Archiv für die Kategorie ‘Schönes’

Zenzi ist jetzt meine Chefin (So schnell geht sowas)

Dienstag, 23. April 2013

So schnell werden die Dinge selbst in Deutsch-Südschwitz fast tragisch und können doch endlich vernünftig gelöst werden.

Zenzi eröffnete mir, ich sei ja ein “durchaus kompetenter Schulleiter”, “gar net so unbuschig”, schließlich (oh, wie gerne ich vergiftete Halbschmeicheleien von voll erbuschten Niederbayerinnen höre!), sie habe auch gar nichts gegen mich (also, Weib bleibt Weib, so gut wie alles), sie halte es allerdings für pädagogisch unangebracht, dass sie weiterhin kaum ein Geviert von mir entfernt wohne, denn das führe allzusehr zu Gerüchten, sie erwäge gar, eine Stelle in Freiberg anzunehmen, bringe es zwar kaum übers Herz, es gehe indes nicht an, dass sie als vorgebliche billige Konkubine des Rektors als Konrektorin ihrer Autorität und jener damit auch der der seinen verlöre.

Bevor ich auch nur eines Wortes zu entgegnen wusste, brach sie in Tränen aus, wild, diese aber ebensoschnell wieder trutzig abzuwischen, meinte, wutentbrannt: “Wenn es denn wenigstens so wäre!”

Des vermochte ich nun gar nicht zuzuordnen. Denn kaum hatte ich sie je allzufreundlich anzuschauen gewagt, ihrer unbezweifelbaren Reize halber, jenseits des Philologischen, angesprochen, mehr als einen dienstlichen Kaffee mit ihr anzusetzen mich unterfangen. Nun dies. Ich konnte fast nur noch verlieren.

Sie sah mich nämlich gar nicht so an, wie als ob eine gut gestammelte Liebeserklärung meinerseits jetzt noch irgendwohinaus oder gar -hin helfen könne. Ich verstehe zwar einiges von Sprachwissenschaft, aber auf diesem speziellen Teilgebiete derselben fühlte ich mich noch nie besonders erstudiert oder gar sicher. Also beschloss ich, es wird wohl eine Eingebung gewesen sein, spontan, als wie nie zuvor getan, jetzt einmal auf der Stelle zuammenzubrechen. Zunächst. Ich brach schwer zusammen.

Mein Gesicht ward, indem ich es gleichzeitig aschfahl werden ließ und mit kleinen roten Flecken sonder Zahl übersäete, das Kinn vor Verzweiflung leicht zitternd, die Augen osmiumkalt, jenseitig hart, graniten; mehr Entsetzen, blanken Schrecken, zugleich endgültige Entschlossenheit in Letztverzweiflung, sahe keine Frau je. (weiterlesen…)

Des Deutsches der Südschwitzer

Montag, 22. April 2013

Die Schule in Buschhausen steht. Sie ist innen schön weiß getüncht, Olli hat einem pleitegegangenen Privatgymnasium in Norddoof für einen Appel und ein Ei das ganze Inventar abgekauft, über Lagos im Container herschaffen lassen, mitsamt Rechnern, Tafeln, Lehrbüchern und einer beachtlichen Bibliothek.

