jeden moslemischen Unfug dulden sollen, sollen wir andersrum denselben in deren Heimat kriegsweis bekämpfen: Nur sehen die allermeisten Leute dies sinnigerweise genau als grundverkehrt, als verhängnisvoll angesetzt.

Die Kriegstreiberpolitik hat das Volk nicht überzeugen können, obwohl fast alle Politiker und alle Schafsmedien alles dafür taten.

Erbärmlich.

Wir können also optimistisch ins Neue Jahr blicken: Immer mehr Menschen glauben immer weniger von der Propaganda, die in Wirklichkeit direkt gegen ihre Interessen und letztlich sie selbst gerichtet ist.

Unterm Strich kann das nur gute Folgen zeitigen.

Allen Lesern einen Guten Rutsch und ein spannendes, frohes, erkenntnisreiches, ewig zu erinnerndes, gutes Neues Jahr!

Krieg ohne SPD?

30. Dezember 2009

Man darf gespannt sein, ob es wirklich spannend wird.

Die SPD, volksnah wie immer, hat bereits drei Monate nach der Bundestagswahl erkannt, was außer ihr jeder wusste: Die Deutschen wollen diesen Krieg in Afghanistan nicht.

Die Mitte will ihn nicht, die Rechte (außer ein paar besonders schrägen Vögeln) will ihn auch nicht, und die Linke (außer entsprechend schrägen Vögeln) will ihn erst recht nicht.

Und kein einziger, ja ich behaupte k e i n Patriot, der halbwegs bei Verstand ist, will diesen Krieg.

Dieser Krieg ist nicht nur sinnlos und grausam: er geht g e g e n Deutschland! Weiterlesen »

Eule findet Antigodwinsches Gesetz

28. Dezember 2009

Nachdem “Pardon” vor einiger Zeit ob Unwirtschaftlichkeit eingestellt wurde, bleiben am traurigen deutschen Satiremarkt in Druck nur noch “Titanic” und “Eulenspiegel” erhältlich.

Da ich die Altwessilinken aus Frankfurt schon lange nicht mehr auf Einfälle abgeklopft habe, die wenigstens zu einem Schmunzeln führen könnten (habe ich was verpasst? – den einen oder anderen Cartoon vielleicht?), las ich zur Heiligabendbahnfahrt mal wieder “die Eule”, und – außer wiederum dem einen oder anderen Cartoon –  ich fand nicht einen längeren Fließtext, der wirklich den Atem hatte, durchzuhalten.

Mein Gott nochmal, was machen diese Leute beim Marktführer eigentlich einen ganzen Monat lang, um alle miteinander längs einem solchen noch nicht einmal ein Mal das hervorzubringen, wozu sie antreten?

Trinken diese Leute, von denen manche durchaus sprachliches Talent und Bildung mitbringen, sich täglich genauso prekariatsprollig, wie man unsere Zeitgenossen, von Sigmar Gabriel bis Otto Kasulke, Neuunterwendsprienitz bei Finsterwalde, sowie Punkerpfriemel die Dicke vom Kotti, Kreuzberg, Berlin, dort stets dargestellt sieht, picklig, warzig, speckverquattelt, strähnig, farzend, blökend, grunzend, vermüllt, mit Kindern, gegen die der Anblick eines Hängebauchferkels mit Tollwut und Krätze einen Augenschmaus gewährte? Weiterlesen »

Nachtrag Selbstmord Enke

28. Dezember 2009

Ich komme doch noch einmal auf die Halbselbsttötung – denn ein unwissender Zugführer war unfreiwillig der Ausführende – des Robert Enke zurück: auf deren Aufbereitung zurück.

Während die einen noch davon faseln, so einer dürfe nicht in geweihter Erde begraben werden, hat der Rest indirekt eine Tat glorifiziert, jemanden als Helden und Beispiel gefeiert, der am verzweifelten Schlusse völlig rücksichtslos die große Szene suchte, nicht mehr die Größe hatte, sich still und alleine ein Ende zu setzen.

