Archiv für die Kategorie ‘Weltnetz’

Beim Google zählt das Wort

Montag, 19. November 2012

Der Google hat zwar nicht mich (wäre der Firma zu teuer), aber trotzdem einige fähige Mitarbeiter.

Ich wundere mich immer wieder, wie Leute meinen, sie könnten den Google verarschen. (weiterlesen…)

Von der alten neuen Agora

Sonntag, 28. Oktober 2012

Gestern saß ich mit einem vortrefflichen, gebildeten, keinem derben Scherze wie feinen Witze abholden Manne zusammen, dessen Kenntnis und Bewusstsein bezüglich sprachlicher Feinheiten und Register ich als zumindest außergewöhnlich bezeichnen will.

So kamen wir denn auch auf die deutsche Sprache als solche bzw. den heutigen Zustand und Behuf derselben. Ein Streit ergab sich. Jovial, beim Biere, aber engagiert, heftig, direkt ausgetragen.

Er meinte, die Komplexität der deutschen Sprache sei unhaltbar; Konjunktive, komplexer Satzbau, das sei von gestern; keiner mehr wolle so etwas lernen; kaum noch Deutsche, Ausländer, Migranten schon gar nicht; kein Wunder sei es, dass Englisch, aufgrund seiner einfachen grammatischen Struktur, Weltsprache geworden; man müsse den Tatsachen ins Auge sehen und sich in dieser Richtung anpassen; das sei nunmal der Lauf der Welt. Ich kämpfe, anderes, gar eine Renaissance der gehobenen deutschen Sprache ansetzen zu wollen, einen vergeblichen, wenn nicht lächerlichen, zwar vielleicht hehren, aber doch klar verlorenen, sinnlosen Kampf. (weiterlesen…)

“Shitstorm” ok, “Scheißesturm” oweh?

Freitag, 26. Oktober 2012

Eben las ich davon, gleich im Aufmacher eines großen Mediums, über die Piratin Julia Schramm sei, ob einer ungemeinfreien Buchveröffentlichung, im Netz ein “Shitstorm” hinweggefegt. (Im Artikel ohne die Anführungszeichen.)

Wieso traut sich – bislang, so weit ich es sah – kein großes Medium, geläufigerweise “Scheißesturm” (wiederum ohne Gänsefüßchen) hinzuschreiben?

Etwa, weil die Übersetzung so schwierig wäre? (Kleiner Scherz.)

Nein, man soll ja im Deutschen nicht Scheiße sagen. Heißt es. Es hält sich zwar keiner daran, aber so heißt es. (weiterlesen…)

Von den Elektrokastensklaven

Donnerstag, 25. Oktober 2012

Der selbstbestimmte Mensch ist heute der, der nur in notwendigen Fällen ein Mobiltelefon mitnimmt, ein Schmerzphon gar nur wenn geschäftlich zwingend.

Nietzsche meinte einmal, dass wer mehr als vier Stunden am Tag arbeiten müsse (er redete nicht vom Schaffen-Wollen) ein Sklave sei.

Wenn ich in Gedanken durch die Stadt gehe, will ich partout nicht von irgendjemandem ob irgendeiner Petitesse oder Laune oder Terminverschiebung angebrümmelt werden, und schon gar nicht, wenn ich im Wirtshaus sitze oder im Park schachspiele.

Ich will auch keine mich auf dem Laufenden haltende App, kein Signal irgendeiner SMS, keinen gedanklichen Beiständer. (weiterlesen…)

“Rechersuche”: Googles Ende?

Mittwoch, 24. Oktober 2012

Nein, beim Titel ist kein “n” verlorengegangen, sondern es handelt sich um den Namen der neuen französisch-deutschen Suchmaschine (er spricht sich zu Deutsch etwa “Reschersüsch”).

Wir haben die Seite, die Google ersetzen soll, mal auf Herz und Nieren getestet und gaben folgerichtig zuerst den Suchbegriff “Test” ein.

