Obama: Der Lack ist ab

08. Oktober 2009

Ich hatte nie erwartet, dass Obama lange der Hans im Glück bliebe.

Jetzt bekommt er allenthalben die Kutte voll: In Afghanistan bzw. deswegen zuhause; von den Israelis sowieso; gegen Iran läuft es schlecht; seine Gesundheitsreform zieht nicht; Ron Paul bedroht seine Gönner bei der Fed und der Wallstreet; selbst Olympia ging nach Rio statt Chikago. Weiterlesen »

Weltholzaugenorganisation

08. Oktober 2009

Angesichts der Schweinegrippe, die inzwischen bei einem Jungen, der an einer schweren Lungenentzündung verstarb, nachgewiesen werden konnte, allerdings mit seinem Tod höchstwahrscheinlich nichts oder kaum etwas zu tun hatte, ebenso wie bei bei einer Frau mit schwerer Blutvergiftung und diversen anderen Erkrankungen, muss ich schon sagen, dass mein Respekt vor der WHO-Pandemie weiter bis ins Unermessliche gestiegen ist.

Unser Krankheitsministerium könnten wir eigentlich gleich ebenfalls zu einer Aktiengesellschaft im Besitz von Novartis, Glaxo und Co. umwandeln Weiterlesen »

Echte Könnerschaft

08. Oktober 2009

Als ich vor knapp zwanzig Jahren nach dem Studium Steinmetz lernte, gab es in dem Betrieb einen jungen Gesellen, der es geschafft hatte, dass man ihn nicht mehr auf die Baustelle mitschickte, indem er sich dort mit Absicht dumm anstellte (Speis falsch mischen, Stücke fallen lassen etc.).

In der Werkstatt war er weder “in der Säge” zu gebrauchen, noch dass er beim Behauen von etwas anspruchsvolleren Stücken viel zusammengebracht hätte.

Aber eins konnte er wie kein Zweiter Weiterlesen »

Magie der Laute

07. Oktober 2009

In anderem Zusammenhang (Aphorismen 40) kam ich schon auf Lautmalerisches zu sprechen.

Die Magie der Laute ist ungebrochen und meines Erachtens noch immer nur ansatzweise erforscht: Als Kind hörte ich z. B. “Ulan-Bator” oder “Montevideo”, und schon wollte ich wissen, wo das denn jeweils sei.

In der letzten Zeit lese ich in “The White Goddess” von Robert Graves herum (leider bisher noch nicht ganz geschafft, das Werk ist auch anstrengend), wo einige Ansätze, vielleicht mehr als das, zu finden sind.

Es gibt auch runisch gegründete Bücher dazu (wahrscheinlich der beste bisher gefundene prinzipielle Ansatz zum Thema), von welchen ich jetzt mal nur “Oding-Wizzod” von Gerhard Heß empfehlen möchte.

Sobald ich wieder in der Lage bin, längere Texte zu schreiben, mir noch einmal eigene Gedanken gemacht habe, werde ich die Sache hier vertiefen.

“Der Freitag”

06. Oktober 2009

Der Sohn des SPIEGEL-Gründers Rudolf Augstein, Jakob, hat sich eine kleine sogenannte “linksliberale” Zeitung namens “Der Freitag” zu Berlin gekauft, die sich bisher, wie er zugibt, nicht rechnet.

Darüber regte er im Netz eine Diskussion an, wie man zumal über Netzangebote rentabel werden könne.

Er bekam von der “Community”, wie es dort peinlicherweise heißt, prompt hunderte (!) Kommentare, ein paar von mir (man ist durchaus nicht dogmatisch-verblödet links, weshalb ich auch sonst schon einige Diskussionsbeiträge einstellte).

Man kann sich das durchaus mal anschauen, was die machen; außer immer wieder nervigen Anglizismen können da selbst viele aus der “Community” durchaus ordentlich schreiben.

Wer mal nach “links” schauen möchte, ist an dieser Stelle nicht schlecht beraten.

Atomwaffenrüstungsunterstützung für den Daueraggressor

06. Oktober 2009

Auch der SPIEGEL ist zu dumm zum Lügen.

In der Ausgabe dieser Woche schreibt das Blatt zu den weitgehend aus unserer Tasche bezahlt an Israel beinahe verschenkten U-Booten der Dolphin-Klasse: “Kritiker der Lieferungen an Israel befürchten, dass die deutschen Boote für möglicherweise atomar bestückte Marschflugkörper Israels eingesetzt werden.”

Ich hörte allerdings vor Jahren schon, dass diese bereits auf der deutschen Werft eigens für Israel dafür spezialausgestattet wurden (besondere Rohre für Überlandspaßtorpedos). Weiterlesen »

FDP-Idee

06. Oktober 2009

Die FDP will ein standardisiertes Bürgergeld für Arbeitslose statt Hartz IV, eigentlich auf den ersten Blick eine vernünftige Idee.

