Archiv für die Kategorie ‘Weltnetz’

Magnus Göller ist ein “internationales Qualitätsmedium”! (Wurde auch Zeit, dass das endlich einer merkt.)

Montag, 10. Juni 2013

Auf der Seite “pressekompass.net” hat mein Blog ein ungewöhnliches (vergiftetes?) Lob erfahren, indem er linksaußen (wo sonst?) in den Kompass der spannendsten Perspektiven “internationaler Qualitätsmedien” (hier oft “Schafsmedien” genannt…) einsortiert, wie folgt aufgegriffen:

‘Gähn. So kommentiert der Blog unzensiert.zeitgeist-online.de das Medienecho zur Datenaffäre und dem Bild, das nun vom „Heiligen Sankt Obama, Mr Friedensnobelpreis, Saint Transparency“ gezeichnet wird. Ein weiterer Bush? Das ist Obama nicht nur in Sachen digitaler Überwachung, sondern auch „in Punkto Terroristenunterstützung, Drohnenangriffen und dem Führen von verdeckten Kriegen.“ Wen überrascht da noch der NSA-Skandal?’

http://unzensiert.zeitgeist-online.de/2013/06/07/nsa-datenkascher-in-den-schafsmedien-ein-alter-schlapphut-als-schlagzeile/

http://pressekompass.net/lauschangriff-2-0-horst-du-mich-amerika/

(Unter der Rubrik “Konzept” erklärt sich die Seite also:

“Täglich kompilieren wir Analysen und Kommentare aus dem In- und Ausland zu Themen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Unsere Artikel stellen die spannendsten Perspektiven internationaler Qualitätsmedien direkt gegenüber. Das Ergebnis: kompakte, informative Zusammenfassungen der zentralen Positionen zum aktuellen Geschehen.”)

Ich als klarer Linksaußen, über mir nur die Welt und die L.A.Times, die Rechtsaußen New York Times, Deutsche Welle, Süddeutsche Zeitung und TAZ deutlich unter mir.

Immerhin scheint da jemand begriffen zu haben, dass ein prononcierter Patriot weder rechts noch unten sein muss.

Nun, aber, jenseits dieses durchaus ernsthaften kleinen Scherzleins: Diese Kompilation ist handwerklich gut gemacht. Das Konzept der Leute von pressekompass.net (ich habe die Seite ansonsten noch nicht näher studiert, es gibt sie auch erst seit diesem Jahr) könnte durchaus auch langfristig aufgehen.

Ich bedanke mich jedenfalls an dieser Stelle für die faire und inhaltlich saubere Erwähnung und wünsche den Kollegen weiterhin viel Erfolg.

Vom Blogger zum Laller und Loller

Sonntag, 26. Mai 2013

Es gibt kaum etwas Idiotischeres als einen Artikel, der einen eigenen Artikel zu erläutern trachtet.

Erstens aber ist der zu erläuternde Artikel gar kein richtiger Artikel, sondern eher ein Beinaheaphorismus. (Aphorismen darf man bekanntlich gar nicht erläutern.)

Ich schrieb unter dem Titel “Vom Blog zum Lall”:

“Blog ist blöd. Drum heiße er Lall.”

Hier geht es um souverän und nachhaltig angewandte Soziolinguistik als seriöse notwendige Defendolinguistik, rigide punktgenaue Bellolinguistik.

(Man  beachte dazu auch den folgenden Kommentarstrang: http://unzensiert.zeitgeist-online.de/2013/05/23/verlogene-obergranatenerzarschlocher-ii/#comments)

Überdies grundsätzlich um ein wichtiges, oft zu wenig beachtetes Strategem. Jenes nämlich, das lautet: “Lächerlich gemacht? Setze mehr als einen drauf!” (weiterlesen…)

Verlogene Obergranatenerzarschlöcher (II)

Donnerstag, 23. Mai 2013

Nochmal: Die meine oder anderer Schreiber Texte für wertlos halten, müssen sie nicht lesen, gar verlinken oder – wozu? –  auf ihre Seite klauen.