Die ersten drei Ergebnisse lauteten:

francemedicaux.fr “Le mot anglais ‘test’ ne peut pas…”

testyourgerman.eu “Die intergubernementale Implementation des Euro ist ein Test für…”

bankenunion.de “Die Testphase der europäischen Banken- und Medienunion…”

Das war schon recht ermutigend.

Wir beschlossen dann, den Begriff “Lüge” einzugeben: (weiterlesen…)

Mobilmachung der Großverlage gegen Google

Dienstag, 23. Oktober 2012

Es herrscht Krieg zwischen den großen französischen und deutschen Verlagen (denen die Politik bislang überwiegend folgt) und Google, zumindest eine Art Mobilmachung. (Siehe dazu auch, von Marcel Weiß “Google-Krieg der deutschen Medien: Die Masken sind jetzt gefallen” sowie mir “Was erzählt der VDZ da?“.)

Wäre der Google nicht der Gigant, der er ist, mit seinen häufig, gelinde ausgedrückt, fragwürdigen Methoden, man könnte mit dem Weltnetzriesen glatt Mitleiden bekommen.

Diejenigen, die am meisten durch die über Google-Verlinkung hereinkommenden Zugriffe profitieren, wollen den Google jetzt dafür abschöpfen, dass er ihre Inhalte verbreite und daran direkt oder indirekt verdiene. Wie unwahrhaftig das ist, hat Marcel Weiß (der mich wohl nicht an den Pranger stellen wird, weil ich seinen Artikel hier schon zum zweiten Male verlinke, Google-Werbung nebendran) so gut herausgearbeitet, dass ich hier keine Redundanz üben will, sondern die Lektüre des ganzen Artikels ausdrücklich empfehlen und weitergehende Fragen aufwerfen.

Wie wird der Titan, der – durchaus glaubwürdig – sein ganzes Geschäftskonzept ungerechtfertigterweise gefährdet sieht, reagieren, wenn es hart auf hart kommt? (weiterlesen…)

Was erzählt der VDZ da?

Montag, 22. Oktober 2012

Beim Verband Deutscher Zeitschriftenverleger liest man zum Streit mit Anbietern wie Google mit der französischen Regierung, die ähnliches anstrebt wie die deutsche, nämlich dass Suchmaschinen für ihre News-Verlinkungen (womöglich alle?) auf Artikel ob ihrer eigenen daraus generierten Werbeeinnahmen zahlen sollen müssen, folgendes:

“Leistungsschutzrecht für Presseverleger

Täglich entstehen in deutschen Zeitungs- und Zeitschriftenverlagen Tausende aufwendig produzierte Artikel, die im Internetzeitalter aber in Sekundenschnelle von Dritten ausschnittsweise oder komplett übernommen, verwertet und vermarktet werden können. Dieser kommerziellen Nutzung stehen die Verlage schutzlos gegenüber, denn sie besitzen im Gegensatz zu anderen Werkmittlern wie der Film- und Musikindustrie heute kein Eigentumsrecht an den Früchten ihrer Arbeit.”

Das ist, soweit ich weiß, doch glatt gelogen.

Ich darf ohne ausdrückliche Genehmigung keinen Artikel komplett übernehmen, verwerten und vermarkten. Ich darf nur zitieren.

Gehe ich über das Ziterrecht hinaus, so stehen gerade die großen Verlage einer kommerziellen Nutzung keineswegs schutzlos gegenüber. Denn sie haben sehr wohl urheberliche Eigentumsrechte. Sie können abmahnen, Unterlassung verlangen, Teile eines Erlöses einfordern usw. (weiterlesen…)

Newsweek bald endgültig im Papierkorb

Donnerstag, 18. Oktober 2012

Gerade las ich, dass “Newsweek” nur bis zur Jahreswende noch eine Druckausgabe bringen wird, danach lediglich im Netz präsent sein will.

Innerhalb nur eines Jahrzehnts sei die Auflage von 4 auf 1,5 Millionen geschrumpft, entsprechend liefen Verluste auf.

Über eine Million verkaufte Exemplare sollten, sollte man meinen, immer noch reichen, um so einen dünnen Wischlappen, eine Art amerikanischen Spiegel, gewinnbringend raushauen zu können.