Allerdings ist man damit dann in der Lausitz verglichen mit München wegen der Mieten und sonstigen Lebenshaltungskosten fein raus.

Die Sache wäre ein echtes Konjunkturprogramm für strukturschwache Gebiete, jeder, der kann, zöge dahin (zumal dort die “ARGE” auch noch weniger nervt, da es sowieso keine Arbeit gibt).

Stuttgart, Frankfurt, Hamburg usw. würden sich entvölkern, weil es dort nicht zum Leben reicht.

Irgendwie etwas krass.

Traumreise

06. Oktober 2009

Ich weiß nicht, woran es liegt, aber in der letzten Zeit reise ich in Träumen sehr viel.

So durfte ich an die Ostsee, nach Berlin, in die Alpen, sogar in Amerika war ich, ohne dass man mich nach Guantanamo ausgeflogen hätte.

In Berlin tat ich das, was ich dort immer mache, nämlich allerlei Sorten frische und getrocknete Chilis besorgen, durch Kreuzberg und den Prenzlauer Berg stromern und den besten Kalbfleischdöner am Kottbusser Tor verzehren.

So eine kostenlose Traumreise ist eine feine Sache.

Kriegslügen

06. Oktober 2009

Ich bin fest davon überzeugt, dass man uns von den wahren Problemen der NATO-Truppen in Afghanistan gerade mal höchstens die Hälfte erzählt.

Nachschub, kaputte Fahrzeuge, Ärztemangel, die versumpfte Wahl, Drogen, verscherbelte Waffen durch sogenannte afghanische Sicherheitskräfte, Überläufer derer…

Sogar dieser spitzenmäßige McChrystal ist jetzt mit Obama höchstpersönlich aneinandergerasselt, weil er allzu ungefragt und deutlich weitaus mehr Männer einforderte, da man sonst nicht gewänne.

Mit hunderttausend Soldaten hat man dort eben nur einen auf 6,5 Quadratkilometern; das ist wenig, wenn die Leute traditionell renitent sind.

Vierzigtausend mehr, die der General will, werden es auch nicht richten.

Kriegstraumata

06. Oktober 2009

Man muss sich schon wundern, wie viele Soldaten heutzutage traumatisiert aus dem Felde zurückkehren, selbst wenn sie nicht ernstlich verwundet wurden.

Vielleicht macht Kriegsteilnahme für Geld doch noch deutlich kränker, als wenn man weiß, wirklich fürs Vaterland ausgerückt zu sein.

Aphorismen 40

06. Oktober 2009

Waps!, unck!, brah!, röpp!: Wer schwere Schmerzen hat, lernt allerhand lautmalerische Wörter und kann so immerhin sein sprachliches Vermögen verbessern, wenn er den Humor dazu mitbringt. Nicht jede Art Lernen macht auch Spaß.

Der edle Vergewaltiger

05. Oktober 2009

Roman Polanski, der Regisseur, wurde in der Schweiz auf US-amerikanisches Ansinnen hin wegen einer über dreißig Jahre zurückliegenden Vergewaltigung einer 13-Jährigen festgenommen.

Ich will hier jetzt nicht erörtern, ob die Sache damit verjährt sein solle; nach amerikanischem Recht ist sie das offenkundig nicht.

Interessant wird der Fall lediglich dadurch, dass eine Phalanx von Hollywood-Größen sich sehr schnell dahingehend aussprach, den Mann könne man doch nicht mehr verfolgen, da er ein so großer Künstler sei.

Na klasse. Einer Filmgröße soll man also durchgehen lassen, was bei jedem Heinz Huber Knast hieße.

Allerdings scheinen die Großmeier der Filmindustrie sich diesmal verrechnet zu haben: Ein Aufschrei der Empörung geht inzwischen ob dieser geforderten Ungleichheit vor dem Gesetz durchs Land (“backlash” genannt, also die Geschichte schlägt zurück…).

Das passt.

Hohe Verluste

05. Oktober 2009

In Afghanistan wurde ein Außenposten der Amerikaner beinahe überrannt, nachdem eine benachbarte Polizeistation von den Aufständischen genommen worden war.

McChrystals neue Strategie, nicht nur herumzubomben, sondern seine Männer auf die Fläche zu verteilen, zeigt ihre Achillesferse.

Kleine Garnisonen lassen sich eben auch leichter überfallen als große befestigte Lager.

Der ehemalige Befehlshaber geheimer Mordkommandos im Irak wird sich noch etwas einfallen lassen müssen.

Vielleicht kommandiert der General ja die Merkel und den Westerwelle ab an die Front: Sie demonstriert am Khyberpass gegen Burkas, und er betreibt auf dem flachen Land bei Kunduz noch weitergehende sexuelle Aufklärung.

FED kurz vor im Eimer?

05. Oktober 2009

Ich berichtete schon einmal davon: Für die US-Notenbank (FED) wird es langsam eng.

Der Sind Laden hat hunderte Milliarden weiß der Himmel (bzw. Goldman Sachs) wohin geschaufelt, ohne Rechenschaft abzulegen.