Der Andrang ist gewaltig. Ich musste bereits eine Lehrerin einstellen, die die Grundis betreut. Zenzi, sie ist 38, stammt aus irgendeinem niederbayerischen Kaff hinter Deggendorf, hat zwar, zumal wenn sie sich mal wieder aufregt, was gar nicht selten vorkommt, einen etwas heftigen Akzent (naja, wenn sie mal “schleich di!” und anderes von sich gibt, ist es schon mehr als nur ein Akzent), ist aber sehr engagiert und im Erklären ein As. Die Hintlinge finden sie (es gibt hier kaum ein größeres Kompliment) “echt buschig”. Ich hörte sogar mal, wie ein kecker Hintlingsspross sie “öberst buschig” nannte, worauf ich zwar vermeinte, ein leichtes Rosa über ihr Antlitz huschen zu sehen, jener sich aber wegen schlechten Deutschs stante pede eine deutliche Rüge einfing. Zenzi ist, das lässt sich nicht bestreiten, nicht nur recht buschig, sondern, mit ihrem neckischen Pagenschnitt in Blond, auch, da man in Deutsch-Südschwitz nicht gerade fünf Mäntel übereinander zu tragen pflegt, noch nicht einmal die verfrorensten Damen, zudem neben dem, und das ist ebenfalls nicht wenig, was sie zu sagen hat, eine echte Attraktion, schadet dem Rufe und Ansehen der Schule dadurch keineswegs, auch wenn sie von mancher Hintlingsmutter mitunter etwas kritisch beäugt wird, dahingehend, ob sie dem Ihrigen wohl gar zu sehr gefallen möchte.

Sie weiß aber, was Männer sind (von X Bierfesten hinter Deggendorf, wo sie sich ihr Studium verdiente), egal wie durstig oder schon nicht einmal mehr durstig, geht damit also sehr professionell um. Ich will um sie jetzt aber nicht gleich noch mehr Worte machen, denn meine Schüler frotzeln mich eh schon mehr als ziemlich dessenthalben an, der Herr Direktor (der “Ditz”) habe offenkundig schon ein besonders Auge auf Frau Konrektorin geworfen, was ein echter Hintling aus Deutsch-Südschwitz ja problemlos verstehen könne undsoweiter undsofort…

Sowieso gibt es hier nicht wenige also aufgeweckte wie freche Kinder und Halb- bis Dreiviertelswüchsige. Die meisten von ihnen haben schon mit angespitzten Stecken Wüstenratten gejagt, bevor in Norddoof ein Kind auf ein Dreirad gesetzt wird. Ihr Wissen in Punkto örtlicher Flora und Fauna ist schon in den ersten Klassen überaus erstaunlich. Wenn sie in der großen Pause auf dem Schulhof Schleuder- und Bogen- und Armbrustschießen üben, gehen einem ob ihrer Geschicklichkeit manchesmal geradezu die Augen über. (Es gab sogar einen Antrag, man solle auch mit Kleinkaliber-, wenigstens Luftgewehren üben dürfen, den es mir aber, einen langen Sermon über Maß und Mitte in schulischer Ausbildung, zur Beförderung sozialer Kompetenz und Intelligenz, ich weiß nicht mehr, was ich sonst noch alles herausschwatzte und daherschwadronierte, Zenzi half glücklich dazu, selbst damit drohend, dass sie so keine Pausenaufsicht mehr übernähme (was zumal die Jungs dann doch etwas nachdenklich werden ließ), irgendwie nochmal abzulehnen gelang.

Etwas mehr Sorgen indes macht mir die sprachliche Entwicklung der Hintlingskinder, also auch generell der Deutschunterricht. (weiterlesen…)

Vom vierzigsten Strategeme

Sonntag, 21. April 2013

Das vierzigste Strategem ist – logischerweise – das Schwabenstrategem. Es ist auch einzeln zur Anwendung zu bringen, wird aber meist von einer größeren Menschengruppe ins Feld geführt. Diese redet so konsequent unverständlich, wie als ob sie nicht bei Verstand, bis dass andere darüber ihre Wahrnehmungsfähigkeit, schließlich ihren Verstand verlieren.

Von meiner Liebe und einer Schönen

Samstag, 20. April 2013

Ich habe nun, kein Ach, auch Magie, Kabbalah, gar noch Runen studiert, bei null Kelvin.

Das Ergebnis dieser grausen Hinterlist ist zwar einerseits nicht spektakulär, was unschwer daran zu erkennen, dass es immer noch ein paar populärere Netzseiten gibt als diese, andererseits aber doch beachtlich, zuwenigst bemerkenswert.

