Archiv für die Kategorie ‘Sprachwissenschaft’

Kampf gegen rechts!

Mittwoch, 01. Mai 2013

Ich bin auch gegen rechts.

Ich finde Leute rechts, die Glühbirnen und das Rauchen immer weiter verbieten. Während dieselben Rechten die Genitalien von Knaben verstümmeln lassen. Letzteres ist für mich schon rechtsextrem.

Der ESM-Vertrag ist ebenfalls extrem rechtsextrem.

Die Genderanzen mit ihren Sprechverboten und Sprechgebote, was sie die?

Sie haben es erraten: Rechte.

Es sind auch die Rechten, die den Krieg in Syrien unterstützen und ihn in Afghanistan geführt haben und noch führen: lauter Rechte.

Und haben die Rechten auch die anderen globalen Jenseitsfinanzabschakalungen angezettelt, auch kurz mal Libyen um Jahre, wenn nicht Jahrzehnte zurückgebombt. Sowas machen nur Rechte.

Wer verschießt Uranmunition?

Wer ist gegen den Hanf als Nutzpflanze?

Wer ist für Biosprit?

Wer lässt Kinderbücher umschreiben?

Wer hat sein Geld auf den Virgin Islands? (weiterlesen…)

Unterfrankophorismus

Samstag, 27. April 2013

“Künnst’s gor nit loss hiegeschreib hoh gemoch.”

(Obiger Unterfrankophorismus ist mit Absicht so angelegt, dass er selbst für jene, die zwischen Hätzfeld, Mürscht, Böscheme, Rahrbi, Ünneröschabich, Frommerschbich, Karscht, Hedefeld, Ronnerschogger, Arnsteh, Gemünne und einem der anderen in der Welt wenig bekannten, doch teils recht ansehnlichen Käffer gehörig aufgewachsen, nicht auf Anhieb ganz zu verarbeiten.)

Von der Unsitte der Kleinschreibung

Freitag, 26. April 2013

Ich lasse durchgängige Kleinschreibung hier in Kommentaren nur deshalb noch durchgehen, weil ich nur dann zensiere, wenn rechtliche Bedenken dies gebieten oder der Anstand gegenüber anderen Teilnehmern übers Maß verletzt wird.

Dass mir aber kaum etwas so sehr missbehagt wie diese freche Unsitte, das will ich hier nochmal deutlich machen.

Es geht dabei nicht um Prinzipienreiterei, sondern schlicht um das in dem Sinne asoziale Verhalten des diese Verwendenden, dass er – es mag Ausnahmen geben, die dann aber bitte literarisch berechtigt – mutwillig, vorsätzlich gegen die Lesegewohnheit anderer verstößt, also dreist wie sinnlos.

Ich habe mir schon überlegt, ob ich derlei unschickliche Frechheiten, die zur Sache nichts bringen, außer, dass sie ärgerlich, zwar weiterhin nicht weglöschen werde, wie das andere Blogbetreiber nachvollziehbarerweise tun, aber prinzipiell nicht mehr gegenkommentieren.

Wieso sollte ich einem antworten, der mir vorsätzlich auf den Tisch rotzt? (weiterlesen…)

Vom zweiundvierzigsten Strategeme

Dienstag, 23. April 2013

Das zweiundvierzigste Strategem ist jenes der Wiederholung, der Redundanz. (Man könnte es auch als das “Lehrerstrategem” bezeichnen; das wäre aber zu verkürzt, zu einfach.) (weiterlesen…)

Verschieden mächtige Nichtse (Nullen, unendlich kleine Kleinheiten)?

Dienstag, 23. April 2013

Ich hätte wirklich gerne einmal eine vernünftige Erklärung dafür (außer, dass die Null zur Herstellung eines Koordinatenkreuzes eben sehr praktisch), weshalb Mathematiker die Null als Zahl behandeln, Unendlich aber nicht.

Null ist ja, als unendlich klein, nur das Pendant von, reziprok zu Unendlich, also unendlich groß. Sozusagen eins durch Unendlich (oder egal welche rationale oder auch irrationale, reelle endliche Zahl geteilt durch Unendlich).

Oder glaubt da doch einer, dass es das Nichts wirklich gibt? (weiterlesen…)

Zenzi ist jetzt meine Chefin (So schnell geht sowas)

Dienstag, 23. April 2013

So schnell werden die Dinge selbst in Deutsch-Südschwitz fast tragisch und können doch endlich vernünftig gelöst werden.

