Archiv für die Kategorie ‘Weltnetz’

Von der Netzkraken Futter

Samstag, 02. März 2013

Mich erkrakt Ihr nicht, liebe Kraken. Euch füttre ich der Menschheit Frommens und Plaisirs.

“Kleinste Textausschnitte”? Was ist das, Herr Leistungsschutz, Herr Bundestag?

Freitag, 01. März 2013

“Ich sagte ihm, dass er ein Arschloch sei und er jetzt die Fresse halten solle.”

Der obige Schnipsel (engl. snippet; speziell von Google & Co. verwendete Textschnipsel zur Hinleitung auf verlinkte Seiten) umfasst 15 Wörter. (weiterlesen…)

DREIFACH “Entfreundet”: Der Göller bricht zusammen.

Montag, 18. Februar 2013

“Three people unfriended you – Click here – It’s free”

Den obigen Schwachsinn las ich eben auf meinem “Armaturenbrett”, das mir anzeigt, wer gerade diese Seite besucht.

Ich habe dann, zu Recherchezwecken, doch mal draufgeklickt, worauf mir erzählt ward, dass es wichtig sei, funktioniere, 100% korrekt, ein Facebook-Tool, und, es werde mich “Shock”.

Oh je. Auf meinen Schock hätte dann auch noch draufklicken können, aber dafür mir allzumächtig in die Hose gemacht.

Wenn mein Stammhirn diese PR-Aktion richtig zugeordnet hat, soll ich mich davor interessieren, welche Krawunzlinge mein Seit (oder der von ganze Verlag?) mal facebookmäßig gut fanden und jetzt nicht mehr.

Sich also, sozusagen, knallhart, von mir entfreundet haben.

(Mein Gohgle zeigt mir grade, dass ich wohl nicht delirierte.)

Oh weh! Gleich DREI Leute wullen meinen Hennenseich, meinen Zwergziegenmist, meinen korsarischen Wildsauenschiet nicht mehr les!

Una grande Katastropha mihi tormenta! Unkredibel meine Qualinger! (weiterlesen…)

Freie Energie: Alle Erfinder zu blöd, Dateien zu verschicken???

Samstag, 16. Februar 2013

Seit vielen Jahren höre ich zum Thema Freie Energie praktisch immer dieselbe Geschichte, die teilweise glaubwürdig, anderseits für mich mit einem bemerkenswerten Fragezeichen behaftet.

Erstens: Ich halte es durchaus für möglich, zu freier Energie zu gelangen, ebenso, dass Menschen schon entsprechende Techniken entwickelt haben, ihre Erfindungen aber nicht weitergeben wollten oder daran gehindert wurden, das zu tun. Dass es mächtigste Gruppen gibt, die daran kein Interesse haben können, also vor keinem Mittel zurückschrecken werden, ihre entscheidende Machtbasis darob nicht zu verlieren, liegt auf der Hand.

Es gibt jede Menge Filme, Bilder, Berichte über und von diversen unterschiedlichen tauglichen Apparaturen, die allerlei Forscher auf der ganzen Welt entwickelt hätten, teilweise quasi in Hinterhofwerkstätten. Doch sei jedesmal noch rechtzeitig der böse Wolf gekommen, habe ihnen den Laden abgebrannt, sie hinlänglich bedroht (keiner den Schneid gehabt zu sagen, ja, ich halte das Maul, es dann doch aufgemacht?) oder gar umgebracht, so dass ihr Wissen nicht in die Welt kam.

Das mag durchaus in vielen Fällen so gewesen sein. (Wenigstens das mit dem bösen Wolf.) Auch davon gibt es masse Berichte. Diese sollten nun aber ebenjene kennen, die sich mit entsprechender Forschung und Entwicklung befassen.

Wieso, frage ich, hat es daher, sowieso, noch nicht kein einziges eines dieser Genies nicht bis auf den doch recht einfachen Gedanken gebracht, wie eine effektive Erfindung so zu verbreiten wäre, dass sie nicht einmal von den schakalsten Schakalen aller Oberschakale, auch nicht mittels äußerster Gewaltanwendung, in ihrer Verbreitung noch zu stoppen wäre?