Egal: Ich finde jedenfalls, dass die Meldung ermutigend ist. (weiterlesen…)

FAZ-”Faktencheck” zur Beschneidung: Wirrsal

Mittwoch, 17. Oktober 2012

Die FAZ hat jetzt ein sehr wirrseliges Projekt aufgelegt, ausgerechnet begonnen zum Thema Beschneidung, bei dem alles, methodisch gesehen angelsächsisch inspiriert, was sonst, irgendwie zwischen verschiedenen Schaubildern und Kommentarsträngen durcheinanderschwurbelt. Einen Eingang ins Labyrinth siehe hier.

Das ganze firmiert unter “Faktencheck” und “Leser recherchieren mit” und ist gefördert von der Robert-Bosch-Stiftung.

Was das Ganze soll, erschließt sich mir bislang nicht. (weiterlesen…)

Vom Nickbewusstsein

Montag, 15. Oktober 2012

Im Kommentarstrang zum Artikel “Schavanplag” gelangte Leserin “Lesezeichen” in ihrer Auseinandersetzung mit Zorro an den folgenden Punkt:

“…dann gehören Sie genau zu der frustrierten Hatr-Community, auf die ich mich bezog, zu denjenigen, die im Dunkeln schon den Strick für andere bereithalten, zu denen, die sich mit Wonne Reizwortdebatten anschließen, ohne wirklich genau zu lesen oder zuzuhören. Mal ganz davon abgesehen, dass Sie selbst unter Pseudonym schreiben. Einen tollen Namen haben Sie sich gegeben: Zorro, der mit der schwarzen Maske, der Rächer, der nachts im Dunkeln kommt und überall sein eingeritztes Z hinterlässt.

Warum schreiben Sie denn nicht unter Klarnamen?”

(Der Kommentar geht noch weiter, das, wie das Vorangegangene, dann aber bei Interesse bitte dort lesen.)

Ich sagte dazu: (weiterlesen…)

“Erleuchtung”: Schwachsinn! (II) – Wege zu höherem Bewusstsein

Freitag, 12. Oktober 2012

Ich setze hier wieder einmal – tut mir leid, aber manchmal muss das sein – die Kenntnis des Erstartikels sowie des anschließenden Kommentarstranges wenigstens in groben Zügen voraus.

Dort befassten wir uns – nochmal mein Dank an die Kontribuenten – vorwiegend mit dem Konzept der “Erleuchtung”, dessen Statthaftigkeit, historischem Missbrauche, Inkonsistenz, Unklarheit an sich.

Dabei waren sich alle Kommentatoren darin einig, dass hierzu viel Müll abgekippt worden sei, auch darin, dass es gleichwohl durchaus Wege zu einem weitaus höheren Bewusstsein gebe, als der Durchschnittsmensch, auch man je selber (jedenfalls dauerhaft), bis dato erlangt habe.

Indem ich dies schreibe, kommt gerade folgender Kommentar zum Artikel “Quantenkatastrophe” von “Kolibri”, der sich auch zum Strange des ersten Teils ausführlich einbrachte, wie als ob beim Universum bestellt, herein, weshalb ich eine weitere seltene Ausnahme mache, ihn hier, sozusagen nacheinleitend, zur Gänze wiedergebe: (weiterlesen…)

Facebook als Lügenbabel

Mittwoch, 10. Oktober 2012

Jens Blecker bringt auf iknews.de unter dem Titel “Facebook : Data-Mining als Geschäftsmodell” einen sehr lesens- und bedenkenswerten Beitrag darüber, was Facebook mit den Nutzerdaten ansteuert: ein Totalverständnis menschlichen sozialen Verhaltens, menschlicher Beeinflussbarkeit, ein Art Hebung des “Heiligen Grals” zur permanenten Bewusstseinsanalyse und -kontrolle.