Zenzi eröffnete mir, ich sei ja ein “durchaus kompetenter Schulleiter”, “gar net so unbuschig”, schließlich (oh, wie gerne ich vergiftete Halbschmeicheleien von voll erbuschten Niederbayerinnen höre!), sie habe auch gar nichts gegen mich (also, Weib bleibt Weib, so gut wie alles), sie halte es allerdings für pädagogisch unangebracht, dass sie weiterhin kaum ein Geviert von mir entfernt wohne, denn das führe allzusehr zu Gerüchten, sie erwäge gar, eine Stelle in Freiberg anzunehmen, bringe es zwar kaum übers Herz, es gehe indes nicht an, dass sie als vorgebliche billige Konkubine des Rektors als Konrektorin ihrer Autorität und jener damit auch der der seinen verlöre.

Bevor ich auch nur eines Wortes zu entgegnen wusste, brach sie in Tränen aus, wild, diese aber ebensoschnell wieder trutzig abzuwischen, meinte, wutentbrannt: “Wenn es denn wenigstens so wäre!”

Des vermochte ich nun gar nicht zuzuordnen. Denn kaum hatte ich sie je allzufreundlich anzuschauen gewagt, ihrer unbezweifelbaren Reize halber, jenseits des Philologischen, angesprochen, mehr als einen dienstlichen Kaffee mit ihr anzusetzen mich unterfangen. Nun dies. Ich konnte fast nur noch verlieren.

Sie sah mich nämlich gar nicht so an, wie als ob eine gut gestammelte Liebeserklärung meinerseits jetzt noch irgendwohinaus oder gar -hin helfen könne. Ich verstehe zwar einiges von Sprachwissenschaft, aber auf diesem speziellen Teilgebiete derselben fühlte ich mich noch nie besonders erstudiert oder gar sicher. Also beschloss ich, es wird wohl eine Eingebung gewesen sein, spontan, als wie nie zuvor getan, jetzt einmal auf der Stelle zuammenzubrechen. Zunächst. Ich brach schwer zusammen.

Mein Gesicht ward, indem ich es gleichzeitig aschfahl werden ließ und mit kleinen roten Flecken sonder Zahl übersäete, das Kinn vor Verzweiflung leicht zitternd, die Augen osmiumkalt, jenseitig hart, graniten; mehr Entsetzen, blanken Schrecken, zugleich endgültige Entschlossenheit in Letztverzweiflung, sahe keine Frau je. (weiterlesen…)

Des Deutsches der Südschwitzer

Montag, 22. April 2013

Die Schule in Buschhausen steht. Sie ist innen schön weiß getüncht, Olli hat einem pleitegegangenen Privatgymnasium in Norddoof für einen Appel und ein Ei das ganze Inventar abgekauft, über Lagos im Container herschaffen lassen, mitsamt Rechnern, Tafeln, Lehrbüchern und einer beachtlichen Bibliothek.

Der Andrang ist gewaltig. Ich musste bereits eine Lehrerin einstellen, die die Grundis betreut. Zenzi, sie ist 38, stammt aus irgendeinem niederbayerischen Kaff hinter Deggendorf, hat zwar, zumal wenn sie sich mal wieder aufregt, was gar nicht selten vorkommt, einen etwas heftigen Akzent (naja, wenn sie mal “schleich di!” und anderes von sich gibt, ist es schon mehr als nur ein Akzent), ist aber sehr engagiert und im Erklären ein As. Die Hintlinge finden sie (es gibt hier kaum ein größeres Kompliment) “echt buschig”. Ich hörte sogar mal, wie ein kecker Hintlingsspross sie “öberst buschig” nannte, worauf ich zwar vermeinte, ein leichtes Rosa über ihr Antlitz huschen zu sehen, jener sich aber wegen schlechten Deutschs stante pede eine deutliche Rüge einfing. Zenzi ist, das lässt sich nicht bestreiten, nicht nur recht buschig, sondern, mit ihrem neckischen Pagenschnitt in Blond, auch, da man in Deutsch-Südschwitz nicht gerade fünf Mäntel übereinander zu tragen pflegt, noch nicht einmal die verfrorensten Damen, zudem neben dem, und das ist ebenfalls nicht wenig, was sie zu sagen hat, eine echte Attraktion, schadet dem Rufe und Ansehen der Schule dadurch keineswegs, auch wenn sie von mancher Hintlingsmutter mitunter etwas kritisch beäugt wird, dahingehend, ob sie dem Ihrigen wohl gar zu sehr gefallen möchte.