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Von den Möchtegern-Napoleonen im Weltnetz

Donnerstag, 14. Februar 2013

Gerade bekam ich fernmündlich den Vorwurf, ich habe eines bestimmten Links nicht hinreichend aufmerksam nachgesucht. Öfter schon des einen oder anderen.

Dabei hätte ich wissen müssen, dass es desfalls not und nütze, grundwichtig sei.

Das finde ich schon ein bisschen dreist. Denn es kommen nicht wenige Links herein. Auch noch darauf ward rekurriert, ich bildete mir doch so viel auf mein Bauchhirn ein, hätte das also merken müssen. Dabei bilde ich mir wahrlich nicht viel auf mein Bauchhirn ein.

Zudem könnte, wer seinen Link für wirklich wichtig hält, sich die vergleichsweise geringe Mühe machen, mich zu verlocken, mir, auch anderen Lesern, zwei oder drei Sätze Inhaltsangabe zu bieten.

Ja, ich verlinke auch nicht selten ohne nähere Inhaltsangabe. Immer habe ich nicht die Zeit dazu; oft dreht es sich einfach um ergänzende Hinweise für den Interessierten. Aber ich spiele nicht den Beleidigten, blase meine Backen nicht auf, wenn dem nachher einer nicht folgte.

Ein hervorragender Kollege, den ich gut kenne, der ist etwas härter drauf als ich. (weiterlesen…)

Von der Kompetenz des Google

Donnerstag, 14. Februar 2013

Ich habe immer wieder den Eindruck, von der Erfahrung her ziemlich gesichert, dass selbst “Nerds” der ersten Stunde kaum einen Plan davon haben, wie der Google eigentlich funktioniert.

Das liegt daran, dass sie nicht mehrschichtig zu denken und nicht richtig zu lesen vermögen. Sie sind sprachschwach. Und denkschwach. Beides hängt logischerweise zusammen.

Viele von denen meinen im Ernst, sie könnten den Google mit Bits & Bytes, mittels allerlei billiger Tricks, überlisten. Nein, Kinners, das versuchen Abertausende jeden Tag: So dumm ist der Weltmarktführer der Netzsuche nicht.

Ich weiß nicht, wie viele Programmierer ich bräuchte, Eure dummen Finten, als einziger fest angestellter Philolog, dahingehend zu instruieren, dass sie sie auch auf der Ebene, wo ich kompetent, recht wirksam aussortierten.

Nun gut, allein könnte ich das nur für Deutsch, wohl auch nicht ganz, partiell auch Englisch, leisten. Mit fünfhundert Mann aber (von mir dazu eingestellten Philologen), jeder vielleicht, seien wir großzügig, 200 000 Dollar im Jahr, die Rechner stehen eh da, also schlappen 100 Millionen Dollar, fast Portokasse, hätte ich nicht alle, aber die wesentlichen und zudem noch meisten Eurer Sottisen weltweit im Griff.

Gut, die Programmierer kosten auch noch was, sind, da sie ja was Anständiges gelernt haben, noch etwas teurer, langsamer außerdem, runden wir also unkleinlich auf eine halbe Milliarde auf, dass Ihr mich nicht so einfach verarscht. Die habe ich dafür allemal, denn ich bin ja Weltmarktführer und will es bleiben. Was habe ich denn sonst noch zu tun? – Ja, zugegeben, noch ein paar andere Sachen; aber diese ist hinreichend wichtig, dass ich daran nicht geize.

Der Google ist zweifellos das, was man zurecht eine “Datenkrake” nennt. Was indes sollte er auch sonst sein? Das ist doch sein Geschäft. (weiterlesen…)

Peerblog gehackt? Naja…

Donnerstag, 07. Februar 2013

Jetzt soll peerblog.de gehackt worden sein.

Die Twitter-Reaktion der Peerblogger, laut SPON:

“Coole Aktion! Dann dürfen wir jetzt wohl auch mal laut ZENSUR schreien.”

Na prima. Dann dürfen die jetzt also auch etwas von Zensur berichten.

Die Hacker, wenn es denn welche gab, haben diesen Leuten hiemit indirekt geholfen.

Denn sie können sich jetzt – wenn die Seite wirklich gehackt wurde – zurecht als Opfer einer kriminellen Aktivität in die Öffentlichkeit bringen.