Wenn ich auch einfach alles kostenlos nehmen kann, wo es gerade herumsteht, weil einer so müßig war, es hinzustellen, es nicht nur für mich, sondern auch zum Weiterverkauf nutzen, soll es recht sein. Vorher aber werde ich in dieser Sache dreinschlagen, bis dass den Heuchlern der zersetzende Odem ihrer kunstverachtenden Lügen ausgeht.

Was, wenn von denen einer ein Bild gemalt hat?

Kann ich es dann einfach mitnehmen, nur Leinwand, Rahmen und Farben, vielleicht noch Pinselreiniger abstandsweis bezahlen?

Ins Museum reinlatschen, natürlich ohne Eintritt zu löhnen, das Museum machen die Leute ja freiwillig, einen Renoir mitnehmen, am Ausgang einen Fuffi hinschmeißen?

WER IST HIER KORRUPT? (weiterlesen…)

Verlogene Obergranatenerzarschlöcher

Donnerstag, 23. Mai 2013

Da nichts wert ist, was ein Schriftsteller wie ich kostenlos ins Netz stellt, kann jeder daraus ein Geschäft machen, indem er es einfach klaut. Sollte er jedenfalls können. Wertloses ungefragt an sich zu nehmen, aufzusammeln, sei ja kein Diebstahl. Logisch. Und wenn mir das nicht gefällt, bin ich ein engstirniges, gieriges, selbstisches, korruptes Arschloch. Arschlöcher. Verlogene Obergranatenerzarschlöcher. Verlogen und dumm bis zur selbstangedichteten Heiligkeit. Keiner, der selber etwas kann, von eigenem schöpferischen Format, dabei. Was wunder. Feiges, impotentes Schmarotzergesindel.

Von den feigen Raubknappen im Netz

Mittwoch, 22. Mai 2013

Die Textdiebe im Netz sind praktisch alle – wofern irgendwie dingfest zu machen – zu feige, bei Springer oder der FAZ einen Volltext zu klauen, tun das aber eifrig bei vergleichsweise Wehrlosen, geben gar noch vor, der Bestohlene könne doch froh sein, dass sein Werk dergestalt verbreitet werde.

Und wenn der Urheber das so, dort, gar nicht will?

Das Perfideste an der Sache ist, dass ein Blogger wie ich, wofern er sich doch verbal oder gar juristisch zur Wehr setzt, wofern er den Diebstahl überhaupt mitbekommt, sehr leicht als kleinlicher, zukurzgekommener Fiesling hingestellt wird. Diese latente Drohung wirkt meist, ist vollauf einkalkuliert im Spiel.

Die Kleinen beklaut man, die Großen rührt man lieber nicht an.

Aber: Pirates ye be warned! (weiterlesen…)

Wie Leute im Netz ihre Nicks verbrennen

Montag, 13. Mai 2013

Ich will hier einleitend, nur in Auszügen, exemplarisch, die Eskalation einer gestern erlebten Kommentatorendiskussion beiziehen.

Zunächst hatte ich in der Tat selbst scharf angegriffen, indem ich eine Kernpassage des anderen nachzitierte und mich dazu also äußerte:

Göller: Ich bitte Dich mal darüber nachzudenken, was für einen in sich verqueren, haltlosen Unfug Du da erzählst.

Deckname: Dass du hervorgekrochen kommst, ist mir klar. (Zur zitierten Passage sagte Deckname nichts.)

Deckname: Ich stech ins Wespennest, mir klar, aber eben ansehbar.

Göller: Ich kann wenigstens noch selber kriechen. Selbst hervor. (weiterlesen…)

Klug ist dumm, und dumm ist klug

Donnerstag, 09. Mai 2013

“Fair is foul and foul is fair”

Ich übersetze Shakespeare jetzt mal sehr frei, zeitgemäß: “Klug ist dumm und dumm ist klug”.