Sie weiß aber, was Männer sind (von X Bierfesten hinter Deggendorf, wo sie sich ihr Studium verdiente), egal wie durstig oder schon nicht einmal mehr durstig, geht damit also sehr professionell um. Ich will um sie jetzt aber nicht gleich noch mehr Worte machen, denn meine Schüler frotzeln mich eh schon mehr als ziemlich dessenthalben an, der Herr Direktor (der “Ditz”) habe offenkundig schon ein besonders Auge auf Frau Konrektorin geworfen, was ein echter Hintling aus Deutsch-Südschwitz ja problemlos verstehen könne undsoweiter undsofort…

Sowieso gibt es hier nicht wenige also aufgeweckte wie freche Kinder und Halb- bis Dreiviertelswüchsige. Die meisten von ihnen haben schon mit angespitzten Stecken Wüstenratten gejagt, bevor in Norddoof ein Kind auf ein Dreirad gesetzt wird. Ihr Wissen in Punkto örtlicher Flora und Fauna ist schon in den ersten Klassen überaus erstaunlich. Wenn sie in der großen Pause auf dem Schulhof Schleuder- und Bogen- und Armbrustschießen üben, gehen einem ob ihrer Geschicklichkeit manchesmal geradezu die Augen über. (Es gab sogar einen Antrag, man solle auch mit Kleinkaliber-, wenigstens Luftgewehren üben dürfen, den es mir aber, einen langen Sermon über Maß und Mitte in schulischer Ausbildung, zur Beförderung sozialer Kompetenz und Intelligenz, ich weiß nicht mehr, was ich sonst noch alles herausschwatzte und daherschwadronierte, Zenzi half glücklich dazu, selbst damit drohend, dass sie so keine Pausenaufsicht mehr übernähme (was zumal die Jungs dann doch etwas nachdenklich werden ließ), irgendwie nochmal abzulehnen gelang.

Etwas mehr Sorgen indes macht mir die sprachliche Entwicklung der Hintlingskinder, also auch generell der Deutschunterricht. (weiterlesen…)

Der mit dem Äh tanzt uuuuund…

Freitag, 12. April 2013

Vor einigen Tagen erklärte ich einem Oberstufenschüler Sinn und Unsinn des “Äh”, worauf dieser, nachdem ich das legendäre Beispiel Edmund Stoiber ins Spiel gebracht hatte, der sich mit seinen 10-20% Ähs pro Satz schließlich wahrscheinlich die Kanzlerkandidatur versaute, den Spruch losließ: “Der mit dem Äh tanzt.”

Heute will ich mich zudem einem anderen Redeverlängerer (entweder, weil noch nicht überlegt wurde, was gesagt werden soll, oder, um nicht unterbrochen zu werden, oder beides) widmen: dem “Uuuuund”. (Selbstverständlich können sowohl das Äh als auch das Uuuuund auch rhetorisch gezielt eingesetzt werden, was aber die seltene Ausnahme bildet. Dazu unten mehr.)

Das Uuuuund hat (wie auch das eingestreute “nicht wahr”) zwar den Nachteil, dass es, gemessen am Äh (auch am englischen “you know”), nicht so häufig eingesetzt werden kann, ohne auffällig nervig zu werden, dafür aber signalisiert es noch deutlicher, dass der Sprechende noch etwas zu sagen habe, der Zuhörer also unhöflich wäre, hübe er jetzt selbst mit einer Entgegnung an. Zudem hat es etwas Unterstreichendes, Verstärkendes, mag es durch das betonte Setzen eines retardierenden Momentes dem Darauffolgenden zusätzliches Gewicht verleihen, so dass es, wenn nicht offenkundig aus Verlegenheit, sich nur an die Rede zu klammern, eingesetzt, aus dem Munde des geschickten Rhetors oder Spaßmachers (wie auch ein vorsätzliches Äh) durchaus auch ein sinnvolles stilistisches Mittel abgeben kann. Ähnlich, wie ein eingestreutes “ja nu” (hört sich fast an wie “you know”…), “naja” oder “hmmm”.

