Archiv für die Kategorie ‘Sprachwissenschaft’

Acht Dosen für Optimisten

Mittwoch, 24. Juli 2013

Tätteldierätteldietingeldietangeldieblöd

Euroschnarrovornkarrolügmichinzwich

Humpeldrohnrumpelschießmichverließdich

Monsantogenantogugelupfabrupf

Holzaugenstolzsaugenallsehverdeh

Radähundbähdrehschmäh

Krumpfschwachmumpfentrumpf

Auspfitzrampenbambelgehampel

 

 

 

Aufruf zum Boykott der Bundestagswahl (IX)

Montag, 22. Juli 2013

Wir brauchen einen echten Dichter- und Denkerwettbewerb.

Der Sieger wird mit der Ehre belohnt, den eingängigsten Spruch vorgelegt zu haben.

Der Graphiker, der das beste Flugblatt vorlegt, ist der Größte.

Splatter-Videos müssen her.

Die Schmerzphone der Jugend müssen glühen von unseren Ideen.

Pornos? Was sind Pornos? Aktiver Wahlboykott ist geiler.

Aufstand der Checker!

Urnen sind Särge!

Kontrolliertes Durchdrehen!

Wahlzettel? Arschkarte!

Wählen ist sich selber pfählen!

Nicht ein Blatt Papier für die!

Der wählt sich selber quält!

Wählen? Bin ich bescheuert?

Du gehst wählen? Dir ist nicht zu helfen.

Wählen ist Selbsterniedrigung.

Du wählst DAS Gesindel?

Du wählst DIESE Schwachmaten?

Du wählst deinen eigenen Ausverkauf?

Du wählst Luftgeld?

Du wählst Drohnenmord und FEMA-Camps?

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Du wählst Bilderbergerspacken?

Du WILLST von denen auch noch regiert werden?

Bist du beim Bundesnachrichtenundienst?

Wie lügst du dich zur Wahl?

Du gehst noch freiwillig hin, zu lauter stinkenden Fischen?

 

Wiederholungen endemisch

Sonntag, 21. Juli 2013

Ich schrieb eben als Kommentar, auf einer Qualitätsseite, auf den Vorwurf hin, ich wiederhole mich hier immerzu, extern:

“Ja, es tut mir sehr leid um meine Leser, dass sie immerzu meine Wiederholungen lesen müssen, um mich auch ein bisschen, da ich sie ja alle selber schreiben muss. Kann höchstens mal sein, so alle paar Monate, dass ein Gast sich die Mühe macht, etwas zu wiederholen.
Fällt einem nichts Neues ein, so wiederholt er sich eben. Wenn er’s nicht einfach lässt.
Wenn man nun aber, so wie ich, nur schreibt, um sich selber wieder zu hören, nur ein klein wenig anders, so ergibt sich die Motivation ganz anders. Da ist es einem auch egal, dass man keine sonderliche Qualitätsproduktsdichte hinkriegt. Der einzige Leser, der zählt, ist eh der Schreiber.”

Den Runophoben

Donnerstag, 18. Juli 2013

Mit das Lächerlichste, was mir im Laufe des Betreibens dieser Seite entgegenschlug, war, dass mir im Kommentarstrang zu “Warum Zeitreisen möglich sind (Gastbeitrag)” unterstellt wurde, ich wolle eine (germanische) Religion begründen, da ich lediglich erwähnt hatte, dass die Runen für mich keineswegs ein idiotischer esoterischer Krimskrams seien.

Dabei ist der dies vorbrachte weder ungebildet noch grunddumm noch dass er keinerlei Ahnung davon hätte; es scheint eine Art morphogenetisch antrainierter Reflex zu sein, vom Interesse an den Runen auf eine Art sinisterster Religiosität zu schließen.

Das ist gesetzt alswie ein Bollwerk. Doch ich bohre. (weiterlesen…)

Stottern, Schwäbeln, Hochdeutsch

Donnerstag, 18. Juli 2013

Kürzlich lernte ich einen wirklich merkwürdigen Kauzen kennen.

Sein Hochdeutsch (es war tatsächlich akzentfrei, obschon, wie ich nachher erfuhr, er Schwabe) war perfekt, dabei von einer derart eigentümlichen, schneidenden, schnarrenden Art, dass ich mich dessen wunderte. (Ich höre Hochdeutsch sehr genau.)