Das ist in der Tat unerträglich, heuchlerisch und verderblich hüben wie drüben.

Hätte Enke gerade diese beiden Seiten entlarven wollen, es wäre ihm trefflich gelungen.

Trotzdem hat er, dem es noch am ehesten nachzusehen ist, um wieviel mehr haben seine Stadionbegräbnisjubler, wenn auch unbewusst, sodann die Medienschlampen, vielleicht etwas bewusster, dabei den Zugführer und dessen Angehörige lebenslang verhöhnt – ! – ?

O tempora…

Eigentümlich linksfrei

27. Dezember 2009

Nachdem ich zum einen keinen meiner derzeitigen Lieblinge benachteiligen will und der Anlass zum anderen überdies glücklich gegeben ist (ein Teil des Weihnachtsrätsels vom 23. 12. lässt sich so leicht als gelöst verifizieren oder jetzo vollends lösen), will ich heute auch den “Freitag” bzw. Herrn Augstein, dessen Herausgeber, billigerweise nicht zu kurz kommen lassen.

In gewisser Weise hat der erklärte Linke Augstein seine ebenfalls ganz eigentümliche Art Vorstellung von frei, indem er über die Netzwelt, “seine” (meist unfähigen) Blogger, sein Projekt vor Hamburger Studenten dahersalbadert und die ganze Chose ohne Korrektur, geschweige denn Lektorat, geschweige denn auch nur mit einem rudimentären Layout ausgestattet, dann auf seiner Seite als Blogger im eigenen Blatt zur Diskussion hochjagt.

Das ist aber noch nicht das eigentümlichste Lustige: Ein Blogger aus seiner “Community” hat sich eines Teils der Aussagen Augsteins flugs angenommen und dem lieben Chef lesenswert liberal eingeheizt.

Etwas für Liebhaber, ein kleines Sammlerstück: freitag.de / blogs / Autor: oranier / Titel: “Zu: Jakob Augstein, Die Zukunft der Zeitung 1/2″

(Linksfunktion streikt leider, also bitte von links nach rechts mit Links durchklicken)

Nachtrag, 29. 12., 1.14 Uhr: Inzwischen hat Herausgeber Augstein seinem Kritiker geantwortet und bekannt, dass er dessen brisantesten Satz (extra nachzitiert) irgendwie nicht verstanden habe. Mit “Äh” und der Bitte, das doch noch einmal einfacher erklärt zu bekommen. Schwer zu sagen, ob es sich dabei um eine schwache Finte, tatsächliche Überforderung in Punkto Lesfähigkeit oder eine Mischung aus beidem handelt.

Eigentumgeheuerlich frei!

27. Dezember 2009

Folgendes “Zitat des Tages” gewahrte ich soeben zum mindestens zweiten Male auf der libertären Netzseite von “eigentümlich frei” (ef-magazin.de):

“Zensur” ist ein Begriff, der nur auf die Regierung anwendbar ist. Keine Privathandlung ist Zensur. Kein Privatmensch kann einen anderen knebeln oder eine Publikation unterdrücken – nur die Regierung kann das. Die Meinungsfreiheit privater Individuen beeinhaltet das Recht, nicht zuzustimmen, nicht zuzuhören und nicht seine eigenen Gegner zu finanzieren.

Ayn Rand

Was für ein ausgemachter, phantastischer Unfug!

Wenn Pippi Langstrumpf nicht der stärkste Mann der Welt ist, sondern gar der stärkste Mädchen, sich die Welt macht, als wie es ihr gefällt, dann ist das durchaus spaßig, nicht nur für Kinder: Dummerweise ist aber anzunehmen, dass dies Zitat hier ernst genommen werden will. Weiterlesen »

Fröhliche Weihnachten!