Er empfiehlt zum Schluss seines Artikels:

“Jeder Nutzer sollte daher in regelmäßigen Abständen – so er denn nicht ganz ohne Facebook kann – Dinge oder Artikel zu “liken” die er eigentlich völlig ablehnt. Ein Flashmob an sich, wäre als Zeichen gut, um Facebook zu zeigen, wir sind keine Versuchskaninchen, allerdings ließe sich dieser “Peak” nur allzuleicht aus den Datenreihen löschen und hätte so keine langfristige Wirkung. Schenken Sie Facebook in regelmäßigen Abständen “Datenmüll” indem Sie zum Beispiel Windeln für Erwachsene “liken” oder als Gehbehinderter ein Skateboard. Sorgen Sie dafür, dass Facebook seine Datenschätze einfach nicht verwerten kann, denn dieses sind IHRE/UNSERE Daten.”

Einige wesentliche Faktoren übersieht oder übergeht er aber meines Erachtens völlig. (weiterlesen…)

Von Lügen, dem Netz, der Zensur und der Satire

Dienstag, 25. September 2012

Eben schrieb ich in Antwort auf einen Kommentar zu “Vom Lügenpantheon III” folgendes (das Eingangszitat ist von Herrn Reschke):

@ Gerd-Lothar Reschke

‘ “Man kann deshalb gar nicht sachlich und tatsachengetreu genug argumentieren.”

Meine Zustimmung, aber mit einer gewichtigen Einschränkung.

Es kommt auf die Textsorte an, die man wählt.

In meinen Satiren “argumentiere” ich nicht selten nicht nur sachlich; sonst wären es ja keine; und Satiren können auch und gerade in den ernstesten und gewichtigsten Zusammenhängen ebendas leisten, was die rein sachliche und tatsachengetreue Argumentation nicht kann.

Nicht selten mische ich die Textsorten auch; das heißt z.B., dass eine inhaltlich gnadenlos genaue Argumentation trotzdem mit einem satirischen Unterton geschrieben, oder satirische Passagen als Einsprengsel in einen ansonsten vollernsthaften Text gesetzt.

Viele Menschen fangen erst dann mit dem Denken an, wenn richtige Gedanken so schräg daherkommen, dass sie sich deshalb am Kopfe kratzen.

Außerdem dürfen wir uns unseren Humor nicht nehmen lassen.

Und hat das nicht in jeder Weise bzw. immer ernsthafte Schreiben (naja, vielleicht ist gute Satire das ernsthafteste Schreiben überhaupt…) auch die wichtige Funktion, Menschen zu zeigen, dass da drüben einer sitzt, der die Welt nicht verbiestert sieht, gerne lacht.

Das erleichtert vielen den Zugang zu Dingen, vor denen sie sich scheuen, die ihnen krummgelogen, weggelogen wurden.

Insofern kann Satire – auch wenn der Leser das nicht oberbewusst merken mag – eine Art der subtilen Handreichung, der Aufweichung eines ins Mentale eingesenkten Bollwerks sein.

(Das ist jetzt schon wieder ein Ansatz für einen eigenen Artikel dazu; ich werde wohl den ganzen Kommentar als Eingang dafür verwenden.)

LG

Magnus’ (weiterlesen…)

Michael Hanfeld (FAZ): Wider Selbstzensur wegen Islam

Samstag, 15. September 2012

Michael Hanfeld, der Medienkritiker der FAZ, hat im Zusammenhang mit den jüngsten Ausschreitungen, Morden, Botschaftserstürmungen wegen eines Mohammed-Films die Sache unter dem Titel “Respekt” in seiner typischen besonnenen Art behandelt. Allerdings nicht wirklich konsequent, wie unten gezeigt werden wird.

Er schreibt gegen Ende seiner kurzen Analyse:

‘Mit „Innocence of Muslims“ verhält es sich wie mit den Mohammed-Karikaturen – die gezielte Skandalisierung entzündet erst den Flächenbrand.’

Und schließt also:

‘Er trifft unbarmherzig kritische Geister in islamischen Ländern und in aller Welt – den Schriftsteller Salman Rushdie oder dänische Zeichner.

Und darin liegt der wahre Skandal. Ein Gebot der Klugheit ist es natürlich, auf sinnlose Provokation zu verzichten, von der Aufstachelung zum Hass nicht zu reden. Wer dem aber allein mit dem Gebot des „Respekts“ begegnet, redet aus Angst vor der Auseinandersetzung der Selbstzensur das Wort.’