Klug, also dumm, sind die an ihren Schmerzphonen hangen; dumm, also klug, ist der Rest.

 

Von den neuen Aristokraten

Donnerstag, 09. Mai 2013

Eben wurde ich gefragt, ob ich wirklich eine Möglichkeit sähe, die Hölle abzuwenden. Angesichts der hypnotisierten Massen.

Ja und nein.

Ja, weil ich nur an zwei Dinge glaube: die Möglichkeit der Genesung und die Lernfähigkeit. (Wobei das deshalb schon recht eigentlich keine Glaubenssätze sind, weil ich beides schon gesehen habe, also darum weiß.)

Nein, weil ich nicht an die Hölle glaube. (Ich war zwar schon als Kind dort, aber das war nur meine persönliche Hölle, also nicht “die Hölle”.)

Indem nun der mich fragte kein jenseitiges Konzept ansprach, sondern vielmehr die Hölle auf Erden, in dem Sinne, dass man einen schmerzphongesteuerten (bald schmerzbrillengesteuerten) Weltsklavenstaat errichte, sage ich nochmal: Ja, ich sehe eine Möglichkeit, die Hölle abzuwenden.

Der Weg mag manchem beschwerlich erscheinen, nicht leicht fallen, aber er ist denkbar einfach: Es geht um denjenigen zum Selbst. Manche nennen es auch Identität. (weiterlesen…)

Gold? Solange das Weltnetz nicht abstürzt…

Sonntag, 21. April 2013

Was den Preiseinbruch des Goldes anlangt, lallt und lügt einer dümmer als die andere. Es ist glatt zum Lachen. (Links, Zitate und sachliche Erörterung folgen. Oder auch nicht.)

Wir machen uns also erst einmal einen Spaß daraus. Immerhin mangelt es dazu ja nicht an Verschwörungstheorien, solchen, die all diese, da ja prinzipiell idiotisch, ins Reich der Paranoia verweisen, während sie selber, das wohl eher nicht einmal merkend, welche verbreiten. Dazu falsch rechnen, Entscheidendes übersehen oder unterschlagen.

“Wie kam Gold zum höchsten Werte? – Es schenkt sich immer.” (Ein wohl nicht ganz genaues, zuwenigst vollständiges Gedächtniszitat aus Nietzsches “Also sprach Zarathustra”. Hehe.)

Alles ist: wie üblich. Die einen rätseln, die anderen, auch wenn sie das Gegenteil “gewusst” (hähähehe!) haben, noch vor kurzem, all die Obersanderanalysten und Anlageempfehler (die immer gewinnen, weil es egal ist, für welchen Schwachsinn sie ihre Provisionen kassieren), sind mal wieder schlauer, als der Rest. (Vielleicht werde ich mir doch nicht nicht die Mühe mit all den Zitaten usw. machen. Es ist Sonntag, und es wird mich voraussichtlich keiner auch nur halbwegs anständig dafür bezahlen.)

Immerhin hatte ich mal wieder als einziger recht, indem ich den Golduntergang als vor dem Weltuntergang eintreten werdend prophezeite. (Die Suchfunktion oben rechts bringt Sie zum Nachweis, es sei denn, das Weltnetz stürzt auch noch ab. Bin Laden lebt.)

Ich hätte es als Schakal genauso gemacht. Bei 1600 verkaufen, um 1300, wenn es gut läuft, gar um 1000 oder 800 wieder aufgekauft. Von irgendwas muss man schließlich leben.  (Gegen 10 000 Euronen Vorkasse bekommen sie hier eine todsichere Anlageempfehlung, Preis freibleibend.) (weiterlesen…)

Vom Rechnerhass

Samstag, 20. April 2013

Leser Armin hat auf seiner Seite schon wieder einen Artikel eingestellt (den Vorgänger will ich, wie bei ihm angekündigt, auch noch angemessen würdigen), der Bemerkenswertes enthält, dessen ich jetzt zunächst eine längere Passage zitiere:

“Nein, eigentlich bin ich kein Fan von Computern, kein Fan von Mobiltelephonen, ganz einfach kein Fan von digitalen Furzen.