Mein Thekennachbar schließlich, als der andere ein paar Tage später wieder zugegen, am Stammtische schnarrte, erzählte mir, als ich ihn auf jenes merkwürdige Diktion ansprach, dass er den seit 25 Jahren kenne, der sei früher ein Stotterer gewesen. Das habe er sich erfolgreich abgewöhnt. Und jener sei so gebildet, von solch umfässlichem Wissen, mit einem derartigen Gedächtnis ausgestattet, dass es ihm wohl manches Mal selbst nicht gut täte. Meine Thekennachbarin zur Rechten sagte mir später noch, der sei ein Dichter.

Da ich nun nur des Schriftdeutschen mächtig, aber nicht des Hochdeutschen, man also, wenn ich Vorträge halte oder Geschäftsgespräche führe, wo dies angezeigt, oder in Norddeutschland mit Norddeutschen rede, immer meinen schwäbischen Akzent mühelos durchhört, egal, wie sehr ich mich anstrenge, kam ich auf dem Nachhauseweg auf die Idee, es jenem Manne versuchsweis einmal nachzutun, ob ich es tonal denn so besser zum Hochdeutschen brächte.

Und, siehe da, es gelang sofort, würde gewiss nicht ohne weitere Übung, über längere Passagen perfekt, aber wesentlich sauberer als sonst, da bin ich mir, obschon ich kein Tondokument davon habe, sicher.

Leider, nun, will ich mir einen derartigen Tonfall ganz bestimmt nicht angewöhnen.

Interessant aber, dass Stottern möglicherweise mittels genau jener Methode zu heilen ist, wie ich dahin könnte, meinen Akzent zu verbannen.

Es wird wohl auch keiner ernstlich behaupten, dass ein schwäbischer Akzent dem Sprechenden wie dem Hörenden quasi eins mit Gestottere; die Beobachtung, oder eher Erhörung, ist gleichwohl bemerkenswert.

Ich habe jedenfalls noch nie etwas von diesem auf den ersten Blick seltsamen Phänomen gehört.

Aber ich habe eine recht plausible Erklärung dafür. (weiterlesen…)

Von den Meistern deutschen Satzbaus

Mittwoch, 10. Juli 2013

Ja, ich wiederhole mich, aber mit Absicht. Und nicht nur.

Friedrich Nietzsche und Heinrich von Kleist sind für mich die Meister der deutschen Syntax.

Ich weiß von unseren Ahnen keinen, der je so viel so klar, sinnig, vielschichtig und dabei geschmeidig in einen Satz zu bringen wusste wie diese beiden.

Manchmal ist es, wie als ob die Erde von einem Satze beben müsste.

Alles greift ineinander und ist am richtigen Ort. Nirgend ein Stocken, ein Bruch der Rede. Vollausgeführte Geisteskraft.

Eine Tonalität und Rhythmik, die mit Bach zu vergleichen; nirgend ein störendes Element, eine Silbe zuviel; es fließt und fließt und fließt und steht dann wie in Stein gemeißelt. (weiterlesen…)

Wo sind die Novellen?

Mittwoch, 10. Juli 2013

Ich weiß nicht, ob ich je in der Lage sein werde, eine Heinrich von Kleists Novellen auch nur annähernd vergleichbare zu verfassen.

Sollte ich auch nur eine halbwegs anständige zusammenbringen, so werde ich sie jedenfalls ihm widmen.

Die Novelle ist eine scheinbar einfache literarische Form: im Wesentlichen ein Handlungsstrang bis hin zum Höhepunkt, ein klarer Ausgang.

Und doch, mich eingeschlossen, bislang zumindest, schreibt praktisch keiner mehr gute Novellen.

Es gilt daher einmal der Frage nachzugehen, weshalb das so ist. (Es liegt wohl nicht daran, dass man heutzutage nicht einmal mehr seinen Sohn, selbst wenn er schon größer, als man selber, noch ein Schreiberbier holen schicken kann, was jetzt gerade wieder einmal ärgerlich.)

So, das Bier ist bey, die Frage damit aber nicht beantwortet.

Kann es sein, dass gerade die Einfachheit die Sache so schwierig macht? (weiterlesen…)

Wie mir ägänschd dia NSA winna cannet

Dienstag, 09. Juli 2013

“Drei Studenten erzählen, wie sie ihr Leben downgegradet haben und auf Luxus verzichten, um die Welt zu retten.”

Diesen Satz las ich eben – ja, Sie haben richtig geraten: auf SPON.

