Archiv für die Kategorie ‘Sprachwissenschaft’

Novellen

Montag, 18. Oktober 2010

Ist die Novelle ein Langaphorismus?

Philologenfrage

Montag, 18. Oktober 2010

Im Deutschen, Englischen, Französischen, Italienischen usw. ist die Steigerung von “gut” bzw. dessen Entsprechungen selbst bei verschiedener Wortwurzel unregelmäßig.

Weshalb?

Plutokraten

Sonntag, 17. Oktober 2010

Der Plutokrat hasst und fürchtet die deutsche Sprache.

Vom Verkaufen

Samstag, 16. Oktober 2010

Der Trick besteht darin, dass meine Tricks keine sind. Sagte mir ein erfolgreicher Verkäufer.

Männer mit Humor

Freitag, 15. Oktober 2010

In Kontaktanzeigen ist bekanntlich das Wort “humorvoll” der absolute Renner, mittels dessen Männer sich anpreisen, noch vor so selbstverständlichen Sachen wie “gebildet” oder “sportlich”.

Ich denke mal, damit will Mann sagen: Wenn Du all mein Geld für Klamotten vertust, mich mit meinem besten Freund betrügst, nichtmal ein Spiegelei braten kannst, immerzu meckerst wie eine alte Geiß, hässlich bist wie die Nacht, ungepflegt dazu, eifersüchtig bis zur Raserei, dumm wie ein Stück Brot, egal, das macht mir alles nichts!

Das überzeugt natürlich im Handumdrehen.

Dialekte

Sonntag, 10. Oktober 2010

Die Mundart ist der Volkskraftquell der Hochsprache.

Fundstück

Samstag, 09. Oktober 2010

Eben las ich auf der Seite der Kollegin Beck folgende Anzeige:

Prof. Otte kommt zu Ihnen
Anlageseminare mit dem Mann, der die Suprime-Krise voraussagte.
www.privatinvestor.de

Ich hoffe, wenigstens der Professor selbst weiß, was eine suprime Krise ist.

Wahrscheinlich ein hendiadyoinischer Bastard aus sublimer Mamakrise und supremer Papakrise.

Womit ich nichts gegen den sicherlich unschuldigen Professor gesagt haben will.

Lexikolall

Freitag, 08. Oktober 2010

Ein weiteres Modewort und seine Verwendung muss auf Göllers Schippe: “proactive” respektive “proaktiv”.

Soweit ich mir dessen Bedeutung bisher zu erschließen vermochte, heißt es nichts anderes als “active” bzw. “aktiv”.

Die bekannte Vorsilbe “pro” soll anscheinend irgendwie pleonastisch verstärkend wirken. (weiterlesen…)

Sachidioten

Freitag, 08. Oktober 2010

Wohl da ich gerade Lust dazu hatte, mich aufzuregen, lief mir mal wieder ein Wort vor die Flinte.

Das Lexem schimpft sich “sachlich”.

Es wurde und wird, jenseits vernünftiger Mahnung oder des angezeigten Ordnungsrufes, in Diskussionen regelmäßig zur blanken Denunziation verwendet.

“Unsachlich” sei dabei genau der, der einer Sache allzunahe zu Leibe rückt.

Es ist fast schon so ein Totschlagswort wie “intolerant”. (weiterlesen…)

Wortgötter: Google gegen Göller

Samstag, 02. Oktober 2010

In einer deutlich ablehnenden Leserzuschrift zu “FAZ-Kulturchef: Alle Gesellschaften geisteskrank” fand ich folgende Aussage von einem “Ergebnissucher”:

‘Was soll das mir und GOOGLE unbekannte Wort “verfinassiert” bedeuten?’

Immerhin hat der Leser sich dabei ganz klein und Google ganz groß geschrieben. (weiterlesen…)

Inflationssprech

Donnerstag, 30. September 2010

Das mit dem “spirituell” gegen das deutsche “geistig” ist ähnlich gelagert wie mit “authentisch” gegen “echt”: Gewonnen ist gar nichts, nur geschwollen.

Wobei es bei “spirituell” noch schlimmer ist: Das Wort trägt jeder halbdackelige esoterische Vollfaselhansel wie ein Gockel vor sich her und bläst dabei magisch-gewaltig die Backen auf, wie als ob die angesprochene Eigenschaft sich schon durch hochwichtiges Aussprechen realisierte.

Ich kann das Wort bald nicht mehr hören.

Von der “Kleinen Form”

Sonntag, 26. September 2010

Lichtenberg suchte und fand, Nietzsche zeigte und forderte: den Aphorismus als Ausdruck der Fröhlichen Wissenschaft.

Völlig vergoogelt

Sonntag, 26. September 2010

Ich habe mir heute kostenlos Google Horch, Google Sprech, Google Riech, Google Guck und Google Schreib auf meinem Googler installiert: tut toll!

Dichten Lesben Sapphorismen?

Sonntag, 26. September 2010

Wettbewerb bis zum Weltuntergang gemäß Maya-Kalender hier.

Aphorismus für freiwillige Edelsklaven

Freitag, 24. September 2010

Lohn des Übersetzers: jeder gute Satz ein Sieg.

Aphoristiker

Montag, 20. September 2010

Die Illusionslosesten, die Verlorensten, selbst gegenüber Afterpoeten noch deutlich Bitterärmersten, in ihren Sprüchen oft der Reichsten der Schriftschaffenden, das sind die Aphoristiker.