Über diesem Studium, das sich so gesehen gelohnt, habe ich, jede Spiritualität nach und nach gnadenlos ausgrenzend, nämlich zum Geiste, und, was viel mehr ist noch als jener, zu meinem geliebten Deutsch gefunden.

Es itzlicht und hüpft und ersondert, es bittet mich gar inzwischen, dass ich mich seiner annehmen solle. Es ist fast schon so etwas wie ein treues Weib.

Habe ich auch nur eine klitzekleinste spirituelle Anwandlung, blitzt auch nur ein Winzstrahl Glauben in mir auf, so warnt es mich, wie das kein Rottweiler oder Dobermann oder auch eine ins linke Nasenloch gekrochne Ameis’ vermöchte. Es passt auf mich auf, Tag und Nacht.

Es muss nicht einmal sagen: “Magnus, Du wirst doch nicht etwa…”

Es reicht ein “M”, oder gar keins, dass ich den Warnruf höre.

Es ist so gütig zu mir, dass ich deshalb manchmal noch weine, obschon ich weiß, mit welcher liebenden Inbrunst es sich an meinem Busen nährt.

Immer wieder auch, ganz hehre Seele, warnt es mich, zumal, wenn mein altes Laster, meine übertriebene Milde und Menschenliebe, mich wieder zu überfallen dräut: Es verweigert mir einfach einen Laut, wenn es richtig schlimm wird, gar eine Silbe oder ein Wort. Ja, es kann auch hart sein, und ich bin ihm unendlich dankbar dafür.

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Gestern Nacht hatte ich einige merkwürdige Erlebnisse. Jene mit dem dummen Engländer, der netten Polizistin, denen, die sich in dieser Stadt aufführen, wie als ob sie deren Herren, dem nebichten Musiker, meinem Freunde R., weitere, die lasse ich jetzt weg.

Ich kam nämlich mit einer neckischen jungen Schönen ins Gespräch. Nicht über lange, und sie klagte mir ihr Leid. Alle Männer wollten nur mit ihr ins Bett, es sei unerträglich, bei mir, deshalb rede sie so ausgiebig mit mir (sie hatte einen Freund dabei, der ein offenkundiges Arschloch war, sein schäbiges Glück auch kurz bei mir, erfolglos, versuchte), hege sie immerhin die Vermutung, dass jene üble Prüfung wenigstens nicht binnen der ersten zehen Minuten anstehe.

Mein Mitgefühl war natürlich beinahe grenzenlos.

So versicherte ich ihr wahrheitsgemäß (zumindest war ich in dem Moment davon überzeugt), dass ich, selbst wofern sie mir jetzt sofort den besten Beischlaf meines Lebens anböte, zwar am Ende weich werden könne, die Sache aber, obschon nächtig und etwas angebiert, erstmal noch in Ruhe, ob annahmefähig, überdächte, einerseits des nicht ungewichtigen Altersunterschieds halber, jedoch auch, nein, nicht vermutlich enttäuschender Impotenz wegen, sondern ob dessen, was wohl eher nicht dem alten Knochen, mir, sondern womöglich jener Grazie (sie überdies auch noch Pädagogin, die Sache also besonders gefährlich) daraus an allzuteuer bezahlter Gefühlsunbill aus einem so kurzsüßen Schritte erwachsen könne.

Das Wunder – naja, übertreiben wir mal nicht, also das hinreichend Wichtige – , das mich dahinbringt, diese wahre Geschichte hier zu chronistifizieren, liegt darin, dass sie mir das, kurz fast sprachlos, beinahe noch mehr zu glauben sich unterfing, denn ich selber.

Sowas nenne ich ein gelungenes erotisches Abenteuer. Allzumal bekam ich nachher noch einen Wodka ausgegeben, auf den ich eigentlich gar nicht scharf war, den ich aber der Höflichkeit und des freundlichen Anstoßens halber dann doch brav vertrank.