Nein, noch schlimmer, ich hasse sie.

Das, umso schlimmer, da ja mein Brötchenberuf immer wieder mal mit ihnen zu tun hat, da ich sie aufs innigste seit innig lang scheinenden Jahren kenne, erforsche, brauche, nutze, kaufe, entsorge, ja mich gar in sie hineinfühlen zu können meine, eine merkwürdig effektive Intuition ihnen gegenüber entwickelt habe, oft fast seherisch weiss, wo es ihnen wehtut, wann sie ihren Geist aufgeben, mit ihnen meinte reden zu können.

Aber, ich hasse sie. Wobei Hass hier nicht böse gemeint ist, sondern eher verzweifelt. Denn ich hasse meine Abhängigkeit von ihnen, die gesellschaftlichen neuen Normen, die sie heraufbeschwören, die globale Abhängigkeit der Massen im Sinne von Arbeit, Unterhaltung und Kommunikation, im Sinne von verlorenen Freunden, die jetzt Facebook Freunde heissen und womöglich mal echte waren beziehungsweise hätten sein können.

Ich hasse die Domination der Computer. Computer dominieren die Wirtschaft, Bildschirme dominieren das Leben bis das unser alle Augen viereckig werden…”

http://www.conspirare.net/w2/der-mann-des-weissen-der-ins-schwarze-schritt-oder-warum-ich-steve-mochte-und-computer-hasse/

…im Sinne von verlorenen Freunden, die jetzt Facebook Freunde heissen und womöglich mal echte waren beziehungsweise hätten sein können.  (!!!) (weiterlesen…)

Vom Wachsen der Neuen Mitte

Donnerstag, 18. April 2013

Inzwischen hat das allusurpatorische Globalistengesindel tatsächlich ein ernstzunehmendes Problem. Immer mehr Linke werden – vereinfacht ausgedrückt – national, also rechts, und immer mehr Rechte werden international, also links.

Die Mitte, jene pseudoliberale, von den Globalisten gehätschelte Mitte, dünnt nicht nur immer weiter aus; es droht gar deren Statusverlust, dass sie noch verbreiteter denn ohnehin schon, als rückstandig, randständig gesehen wird, und zwar egal, wie sehr die Schafsmedien deren vorgebliche Vernünftigkeit tagtäglich preisen.

Immer häufiger sieht man Libertäre, echte Konservative, Sozialisten, Patrioten, wirkliche Menschenrechtler, Christen, Nietzscheaner, weiß der Deibel was für traditionell kaum Zusammenzuführende, auf gemeinsamen Podien, erörternd, wie die Hydra entmachtet werden könne.

Die allfälligen Vorwürfe von Seiten der Systemmmedien, man pflege, da eine bessere, gerechtere Geld- und Wirtschaftsordnung anstrebend, Nazi-Gedankengut, träume internationalsozialistischer Spinnerei, sei bestenfalls geistig etwas minderbemittelt, greifen immer mehr ins Leere. Man kennt diesen immergleichen Geifer wider jeden, der es auch nur wagt, öffentlich daran zu denken, dass, wie sich aus der herrschenden totalen Finanzschakalerei, in der Gewinne global zugunsten weniger privatisiert, Verluste auf dem Rücken aller sozialisiert werden, zu befreien sei. Immer mehr Menschen lassen sich von dieser offenkundig orchestriert gesteuerten Hetze nicht mehr entscheidend beeindrucken.

So wächst die Neue Mitte täglich. Und die alte wird immer seniler, lächerlicher, fackt in ihrer Idiotie, mit verdrehten Augen senil, ihren wirtschaftspolitischen Rollator ans eigene Ende schiebend, sichtbar immer weiter ab. (weiterlesen…)

Ein gefühliger Weibsblog

Donnerstag, 18. April 2013

Bin eben mal wieder auf einen sentimentalen Weibsblog geraten.