Wobei ich ihm in einem wesentlichen Punkte entschieden widersprechen, seine Position schon rein logisch hinterfragen muss. (weiterlesen…)

Feed the Trolls!

Samstag, 15. September 2012

Wer im Netz sogenannte Trolle loswerden will, der wird derer nicht Herr, indem er, wie allgemein verbreitet, sie nicht füttert.

Quatsch!

Man muss ihnen nur das richtige Futter geben.

Das geht meist mittels einer gut dosierten Futtergabe.

Nur selten bedarf es derer zwei oder drei.

Wulff versus Google / Denkberatung

Samstag, 08. September 2012

Bettina Wulff, die Frau des Ex-Bundespräsidenten, klagt gegen Google, auf dass bei Eingabe ihres Namens nicht mehr automatisch Suchbegriffe wie “Rotlichtvergangenheit” oder “Escort” auftauchen mögen.

Das ist ja mal apart.

So sehr ich die Verletztheit der Dame, die nach Angaben ihres Anwaltes schon von diversen Medien Unterlassungserklärungen bewirkte (Günther Jauch soll sich verweigert haben, werde deshalb ebenfalls verklagt), nebst teils erheblichen Schmerzensgeldzahlungen, verstehe, frage ich mich doch, wie man gegen Google ein Präzedenzurteil (oder gab es Vergleichbares schon?) erwirken will, dahingehend, dass die Firma Hinweise auf gerne aufgerufene unbewiesene Gerüchte aus ihren Programm tilgen soll.

Das hieße in letzter Konsequenz, dass ich nicht einmal diesen Artikel schreiben dürfte, da auch ich diese erwähne (wie sonst sollte ich das können? – je mehr Schmerzesgeld, je mehr Leser?), gar ungefragt. (Einen Verbotsirrtum könnte ich nicht geltend machen, da ich von den Unterlassungserklärungen anderer im Zusammenhang nachweislich mitbekommen habe.)

Ich bin ja nun wirklich nicht der Anwalt der sogenannten “Datenkraken”.

Kann es mit der Unterlasserei aber so weit gehen, soll es so weit gehen, dass Suchmaschinen keine Hinweise mehr darauf liefern dürfen, welche, wenn auch unbewiesene Gerüchte es bezüglich einer Person oder Sache gab oder gibt? (weiterlesen…)

“Der Kommentar wurde versteckt”

Mittwoch, 05. September 2012

Ich habe mich ja schon verschiedentlich darüber ausgelassen, wie dämlich bei der Zeit Kommentare zensiert werden, das jetzt nochmal überprüft, und es ist nicht besser geworden, die Sprüche dazu, man glaubt es kaum.

Den Vogel aber, für mich, schießt der Freitag, jene Berliner Wochenzeitung des Jakob Augstein, dabei ab, denn man liest dort inzwischen als Standardspruch, im Ernst:

“Der Kommentar wurde versteckt.”

Wo denn?

Etwa im Katzenklo?

Unterm Flachkopf?

In der Vorhölle zum Ausschluss aus der “FC” (das ist die sogenannte Freitags-Community)? (weiterlesen…)

Kommentarstränge: Leser lernen Deutsch

Dienstag, 04. September 2012

Im Kommentarstrange zu “Vom ortbaren Handyoten” schrieb ich unter anderem:

‘Es ist für keine Zeitung leicht, die meisten ihrer Kommentatoren als “Verschwörungstheoretiker” oder, Neusprech, “Verschwörungsliebhaber” abzutun.’

Die großen Schafsmedien sitzen diesbezüglich inzwischen tatsächlich immer häufiger mächtig in der Tinte.

Einerseits sollen sie jeden selbständig denkfähigen Bürger auftragsgemäß als VSTler bzw. VSLHler verleumden und herabsetzen, andererseits werden sie von ebenjenen, ihren eigenen ach so blöden Lesern, immer unverhohlener ausgelacht und dafür runtergelassen.