Die Seite stand – auch von hierher – unter harscher Kritik, inhaltlich, ob überhaupt rechtens sei, was da gemacht wird, nicht nur von mir auch wegen Zensur, und jetzt darf man wohl auch mal laut ZENSUR schreien.

Natürlich etwas dumm, das zu tun. Denn die Peerblogger bringen damit ja ihre bislang – je nach Einschätzung – ärgste produzierte Peinlichkeit selbst aufs Tableau.

Dumm aber auch die Hacker, wenn es welche waren, die die Seite in bester böser Absicht lahmlegten, den Betreibern die Gelegenheit zu verschaffen, sich als fies niedergemacht zu präsentieren.

Hier stinkt alles gewaltig. (weiterlesen…)

Vom Sinne des zunächst gering Erscheinenden

Mittwoch, 06. Februar 2013

Eben bekam ich zu meinen Bemühungen, was peerblog.de (den schrägen Blog des Peer Steinbrück, gleichzeitig nicht seiner) anlangt, von meinen geschätzten Lesern Thomas und Dude die folgenden kritischen Kommentare herein:

“Lass sie doch einfach tun. Was ist schon peerblog wert im Netz…”

Und:

“Zeitverschwendung!

Als ob es draufankäme ob eine Steinbrück-, oder eine Merkel-Marionette ins Kanzleramt einzieht.

Ist doch dasselbe wie Romney vs. Obama.

Ich verstehe echt nicht, wie man so viel wertvolle Zeit für so unwichtigen und nebensächlichen Mist verplempern kann, während es so viel wirklich Relevantes gibt, um das man sich kümmern könnte!

Tammisiech!”

Beide Argumentationslinien erscheinen zunächst stichhaltig. Thomas antwortete ich zunächst, dass ich eben etwas Sprachwissenschaftliches gemacht hätte, das noch viel weniger Leute interessieren dürfte, als was um den Absahnkanzlerkandidaten herum geschieht.

In der Tat werde ich mich wohl kaum wochenlang in jenen stümperhaften Blog verbeißen. Es geht aber um etwas anderes. (weiterlesen…)

peerblog.de zensiert massiv

Dienstag, 05. Februar 2013

Man hat mir bei peerblog.de über Nacht drei zunächst erschienene, zwar kritische, aber vollauf jeder Netiqutte entsprechende Kommentare zum Artikel “Peer fordert zwei Duelle – Merkel kneift” von Karl-Heinz Steinkühler wegzensiert.

Im letzten fragte ich, ob man hier überhaupt ernsthafte Fragen stellen könne und auf Antwort rechnen. Die Frage ist damit wohl obsolet.

Dieser kurze Beitrag ist lediglich eine Eilmeldung ins Netz. Ich werde das noch genauer aufbereiten, Herr Steinkühler, Herr Steinbrück, verlassen Sie sich drauf.

Wenn Sie so demokratische Öffentlichkeitsarbeit machen, bestätigen Sie nur meinen Verdacht, dass der SPD ein Bilderberger-Scheinkandidat verpasst wurde. (weiterlesen…)

Wat’n dat’n???

Montag, 04. Februar 2013

Gerade ist mir ein wenigstens mittlerer Scheißendreck passiert. Ich traue diesem Elektrokasten und seinen merkwürdigen Verbindungen keinen Stecken mehr.

Ich hatte zwei sehr positive, botmäßige, höfliche, sprachlich einwandfreie Kommentare auf eine Netzseite geschickt, sie waren dort angezeigt, in der Warteschleife zur Freischaltung.

Ich schaute später wieder nach, sie waren weg.

Ich ging also davon aus, dass der Betreiber der Seite sie einfach zensiert haben müsse, hakte dessenthalben, etwas bissig, nochmal nach, und – simsalabim! – die noch nicht freigeschalteten Kommentare waren bei mir wieder sichtbar.

