Archiv für die Kategorie ‘Weltnetz’

Iranlüge: Irrwitzige Werbung schnell getilgt

Donnerstag, 19. April 2012

Jetzt ist die schöne Flugreisenwerbeanzeige im Sinne der Iranlüge schon weg. Kaum, dass sie einmal gepriesen. Der Google ist ganz schön schnell. Nehmt Euch in acht, die passen auf uns alle ziemlich gut auf.

So billig ist die Iranlüge inzwischen

Donnerstag, 19. April 2012

Das fand ich beim Google eben unter “Iranlüge” noch über meinem Geschreibsel:

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Geschäft ist Geschäft.

Netzophorismus (Netophorism)

Mittwoch, 18. April 2012

Grrrbrrlrmpf. Hmpf. Trrrbt. Kmprrmrrt. Ntrfsst. Sqssst. Bcksmplt. Splt.

Trutheridgin

Mittwoch, 18. April 2012

Ich hatte durchaus schon davon mitbekommen, dass es in der deutschsprachigen “Truther”-Szene seit einiger Zeit einen ziemlichen Knatsch gibt, habe mir jetzt aber mal ein wenig Muße genommen, mich in die jeweiligen Beschuldigungskataloge einzuarbeiten.

Verknappt gefasst, sagen die einen, die Großen der alternativen Szene führen praktisch alle eine Ablenkungsagenda, da sie selber Freimaurer oder Scientologen oder so etwas seien; diese hinwiederum kanzeln jene als Fundamentalisten, Spinner, Extremisten usw. ab.

Immerhin, insofern besteht wohl noch Hoffnung auf Versöhnung, ist ein fast durchgängig einigendes Band unter den Streithähnen unschwer auszumachen: Rechtschreibung und Zeichensetzung sowie der korrekte Gebrauch der deutschen Sprache sind ihnen meist gleichgültig oder gar fremd. Man versucht, wie bei jeder anständigen Hinterhofschlägerei, noch nicht einmal als ein ordentlicher Volksschüler negativ aufzufallen. (weiterlesen…)

Weltnetzerfolg

Mittwoch, 18. April 2012

Ich darf von einem weiteren durchschlagenden Weltnetzerfolg dieses Blogs berichten. Denn bei Terras größter Suchmaschine behaupten wir uns unter dem Suchbegriff “dumme Texte” nicht nur beharrlich auf der ersten Seite, sondern erscheinen daselbst einzig gleich mit zwei Beiträgen, so dass wir, von einem gewissen moralischen Blickwinkel aus gesehen, zum Thema sogar den Platzhirsch für uns reklamieren können.

Diese erhöhte Rangstufe ist natürlich Ergebnis einer minutiösen Planung; es gibt schließlich Suchbegriffe, die man getrost anderen überlassen kann, aber auch solche, um die es mit allen legitimen Mitteln und Tricks zu kämpfen gilt. Dieser hier lag denn auch auf einer der höchsten Prioritätsstufen des Hauses.

Man stelle sich mal vor, jemand gibt ganz ernsthaft strebend und eifrig bemüht “dumme Texte” ein, und findet diesen Blog nicht auf Anhieb. Der müsste sich dann, wenn schon nicht betrogen, wenigstens als schlecht sortiert informiert worden seiend empfinden, sobald er gewahrt, was der Suchmaschine entsprechend zu positionieren nicht gelang oder gelingen wollte. Der Ansehensverlust für den Anbieter wäre enorm. (weiterlesen…)

“OPERATION: SCHWEINEBACKE”

Montag, 16. April 2012

Die “Welt” bringt anlässlich der Koran-Salafistensause jetzt zu diesem Artikel ein “verfremdetes” Video des Titels “OPERATION: SCHWEINEBACKE”, das ich Ihrer emsigsten Prüfung anheimstellen will.

Brauchen wir so etwas?

Wer macht da was?

Wozu?

Man reflektiere.