Grundsätzlich kann man bezüglich der Verwendung dieser Redeabtöner bzw. Redeverlängerer drei Sorten Sprecher unterscheiden. Nämlich jene, die gleich Edmundo gar keine bewusste Gewalt über die Sache hat, so dass das Äh mit dem Redner tanzt, eine zweite, deren Vertreter zwar diesbezüglich über keine wirklich bewusste, aber doch eine recht gut funktionierende intuitiv-automatische Kontrolle verfügen, schließlich die letztere jener, welche die Problematik im Griff haben, zumal in dem Sinne, dass sie, wenn ihnen doch einmal aus Versehen ein Äh oder ein Uuuuund usw. dazwischenrutscht, dies zuwenigst merken, so dass sie es in ihrer Diktion abzufangen vermögen und gewarnt sind, sich im weiteren am Riemen zu reißen. (weiterlesen…)

Vom Scherbenzertreter

Mittwoch, 10. April 2013

Gestern musste ich herbe Kritik einstecken.

Seit gut einem Jahr ginge ich allzuviel mit dem Hackebeil herum, sehr häufig auf die armen Religionen dreinschlagend, allzumal meine Aphorismen dazu seien teils unterirdisch.

Kaum einmal schriebe ich Schönes, Erbauliches, Hinanführendes. Und wenn es einmal vorkomme, so gehe das in all den Zynismen und Sarkasmen drumherum unter, so dass man es kaum noch wahrnehme. Ich träte nur Scherben, derer es schon genug gebe, noch kleiner, alswelches eine eitle, unnütze, zumal wohlfeile Kunst.

Mein Einwand dahingehend, dass ich meine, damit eine notwendige Arbeit zu verrichten, da ich nicht sähe, dass sie so anderweitig hinreichend getan werde, half wenig. Auch Scherbenkleintreter gebe es genung.

Nun fühle ich mich immerhin dahingehend geehrt (man muss aus allem das Beste machen), dass man dem hauptbehuflichen Scherbenzertreter anscheinend doch zutraut, auch etwas anderes zu können. Sonst wäre ich ja wohl nicht dazu aufgefordert worden, es zu tun.

In der Tat aber enthält die Kritik Wahres; über religiöses und esoterisches Gedöns habe ich mich so häufig, so hart, auch redundant (ich bekenne mich in der Pädagogik durchaus schamlos zum Prinzip der Wiederholung, wobei allerdings auch hier ein Maß walten muss), hergemacht, dass ich diesen Bereich reduziert betreuen werde. (Ich hatte vor der scharfen Kritik selbst schon das Gefühl, dass es jetzt damit einmal lange. Insofern trug mein Kritiker, wie er es zu nennen pflegt, Lammkeulen nach Hammelburg.)

Auch ist klar, dass man, zumindest wenn man vorgeht wie ich, diese Dinge aufgreifend ständig persönliche Gefühle verletzt; für jeden mag in einem Text jener oder ein anderer Satz diese Wirkung tun; und wenn nicht in jenem Text, so in einem anderen. Also, dass fast nur noch dieser jeweilige Satz bzw. eine Teilausführung wahrgenommen wird, der Rest drumherum kaum. Man wendet sich ab. (weiterlesen…)

Von den Decknamenkünstlern

Donnerstag, 28. März 2013

Grade haben die “Wechselmarie” (vordem vermutlich der “Jochen” usw.) und der “Dude” (der nennt sich meines Wissens immer so) in diesem Jesus-Strang ein kleines Gefecht bezüglich ihrer Decknamen angefangen, das ich, wofern es fortgesetzt werden sollte, schleunigst hierher umzuleiten trachte. (Ob “Jesus” auch ein Deckname war? Wer weiß?)

Ich habe hier schon von einem inzwischen leider verstorbenen Freunde, dem “James” geschrieben. Der hatte sich diesen Namen irgendwann gegeben, auch im bürgerlichen Leben (außer wohl am Amt), also, dass ich erst nach seinem Tode erfuhr, welchen Taufnamen er trug. Den mochte er wohl nicht besonders. Ich werde ihn darum auch hier nicht verraten. Nur so viel, dass es ein sehr traditioneller, gleichwohl nicht übermäßig häufiger deutscher Name war.