Ganz schön bescheuerte Sache. Ich habe mich entschuldigt, hoffentlich kommt das an, und der Seiteninhaber glaubt und verzeiht mir. (weiterlesen…)

Von “sekundären Blogs”

Freitag, 01. Februar 2013

Ich hörte schon von einem, den ich ansonsten durchaus ernstnehme, einem echten Medienprofi, las auch öfter entsprechendes, Blogs seien in ihrem Gewichte und ihrer Bedutung, gemessen an echtem Journalismus, dem von echten Journalisten Produzierten, doch nur sekundär. Denn sie lebten weit überwiegend von jenem, brächten doch fast nur Kommentatorisches. Gut, hier nur mal betrachtet, was ich mache: In der Tat greife ich Medienthemen, Vorgekautes, regelmäßig auf. Die dpa gehört nicht mir, ja, aber dann funktionierte sie auch anders. Überdies habe ich wohl ein paar weniger tägliche Zugriffe als spiegel.de oder bild.de. Selbst das ist richtig. Gleichwohl ziehe ich mir diesen Schuh nicht an. Hier gibt es Aphorismen, Sprachwissenschaftliches, Philosophisches, verschiedenes Andere, regelmäßig, das sich nicht an die Elaborate irgendwelcher etablierter Journalisten anhängt. Selbst gesetzt den Fall, dass dies der einzige deutschsprachige Blog wäre, von dem das berechtigt gesagt werden kann, wäre die generelle Aussage schon falsch (der dies direkt zu mir sagte, kennt meinen Blog gut; von daher weiß ich nicht, weshalb er sich so kategorisch despektierlich äußerte). In der Tat sind viele Blogs ziemlich einseitig, handwerklich schlecht gemacht, gar blöde. Und was ist der Spiegel? Masse gutverdienende Journalisten, und das Ergebnis ist einseitig, handwerklich schlecht gemacht, gar blöde. Mir hier könnte man allenfalls vorwerfen (auch dazu bedürfte es schon einiger Bosheit, sei’s drum), dieser Blog sei einseitig. (Ja, zu bestimmten Dingen habe ich ein klare Meinung.) Dass er aber handwerklich schlecht gemacht sei, gar blöde? Da lache ich dann aber nur noch. Ich veröffentliche nicht wenig, benutze prinzipiell kein Rechtschreibprogramm, kann mir keinen professionellen Lektor leisten. Also bleiben mal Tippfehler stehen, die ich, beim eigenen Text ist’s nunmal am tückischsten, angelegentlich übersehe. Oder gar, dass ich ob einer Satzänderung einen grammatischen oder syntaktischen Fehler nicht gleich bemerke. Wohlgemerkt: meist nur nicht gleich. Die ganze Argumentation ist von daher, mindestens wofern dieser Blog als ein Blog gelten soll, lachhaft. Zumal sie meist noch von Leuten vorgebracht wird, die mir sicher keine Nachhilfe mehr geben könnten. Bleibt also nur die Frage, was sie solches zu behaupten umtreibt. Erste Möglichkeit: Sie sind systemgläubig. Anerkanntes ist wichtiger, auch wenn es Mist ist. Zweite Möglichkeit: Sie können nicht richtig lesen. Dritte Möglichkeit: Sie trauen ihrem eigenen Urteil nicht. Alle drei Möglichkeiten mögen sich mischen, gar in eine Sache fallen. Man ist deromaßen geistig runter, Primitivling, regressiv, dass ein Artikel, weil er nur hier, auf einem kleinen Blog, erscheint, automatisch weniger taugt, Gewicht hat, denn wenn er (was so bald wohl kaum passieren wird) beim Stern oder beim Focus erschienen. Irgendetwas dort erschienen. Da ist es nicht übertrieben, von funktionierender, funktioniert habender Gehirnwäsche zu sprechen. Für mich altmodischen Kasper ist ein Text ein Text. Egal, wo er veröffentlicht, von wem er verfasst. So lese ich, Freunde der publizistischen Nacht.

Mein System spinnt wieder, hat die Absätze gefressen.

Mir jetzt egal. Geht der Text eben so raus.

Von Anglizismen und sprachlichen Registern

Samstag, 19. Januar 2013

Eben machte ich, was ich wohlweislich selten tue.

Ich empfahl meinem großen Filio, mal meinen letzten Artikel zur Finger- und Irisscannerei zu lesen: der könne ihn interessieren.

In Nullkommanix – wohl auch des Bohneneintopfs halber – war er durch.

“Und?”

“Naja, geht schon.”

“Wieso geht schon?”

“Du hast da selber ‘Win-Win-Situation’ und ‘easy going’ und so Zeugs verwendet, wo du das doch sonst so heftig ablehnst.”