Omannomann! Man wird schon ganz schön anfällig, wenn man nicht mehr 24 und derart schöne Frauen einem ihrer Nöte dergestalt berichten.

Fast schon habe ich Angst vor dieser Frau. Sie ist nicht dumm, ihr sonstiger Liebreiz ist beschrieben. Was soll ich machen (mit Polizisten kenne ich mich, bezüglich dessen, wie man sich dann verhalten sollte, einigermaßen aus), wenn sie ansetzt, treffe ich sie wieder, mich von der Stelle abzuführen?

Glücklicherweise wird das wohl nicht passieren. Sie wird sich wahrscheinlich inzwischen besonnen haben, mir diese grausame Herausforderung nicht antun. Man weiß aber nie; Stuttgart ist, jedenfalls was bestimmte Viertel anlangt, fast ein Dorf…

Werden wir mal wieder etwas sachlicher, nüchterner.

Ich war zwar auch schonmal begehrter als heute, aber dass mich die Weiber geradezu allnimmersatt über den Platz und durch jede Rede trieben, das ist mir noch nicht widerfahren.

Es war nachvollziehbar, glaubwürdig, klang keineswegs paranoid oder eitel aufgesetzt, was sie sagte.

Zumal berührte mich, dass sie im Grunde sagte, dass all die Blödmänner gar nicht interessiere, was sie sage.

Es interessiert zwar schon mein ganzes Leben lang viele Blödmänner nicht, bis heute, was ich sage, aber der Fall liegt doch grundsätzlich anders.

Nie stand, steht mir dabei meine Schönheit im Wege.

(Ich gebe ihr hiemit einen gehauchten, vorsichtig-zarten Wangenkuss von ferne. Einen echten hätte ich gestern vielleicht verwagen dürfen, womöglich gar sollen, aber ich besann mich, wahrscheinlich doch richtigerweise, anders.)

 

Femasterstan hat oder heuchelt Not

Donnerstag, 18. April 2013

Nicht mehr über lange, und der Feminismus wird sich zutode gesiegt haben.

Überall nur noch verständnisvolle Schwule, winselnde Softies, Ritalinkrüppel, Quotenmänner, Masochisten, Halbdebile, androgyne Models, Colatrinker, promiskuitive, stotternde, bisexuelle Psychiater, Penner, Egoshooter, Krankenbrüder, Stricher, Bettler, Tofuoten, Blaukreuzler, Bindensammler, Arschnasen, Sinnsucher, Endinkarnierte, Lummel, Waschlappen, Lohle, Lellabebbel, Hypoaktive, Masturbanten, Sterile, Allergiker, Schlüpferschnüffler, Anustätowierte, Hirngepiercte, Mentalasylmönche  und -äbte, Rettichschnitzler, Laberbacken, Rübsamenzähler, Grünenwähler, Pinscher, Suppenstrullis, Winsler, Abdecker, Orangenhautpinsler, Sackhüpfer, Makramee-Knüpfer, Maue, Simpel, Wimpelstreichler, Leichtererseichter, Notkehlchen, zusammengebrochene Rikschafahrer, blasse Lakaien und Kotaulehrer, Bildzeitungsverweser, Hormonstandsableser, Battel und Geschwattel, kappenlose Ümpfschlümpfe, Röstitröster, Lalleinweiser, Welkreiser, Buben ohne Spitzle, Abgespätzelte, Talsohlenvermesser.

Das ist an sich schon trist. Aber es kommt noch schlimmer. (weiterlesen…)

Vom Scherbenzertreter (IV)

Mittwoch, 17. April 2013

Ich habe, wie es so meine inkompetente Art, noch einmal nachgedacht.

Ich solle also Wattebäuschchen in die Luft werfen, für jene, die sie vielleicht auffangen mögen, während Drohnen bomben und Kinder verschnitten werden. Wo nicht, so sei ich ein Arger. (weiterlesen…)

Endverendet

Dienstag, 16. April 2013

Die historischen Lügen (z.B. zu den Rheinwiesenlagern) türmen sich so hoch, dass man mit den rezenten seine übele Mühe hat, sie vergleichsweise weit in den Himmel ragen zu lassen.