Jetzt haben Bernanke & Cie fürchterlich die Hosen voll vor einer Buchprüfung durch den Kongress.

Ron Paul, der die Sache wesentlich betreibt, hat übrigens von einem Goldstandard als Ersatz für die Gelddruckwillkür inzwischen teilweise Abstand genommen.

Vernünftig und erfreulich, meine ich.

Verschwörungspraxis

05. Oktober 2009

Die Iren haben jetzt den Lissabonner Vertrag durchgewunken, nachdem die Eurokraten ihnen zu verstehen gegeben hatten, dass man sie in der Finanzkrise mehr oder weniger fertigmachen würde, wofern sie noch einmal dagegen stimmten…

Das ist natürlich ein sehr überzeugendes Europa.

Dass wir Deutsche gar nicht wählen durften und die Franzosen und Holländer nicht mehr (weil sie das ebenfalls schon einmal abgelehnt hatten, was jetzt nur anders benamt wurde), macht die ganze Veranstaltung noch perverser.

Im Grunde handelt es sich um einen Staatsstreich sondergleichen.

Ich wunderte mich nicht, wenn ein paar der Meister von den Brüsseler Stühlen dereinst wegen Hochverrats angeklagt und abgeurteilt würden.

Jedenfalls sind das keine Demokraten sondern schlicht Putschisten.

Wie bitte?

03. Oktober 2009

Ahmadinedschad sei ein Jude und der durchschossene Schädel von Hitler von einer Frau. Sage nicht ich. Langsam wird’s aber doch noch bunt am deutschen Nationalfeiertag, kurz vor Zwölfe.

Ahmadinedschad

03. Oktober 2009

Ich hörte vor ein paar Wochen von dem Gerücht, dass der iranische Präsident Ahmadinedschad jüdischer Herkunft sei, hielt das aber für eine, wie man so schön ausgelutscht zu sagen pflegt, wenn irgendwas nicht anerkannt oder unklar ist, “Verschwörungstheorie”.

Jetzt bestätigt der englische Daily Telegraph die Geschichte (oder man hat mir das Netz getürkt; dann leiste ich Abbitte).

Das ist natürlich pikant.

(Denn soweit ich informiert bin, ist und bleibt er nach der Halacha, dem jüdischen Religionsgesetz, Jude, wenn von einer Jüdin geboren.)

Nationalfeiertag

03. Oktober 2009

Deutschland hat einen Nationalfeiertag, der praktisch nicht gefeiert wird. Ist das feige oder “cool”?

Gold

03. Oktober 2009

Von vielen sogenannten Finanzmarktexperten wird unentwegt vom Gold geredet.

Gold wird wahrscheinlich nie weitgehend wertlos, jedenfalls nicht, solange es sich nicht nach Alchimistenart billig aus Blei herstellen lässt; aber ansonsten ist es derzeit weitaus teurer als sein industriell-technischer Nutzwert.

Weshalb es also auf Dauer gar noch teurer werden sollte, erschließt sich mir, obwohl die Frauen, die es tragen mögen, hoffentlich nicht so bald aussterben, keineswegs.

Fränkische Höflichkeit

02. Oktober 2009

Eine Dame kam in einen unterfränkischen Landgasthof und setzte sich an die Theke.

Zwei Einheimische betrachteten sie interessiert.

“Wos is dann döss für enne?”, sprach der eine zum andern so laut, dass man’s im ganzen großen Lokal hören konnte.

Das war ein fränkisches Kompliment.

Obamshalom

02. Oktober 2009

Obama hat der muslimischen Welt in Kairo schwatzmäßig so freundschaftlich die Hand gereicht, dass er jetzt in einer nagelneuen israelischen Siedlung im Westjordanland als Hilfsmaurer wochenends frischen Speis anrührend dafür büßen muss.

Als Abbulldozer palästinensischer Olivenhaine und Orangenbäume wurde er bisher nicht gesichtet; Netanjahu und AIPAC lässen vorläufig noch Gnade mit ihm walten.

Piercing II

01. Oktober 2009

Diese “Piercings” (Pfählungen) gehen mir immer mehr auf die Nerven, wo ich sie sehe.

Lauter Leute, die zusätzlichen Schmerz noch künstlich zu brauchen scheinen, weil sie sonst wohl nie echte Not leiden mussten.

Für mich zeigen sie schlichtweg eine heftige ästhetische, geistige wie hygienische Aberration, die mit dem unwillkürlichen Ekel anderer auch noch meint, spaßig spielen zu können.

Ich sehe diese selbsteingefleischten Stecker, Ringe, Sprieße usw.  selbst bei Männern stets als unangebracht und hässlich an; als wie abstoßend ich sie gar bei Frauen empfinde, darüber breite ich jetzt den Mantel des Schweigens aus, da ich hier weder lügen noch ausfällig werden will.

Diese Selbstverpfriemelei ist eine schwerst dekadente postmoderne Pest.

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