“Ja, und zwar absichtlich. Es kommt immer darauf an, wann was wirklich in den Zusammenhang passt.”

“Jaja, ist schon gut.”

Indem er damit in Richtung seines Elektrokastens abrauschte, um sein Sozialentwicklungsspiel weiterzugamen, rief ich ihm noch nach: “Quod licet Jovi, non licet Bovi! Des Jupiters ist nicht des Ochsen!” – Er die Tür zu. (weiterlesen…)

Fingerscan, Irisscan: Ist sie ein fauler Apple?

Samstag, 19. Januar 2013

Apple will künftig einen Fingerabdruckleser in seine Geräte einbauen, hat bereits eine entsprechende Fachfirma mit Mann und Maus dafür gekauft.

Wer also zu blöd oder zu faul ist, einen Code in seinen Elektrokasten einzugeben, der hat es künftig ganz easy going.

Und Apple sowie CIA & Cie kommen ganz unproblematisch, so gut wie aufwands- und kostenlos, an die Fingerabdrücke aller mitspielenden Apple-Deppen heran.

Eine “Win-Win-Situation” also.

Ideal auch zur Idiotenidentifikation. Ein intelligenter Krimineller oder Oppositioneller (was in doppelter Hinsicht oft keinen wesentlichen Unterschied macht) arbeitet ohnehin möglichst wenig mit einem Mobilfon (hat lediglich, um nicht soherum aufzufallen, eines, führt darüber aber nur belanglose Privatgespräche), und schon gar nicht mit einem von Apple. Die Grenzdebilen erkennt man daran, dass sie gar die neue Funktion benutzen.

Und: Kauft sich nun einer so ein neues Fon, benutzt aber dieses tolle Tool nicht, so macht er sich verdächtig. Wieso will diese schräge Type uns ihren Fingerabdruck nicht geben?

Man könnte ja auch noch einen Iriserkenner einbauen, der sich automatisch aktiviert. Damit wären dann auch alle zu erfassen, die das Schmerzfon ihrer Freundin oder ihres Bekannten mal in die Hand nehmen oder mit draufglotzen.

Bestimmt gibt es bald eine App, mittels derer der findige Don Juan, indem er an der Bar mit seinem E-Helferlein spielt, mal kurz das hübsche Gesichtlein der Nachbarin aufnimmt, so dass er nach ihrer Telefonnummer gar nicht mehr fragen muss. Jedenfalls, wenn die Tante so doof ist, dass sie selber ein Apple-Schmerzfon besitzt oder schonmal irgendwie abgeglichenermaßen in eines reingegrinst hat (andere Hersteller werden bald nachziehen, so dass auch Meister Android rauskriegt, wann die Androidin geboren ist, wo sie gemeldet ist, was für eine E-Adresse sie hat usw.).

Mit den feineren Apps kriegt Mann dann in den meisten Fällen auch gleich raus, ob die mit den prallen Möpsen Hauptwachtmeisterin ist oder eine Prostituierte oder eine vorbestrafte Heiratsschwindlerin oder eine alleinstehende Hartzi mit drei Blagen. (weiterlesen…)

Von interaktiven Kommentarsträngen

Samstag, 29. Dezember 2012

Ich sah gerade beim Zurücksetzen, dass meine letzten Eintragungen fast etwas überuntermilde ausgefallen. Dem ist natürlich ein erheiternder Kontrapunkt zu setzen.

Mein Beispiel scheint Schule zu machen. Inzwischen lässt man bei Welt und FAZ wenigstens schon versuchsweis “Community”-Blogger los, deren Ergüsse man nicht nur kommentieren darf: Sondern sie antworten auch noch.

Aktiver Dialog mit interessierten Lesern.

Man weiß natürlich, dass man sich da auf ein Glatteise begibt. Dem Journalisten damit einiges – zumal Ungewohntes – zumutet. So blöd sind die nicht.

Aber man testet es trotzdem. Warum? (weiterlesen…)

Das Netz macht Spaß

Mittwoch, 26. Dezember 2012

Bald ist im Netz alles vorgeschrieben, was verboten.

Google betreibt den Umsturz: Wo bleibt der Verfassungsschutz?