24. Dezember 2009

Der Bundesgesundheitsminister zitiert das Schweinegrippevirus zum Jahresendkrisengespräch nach Berlin und will Schadenersatz: “Wegen dir sitze ich auf Millionen Impfdosen! Du hast einfach nicht geliefert! Das ist glatter Vertragsbruch!”

Darauf das leicht erregte Virus: “Ich habe mein Bestes gegeben! Ich weiß genau, dass ich alleine in Deutschland in den letzten Monaten mindestens drei Millionen Menschen erfolgreich angesteckt habe! Nur, dein deutsches Dummvolk geht ja einfach nicht zum Arzt!”

Darauf Rösler, schon mit rötlichen Flecken im Gesicht: “Was waren denn das für tolle Infektionen, bitteschön? Alles Pillepalle, du Versager! Kaum Tote! Nur Leute, die sowieso bald krepiert wären! Das ist jetzt meine Grippe, hast du mich verstanden, du Schweinsbock!” Weiterlesen »

Weihnachtstipp

23. Dezember 2009

Gerhard Wisnewski hat gestern auf der Netzseite des Kopp-Verlages einen Artikel veröffentlicht, auf den ich hier gesondert verweisen will: “Klima-Pleite: Da schäumt der Globalist”

Vortrefflich.

Weihnachtsrätsel

23. Dezember 2009

Ich fühle mich in meinen religösen Gefühlen verletzt.

Dabei habe ich so gut wie keine, die diesen Namen im heute geläufigen Sinne verdienten: das macht den Frevel umso schlimmer.

Wer mir dies wodurch zufügt, das ist mein erstes Weihnachtsrätsel für die besten Leser. Weiterlesen »

Neu

23. Dezember 2009

Es schlug die Nacht, und alles war Grauen

Der Tag verging in mir als Nachfahr des Dunkels

Kein Traun ins Selbst

Jedes Beginnen ein Weg in Unterwelten

Träume als Taumel ins Seiende Nichts

Allein ich lebte, noch.

Licht hieß gichtiger Schatten

Schmerz nur ein Zeichen

Dass

Allein ich lebte, noch.

Hoffnung zu Sünde verkommen

Gesang zur Qual vernommen

Allein ich lebte, noch.

Freude als trügerisch Kreuz

Allein, ich lebte noch.

Ich werde neu

Weihnacht

23. Dezember 2009

Ich erfuhr heute, dass der Bruder eines meiner ältesten Freunde mich mit jenem zusammen zum Nüsse und Oliven knabbern und wohl auch auf das eine oder andere gepflegte Weinchen zu sich nach Hause zum ersten Weihnachtsfeiertage hin einlud.

Was ist daran das Besondere? Weiterlesen »

Sonnwende

22. Dezember 2009

Ich war am heutigen Sonnwendabend auf dem Weihnachtskonzert des Hammelburger Gymnasiums in der schönen gotischen Stadtpfarrkirche und war von der Darbietung beeindruckt: Großes Orchester, Bläserquartett, Violine mit Querflöten, verschiedene Chöre wechselten sich ab bis zum gemeinsamen Finale; 170 Schüler, also ein großer Teil des kleinen Gymnasiums, waren beteiligt.

Einzig befremdlich war, dass die gesungenen Lieder fast alle auf Englisch angestimmt wurden, “Feliz Navidad” wurde auch eine Weile geträllert, lediglich das Schlusslied auf Lateinisch und Deutsch.

Der Göller kann wohl nie aufhören zu meckern…

Nein, aber warum?

Machten die Schüler etwa nicht mit, wenn sie statt “follow the Star to Bethlehem” “folget dem Stern nach Bethlehem” singen sollten, weil das zu “uncool” wäre?

Ich weiß es nicht.

Ich wünsche Ihnen allen jetzt schon frohe Weihnachten, eine schöne Julfeier, ein glückliches Christfest und viel Freude angesichts der Wiedergeburt des Lichts.