Ein anderer Freund – in jungen Jahren – hieß Detlev. Das nervte ihm mächtig. Wollte man ihn vollkommen auf die Palme bringen, so musste man ihn bloß mit Detlev ansprechen. In dem Falle nenne ich jetzt den recht gewöhnlichen – deutschen – Decknamen nicht, mit dem er sich ausbedang, exklusiv bezeichnet zu werden, denn Detlev soll als Detlev anonym bleiben können. (Ich weiß nicht, ob er sich inzwischen wieder Detlev nennt; ich habe ihn lange aus den Augen verloren.) Klar, weshalb er kein Detlev sein wollte. Der Name war damals, allenfalls noch mit Olaf als Konkurrenz, als schwuler Name im Schwange. Das ertrug er gar nicht. Zuviel Schall, zuviel Rauch.

Ich selber gab mir noch nie einen Decknamen, außer vielleicht mal – ich erinnere mich nicht genau, dreißig Jahre her – für einige Stunden in einem Slum in Nordamerika, wo ich ungünstigen Fragen ausweichen wollte, da schon meine weiße Hautfarbe recht verdächtig war; wenn ich mich recht erinnere, nannte ich mich Michael oder so, englisch ausgesprochen, das war nichts Besonderes, und ich konnte mir meine Lüge leicht merken.

Viele merken allerdings nicht, wie viel ihr gewählter Deckname über sie aussagt. Ich importiere mal, was Wechselmarie alias Jochen alias…eben drüben dazu eingestellt hat: (weiterlesen…)

Ein alter Bekannter als CEO und SEO

Mittwoch, 27. März 2013

Gerade habe ich im Netz – über Google – einen alten Bekannten nachgesucht und selbstverständlich auch gefunden, der seit einigen Jahren im Hauptberufe (wenn auch vielleicht nicht -behufe) als Google-Verarschungsberater tätig.

Er f…t also sozusagen für jeden für Geld den Google, indem er ihm so füttert, was der frisst, dass es für seine Kunden funktioniert.

So, wie er dasteht, wie ich ihn von früher her kenne, schlägt er nicht nur Schaum, sondern es klappt auch (wengstens meistens).

Er war schon vor zwanzig Jahren auf verschiedenen Gebieten klar besser als zumindest der wahrnehmbare Rest (außer meiner inzwischen verstorbenen Frau und mir natürlich).

Ich allerdings, da ich nur meine kleine Seite betreibe, angesichts seiner Kenntnisse bezüglich der technischen Funktionsweise von Suchmaschinen, die er mindestens zwanzig Jahre studiert, mir, um seine Intelligenz wissend, was er in solcher Zeit herauszufinden im Stande, niemals zutrauend, dahingehend auch nur in die Nähe seiner inzwischen erworbenen Fertigkeiten blicken zu können, weiß vielleicht doch etwas – es klingt unwahrscheinlich, könnte aber doch sein – , was er dazu so klar nicht. Besser gesagt: Er wird es grundsätzlich wohl wissen, aber ich könnte ihm in einem Punkte theoretisch wie praktisch doch überlegen sein. Nichttechnisch. Philologisch. Schwer zu sagen; manches spricht aber dafür.

Seine eigene Seite, wollte er sie behalten, das vermute ich stark, setzte er niemals zur Google-Verarsche an. Er weiß, dass das allzuleicht schiefgeht. Geht es bei Kunden mal daneben, so haben die halt Pech gehabt.

Wahrscheinlich ist er, wie damals schon, wiederum mindestens einer der Besten. DER Laden dürfte laufen. (weiterlesen…)

Von jenen und von diesen Bloggern

Mittwoch, 27. März 2013

Literarisch gesehen eine Null, als Essayist gerade mal mittelmäßig, handwerklich schlampig wie die Sau, aber Zugriffe wie Bolle: Sie werden schon gemerkt haben, dass gerade ich nicht von mir rede.

Sondern von einem Großblogger. (Ich meine nicht den Augstein Junior.)

Er ist nicht dumm; er ist recht gut informiert; er ist umsichtig; er weiß, was er den Abrahamiten an Tribut schuldig.

Ich weiß einen anderen (das bin auch nicht ich), der unvergleichlich besser, mutiger, keinen Tag verstreichen lässt, an dem er nicht den Finger in die Wunden legt, seit Jahren, konsequent, mit wohl nicht einem Zehntel Leserschaft des anderen.

Der letztere Blogger bleibt (im Gegensatze zu mir) stets bei seinen Kernthemen, so wie ersterer auch; er ist handwerklich sehr sorgfältig, im Gegensatz zu jenem; er schreibt gut verständlich, wie jener auch, wenn man die Schlampereien in seinen Texten überliest: Wieso, dann, hat der eine, mal abgesehen davon, dass er eine besser positionierte Plattform hat, gemessen an dem, der viel schärfer, klarer, pointierter, besser schreibt, derart viel mehr Erfolg? (weiterlesen…)

Vom Glücke des Erstlings

Mittwoch, 27. März 2013

Wohl dem, der bei sich selbst abschreiben kann.