Donnerstag, 06. Dezember 2012

Auf SPON zur Leistungsschutzrechtsdebatte (“Lammert empört sich über Google-Kampagne”):

“Was den CDU-Politiker Lammert empört: Auf der Google-Homepage können die Nutzer bei ihren Bundestagsabgeordneten direkt nachfassen. Dort zeigt das Unternehmen eine vielfarbige Übersichtskarte der Bundesrepublik und führt zu den Wahlkreisen der einzelnen Parlamentarier – samt E-Mail-Adresse, Postanschrift der Büros sowie Telefon- und Faxnummer.”

Das ist ja nun wirklich die absolute Härte: Wie kann der US-Netzgottseibeiuns brave Bürger nur derart aufwiegeln? Jeder Sorte Revoluzzer und Gesindel derart brisante, die nationale Sicherheit betreffende geheime Informationen durchstechen?

Mit dieser Landkarte, diesem Mausklick-Fahrplan zum Umsturz, hat Google den Rubikon klar überschritten, sich nicht nur außerhalb des Verfassungsbogens gestellt, sondern eine außerparlamentarische Opposition ins Leben gerufen, die an den Grundfesten unseres Gemeinwesens rüttelt, die unsere demokratische Ordnung beseitigen will. (weiterlesen…)

LSR (LRS?): Leistungsschutz und Schafspresse

Samstag, 01. Dezember 2012

“Arabischer Frühling”: Das journalistische Unsachlachwort der westlichen Geopolitik der letzten Jahre.

Es entsprach der Sache nicht und war von Anfang an lächerlich.

Man jubelte, guckt jetzt ein bisschen dumm auf Ägypten, während man wohlweislich nicht mehr viel aus Libyen berichtet, man bei dem dreckigen Spiel in Syrien wiederum auf radikalislamische Kräfte setzt: Das ist die deutsche Schafspresse.

Sie hat sich bedenkenlos-sklavisch vor den Karren einer mit den islamistischen Golfölmonarchien abgestimmten Agenda des Westens zum Sturze der relativ säkularsten arabischen Regime spannen lassen; und: Schon leben im Irak kaum noch Christen, in Ägypten und Syrien, wo sie noch bedeutende Minderheiten bilden, spitzt es sich gewaltig zu. Wo werden die wohl hinrennen?

Es scheint die Schafspresse aber nicht sonderlich zu stören, wie sie sich mal wieder blamiert hat. Ich denke, das ist denen inzwischen, wenn sie es überhaupt wahrnehmen, egal.

Wahrscheinlich hofft man jetzt auf das neue Leistungsschutzrecht, dass man so wieder in die Vorhand käme und es Manna vom Himmel regne.

Wenn die Sache erbärmlich schiefgeht, was vorauszusehen, wird es so dann wieder keiner gewollt haben.

Es mag auch hier zum Kriege kommen, zum Netzkriege. (weiterlesen…)

Die lange Leistungsschutznacht

Donnerstag, 29. November 2012

Das neue Gesetz zum Leistungsschutz soll, ja, ich schrieb es schon, heute Abend debattiert werden, heute Abend, wenn man kurz nach halb drei noch zum Abend rechnet.

Im Ernst (sollte nicht an mehreren Orten 1. April sein): Die Debatte ist auf 2.35 bis 3.15 Uhr angesetzt.

Die Zukunft des deutschsprachigen Netzes soll also nach dem achten Pils, dem sechsten Prosecco, dem elften Kognak zerreichstagt werden.

Aparte Idee.

Ob es irgendwo ein Klo gibt, wo man auch mal in aller Ruhe einen Joint rauchen kann, bei so einer Nachtschicht?

Es ist eigentlich Wochenende (für Abgeordnete des Deutschen Bundestages gehört der Freitag normalerweise zum Wochenende), und man muss (naja, wohl nur die wenigsten – werden mehr als dreißig von sechshundert Hanseln da sein?) dann doch noch von halberder Dreie bis viertelder Viere so tun, wie als ob man was jobbte: das kann einen schon killen.

Man weiß zwar, wie üblich, kaum, worum es genau geht, so dass nicht allzuviel von einem erwartet wird, aber man hat, da irgendwie zuständig geworden und deshalb zu dieser Scheißzeit inhäusig, am Rande mitbekommen, dass es mit diesem blöden Gesetz noch einen ziemlichen Ärger geben könnte, dass sich schon wieder eine ganze Menge Leute, die ebensowenig wissen können, wie man selber, wie es sich in der Praxis auswirken werde, darüber aufregen.