“Klimaleugner” gleich “Holocaustleugner”?

20. Dezember 2009

Wie hier schon verschiedentlich erwähnt, wurden in jüngerer Zeit mehrfach sogenannte “Klimaleugner” mit “Holocaustleugnern” praktisch in eins gesetzt.

Zunächst zur Bedeutungsklärung, denn das Thema ist, naturgemäß, heikel: “Klimaleugner” ist ein blödsinniger Begriff, denn er suggeriert, es gäbe Leute außerhalb des Irrenhauses oder einer fürsorglichen sonstigen Intensivbetreuung, die da nicht als Komiker oder Satiriker leugneten, es gäbe ein Klima.

Zumal in der Analogie zum “Holocaustleugner”, der nicht an die systematische Vernichtung von sechs Millionen Juden durch das nationalsozialistische Regime glaubt, wäre das die Entsprechung. Weiterlesen »

Klimawandel ist klasse

20. Dezember 2009

Wenn das Olivenöl im Küchenregal in der Flasche ausflockt und der Aquavit im Windfang die perfekte Temperatur hat, der Kühlschrank als Warmhaltefach dient, dann nimmt man den Klimawandel so langsam ernst.

Man fühlt sich dabei auch irgendwie heldisch und altruistisch zumal: Anderswo, wahrscheinlich schon in Ligurien, können die Leute dafür zu Weihnachten in Hotpants zum Einkaufen gehen.

Meine ausgekühlten alten Füße sind also umgekehrt die orangenhautfreien, überaus ansehnlichen nackten Jungweiberbeinchen an der italienischen Riviera, die ich mir zum Lohne und Ausgleich im Netz angucken kann.

All dies habe ich den Autofahrern, den Kohlekraftwerken in China, den Dampfsabblern in Kopenhagen und überdies den von mir so geliebten Schafsmedien zu verdanken, die mich auf den Weg des rechten Glaubens brachten.

Seit ich an die menschengemachte Erderwärmung glaube, wird mir kaum noch richtig kalt; ich sage mir einfach, dass ich mir das nur einbilde; dann hole ich den Aquavit, und der Tag beginnt, wie als ob ich schon lange ein gelassen-fröhlicher Russe wäre, dem sein Vaterland Mütterchen und der Frost Väterchen heißt.

P. S. : Und noch was Praktisches: Als ich heute Morgen die Kellerklappe aufmachte, fiel mir wiederum auf, dass der für die Winterkartoffeln eigentlich zu feucht und zu warm sei; ich habe die Klappe jetzt offengelassen und lasse ihn nach dem Prinzip der aufsteigenden warmen Luft gleichzeitig auskühlen, während ich damit absolut killergasfrei den Flur beheize.

Ein gutes Gewissen ist das beste Wärmekissen.

Al Guru

20. Dezember 2009

Seinen Guru achtet man nicht nur, man lässt ihm alle kosmische wie zumal terrestrische Liebe zuströmen: am besten viel Geld.

Gurus, die in Sack und Asche gehen, ich muss es pietätsloserweise kurz vor dem Christfest so hart und unmissverständlich sagen, sind megaout.

Im Oberklimakillerland Indien mag es noch ein paar dieser verkifften Bußprediger geben, auf auch sonst streng vegetarischem Auskommen vegetierend; in den aufgeklärten Staaten des Westens indes wird ein Klimaretter ohne Privathubschrauber wenig geachtet.

In Dubai gar, wo man längst gelernt hat, wie man 800-Meter-Türme auf Pump auf Sand baut, sollten selbst die philippinischen Putzfrauen und die pakistanischen Stiefelknechte eines anständigen Gurus wenigstens Business-Class fliegen: sonst wird der Guru erst gar nicht ins Land gelassen.