Zudem: Man lügt ja nicht einfach nur zum Spaß, z.B. dahingehend, der Euro hätte dem deutschen Arbeiter unterm Strich nur Vorteile gebracht. Derlei durchzuhalten, ist ganz schön anstrengend.

Lasset uns also für die armen, ständig, naja, wenigstens immer wieder, von Widerspruch gebeutelten Lügner beten. Dauerndzu müssen sie im Büßergewande einhergehen, und kaum eine Wahrheit schenkt ihnen je ein angemessenes Mitleiden.

So müssen sie denn, in ihrer argen Diskriminiert- und Verfolgtheit, bei fast schon sauerem Chateau Petrus, tristemang, ihr Koberind in sich hineinverkahlen, einsam, Zuspruchs nur von ihren livrierten Lakaien.

Was macht es da das Leben noch lebenswert, dass man ein paar verdeckte und ein paar offene Angriffskriege führen darf? Wie sollte derlei alltägliche Routine der Tafel noch lachende Gesichter schenken? (weiterlesen…)

Ein Licht dieser Welt

Dienstag, 16. April 2013

Zum ersten Male seit einiger Zeit – zum Glück bin ich nicht mehr so viertels, mich fahrlässig zu verlieben – dachte ich heute Abend mal zwischendrein, es sei doch irgendwie schade, dass meine Gesprächspartnerin schon unzweifelhaft vergeben.

Nein, ich werde nichts versuchen. Ihre Offenheit und natürliche Freundlichkeit, ihre Freiheit der Rede, haben mich aber sehr beeindruckt. Kein dummes Gepfitze, nichts Aufgesetztes, einfach ehrlich, unmittelbar, echt.

Wohl dem, der ein gescheites Weib hat. (weiterlesen…)

Vom Überall

Montag, 15. April 2013

Schlüsselblumen, lila und gelb, aus der Mauerritze noch, ihre Blüten streckend, da die Zierkirschen schon rosa künden, der Schlehdorn sein Weiß in Pracht entfaltet, der Bärlauch sein Grün zur Suppe reckt. Endlich. Frühjahrspracht.

Und wieder erzeigt sich die Zeit als ein Kreis.

Alswie jedes Jahr wollte ich am liebsten bloß meinen Ranzen schnüren, vier Wochen lang hinaus in die Welt, auf Schusters Rappen.

Nein, dieser Wunsch wird auch diesmal nicht erfüllt.

Der Brocken muss warten, wie auch Alb und Erzgebirg; das Rheinknie wie die Ostsee; die Mainauen wie die Seen Brandenburgs; das Felsenlabyrinth wie der Vogelsberg.

Sie alle aber sind in mir, erstehen in mir neu. (weiterlesen…)

Konstantin Weines in Würzburg

Mittwoch, 10. April 2013

Nachdem Konstantin in München seine Geldkatz’ für die nächsten Unternehmungen zu Hamburg gefüllt hatte, beschloss er doch, auch da sie am Wege, zur Erholung, auch des berühmten Weines wegen, der dort wachset und gekeltert, der schönen Stadt Würzburg einen Besuch abzustatten.

Schon vor dem Bahnhofe, der fast am Fuße jenes Heiligen Weinberges, dem Steine, gelegen, drangen die süßen Düfte der gerade erblühten Magnolienbäume, derer einige daselbst die erste Frühjahrspracht Würzburgs bilden, ihm entgegen, indem die Sonne keck zwischen sich verziehenden Wolken durchlugte, seine Seele also obendrein erquickend.