Nicht ein Gran Relevantes, aber den Leuten, wohl auch Männern, wie man an den Kommentaren sahe, gefällt’s.

Letztere überfliegend – ich war schonmal dort, und es war kaum anders – fand ich nicht eine Aussage von Gehalt: Jede fühlt mit jeder und jedem und jeder mit jeder und jedem, und das scheint so gut zu tun, dass einiges zusammenkommt.

Ich frage mich natürlich, wie langweilig es Leuten sein muss, dass sie sich derlei zum Steckenpferde machen. (weiterlesen…)

Von den kinderlosen Maulhelden

Mittwoch, 17. April 2013

Ausnahmsweise stelle ich, da mir die Sache wichtig, diesen Teil eines Kommentars zu “Vom Staat als verbindendes Regulativ” auf Leser Dudes Seite auch hier nochmal ein:

“Es führt in der Tat kein Weg daran vorbei, dass sich jeder einzelne vor Ort wehrt, so gut er kann.
Allerdings ist das – wie ich alleinerziehender Vater zu sein, macht es nicht leichter – im Zusammenhang mit staatlichen Schulsystemen eine sehr heikle Sache, denn man bringt im Handumdrehen die eigenen Kinder in die Bredouille, ist dann sozusagen noch schuld daran, dass man sie, wofern nicht schon bald das Jugendamt vor der Türe steht, noch umso mehr in den Schwitzkasten nimmt. So sind es auch meist Kinderlose, die dazu ganz genau wissen, was sie täten, da sie es selbst nicht tun müssen.
Manche von ihnen lachen einen ja geradezu noch aus, dass man so blöd gewesen, diesem System Kinder zum Fraße vorzuwerfen, gehen gar so weit, dass man sich damit an seinem Nachwuchse versündigt habe. So weit sind manche jener Helden, die sich darin sonnen, für niemanden Verantwortung zu tragen, außer für sich selbst. Mit denen werde ich auch nicht mehr so milde verfahren, wie bisher.
Anonym im Netz herumranzen, an andere Forderungen von wegen konsequentem Widerstand stellen, feist, fett, ahnungslos, feige. “Jockele geh’ du voran!” (Ich halte Dich, Dude, nicht für einen Vertreter jener.)
Namenlose Maulhelden. Sich noch ihrer Weitsicht und Intelligenz brüstend, dass sie sich nicht über Kinder angreifbar gemacht. Da muss ich an mich halten, nicht in die unterste Schublade meines Schimpfwörterprachschatzes zu greifen.
Gerade Alleinstehende müssten den Mut haben, anzugreifen, mit heruntergeklapptem Visier. Davon sehe ich aber nicht viel.
Bräsig, besser dran, herumsitzend und bescheid wissend. Viel mehr Zeit habend, viel weniger Risiko gehend, auf andere herabsehend.”

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Wer Lust hat, einen harten verbalen Händel mit mir anzufangen, der ist anhiero herzlich dazu eingeladen. Kommentatoren unter Decknamen werden jedoch allenfalls eine Antwort von mir erhalten. Danach werde ich deren Beiträge, solange sie im hier anliegenden Rahmen bleiben, zwar noch freischalten, aber nichts mehr dazu sagen. In diesem Strange, sollte sich einer ergeben, wird jetzt mal ganz klar und konsequent positiv diskriminiert. Voll asozial.

Dudes Seite

Montag, 15. April 2013

Leser Dude, eifriger Kommentator hier, betreibt seit kurzem eine eigene Seite:

http://dudeweblog.wordpress.com/

Ich will diese nicht übers Maß preisen; das ziemte sich allein schon deshalb nicht, weil wir auf verschiedenen Ebenen zusammenarbeiten und sich, auch über angelegentlich gehörige Meinungsverschiedenheiten, inzwischen eine hoffentlich dauerhafte Freundschaft entwickelt hat.