Mal abgesehen davon, dass ich, nicht nur jene heroischen Studenten, seit über zehn Jahren nicht geflogen bin, selten neue Hosen und Kleider kaufe und als guter Schwab schon immer erstmal einen dicken Pulli anziehe, anstatt die Heizung aufzudrehen: Nach “gedisliked” und “downgeloadet” ist “downgegradet” nun mein dritter Favorit unter den verengsachsten Vollidiotenhybridlexemen.

Das ist echt downgesized. Absolut undergecranked. Oberausgechilled.

Was für netspeakabgechattete Wörter!

Den dümmsten aller Schwaben, den energyverkommissariateten Englisch-Canner Oettinger wird es freuen.

So merkt man, dass Deutsch keine Sau mehr braucht.

Deutsch wird einfach auf die Schwäbische Alb outgesourct. Oder man buyt es als gefolklorte App von einem abgesweateten, ultragecheapten Shop in China.

Vielleicht werde ich meine ganze elektronische Kommunikation, der NSA eins auszuwischen, suebodenglischisieren. (weiterlesen…)

Der Göller (glaubt!) und ein Reinkarnationist (weiß!)

Montag, 08. Juli 2013

Gestern hatte ich eine interessante Diskussion mit einem, der an die Reinkarnationslehre glaubt, nun, er selbst habe Gewissheit, dass diese richtig sei, meinte er, was ich nicht länger in Zweifel stellte, denn das hätte kaum Sinn ergeben.

Es ging sodann darum, dass mein Gesprächspartner weiterhin anführte, Leute, die daran glaubten, sie verlöschten nach diesem ihrem einen Leben gänzlich, seien generell brutaler und skrupelloser als jene, die an die karmischen Gesetze glaubten bzw. davon wüssten. Ich bezweifelte das.

Leider kam mir in dem Moment nicht wieder die Geschichte in den Sinn, die mir mein verstorbener Freund James, der viele Jahre in Indien zubrachte, erzählte (die ich in einem anderen Beitrag auch schon erwähnte).

Durch einen Zufall, der Sohn des irischen Botschafters war sein Kumpel geworden, hatte James eine Einladung zu einer Maharadscha-Hochzeit erhalten, die über drei Tage in unvorstellbarem Prunke gefeiert ward.

James nutzte die Gelegenheit, den Maharadscha selbst darauf anzusprechen, wie sich das denn mit all den Siechen und Verhungernden, die in Scharen gleich vor den Palasttoren in ihrem Kote vegetierten, vertrüge.

Jener antwortete nur, etwas verwundert ob der dummen Frage: “It’s their Karma.”

Keinerlei Empathie, keinerlei Gewissen, völlige Gleichgültigkeit bei diesem reinkarnationsgläubigen Hindu, der, das darf man vermuten, seine adlige Geburt wohl seiner erlesenen Lebensführung in vorigen Inkarnationen zuschrieb.

Und: Wenn einer glaubt, dass er nur dies eine Leben habe, wieso sollte er es nicht gerade deshalb besonders gut und sinnreich erfüllen wollen? (weiterlesen…)

Aufruf zum Boykott der Bundestagswahl (VII)

Sonntag, 07. Juli 2013

Sollte jemand, außer dem Wählen einer nicht im Bundestag vertretenen Partei und Strafanzeigen wegen Grundgesetzbruchs und Landesverrat, ein besseres Mittel wissen, als den von mir geforderten aktiven Bundestagswahlboykott, Souveränität wenigstens als Einzelbürger deutlich und wirksam zu zeigen, so stelle er bitte seine Idee, die ja durchaus auch ergänzend umgesetzt werden könnte, bitte hier zur Diskussion.

Was sonst können wir Deutsche jetzt tun?

Affengleich auf Bäume klettern, dabei hoffen, dass ein Hochwasser alles Gesindel wegspült?

Spottverse dichten? (Das wäre schon sinnvoller; vielleicht fällt mir noch einer ein.)

Jegliche Kommunikation über Telefon und Netz einstellen? (Das ruinierte leider unsere Wirtschaft, wäre also nicht zielführend.)

Endlich doch zum großen Pissdrauf zum Reichstag? (weiterlesen…)

Aufruf zum Boykott der Bundestagswahl (V)

Freitag, 05. Juli 2013

So, jetzt ward in den vorigen Teilen mal ein bisschen was abgearbeitet und sortiert.