Kein Respekt für den Islamminister

Mittwoch, 08. September 2010

Selbstverständlich kann ich einen Moslem respektieren. Vorausgesetzt, er denkt und lebt nicht das, was im Koran steht.

Dort stehen nämlich also wesentliche wie üble Sachen.

Schonmal, dass eine Frau nur ein halbes Zeugnis- und Erbrecht hat und vom Ehemanne gezüchtigt werden darf.

Sodann haben Juden und Christen nur stark eingeschränkte Rechte.

Alle anderen Menschen haben gar keine Rechte.

Es stehen noch mehr üble Sachen darin, als ob das nicht schon reichte.

Wieso sollte ich so eine Religion respektieren, jemanden, der an sie in diesem Sinne glaubt?

Dazu müsste ich ein völlig morbider Dekadent sein, oder ein gehirngewaschener Wirr- und Flachkopf.

Für Ungläubige wie mich (weiterlesen…)

Gefängnisse für Kinder? Wie heißen die Wärter?

Sonntag, 05. September 2010

Vieles spricht dafür, dass diejenigen, die jetzt INTEGRATION! NOCH MEHR INTEGRATION! schreien, dies in ganz anderer Weise ernst meinen, als mancher denkt.

Jetzt sollen wir den vollen Anteil Moslems-Sarrazin gleichzeitig finanziell übernehmen und knallhart abbekommen.

Von allerlei Angeboten ist da die Rede, selbst von “verpflichtenden Angeboten” (als ob es so etwas gäbe…), als da wären Krippen, Kitas, Ganztagesschulen usw. für alle.

Die Sozialbeglücker der Blockflötenparteien setzen darauf, jetzt, da ihnen die Erwachsenen in Scharen davon laufen, wenigstens deren Kinder unter ihre Fittiche zu bekommen, diese nicht mehr nur noch halbtags und ab dem Schuleintittsalter indoktrinieren und manipulieren zu können.

Sie wollen Eltern ihre Kinder so früh als möglich weitestgehend entreißen, sie mit Einheitsfraß vermüllen, sie zu Staatsbürgern in ihrem Sinne erziehen. (weiterlesen…)

Schland

Freitag, 03. September 2010

Gerade las ich in einem Forum (ef-magazin.de) von einem/einer “kfa” den Begriff  “Schland” auf, den er/sie für diesen unseren Staatsladen als Umbenennungsnamen anführte, da elementare geltende Gesetze nicht angewandt oder willkürlich partiell ausgesetzt würden.

Schland!

Grandios.

P.S.: Jetzt brachte ich in Erfahrung, wo das Wort wahrscheinlich ursprünglich herstammt:

http://www.tagesschau.de/schlusslicht/schlandoschland100.html

Sarrazin: J’accuse!

Dienstag, 31. August 2010

Ich zitiere mich mal selber, wie ich eben (mit Klarnamen selbstverständlich) anlässlich der Sarrazin-Debatte auf einem Forum des ef-magazin.de ausgeritten bin, denn es gehört wohl auch hierher:

“J’accuse!

Zunächst mal mich selber, denn ich gewinne einen derartigen Spaß an dieser beispiellosen Roadshow, dass mir deren ernste Folgen leicht aus dem Blickwinkel zu geraten scheinen, da das allgemeine Eselschreien solchermaßen beinahe ohnkannt delektiert, in 5D; man lacht Tränen und weint sie im Wechsel, da ist große Emotio, die Bretter, die die Welt bedeuten, schief an die Köppe der Komabatanten genagelt, hinan!, Eselshochalmauftrieb Anfang September, IA!, Zarathustra harret Euer und wird Euch wohl die Ohren mit frischem Eise auswaschen! (weiterlesen…)

Sarrazin: Sage nie, was jeder weiß

Freitag, 27. August 2010

Ich wollte mir den neuen „Fall Sarrazin“ eigentlich nicht antun und zu all dem Krakeele schweigen; doch ein Aspekt fordert mich in meiner Chronistenpflicht, da an Absurdität kaum zu überbieten.

Unter allem Möglichen soll Sarrazin auch in etwa gesagt haben, dass türkische und arabische Jugendliche, zumal in Berlin, im Durchschnitt erheblich problematischer und schlechter integriert seien, als beispielsweise Polen oder Russen, und das habe auch kulturelle Gründe, nicht zuletzt auch den Islam.

Manche sind allein ob dieser vorgeblich infamen, hetzerischen, rassistischen, antimuslimischen, durch nichts und wieder nichts belegbaren und haltlosen Behauptung schier durchgedreht; an wüsten Beschimpfungen und historischen Vergleichen mangelt es nicht.

Nehme ich aber mal ehrlich nur diese eine Aussage heraus, (weiterlesen…)

Echt genuine Authentosemantik

Freitag, 27. August 2010

Was ich ungefähr schon spontan auf Video aufgenommen habe, will ich hier noch etwas unschwäbischer, da schriftlich, umreißen: den Kult der Authentizität (irgendwo in den letzten 1000 Artikeln mokierte ich mich schonmal ähnlich, aber sicher anders).

Schon das Wort „authentisch“ selbst ist irgendwie nicht recht authentisch, zumindest im Deutschen, wo es als dreisilbiges Fremdwort gegenüber dem einsilbigen „echt“ recht gestelzt, pomadig, möchtegern wirkt, also inhärent genau seinem Sinne entgegenläuft.

Aber was will der arme Werber, Politiker oder Schwätzschaumeister machen, echt, (weiterlesen…)

Pages: Prev 1 2 3 ...15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 Next