Dude ist (verzeih, Dude, den halbboshaften, dreiviertelsernsten Scherz) insgesamt um einiges “spiritueller” als ich. Er hat für sich eine wesentlich klarere Weltsicht (die ich manchmal, was wunder, nicht so ganz begreife).

Durch einen vielschichtig und doch klar strukturierten Seitenaufbau, seine jahrelangen unermüdlichen Aktivitäten und Erfahrung in verschiedenen Foren, seine konsequente Unerschrockenheit, hat er binnen Wochen eine beachtliche eigene Plattform aus dem Boden gestampft. (weiterlesen…)

Vom Scherbenzertreter

Mittwoch, 10. April 2013

Gestern musste ich herbe Kritik einstecken.

Seit gut einem Jahr ginge ich allzuviel mit dem Hackebeil herum, sehr häufig auf die armen Religionen dreinschlagend, allzumal meine Aphorismen dazu seien teils unterirdisch.

Kaum einmal schriebe ich Schönes, Erbauliches, Hinanführendes. Und wenn es einmal vorkomme, so gehe das in all den Zynismen und Sarkasmen drumherum unter, so dass man es kaum noch wahrnehme. Ich träte nur Scherben, derer es schon genug gebe, noch kleiner, alswelches eine eitle, unnütze, zumal wohlfeile Kunst.

Mein Einwand dahingehend, dass ich meine, damit eine notwendige Arbeit zu verrichten, da ich nicht sähe, dass sie so anderweitig hinreichend getan werde, half wenig. Auch Scherbenkleintreter gebe es genung.

Nun fühle ich mich immerhin dahingehend geehrt (man muss aus allem das Beste machen), dass man dem hauptbehuflichen Scherbenzertreter anscheinend doch zutraut, auch etwas anderes zu können. Sonst wäre ich ja wohl nicht dazu aufgefordert worden, es zu tun.

In der Tat aber enthält die Kritik Wahres; über religiöses und esoterisches Gedöns habe ich mich so häufig, so hart, auch redundant (ich bekenne mich in der Pädagogik durchaus schamlos zum Prinzip der Wiederholung, wobei allerdings auch hier ein Maß walten muss), hergemacht, dass ich diesen Bereich reduziert betreuen werde. (Ich hatte vor der scharfen Kritik selbst schon das Gefühl, dass es jetzt damit einmal lange. Insofern trug mein Kritiker, wie er es zu nennen pflegt, Lammkeulen nach Hammelburg.)

Auch ist klar, dass man, zumindest wenn man vorgeht wie ich, diese Dinge aufgreifend ständig persönliche Gefühle verletzt; für jeden mag in einem Text jener oder ein anderer Satz diese Wirkung tun; und wenn nicht in jenem Text, so in einem anderen. Also, dass fast nur noch dieser jeweilige Satz bzw. eine Teilausführung wahrgenommen wird, der Rest drumherum kaum. Man wendet sich ab. (weiterlesen…)

Conspirare.net ist zurück!

Dienstag, 09. April 2013

Conspirare.net ist wieder da. Ich freue mich für Armin.

Zitat aus dem ersten neuen Artikel:

“Es ist jedenfalls ein grosser Irrtum, sich beirren zu lassen, andere über sich irren zu lassen, selbst von all dem fast irr zu werden, umherzuirren, vor lauter irren mit Schreiben aufzuhören, sie selbst zu beirren, irr zu erstarren, sich zu verirren in den Fragen, die man sich irrerweise zum Ganzen stellt.”

http://www.conspirare.net/w2/irren-ist-menschlich/

Siehe dazu auch:

http://unzensiert.zeitgeist-online.de/2013/03/02/diesen-autor-in-die-klapse/

Ungeheimbund gegründet

Sonntag, 07. April 2013

Kommt mir eben die Idee, den ersten Ungeheimbund der Welt zu gründen.
Jeder darf Mitglied werden, kostenlos, aber nur unter Klarnamen und der schriftlichen Versicherung, keinem Geheimbund anzugehören.