Iranlüge: Vom medialen Faktotum der Kriegstreiber (II)

Montag, 16. April 2012

Seit ich den Erstartikel von fünf Tagen verfasste, ergibt sich bezüglich der Verbreitung der Iranlüge aufgrund gegenläufiger Tendenzen ein uneinheitliches Bild.

Einerseits scheint die Iranlüge an manchen Stellen schon vorsichtig heruntergefahren zu werden, andererseits wird sie andernorts umso agressiver hochgehalten und vor sich hergetragen. Letzteres mal eher kalkuliert, mal eher reflexhaft.

Da wirft es auch nur einen kleinen Schlagschatten, dass mir ein Leserkommentar mit Hinweis darauf kassiert wurde.

Man muss wohl davon ausgehen, dass viele Journalisten das Problem zu verdrängen trachten, oft in etwa so, wie als ob es egal sei, was im Iran wirklich gesagt wurde, da man ja getrost davon augehen könne, dass es so gemeint gewesen, wie es Reuters & Cie verfälschend übersetzten. Immerhin meinen das ja alle anständigen Leute.

Aber der anständige Journalist weiß natürlich auch, dass er womöglich ziemlich schnell am existentiellen Ende landet, wenn er hier für Aufklärung sorgt. So schaltet er sich dann lieber passiv oder aktiv gleich. Und unterdrückt jeden eventuellen Impuls zur Selbstprüfung. (Ich weiß, warum ich jetzt keine Namen nenne. Wer dies liest, mag sie erkennen, und selbst wer nur heimlich hier liest, vielleicht sich selbst.) (weiterlesen…)

Piraten auf großer Bühne

Montag, 16. April 2012

Wahlrecht ab Zwölf, Einheitsschule, Auflösung der Klassenverbände, alles für alle, alle für keinen, Stimmrechtsverleih, flüssige Demokratie: so viel Fordern war nie.

Da werden die Grünen blass um die Nase, indem sie gewahren müssen, dass die Piraten ihnen ihre Hauptklientel der Träumer, Selbstgerechten, Infanten und Hedonisten streitig macht, mit dem denkbar einfachsten Mittel, nämlich jenem, einfach herumzukrakeelen, als pseudoanarchistische (wer für volle Meinungsfreiheit eintritt, büßt) Chaotentruppe aufzutreten, die ganz offen dazu steht, nichts vom Durchdenken von Konzepten zu halten, dafür umso mehr von Spaß und Radau, dabei selbstgerecht, die geistige Avantgarde des Netzzeitalters als Vertreter der spontanen Eselei, diffus liberal bis libertär, gleichzeitig Alles-ist-da-muss-nur-verteilt-werden-sozialistisch, hinreichend links und proletarisch in ihrem Gebaren, dass auch die Klientel der Linken betroffen, selbst jene vom erbärmlichen Rest der Restparteien.

Man sagt ganz einfach: “Mehr Unfug anrichten, als die alten ewiggestrigen Säcke, die noch nichtmal wissen, was ein Proxy-Server ist, können wir gar nicht. Egal, wie sehr wir uns anstrengen.”

Das kommt an beim Publiko, das eine Transposition der Realität derart herbeisehnt, dass es dafür alle Vernunft fahren lässt, an die Verkündiger jener nicht einmal mehr Mindestmaßstäbe der Urteilskraft anlegt, ein geradezu esoterisches Heilsuchen, über die Juxtaposition von tatsächlicher visionärer Kraft und Wirklichkeitsflucht stets beigemischt, gut an, jeder ein Piratomobil, mal hier, mal dort, mal irgendwie und irgendwo, jeder ein Teilchen der dissoziativ entropischen Schwärmkräfte, sozusagen immerhin mal etwer, Vieh als Hirtenversammlung. (weiterlesen…)

Nichts ist gut in Kulturplattstan

Dienstag, 10. April 2012

Vielleicht wäre es doch das Beste, das Urheberrecht einfach ganz abzuschaffen.