Es geht jetzt also an den kreativen Teil. Profis bitte genau mitdenken.

Wer macht Bilder, Logos, Kampagnen?

Wer hat, außer mir, Sprüche?

Wer macht gleich ein Buchprojekt daraus, eine Großreportage?

Wer hat die Idee für die besten T-Hemden und Apps?

Wo sind die Kabarettisten?

Die Boykottrockbands?

Wer macht die besten Flugblätter?

Wo sind die Netzvideos?

Wer macht den Dokumentarfilm?

Leute, ich will ja nicht unbotmäßig werden, aber wenn ich mir das alles oben, was ja schon noch lange nicht alles ist, was angesagt, anschaue, da muss ich Euch dann schon sagen, dass Ihr jetzt mal die Hufe schwingen solltet, wenn Ihr mich verstanden habt, selber etwas tun, und nicht mir überlassen, was ich allein nicht werde leisten können.

Ihr seid also allerhöflichst eingeladen, je erfahrener und intelligenter und findiger und zumal mutiger um desto besser, Euch mal in einen optimalen Trab zu versetzen.

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Dieser Text ist gemäß den Bedingungen zu I-IV gemeinfrei.

“nsa deutschland scheiß nsa”

Mittwoch, 03. Juli 2013

Eben landete einer durch der Welt größte Suchmaschine bei mir über die Kombination

“nsa deutschland scheiß nsa”

auf dem Artikel

http://unzensiert.zeitgeist-online.de/2013/07/01/nsa-skandal-deutschland-von-lugnern-oder-von-vollpfosten-regiert/.

Ich hoffe, dass es ihm hier gefällt.

(Ich grüße Sie herzlich. Sie verstehen offensichtlich etwas von intelligenter Weltnetznutzung.)

Wie Tunwörter entstehen

Mittwoch, 19. Juni 2013

Ich gebe zu, dass ich schon – oder noch – leicht betüttelt war, wie der Norddeutsche (der, dem ich also antwortete, war nur rein zufällig ein Nordostküstenstämmiger) das vornehm auszudrücken pflegt, zumal wenn derer ein Weib schon ein wenig einen im Tee hat, als ich kürzlich nächtens, es ward schon hell, beim Nachhausescherze noch auf meine kurze, also robuste wie über viele Jahre eingespeckte bayerische Gamsbockslederhose angesprochen ward und dazu vermeldete, an ihr zupfend, ja reißend, zur Unterstreichung meiner Rede deutlich händisch werdend: “DIESE Hose host. Wenn auf der ganzen Welt überhaupt je eine Hose hoste, dann die. Diese Hose host, wie nur irgendeine Hose hosen kann.”

Von Leid und Freud mit Anonymussen im Netz

Montag, 17. Juni 2013

Gestern meinte einer, der sich “Armin der Jüngere” nennt und mich mit “Lieber Magnus” ansprach, er habe ein paar ernste Fragen an mich und freue sich sehr, wenn ich ihm diese beantworten könnte.

Es folgten – unter anderem – diese drei Fragen:

Was willst Du wirklich mit dieser Seite?

Was willst Du wirklich erreichen in Deinem Leben?

Du schimpfst gerne über Veganer und andere nicht Fleischfresser, äh … pardon -esser? Warum sollen Erstere schlechtere Menschen sein wie die Anderen?

In der ersten Frage, was ich mit dieser Seite wolle, fiel mir natürlich das “wirklich” sofort auf – der Text zeigt, dass da kein Depp schreibt, der seine Worte nicht zu wählen weiß – , welches insinuiert, ich triebe hier irgendein falsches Spiel.

Das zweite “wirklich” bezüglich dessen, was ich in meinem Leben erreichen wolle, unterstreicht das, dann aber eher in dem Sinne, dass ich gar nicht so recht wisse, was ich darin erreichen wolle.

Die dritte hier erwähnte Frage, weshalb Erstere, also Veganer, schlechtere Menschen sein sollten, trug im Vorspanne die unwahre Behauptung, ich schümpfe gerne über Veganer und andere “nicht Fleischfresser”.

Was will nun einer, der zuckersüß beginnt, anonym natürlich, wenn er derlei Fragen dergestalt stellt?

Selbstverständlich will er mich aufs Glatteise führen, mich dazu veranlassen, mich zu rechtfertigen. Zweimal Unterstellung, einmal Lüge, in bzw. vor drei Fragen: das reicht also bequem wie sofort für diesen Schluss.