Dieser Baghwan selig bildete also im Stammland der Gurus mit seinen 26 Rolls-Royce-Limousinen vor seinen im Matsch singenden und kopulierenden Jüngern die echte postmoderne Avantgarde: In seiner überirdischen Spiritualität hat er sie wahrscheinlich noch nicht ein einziges Mal auch nur gezählt.

Wir sehen also, wozu der menschliche Geist fähig ist, wenn er sich der Nöte der Gemeinen nur hinreichend enthebt; ein echtes Vorbild kann nur sein, wer vom Plebs als völlig entrückt anerkannt wird.

Darumb spare ich jetzt schon für meinen Privathubschrauber und lege nur selten mal einen Scheit Holz nach in den Ofen: Ich will es schließlich auch noch zu etwas bringen!

Gore treibt ab

20. Dezember 2009

Al Gore wurde auf einer Wasserscholle gesichtet.

Er treibt, von seinen einstigen Jüngern verfolgt, deren derivatische Pleiteanlagen in Klimakillerzertifikate ihn vom Ufer stießen, hilflos in der Südsee.

Neuseeland und Australien haben sich geweigert, ihm politisches Asyl zu gewähren und berufen sich dabei auf die urangelsächsische Tradition der Gerechtigkeit und des Maßes.

Dass er auf seiner Wasserscholle laut dpa bisher nicht ersoff, folgt dem für ihn glücklichen Umstande, rechtzeitig eine Hockeyschlägersammlung angelegt und diese als geübter Fetischist zum letzten Ausritt noch mitgenommen zu haben.

Als ein faszinierendes Bündel geschnürt, hält er sich darauf bäuchlings noch über Wasser.

Als alter Hockeyspieler weiß ich, was schon ein Schläger zu leisten in der Lage ist; Al Gore ist wahrlich ein kluger Mann.

Im Pazifischen Ozean, ganz als solitärer Weltenretter, findet der Nobelpreisträger hoffentlich bald seinen wohlverdienten ewigen Frieden.

dpa meldet noch, dass Angela Merkel vom Bundessicherheitskabinett gerade noch rechtzeitig unter medizinische Kuratel und Beobachtung gestellt werden konnte: Sie hatte persönlich bei den Kampfschwimmern der Bundeswehr einen Neoprenanzug nebst Flossen angefordert, um ihrem All Guru hinterherzuschwimmen.

Klimanazis?

20. Dezember 2009

Ich bekam heute noch den Hinweis, ich solle doch mal aus gegebenem Anlass den Begriff  ”Klimanazi” bezüglich der Treibhaussausenskeptiker einführen, da der einschlägige Vergleich bezüglich des Holocaust ja hinreichend aufgestellt sei.

Ich verweigerte mich zunächst, da ich dachte, es bliebe wohl nur “Nazi”, aber nicht “Klima” hängen: der Nazi dann an mir, obzwar, obschon, obgleich und obwohl ich den Vergleich nicht selbst erfand, das Klima dann aber auch noch schlicht an allen, also irgendwie generalmitschuldig.

Insofern bleibt nur die Frageform: Bekam Allus Gorus Trislogistissimus seinen Friedensnobelpreis in Wirklichkeit eigentlich dafür, dass er als der fähigste Klimanazijäger angesehen ward?

Rinks für sonstwen

20. Dezember 2009

Bestimmende Teile der deutschen Linken sind genauso runter wie entsprechende der Rechten: Erstere ergeben sich in einem promoslemischen Taumel, Letztere in einem prozionistischen.

Beides ist traurig lächerlich an sich und jeweils gegen sich selbst gerichtet.

Raten Sie mal, zu welcher Seite ich neige.

Aphorismen 63

20. Dezember 2009

Linkes Stinken taugt alsviel wie rechtes Rechten.

Al Gore

20. Dezember 2009

Fugun Der Große, Der Alles Mögliche, Herr über die Wolken und die Zeit, hat erklärt: Wann eine E-mail versendet wurde, bestimme ich!

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