Selbst das Zensieren hilft nicht mehr viel, da man eben nicht (in manchen Fällen) vier Fünftel der Beiträge zensieren kann, ohne dass man für seine diesbezügliche Hauspolitik irgendwann so notorisch wird, wie die Zeit.

Der Spiegel ist mit seinen Artikeln inzwischen nicht selten derart runter, vor allem jenen, in denen er sich als Oberkriegstreibermedium der Republik geriert, dass er fast nur noch Häme und Spott dafür erntet.

Ich halte es für enorm wichtig, dass Leute, die die Zeit dazu finden (ich habe sie nurmehr selten, um extern zu kommentieren), hier mit aller Beharrlichkeit und angemessenen Gnadenlosigkeit dranbleiben. (weiterlesen…)

Vom Weltnetze, Google & Cie.

Dienstag, 21. August 2012

Das Weltnetz bedarf, auf dass es nicht Google und der NSA und Facebook usw. allein gehöre, vieler Spinnen.

Ich kann Ihnen jetzt leider nicht umfässlich verraten, wie man als Einzelspinne seine Fäden spannt. Das wäre in diesem Zusammenhange verfrüht.

So viel aber darf ich preisgeben (es mag zunächst wie eine Banalität klingen), als dass es hier ganz eigentlich um der Sprache Macht geht.

Noch einmal ganz anders, als ehedem. (weiterlesen…)

Dem Nachwuchse XXI (b)

Montag, 20. August 2012

Es wäre jetzt unziemlich unzeitig, schon wieder Ausführlicheres zur Sache aufs elektronische Papier zu bringen. Manchmal soll man den Leuten auch Luft zum Lesen lassen. Denn viele von ihnen lesen noch nicht einmal halb so schnell, alswie ein Geschwinder schreibt.

Man vergesse nie, denke inalsofern an “den Leser”, dass jener oft schon ob der kleinsten Begriffsrückeroberung nachhaltig verwirrt sein mag.

Man begreife ihn, zumal heute, im Zeitalter des Weltnetzes, als ein von überallher überallhin getriebenes Wesen.

Gehatet oder Gelovet? (II)

Sonntag, 22. Juli 2012

Das eigentlich Bemerkenswerte an einem derart dummen Gewäsch wie “gehatet” und “gelovet” besteht ja nicht darin, dass Leute derlei Unfug herausblasen, sondern dass sie von vielen darin noch ernstgenommen werden.

Normalerweise gehört sowas ins Kabarett, in die Satire.

Vor kurzem dachte ich noch, dass das facebooksche “gedisliked” der absolute Knaller der deutschsprachigen Weltnetzsprachverfuselungsidioten sei, und es hält auch nicht schlecht mit, aber “gehatet” gefällt mir noch besser.

“Gehasst” traut man sich nicht zu sagen. Das wäre zu deutsch und deutlich: also “hatet” man.

“Den hawick denn ma jeheitet!”

“Der isch jeddsd kheided, dass grachd!”

Schwabylon grüßt sein geliebtes Berlin. (weiterlesen…)

Gehatet oder Gelovet?

Sonntag, 22. Juli 2012

Gerade blubbert auf meinem derzeitigen Lieblingsradiosender ein “App”-Entwickler vor sich hin, der eine Applikation mitentwickelt hat, mittels derer man Bilder ins Netz laden kann, auch wiederbewerten, sich per selbstlernenden virtuellen Stadtplänen von seinem Handy führen lassen, und die beiden zu wählenden Kategorien sind, wie originell, “hate” und “love”, wissen die Appler von “Lover and Hater”.

Es kommt also, wie diese Großmeister der deutschen Sprachoptimierung treuherzig vermelden, darauf an, wer am meisten “gelovet” oder “gehatet” wird.

Dass diese heldenhaften Volkspoeten noch nicht das Bundesverdienstkreuz für die konsequente, zeitgemäße Modernisierung unseres Wortschatzes erhalten haben, verwundert doch zutiefst. Ich möchte meinen, dass man das einen waschechten Skandal zu heißen sich keineswegs übertrieben echauffiert hätte. (weiterlesen…)

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