Einfach nur Fernsehen langt

Mittwoch, 27. März 2013

Gesocks, Gesindel, Geschmeiß, Verlorene, Verwunschene, Verlotterte, Arschnasen; Betrüger, Lügner, Trübfischer, Ranzmichel; Hundsfötter, Halsabschneider, Hurenböcke; Halunken, Hundsbrunzer, Spreubäcker; Lallhanseln, Laberbacken, Luftfänger, Luden und Lumpen; Lose, Pfaffen und Affen; Biersäurer, Stiermäurer, Sprachpanscher und Laffen; Schmocks, Strauchdiebe, Schlunze und Hunze; Hurkse und Murkse; Abjaucher, Seelenverkäufer, Wiedertäufer; Zwiebelanschimmler, Gammler, Hanfstrecker, Seckel; Schabracken, Spacken, Saftsäcke, Lutscher, Schietkutscher; Blutegel, Galgenvögel, Rotzsammler; Nebichte, Halblebichte, Schwachmaten, Sandler, Sulzheimer, Anschleimer, Abhuber, Mistzuber, Trübseiche, Wachsweiche, Wucherer, Witzschänder, Abhänder, Aufsprechs, Erzblöds, Nerzlöchrer, Eckensteher, Tagdiebe, Bauernfänger, Grapscher, Seppel, Sumpfichte und Suppenspucker; Rübenvergifter, Raubstifter, Röttel, Untköttel, Hundshetzer, Schwätzer; Aufbläser, Sackschlitzer, Pfitzer, Ausmeirer, Seirer, Statutanten, Abtanten, Römpe, Gelömpe, Battel, Geschwattel, Giftmischer, Seelenfischer, Nuffze, Nullen, Stinkstullen, Huldheischer, Pinscher; Puhler und Suhler; Verdrehte, Verkehrte, Zersülcher; Ziegenspitze, Endlitze, Gagel, Dollacke, Tölpel und Toren; Strullbullen, Stinkochsen, Stallbrenner, Zerhenner; Lästerer, Lobhudler, Lällebäbbel, Lohle; Stümper, Halbleser, Schulzweser, Fricken, Frunze, Zerletzer, Entmärer; Nichtse, Wichte, Ranzdichte, Brabbler und Dampfsabbler; Egel, Flegel, Haghulche, Zersetzer; Seichlinge, Gassgecken, Gülpe, Lolls, Trolle, Driebel, Dülps, Dödel, Drempel und Hampel; Hurze und Knurze; Prizzanten, Pöbel, Plebs, Endschepps. (weiterlesen…)

Mögliches Genie?

Dienstag, 26. März 2013

Gestern sprach ich mit einem jungen Manne, der schon herausbekommen, dass er nicht der Dümmste, über geistiges Potential, Wege dies zu erschließen, und gar die Möglichkeit des Genies.

Eine sehr heikle Sache. Einerseits ermutigen, andererseits höchsthängende Früchte nicht alswie vor der Nase plazieren.

Ich erzählte ein wenig von Mozart und Capablanca, die schon kindlich als Genies auffielen. Aber auch davon, dass dies sehr selten sei, manches Genie lange verkannt werde, gar an sich selbst verzweifle. Dass die meisten Genies erst durch sehr harte Arbeit zu ihrem Potential fänden. Davon, dass Cervantes erst in einem Alter, das damals ein Greisenalter war, den unvergleichlichen Quijote ersann. (weiterlesen…)

Vom Erstehen der Menschheit

Montag, 25. März 2013

Ich habe mich hier schon öfter in dieser Richtung geäußert, tue es jetzt aber erst recht nochmal.

Wenn ich das Wort “spirituell” nur höre, muss ich aufpassen, dass sich mir nicht gleich der Hirnmagen umdreht. Fast immer ist der Begriff (wie auch das Nomen “Spiritualität” dazu) hohl, allermeist dazu und dadurch noch ein Totschlagwort.

Der nicht andächtig lauschet, erschrocken zurücktritt, andächtig, sobald es erschallt, diskreditiert sich ins Profane, beweise automatisch, dass er ein Ohngeist, wenn nicht gar ein Böser sei.