Das möchte dann zwar dazu führen, dass nur noch Tanzbären und Possenreißer von ihrer künstlerischen Arbeit leben können, aber eben auch dahin, dass Künstler nur noch unter ihresgleichen mitteilsam werden, es sei denn, man agiere im Sklavenaufstande gen Außen.

So, wie es jetzt aussieht, soll den Künstlern, gerade den “kleinen”, noch ihre letzte Hoffnung genommen werden. Wer wird denn das Geld verteilen? An mich etwa?

Und das Härteste am Gedanken an eine “Kultur-Flat” ist ja, dass hier irgendeiner festlegen soll, was Kultur wert sei, ja überhaupt, was Kultur sei, wenn er schon deren Wert festlegen und verteilen will.

Nichts ist gut in Kulturflatstan. (weiterlesen…)

Piraten für ein neues Urheberwas?

Dienstag, 10. April 2012

Unter dem Titel “101 Piraten für ein neues Urheberrecht” ist gestern eine Sammlung von 101 Einzelmeinungen als eine Art politisches Manifest erschienen. (Es waren zunächst 102, doch wurde Nr. 61 getilgt, da der Herr als holocaustrelativierverdächtig aufgefallen sein soll.)

Ich habe mir mal die Mühe gemacht, das ganze Konvolut durchzulesen. Es lohnt sich durchaus, zumindest für Leute, die einerseits an der Thematik interessiert sind und andererseits an den Sichtweisen der Piraten.

Zusammenfassend zunächst das Positive: Es werden viele gute Argumente vorgebracht, weshalb ein neues Urheberrecht vonnöten sei. Die weitaus meisten betonen, dass Künstler anständig bezahlt werden sollten, klingen dabei durchaus glaubwürdig, verbinden damit regelhaft auch scharfe Kritik an der bisherigen Vormachtstellung von Verwertegesellschaften.

Das Negative: Kein einziger von 101 Piraten stellt auch nur in Grundzügen ein konkretes Konzept für ein funktionables neues Urheberrecht vor.

Es wird sozusagen von allen ein Irgendwas gefordert, das modern und fair und klasse sein möge.

Man darf ohne weiteres vermuten, dass da kein Konzept erscheint, weil keiner eins hat. (weiterlesen…)

21.12.: Der Tag ist nah!

Samstag, 31. März 2012

Ich habe die Sache jetzt raus: die mit dem Weltuntergang.

Sie werden es vielleicht schon gemerkt haben. Eben allda, wo ich der Redseligkeit, der langen Sentenz gar, normalerweise nachweislich bis zum Endkampf abhold, nämlich hier, übermannte mich in den letzten Artikeln ein gewisser Hang zur Explizitheit, gar anschaulichen Deutlichkeit, der nur durch NEADS (das Naherkenntnisadsdstringenzsyndrom) zu erklären ist.

NEADS tritt in solch heftiger Form nur selten auf. Bei mir jedenfalls lediglich dann, wenn ich kurz vor der Lösung großer Rätsel stehe.

In diesem Falle ging es um den Weltuntergang am 21.12. dieses Jahres. Dieser Hundling hat mir ganz schön zu schaffen gemacht. Seine Tarnung war eines Zhuge Liang, eines Sun Tsu, eines Tao Te Kings würdig. Denn der Weltuntergang ist in Wirklichkeit ein Weltaufgang. Ja, nicht nur “auf” anstatt “unter”, sondern auch noch “ein” anstatt “der”. Er benutzte also ein geschicktes Doppelstrategem.

Die Eine Welt, die da aufgehen wird, zu jener Wintersonnwende, ist jene des ES. Des Endgültigen Sozialismus’. Im ES wird es weder Taiwanes’ noch Tungus’ noch Tünnes noch Schäl mehr geben: nur noch Menschen. Ihr Garten Eden wird das Weltnetz sein. (weiterlesen…)

Neues vom Netzdeppen

Samstag, 31. März 2012

Da ich von der Denkkrankheit schwerstens – chronisch akut – befallen bin, bleibt mir wenig bis nichts, denn auch darüber nachzusinnen, wie eine angemessene Vergütung von Künstlern, geistig Schaffenden insgesamt, im Netzzeitalter beizutreiben sei.