Ich antwortete, keine der Fragen beantwortend, spontan etwas anders, hätte es vielleicht so tun sollen:

Wozu fragst Du hier wirklich nach dem Behufe dieser Seite? Wozu fragst Du hier wirklich nach meinem Lebensplane? Wieso unterfütterst Du die Frage bezüglich schlechterer Menschen mit einer Lüge? Was machst denn Du wirklich so? Kennt Dich wirklich einer? Wie heißt Du wirklich? Wie steht es wirklich mit Deinem Lebensplane?

Von der Konsequenz her wäre es wohl klüger gewesen, wenn überhaupt, so oder ähnlich zu antworten.

Andererseits hätte der andere, bequem anonym bleibend, eben doch erreicht gehabt, dass ich mich wie als womöglich eben doch durch seine Fragen getroffen geäußert hätte, damit sein Ziel wenigstens teilweise, nämlich mich als öffentliche Person in ein zweifelhaftes Licht zu rücken. (weiterlesen…)

Von alten und von neuen Schülern

Freitag, 14. Juni 2013

Immer wieder große Freude bereitet es mir, mit aufgeweckten 16-18-Jährigen über das Allzumenschliche zu reden, über Psychologie im Alltag.

In diesem Alter haben die jungen Leute bereits eigene Beobachtungen zu den regelhaften Merkwürdsamkeiten ihrer Mitmenschen gemacht und sich einige interessante Gedanken dazu.

Nicht nur dass derlei Gespräche oft sehr lustig ausfallen; sie nehmen weiterführende Beispiele, erläuternde Schwänke und Anekdoten mit großer Verständnisbereitschaft, mitunter fast begierig, schnell dazu ermutigt, eigene Geschichten einzubringen, auf.

Manchmal ist es, wie als ob da ein fruchtbares Feld, auf dem schon manche Blume erblüht, mancher Same schon gequollen, mancher Keimling nur noch etwas gegossen und gedüngt werden wollte, um zu voller gesunder Pracht hin gedeihen zu können. (weiterlesen…)

Leipziger Volldeppinnen (II)

Donnerstag, 06. Juni 2013

Dass an der Leipziger Uni mit der neuen Sprachregelung, Professoren unter Professorinnen zu subsumieren (“der Herr Professorin”!), der letzte Denkomatin ausgefallen ist, möchte zumindest die weiblichen Sprachverhunzerinnen noch hart ankommen.

Sprach man nämlich bisher noch allgemein von Deppen, Idioten, Schafsseckeln, Schwachköpfen, Ausbeutern, Bankstern, Politikern, Tagdieben, Ziegenspitzen, Dummschwätzern, Faschisten, Lumpen, Eckenstehern, Schmarotzern, Dampfsabblern, Volltrotteln, Erzsimpeln, Wortverdrehern, Schlampern, Rotzlöffeln, Warmduschern, Säufern, Bauernseppeln, Betrügern, Terroristen, Unterdrückern, Schmierfinken, Laberhänsen, Beutelschneidern, Erbsenzählern, Schakalen, Hahnenbambeln, Halbdackeln, Lugenbeuteln, Kinderschändern, Verfassungsfeinden, Verleumdern, Durchstechern, Kriegsverbrechern, KZ-Wärtern, Gefängnisinsassen, Delinquenten, Mördern, Drogendealern, Abzockern, Steuerhinterziehern, Straßenräubern, Banditen, Mafiosi, Verschwörern, Volksverhetzern, Vergewaltigern, Brunnenvergiftern, Plagiatoren, Hackern, Brandstiftern, Organhändlern, Schmugglern, Pennern, Tierquälern, Hundsföttern, Folterknechten und Hosenscheißern, so wird man in Zukunft, Konsequenz liegt schließlich an, all diese und viele andere Begriffe nur noch, ob im Singular oder Plural, in der weiblichen Form verwenden.

Da so aber die bisher gängige Diskriminierung der Deppinnen, Idiotinnen, Schafsseckelinnen, Schwachköpfinnen, Ausbeuterinnen, Banksterinnen usw. endlich beseitigt, kann ich mir kaum vorstellen, dass sich jemand trauen wird, etwas dagegen zu haben.

Denn wer will schon als eine oder gar ein Frauenfeindin dastehen?

(“Dieser Kevin-Claude ist ein übelst linksradikaler Studentin. Und ein echter Aufsprecherin. Ein grauser Dummbatzin dazu.”)