Kommt heraus, dass ein Mitglied doch einem Geheimbund angehört, so wird dies öffentlich gemacht, die Mitgliedschaft erlischt gleichzeitig und kann erst nach zehn Jahren wieder beantragt werden.

Ziel des gemeinnützigen Ungeheimbundes ist es, Informationen über sämtliche Geheimbünde der Welt zusammenzutragen und im Netz zur Diskussion zu stellen, so dass nach und nach eine ständig ergänzte und verbesserte globale Geheimbundenzyklopädie entsteht. (weiterlesen…)

Meinungsfreiheit: Granatenmäßig garantiert

Samstag, 06. April 2013

Man hat, indem man uns in der Schule das mit der Meinungsfreiheit beibrachte, einen schweren Fehler gemacht.

Viele Schüler nämlich, selbst der lernfaulsten, hörten das gerne, fanden diesen Grundsatz in keiner Weise zu beanstanden.

Später mussten die Helleren unter ihnen aber feststellen, dass das, was ihnen als an der Schule gelernt am besten gefiel, schon damals eine Lüge war.

Um wieviel mehr noch heute, da es nicht nur Sprach- und Sprechverbote in schwindelerregender Zahl gibt, sondern auch deren de-facto-Gebote.

Müßig, hier Beispiele anzuführen, denn jeder freie Geist kennt genug davon.

Das Phänomen betrifft aber beileibe nicht nur uns, den UN-Feindstaat. (weiterlesen…)

Von den Decknamenkünstlern

Donnerstag, 28. März 2013

Grade haben die “Wechselmarie” (vordem vermutlich der “Jochen” usw.) und der “Dude” (der nennt sich meines Wissens immer so) in diesem Jesus-Strang ein kleines Gefecht bezüglich ihrer Decknamen angefangen, das ich, wofern es fortgesetzt werden sollte, schleunigst hierher umzuleiten trachte. (Ob “Jesus” auch ein Deckname war? Wer weiß?)

Ich habe hier schon von einem inzwischen leider verstorbenen Freunde, dem “James” geschrieben. Der hatte sich diesen Namen irgendwann gegeben, auch im bürgerlichen Leben (außer wohl am Amt), also, dass ich erst nach seinem Tode erfuhr, welchen Taufnamen er trug. Den mochte er wohl nicht besonders. Ich werde ihn darum auch hier nicht verraten. Nur so viel, dass es ein sehr traditioneller, gleichwohl nicht übermäßig häufiger deutscher Name war.

Ein anderer Freund – in jungen Jahren – hieß Detlev. Das nervte ihm mächtig. Wollte man ihn vollkommen auf die Palme bringen, so musste man ihn bloß mit Detlev ansprechen. In dem Falle nenne ich jetzt den recht gewöhnlichen – deutschen – Decknamen nicht, mit dem er sich ausbedang, exklusiv bezeichnet zu werden, denn Detlev soll als Detlev anonym bleiben können. (Ich weiß nicht, ob er sich inzwischen wieder Detlev nennt; ich habe ihn lange aus den Augen verloren.) Klar, weshalb er kein Detlev sein wollte. Der Name war damals, allenfalls noch mit Olaf als Konkurrenz, als schwuler Name im Schwange. Das ertrug er gar nicht. Zuviel Schall, zuviel Rauch.

Ich selber gab mir noch nie einen Decknamen, außer vielleicht mal – ich erinnere mich nicht genau, dreißig Jahre her – für einige Stunden in einem Slum in Nordamerika, wo ich ungünstigen Fragen ausweichen wollte, da schon meine weiße Hautfarbe recht verdächtig war; wenn ich mich recht erinnere, nannte ich mich Michael oder so, englisch ausgesprochen, das war nichts Besonderes, und ich konnte mir meine Lüge leicht merken.