Es möchte über eine Generalkulturabgabe nach “Klicks” gehen, sagen viele. Das sei auch nichts anderes als sonst, wo die Bildzeitung eben mehr gekauft werde als die Frankfurter Allgemeine, obzwar, so ist das Leben, letztere zu produzieren zweifellos mehr Mühe erfordere. Pech halt, wie allüberall, für den, der etwas Gescheites macht. (weiterlesen…)

Netzfreiheit? Piraten? Idioten?

Samstag, 31. März 2012

Netzfreiheit? Was ist denn das für ein seltsam Ding?

Dass Staaten das Weltnetz zensieren, wissen wir alle. Schon nicht mehr alle wissen aber, oder machen sich auch nur Gedanken darüber, was da all nicht gesagt werden darf. Das interessiert ebengrad die “Piraten” auch offenkundig gar nicht. Denn, wenn etwas nicht gesagt werden darf in “unserem freiesten Staat der Geschichte auf deutschem Boden” (wahrscheinlich durfte man unter römischer Besatzung noch mehr sagen als heute, man denke mal darüber nach), dann wird das, sagt sich der wagemutige Pirat, ja wohl seinen Grund haben.

Denn die Netzfreiheit, die er sich freierbeuten will, betrifft nur die ihm interessante Beute. Also, dass er alles billigst oder ganz für Umme kriegt, was in seinen Flachkopf passt.

Mit freundlicher Genehmigung von Tanja Krienen stelle ich, als “Earcatcher” (geilet Wort, wat?) den folgenden Kommentar, den sie zu meinem Artikel “Grundeinkommen mit Bedingung” einbrachte, hier, weiter einführend, nochmal ein: (weiterlesen…)

Google wird semantisch

Freitag, 16. März 2012

Eben vernahm ich – das Thema wird hier wohl noch vertieft werden, je nachdem, was aufkommt bzw. sich noch eruieren lässt – , dass Google jetzt sukzessive eine “semantische Suche” in seine Maschine einbauen will.

Noch weiß ich nicht, ob ich darüber bald zum Milliardär werden werde, oder obsolet. (weiterlesen…)

Denkt! Schafft! Redet!

Freitag, 09. März 2012

Ich danke hiermit mal auch meinen Deutschlehrern der neunten und zehnten Klasse, dass sie mir, zwar nicht soherum beabsichtigt, sondern genau anders, eine gewaltige Wut gegen jedes hohle Geseich und Geschwätz anerzogen, die, wie jeder hier öfter Lesende weiß, auch heute noch gelegentlich aus mir bricht.

Wider Willen und Absicht haben mir diese beiden mit am besten geholfen. Mich, sich selbst als avantgardistisch wähnend, mit zu dem Revoluzzer gemacht, der ich heute erst recht bin. Denn sie waren schon politisch korrekt, als es diese Chiffre noch gar nicht gab und ich noch linksrum dachte. Aber nicht linksrum genug für meine Deutschlehrer! Danke!

Die Emanzen – gab es damals schon – die dann im selbstverwalteten Jugendhaus ein Bierverbot erließen, gaben mir den vorläufigen Rest. Da hatte Nietzsche hernach, wenn auch ein paar Jahre und ein paar Professoren später, ein leichtes Spiel mit mir. Auf den konnte ich nur gewartet haben.

Der, außer Cervantes und einer Amerikanerin, die mir eindringlich nahebrachte, ich sei sprachbegabt – das hatte ich praktisch verdrängt und vergessen, ihr gebührt mein ewiger Dank darob – führte mich, außer meinem bislang unübertroffenen Lehrer Wilhelm Pötters, schließlich nämlich dahin, wieder auf die Kraft der Sprache, auch meiner eigenen, vertrauen zu lernen.