Philosoph(in): ein zu verpflichtender Begriff?

Montag, 03. Juni 2013

Leserin Lisa hat mir in einem Kommentarstrang mal wieder eine Nuss zum Knacken auf diese Seite gerollt.

http://unzensiert.zeitgeist-online.de/2013/05/31/angelina-jolie-nachlese-bei-friederike-beck/comment-page-1/#comment-205805

Sie schrieb:

‘Und nein, ich würde mich nicht als “Philosophin” bezeichnen. Dieser Begriff ist mir zu …verpflichtend.’

Und überdies, dazu passend:

‘Magnus, Du hast recht, wenn Du sagst, dass ich gelegentlich provoziere, um dann, falls noch jemand mitmacht, die Provokation zu diskutieren. Aber es ist keine Strategie, sondern es erscheint mir manchmal notwendig, um eine Diskussion zu beleben.’

Ich unterstelle zunächst, dass Lisa den Begriff “Philosophin” nicht nur deshalb für zu verpflichtend hält, womöglich gar nicht, weil sie eine Frau ist.

In welcher Weise könnte es zu verpflichtend sein, wenn jemand sich als Philosophin respektive Philosoph bezeichnet?

Etwa im Sinne dessen, dass man sich damit in eine systematische Bringschuld (im Sinne systematischen – strategischen? – Vorgehens wie auch eines abzuliefernden Systems) begäbe? Also Freiheit im Handeln, Ausdruck, letztlich selbst im Denken einbüßte? Unnötig, unklug Angriffsflächen böte, die Möglichkeit, von Gelahrten lächerlich gemacht zu werden?

Immerhin hörte ich schon, von einem, der in Heidelberg (hiemit an einer der renommiertesten philosophischen Fakultäten weltweit) studierte, einem Manne, dessen geistige Fähigkeiten ich ansonsten sehr schätze, dass Nietzsche gar kein richtiger Philosoph gewesen sei, da er kein in sich geschlossenes System vorgelegt habe, wie beispielsweise Kant. (Nietzsche meinte einmal, das zitiere ich jetzt aus dem Gedächtnis, er misstraue grundsätzlich allen Systematikern… Er sagte aber auch: “Wir neuen Philosophen…”) (weiterlesen…)

Absoluter Doppelsprech (II)

Donnerstag, 30. Mai 2013

Einen Fall absoluten Doppelsprechs finden wir auch im Zusammenhang mit Religionen und den Wörtern “Respekt” und “Toleranz”.

Will ich nicht, dass männliche Kinder in Deutschland legal am Geschlechtsteil verstümmelt werden dürfen, also desfalls vorsätzliche schwere Körperverletzung an schutzbefohlenen Minderjährigen begangen werden darf, so bin ich “intolerant”, zeige ich mangelnden Respekt vor zwei “Weltreligionen”. Manche legen dann noch den Vorwurf des “Rassismus’” dazu, obschon das Judentum nur bedingt abstammungsgebunden, der Islam überhaupt nicht.

Ich hatte schonmal die Polizei vor der Tür, konnte die von einem fürsorglichen Nachbarn herbeigerufene Beamtin und den Beamten, meine beiden Buben etwas verlegen grinsend an die Schwelle holend, offensichtlich unverletzt, gerade noch davon abhalten, ohne Durchsuchungsbeschluss in meine Wohnung einzudringen, da es in der Tat, aber nur, als die beiden ohne Ende rauften, zu lautstarken Verweisen von meiner Seite gekommen war.

Dass offenkundig nichts, außer dem Brüllen meinerseits, geschehen war, änderte nichts daran, dass ich mit beiden Kindern einen Zwangstermin beim Jugendamt verpasst bekam, Vorschrift, meinten die beiden Beamten, meine Krabben sehend, indem beide zwischenzeitlich lachen mussten, achwas, alle Viere, nur ich nicht, woselbst ich glücklicherweise auf eine verständnisvolle Dame stieß, die mich jedoch, wiederum Vorschrift, ein Jahr auf einer Art Beobachtungsliste halten musste.

Hätte ich meinen Buben die Geschlechtsteile verstümmelt, so wäre das hinwiederum kein Problem gewesen, der Anzeigende ein Meister Respektlos-Intolerant. Ein Moslemhasser und Antisemit.