Viele merken allerdings nicht, wie viel ihr gewählter Deckname über sie aussagt. Ich importiere mal, was Wechselmarie alias Jochen alias…eben drüben dazu eingestellt hat: (weiterlesen…)

Ein alter Bekannter als CEO und SEO

Mittwoch, 27. März 2013

Gerade habe ich im Netz – über Google – einen alten Bekannten nachgesucht und selbstverständlich auch gefunden, der seit einigen Jahren im Hauptberufe (wenn auch vielleicht nicht -behufe) als Google-Verarschungsberater tätig.

Er f…t also sozusagen für jeden für Geld den Google, indem er ihm so füttert, was der frisst, dass es für seine Kunden funktioniert.

So, wie er dasteht, wie ich ihn von früher her kenne, schlägt er nicht nur Schaum, sondern es klappt auch (wengstens meistens).

Er war schon vor zwanzig Jahren auf verschiedenen Gebieten klar besser als zumindest der wahrnehmbare Rest (außer meiner inzwischen verstorbenen Frau und mir natürlich).

Ich allerdings, da ich nur meine kleine Seite betreibe, angesichts seiner Kenntnisse bezüglich der technischen Funktionsweise von Suchmaschinen, die er mindestens zwanzig Jahre studiert, mir, um seine Intelligenz wissend, was er in solcher Zeit herauszufinden im Stande, niemals zutrauend, dahingehend auch nur in die Nähe seiner inzwischen erworbenen Fertigkeiten blicken zu können, weiß vielleicht doch etwas – es klingt unwahrscheinlich, könnte aber doch sein – , was er dazu so klar nicht. Besser gesagt: Er wird es grundsätzlich wohl wissen, aber ich könnte ihm in einem Punkte theoretisch wie praktisch doch überlegen sein. Nichttechnisch. Philologisch. Schwer zu sagen; manches spricht aber dafür.

Seine eigene Seite, wollte er sie behalten, das vermute ich stark, setzte er niemals zur Google-Verarsche an. Er weiß, dass das allzuleicht schiefgeht. Geht es bei Kunden mal daneben, so haben die halt Pech gehabt.

Wahrscheinlich ist er, wie damals schon, wiederum mindestens einer der Besten. DER Laden dürfte laufen. (weiterlesen…)

Von jenen und von diesen Bloggern

Mittwoch, 27. März 2013

Literarisch gesehen eine Null, als Essayist gerade mal mittelmäßig, handwerklich schlampig wie die Sau, aber Zugriffe wie Bolle: Sie werden schon gemerkt haben, dass gerade ich nicht von mir rede.

Sondern von einem Großblogger. (Ich meine nicht den Augstein Junior.)

Er ist nicht dumm; er ist recht gut informiert; er ist umsichtig; er weiß, was er den Abrahamiten an Tribut schuldig.

Ich weiß einen anderen (das bin auch nicht ich), der unvergleichlich besser, mutiger, keinen Tag verstreichen lässt, an dem er nicht den Finger in die Wunden legt, seit Jahren, konsequent, mit wohl nicht einem Zehntel Leserschaft des anderen.

Der letztere Blogger bleibt (im Gegensatze zu mir) stets bei seinen Kernthemen, so wie ersterer auch; er ist handwerklich sehr sorgfältig, im Gegensatz zu jenem; er schreibt gut verständlich, wie jener auch, wenn man die Schlampereien in seinen Texten überliest: Wieso, dann, hat der eine, mal abgesehen davon, dass er eine besser positionierte Plattform hat, gemessen an dem, der viel schärfer, klarer, pointierter, besser schreibt, derart viel mehr Erfolg? (weiterlesen…)

Von der Dritten Art im Weltnetz

Freitag, 15. März 2013

Im Weltnetz gibt es grob drei Arten Schreibende.

Die erste bleibt einfach anonym.

Die zweite zeigt Name und Gesicht, verrät aber kein oder kaum wirklich Inneres.

Die dritte zeigt sich ohne Visier.

Alle drei haben ihre Berechtigung, ihre Gründe. (weiterlesen…)

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