Was regen sich die Leute über ungelegte Eier auf? (weiterlesen…)

Von den bösen “Snippets” und einer eigenen Suchmaschine

Donnerstag, 29. November 2012

Die bösen “Snippets”, das sind die kleinen Lockschnipsel, die der Google und andere aus einem Text schneiden, um bei der Verlinkung einen Ansatz von Ahnung vom Inhalt zu geben und die jetzt auf der Tribut- oder Ausrottungsliste der großen deutschen Verlagshäuser stehen.

Ich gebe zu, dass ich mit den kleinen elektronisch generierten Biestern, wenn ich sie einem Suchergebnis zu einem eigenen Text unterlegt sehe, nicht immer zufrieden bin; im Ganzen kann ich aber dagegen nichts einwenden; zitiert mich jemand richtig, was soll ich dagegen sagen?

Bisher hatte ich jedenfalls bei Google den Eindruck, dass die Lockschnipsel zwar nicht liebevoll wie bei der Bäckerei am Eck von Hand bereitet, aber eben doch mit einigem Geschick im Sinne der Sache technisch erstellt wurden; die Frage ist nun, ob das wirklich verwerflich ist.

Ich zumindest merkte es sehr schnell, mir fiele es bald auf, würden die Lockschnipsel eigentlich Abstoßschnipsel. Andere wahrscheinlich auch. Das spräche sich herum. Will Google das?

In der Tat dreht es sich darum, dass die Suchmaschinen, die Vergleichbares bieten, mit einiger Wahrscheinlichkeit irgendwie beim Google klauen, dass es kracht.

Es wäre wirklich kein Fehler, eine europäische, was sage ich, bei dem EU-Sauhaufen, eine deutsche Suchmaschine von eigenem internationalem wie speziell deutschsprachigem Format aufzubauen. (weiterlesen…)

Leistungsschutzrecht und Lockschnipsel

Mittwoch, 28. November 2012

Hier kann man zum morgen im Reichstag in die erste Lesung gehenden geplanten neuen Leistungsschutzrecht Offiziöses lesen: http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/17/114/1711470.pdf

Ich will hier nicht nochmal zu allen Zweifelhaftigkeiten und Unklarheiten bezüglich der Sache, die auch vom Hauptwidersacher Google dazu nicht wirklich ins Visier genommen werden, natürlich schon gar nicht von der Systempresse selbst, lange Stellung nehmen.

Wer ein privilegierter “Presseverleger” sei und wer nicht, wer mit den Suchmaschinen vergleichbar, jene, “die Inhalte entsprechend einer Suchmaschine aufbereiten, da deren Geschäftsmodell in besonderer Weise darauf ausgerichtet ist, für die eigene Wertschöpfung auch auf die verlegerische Leistung zuzugreifen.” – Wer ist das?

Dass die eigentlichen Urheber nochmal keine Rolle spielen und eben doch das Zitierrecht auf der Kippe steht … (weiterlesen…)

Vom Zeitungssterben

Mittwoch, 21. November 2012

Indem eine überregionale “linksliberale” Ikone des deutschen Nachkriegstagespressewesens, die Frankfurter Rundschau, praktisch zeitgleich mit der vor 12 Jahren frech gestarteten Geldzeitung Financial Times Deutschland aus Lesermangel bzw. zu geringen Einnahmen ihr publizistisches Ende begeht, ist das Jammern groß.

Ja, man habe den Anschluss an das Netz verpasst, keine neuen jungen Leserschichten hinreichend zu erschließen vermocht, man habe ja eh schon so wenig Kohle für gute Leute und eigene Recherche babla…

Ob man schon einmal auf die Idee gekommen ist, dass es die Inhalte sind, für die Leute keine Zeitung mehr kaufen wollen, am ehesten die Alten noch ihren Gäuboten? (weiterlesen…)

Verröchelnde Netzverbindung

Mittwoch, 21. November 2012

Meine Netzverbindung befindet sich seit gut zwei Tagen in einem Sinkfluge, dass ich wohl bald bei den Bits pro Sekunde auf dem Schreibtisch mittrommeln kann.

Sollte also die nächsten Tage mal was nicht funzen…

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