Ebensoso: Niemand dürfe wegen seines Geschlechtes usw. benachteiligt werden, sagt das Grundgesetz. Knaben dürfen verschnitten werden, Mädchen nicht. Frauen und Migranten mit oder ohne deutschen Pass werden bereits in vielen Fällen bevorzugt eingestellt. Wer aber eine Stellenanzeige schaltet, in der er (und sei es, dass er nur bei der Formulierung nicht aufpasste) einen Mann, einen Deutschen, sucht, gerät schnell in schwerste Wasser. Das sogenannte Familienministerium nennt sich genau: “Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend” (“und gegen Männer” steht in der Tat immerhin nicht explizit dabei).

Freiheit der Rede wird propagiert. An der Uni Köln wacht aber schon ein ganzer Wächterrat darüber, dass “genderneutraler” Neusprech überall durchgesetzt wird.

Die Frauenbeauftragte der Stadt Stuttgart (nicht nur dieses lausigen Schwabennestes) ist gleichzeitig die Gleichstellungsbeauftragte. Unter dem Stichwort “Männerbeauftragte(r)” findet man nur jenen Zürcher, der schnell geschasst wurde.

Dumm nur, liebe FrauenbevorzugerInnen, dass nicht nur Euer Gendersprech lausig, sondern Ihr es auch in der Literatur nicht schafft, Frauen, wie gewünscht, ernstlich in die Vorhand zu bringen.

Das werdet Ihr, solange Männern kein Schreibverbot erteilt, auch in fünfhundert Jahren der “Girls’ Days” und vom Familienministerium geförderter kreativer Schreibkurse für Frauen, einseitig vergebener Preise, egal welchen Firlefanzes, nicht schaffen.

Ihr merkt noch nicht einmal, dass Ihr mit diesem ganzen Schiet Eure Schutzbefohlenen weitaus mehr schädigt, als jene, wider die Ihr antretet. (weiterlesen…)

Konstantin in Stuttgart (II)

Mittwoch, 29. Mai 2013

Magnus war schon etwas früher erwacht und hatte das Frühstück besorgt, Brot, Butter und Käs nebst einem grob aufgeschnittenen Schinken, Flädlessupp sowie Feldsalat mit ordentlich Frühzwiebel und Radies, dazu einen wohlangemessenen Eierkuchen, aufgestellt.

Das mochte auch Konstantin gefallen, ein Gläschen Weißburgunder sollte nicht fehlen, da man beschloss, das Frühstück auch gleich zum Mittagsmahle zu machen, alswelches, wenn man so großer Taten lustig, alswie den Kern von Schwabenstan, genannt gemeinhin Stuttgart, aus seiner eingesumpften Trägheit in dionysisch erkennende Freude zu werfen.

Klar war, dass Magnus als Schwabe sehr vorbelastet war, Konstantin als Nichtschwabe des sonstigen Terrains aber nicht unbedingt sicherer, denn ersterer, also, dass man, wirklich den fast unabwendbaren Schalk im Nacken, noch einen spazierenden Nachmittag im Schlossgarten und hinten bei den brabbelnden Schachspielern verbracht, schließlich, sozusagen, um den sichersten Teil der unsicheren Teile Stuttgarts einführend und inspirativ zu betreten, zum “Vorglühen”, wie die geschätzte M. das nennte, des Eingeborenen Stammbeiz betrat.

Bislang saß nur die schmale romantische Dichterin, wie stets sinnend, schorletrinkend und rauchend, an ihrem Plätzchen, ein paar Übliche und Unübliche lümmelten recht gelangweilt herum. Theke, zwei Glas Bier.

“Na, hier hat man wenigstens seine Ruhe!”, stichelte Konstantin nach acht oder zehn Minuten, das ganze scheinbare Trauerspiel betrachtend. (weiterlesen…)

Vom Blogger zum Laller und Loller

Sonntag, 26. Mai 2013

Es gibt kaum etwas Idiotischeres als einen Artikel, der einen eigenen Artikel zu erläutern trachtet.

Erstens aber ist der zu erläuternde Artikel gar kein richtiger Artikel, sondern eher ein Beinaheaphorismus. (Aphorismen darf man bekanntlich gar nicht erläutern.)

Ich schrieb unter dem Titel “Vom Blog zum Lall”:

“Blog ist blöd. Drum heiße er Lall.”

Hier geht es um souverän und nachhaltig angewandte Soziolinguistik als seriöse notwendige Defendolinguistik, rigide punktgenaue Bellolinguistik.