Das Wort steht für die Esopolitische Korrektheit, die verbale Sense der Alternativen und Guten.

Kaum noch einer wagt es dawider, den Kopf aus der Ackerfurche zu heben. Allzuschnell ist man jenen reputationsmäßig los, ein Untermensch. (weiterlesen…)

Den Weiseln die Zukunft

Montag, 18. März 2013

Inzwischen habe ich fast schon keine Lust mehr darauf, weise zu werden.

Das Wort Esel birgt auch zwei “e”. Also eine Hälfte. “Weise” hat zwei Fünftel “e”. Womit der Unterschied zwischen Esel und weise schon diesbezüglich gerade mal 10% beträgt.

Und ein “s” haben sie auch noch gemeinsam. Davon also 100%. Weise hat insgesamt 75% Buchstaben vom Esel, und der 60% von weise.

Sicher ist, dass der Esel da nichts dafür kann. Es waren Menschen, die ihn Esel hießen. (Auf Schweizerisch: “hiessen”. Noch näher am Esel.)

Was wunder, dass Nietzsche, kurz bevor er sich einliefern liess (liess!), noch einen Esel umarmt haben soll. Er sah wohl einen Halbbruder in ihm.

Noch aber habe ich allenfalls ein potentielles Problem. Da noch dumm, bin ich von der Weisheit fast so weit entfernt wie vom Esel. Sprachwissenschaftliche Beweisel fadür habe ich geliefert. (weiterlesen…)

Will einer Post vom Anwald?

Sonntag, 17. März 2013

Wer bei mir Rechtschreibfehler findet, därf sie unter keinen Umstenden behalten. Ein Freund von mir ist nähmlich Anwald.

Von der Dritten Art im Weltnetz

Freitag, 15. März 2013

Im Weltnetz gibt es grob drei Arten Schreibende.

Die erste bleibt einfach anonym.

Die zweite zeigt Name und Gesicht, verrät aber kein oder kaum wirklich Inneres.

Die dritte zeigt sich ohne Visier.

Alle drei haben ihre Berechtigung, ihre Gründe. (weiterlesen…)

Von der Weisheit

Montag, 11. März 2013

Weise ist einer, der seine gewachsenen Erkenntnisse aus umfässlicher Lebenserfahrung mit genauem Denken, Feinfühligkeit, einem enormen Assoziationsvermögen, einem geschärften Kunstsinne und seiner Intuition so in Einklang zu bingen in der Lage, dass er sowohl weitreichende und tiefe Aussagen zu allgemeinmenschlichen Fragestellungen treffen kann, als auch durch analoges Erfassen ihm so noch nicht untergekommene Dinge und deren Gang beleuchten und beurteilen. Seine Menschenkenntnis und mühelose Sprachbeherrschung befähigen ihn dabei, anderen zum rechten Zeitpunkt also Rats zu erteilen, dass er zielführend verstanden wird. Er glaubt nie leichtfertig, am liebsten gar nicht, hört in seiner unstillbaren Wissbegierde, seinem unendlichen Hunger nach weiterer Erkenntnis, nie auf zu lernen und selbst Dinge, die schon tausendmal klar erscheinen, wiederum und abermals zu hinterfragen und durchdenken.

Aphorismenpraxis

Freitag, 08. März 2013

Fasste man den Aphorismus, indem man ihn als Textsorte anerkannt? Kaum. Er ist aalglatt.

Von den Nachtmahren

Donnerstag, 07. März 2013

Ich habe mich schon öfter gefragt, ob es sinnvoll sei, sich Alpträumen absichtlich auszusetzen.

Ich tendiere in der Frage inzwischen zu keinem generellen, aber verhaltenen, vorsichtigen Ja.

Zunächst von wegen “absichtlich”: Man kann Alpträume, wenn aufgewacht, gezielt unterbrechen, sei es nur, dass man eine Weile wach bleibt, an etwas anderes denkt. Man kann aber auch grade wieder hineingehen. (Beides klappt nicht unbedingt wie am Schnürchen, aber es geht prinzipiell.)

Besser daran, Alpträume zu meiden, ist natürlich, dass man all die schrecklich verrückten Dinge nicht sehen muss, die einem, bekanntlich, ganz schön zusetzen können. Im Schlafe und noch danach.

Andererseits: Wieso hat man Alpträume? (weiterlesen…)

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