Es gibt die “positive Traumatisierung” (siehe Suchfunktion oben rechts, schon davon geschrieben) eben doch. Gerade der, der einen, im Falle des Zehntklasslehrers nicht einmal gänzlich inkompetent, jener der Neunten war eine Quadratsnull, mal richtig ungerecht, nein, besser gesagt, von der Enge und Einseitigkeit seines zeitgeistig verprägten Denkens geplagt, mag einem den Weg gerade dahin weisen, wohin er das als Hinterletztes vorhatte, eingerichtet war, dies zu tun.

Hätte mir mit Fünfzehn einer gesagt, dass ich mal Spachwissenschaftler würde, den hätte ich noch nicht einmal zu verlachen mir normalerweise Zeit genommen. Erst auf heftigste Insistenz hin hätte ich ihm erklärt, dass all diese Deutschfritzen erwiesene Laberaffen seien, deren Gewerk eines, das nur von sinnlosen Backenaufbläsern betrieben werde.

So ändern sich Ansichten und Zeiten. Heute liebe ich kaum noch etwas mehr als meine Kinder, mich selbst, meinen Salbei und meinen Rosmarin, meinen Wein auch, denn diese unsere herrliche deutsche Sprache, die uns jederzeit Labsal, Trost, Ansporn und Erhebung zu spenden vermag, wie sie die Naturwissenschaften, die ich immer noch nicht, trotz mancher Verleidung dahingehend, irgend verachte, zumindest momentan mir nicht zu geben vermögen.

In der Sprache nämlich schlägt sich alles, schlägt sich der ganze Mensch nieder. Oder vielmehr, sie vermag ihn in ihrer ganzen Kraft auch aufzurichten. Sie ist unser größter Schatz. Gold, Geld, selbst Raketen und Raumschiffe, sind nur erschmolzene oder auch erlogene Stoffe, lediglich Artefakte im Vergleiche. (weiterlesen…)

Pirätchen: Eine Polemik

Sonntag, 04. März 2012

Das Härteste ist, wenn der Schaum meint, er sei ein Samuraischwert.

Den Eindruck habe ich von den “Piraten”. (weiterlesen…)

Obsieg des Wortes

Sonntag, 04. März 2012

Die Sprachwissenschaft erlebt durch das Weltnetz einen erfreulichen, gewaltigen Aufschwung. Der Wettbewerb um Begriffe, an dem jetzt jeder teilhaben kann, setzt enorme Kräfte frei. Und gerade im Deutschen entfaltet sich die Urkraft der Wortbildung.

Ich halte dies, absolut ernsthaft gesagt, für eine der segensreichsten Wirkungen entlang der Treibriemen des Netzes.

Wer findet, wird gefunden. (weiterlesen…)

Ausgemobbt im Netz

Dienstag, 28. Februar 2012

Das Thema Verleumdung, Mobbing im Netz ist zweifellos ernst zu nehmen.

Da geht es ganz schön zur Sache, oft anonym, aus dem Hinterhalt, aber auch offen, professionell (die Hinterhalte können natürlich auch von Profis gelegt werden).

Und vergleichen wir die Lage mit jener früher, so ergibt sich nunmal zunächst leider, dass jeder, der sich öffentlich klarnamentlich äußert, von jedem potentiellen Auftrags- bzw. Arbeitgeber “rausgegeoogelt” werden kann, als nicht ganz koscher aussortiert.

Aber: Immerhin bekommt man, wenn dieser Kanal dafür benutzt wird, ziemlich leicht und schnell heraus, wessen man da in welchen Foren angeschwärzt wird; man erfährt nicht erst womöglich Jahre später, welche Gerüchte per Mundzumundbeatmung über einen herumgingen, womöglich Reputation und Existenz kosteten.