(Man  beachte dazu auch den folgenden Kommentarstrang: http://unzensiert.zeitgeist-online.de/2013/05/23/verlogene-obergranatenerzarschlocher-ii/#comments)

Überdies grundsätzlich um ein wichtiges, oft zu wenig beachtetes Strategem. Jenes nämlich, das lautet: “Lächerlich gemacht? Setze mehr als einen drauf!” (weiterlesen…)

Eine Exsexuelle? (An Exsexual?)

Samstag, 18. Mai 2013

Im Kommentarstrang zu “Mrs Nittit” fragt Rainer Grzybowski:

“Angelina Jolie – ist das jetzt eine Exsexuelle?”

In der Tat scheint bislang kein politisch wie sprachlich korrekter Begriff für jene gefunden, die sich freiwillig aus ihrem Geschlechte amputieren lassen.

Rainer, Du triffst den Nagel auf den Kopf. Trefflicher lässt es sich kaum sagen. Ein Neologismus mit Zukunft.

Dann machen wir es doch jetzt gleich auch engsächsisch, fürs Wörterbuch:

“An Exsexual is a person that has wilfully and with success ordered healthy sexual organs to be preventively removed.”

 

Vom Lernschiet

Mittwoch, 08. Mai 2013

Auf Leser Dudes Seite – seinem “Stammtisch” http://dudeweblog.wordpress.com/stammtisch-plauderecke/#comments – schrieb ich vorhin ihm antwortend folgendes, was doch auch hierher gehört:

“…laberst Mist zusammen…Dünnpfiff”: Da ich hier – wie immer – unter Klarnamen unterwegs, bedarf es da doch einer Riposte.
Selbstverständlich sind meine Texte von unterschiedlicher Qualität (die oft aber jeweils sehr verschieden gesehen wird); es mag auch durchaus sein, dass ich es gelegentlich oder gar insgesamt mit der Redundanz übertreibe; derart vernichtende Urteile höre ich aber nur, ab und an auch von R. (der mich dessenthalben immerhin nicht Ar….och zu nennen geruht), wenn ich etwas sage, was einem inhaltlich, zumal ideologisch, gewaltig gegen den Strich geht. Also, wenn ich mal wieder nicht genug Respekt vor dem Licht, Osho, der Reinkarnationslehre, Jesus usw. an den Tag lege. (R. sagt da auch durchaus mal: “Was du da hingeschrieben hast, ist Scheiße.”)
Nun, was soll mir das bedeuten?
Dass ich immer darauf achten möge, nichts zu verfassen, was mir voraussichtlich (meist rieche ich den bereitstehenden Koteimer schon vorher; das ist mit etwas Erfahrung nicht schwer) derlei Urteile einbringen werde?
Den Deibel werde ich tun.
Derlei Fäkales zu hören, ist zwar im Moment nie besonders angenehm, aber es geht mir im Grunde am Arsch vorbei, denn inhaltlich logisch-kritische Sachlichkeit oder fundierte Stilkritik waltet da wenigstens wesentlich nie. Der kleine, grindige, neidische, unreife, unspirituelle, schmalhorizontige, bösartige, frustrierte, schwarzgallige geifernde Magnus hat sich lediglich mal wieder erdreistet, Höchstheiliges oder Größtheilige in Zweifel zu ziehen oder/und etwas Spott über jene auszugießen, die gefolgsam, und dafür bekommt er dann eine maximale Breitseite. C’est la vie.
Noch zur Redundanz und zum Nietzsche-Vergleich: Nietzsche hat mehrere Bücher über Irr- und Aberglauben, verlogene Moralen, christlichen Unfug usw. geschrieben, was er sicherlich auch knapper hätte halten können. Vom Kerngehalte her war da auch vieles redundant. Er hätte einfach sagen können: “Der Christ glaubt Mist.” Vielleicht noch drei ähnlich knappe Sentenzen zum Judentum, Buddhismus, Herbeiglauben insgesamt. Ob man indes in aller Welt noch über hundert Jahre nach seinem Tode den Gehalt dieser Sätze diskutierte, bleibt doch fraglich.
(Ich denke, ich muss heute oder spätestens morgen mal wieder angreifen. Etwas richtig unnötig bescheuertes Beschissene schreiben. Die letzten Tage war ich wohl gar zu lieb.)

Wie erfülle ich jetzt die Klammer? (weiterlesen…)

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