Wie lange dauerte es früher mitunter, wenn es dann überhaupt noch einigermaßen rechtzeitig geschah, bis dass einem einer eröffnete, was über einen erzählt werde? Das wird jeder kennen, der auch schonmal umstritten war, dessen Widersacher sich nicht offen mit ihm zu messen wagten und deshalb den Weg des Gerüchtes, der übelen Nachrede wählten (oder ihre Agenda dadurch ergänzten). (weiterlesen…)

Elektrosprech

Freitag, 24. Februar 2012

Eben habe ich ein neues Idiotenlexem gelernt. In einem großen Schafsmedium gelesen, das ich jetzt nicht nenne.

Es heißt “disliken”.

“Disliken” ist das, was die Bösen im Netz mit den Guten machen, wenn sie ihnen schaden wollen.

Ich habe keine Ahnung, wann und wofür ich vielleicht schon einmal “disgeliked” worden bin.

Das wäre mir, obschon es mir ansonsten egal ist, auch schon fast eine Ehre. Bitte zehn Milliarden mal. Denn wenn Deppen mich nicht mögen, sehe ich mich durchaus ein Stück weit bestätigt.

“Downgeloadet” und dann erst recht noch “disgeliked”. “Angemailt” (geht ja verhältnismäßig grade noch) “gedated”, “gefeedbacked”, “gefaked”, “gefalseflagged”, “downgetowned”: Früher war man wenigstens noch “stoned”. Das war sinniger. (weiterlesen…)

ACTA Emilenses: Präventivfragen an Herrn Gauck

Montag, 20. Februar 2012

Emil Knöpfle hat ein paar Fragen an den demnächst höchsten Pfarrer der Republik:

Was ist nun mit der Freiheit, Herr Gauck?

Montag, 20. Februar 2012

Die FDP hat ihren Pyrrhussieg errungen. Sie ist der Kanzlerin auf beispiellose Weise in den Rücken gefallen, indem sie plötzlich den Kandidaten unterstützte, gegen den sie den unglückseligen Wulff noch vor zwei Jahren vorzog. Inwieweit dies auch Schatten auf den neuen Bundespräsidenten werfen wird, bleibt abzuwarten.

Frau Merkel vergisst nicht. Dies ist wahrscheinlich die schwerste Niederlage für sie, seit sie Kanzlerin ist. Will die FDP keine Ampel, für die es, ohnehin, wenn sie es gar nicht in den nächsten Bundestag schaffen sollte, keineswegs unbedingt zur Mehrheit reichen wird, so kommt wahrscheinlich die “große” Koalition.

Man kann Frau Merkel vieles nachsagen, aber sicher nicht mangelnden Willen zur Macht. Sie wird die Messer wetzen, bis sie scharf genug sind.

Aber auch die Grünen und die SPD werden sich womöglich noch wundern. Ihr Atlantik-Brücke-Präsident dürfte nämlich nicht nur für die US-Vorgaben stehen, wie den EU-Beitritt der Türkei zur Schwächung ersterer, zumal Deutschlands, die ihnen gelegen kommen, sondern auch für die US-Kriegspolitik, antirussische und antichinesische Haltung, das Einfordern von Menschenrechten überall, außer bei “Freunden” wie Saudi-Arabien, Neoliberalismus, sozialen Kahlschlag. Für all die Freiheit, wie die USA sie meinen: mit Nacktscannern, Geheimgefängnissen, systematischer Folter, unbegrenzter willkürlicher Inhaftierung sogenannter “Terrorverdächtiger” bzw. “möglicher Unterstützer von Terrorverdächtigen”, dem ganzen bürgerrechtlichen Freiheitsprogramm eben. (weiterlesen…)

Weltnetzboykott

Freitag, 17. Februar 2012

Es mag die Zeit herangekommen sein, da das Weltnetz mindestens teilweise zu boykottieren ist.

Sicherlich nicht von Daimler oder Sony: aber von all jenen, die wirklich etwas zu sagen haben.

Ich weiß, diese Botschaft klingt zunächst alswie diejenige eines Traumtänzers. Na und.

Zeit ist’s, dass nicht mehr Algorithmen unsere Kultur bestimmen. Sondern wieder die Schaffenden. (weiterlesen…)

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