Kecke Studentinnen der Lebens- und Erdkunde, der Unrechts- und Betrugswissenschaft, durchschwärmten den Ringpark alswie die Mainauen, ihre Ränzlein anmutig geschnüret und geschürzet; die Singvögelein erschollen im Balzgesange; blaue Zipfel harrten Konstantins schon im Sude; die Steinburg blickete gütig auf all dies Frankentreiben herab: nicht lange, da saß Konstantin denn auch, unter der beeindruckenden Mainfränkischen Festung, direkt am Flusse, mit Blick auf die herrliche Alte Mainbrücke, im Gasthause Brückenbäck, sich erste Atzung verschaffend.

Indem er nun dort saß, der zweite Silvaner seine Kehl’ gar freundlich hinabgeronnen, sagte er zu sich: “Potzblitz! Es zieht mich so bald doch gar nichts an jene verregnete Hamburg, wo jeder mittlere Marketender, so geht die Kunde, sich für einen Alwis hält!”

Nach dem dritten Glase machte er sich also auf; zuerst die Feste hinan, des herrlichen Blickes, ehrfürchtig der Inneren Leiste gewahrend, dann zum Käppele, zum Nachgusse auf den Schützenhof. “Eiderdaus! Jetzt hab’ ich schon dreißig Jahr’ auf dem Puckel, und sehe doch dieses Kleinod zum ersten Male!” – also sann er fast ehrfürchtig dorten, indem er andächtig Gerupften mit Bauernbrot zu einem vortrefflichen Weißburgunder führte.

So beschloss er, sich für diese Nacht keine Herberg’ zu suchen, stattdessen im Sacke mit einem Bocksbeutel auf der Festungswiese zum süßen Traume zu kommen. Der ganze Himmel hing so voller Geigen, dass er heute auch jedes Schabernacks, jedes Streiches zu entraten sich zum Vorsatze machte. (weiterlesen…)

Vom Scherbenzertreter

Mittwoch, 10. April 2013

Gestern musste ich herbe Kritik einstecken.

Seit gut einem Jahr ginge ich allzuviel mit dem Hackebeil herum, sehr häufig auf die armen Religionen dreinschlagend, allzumal meine Aphorismen dazu seien teils unterirdisch.

Kaum einmal schriebe ich Schönes, Erbauliches, Hinanführendes. Und wenn es einmal vorkomme, so gehe das in all den Zynismen und Sarkasmen drumherum unter, so dass man es kaum noch wahrnehme. Ich träte nur Scherben, derer es schon genug gebe, noch kleiner, alswelches eine eitle, unnütze, zumal wohlfeile Kunst.

Mein Einwand dahingehend, dass ich meine, damit eine notwendige Arbeit zu verrichten, da ich nicht sähe, dass sie so anderweitig hinreichend getan werde, half wenig. Auch Scherbenkleintreter gebe es genung.

Nun fühle ich mich immerhin dahingehend geehrt (man muss aus allem das Beste machen), dass man dem hauptbehuflichen Scherbenzertreter anscheinend doch zutraut, auch etwas anderes zu können. Sonst wäre ich ja wohl nicht dazu aufgefordert worden, es zu tun.

In der Tat aber enthält die Kritik Wahres; über religiöses und esoterisches Gedöns habe ich mich so häufig, so hart, auch redundant (ich bekenne mich in der Pädagogik durchaus schamlos zum Prinzip der Wiederholung, wobei allerdings auch hier ein Maß walten muss), hergemacht, dass ich diesen Bereich reduziert betreuen werde. (Ich hatte vor der scharfen Kritik selbst schon das Gefühl, dass es jetzt damit einmal lange. Insofern trug mein Kritiker, wie er es zu nennen pflegt, Lammkeulen nach Hammelburg.)

Auch ist klar, dass man, zumindest wenn man vorgeht wie ich, diese Dinge aufgreifend ständig persönliche Gefühle verletzt; für jeden mag in einem Text jener oder ein anderer Satz diese Wirkung tun; und wenn nicht in jenem Text, so in einem anderen. Also, dass fast nur noch dieser jeweilige Satz bzw. eine Teilausführung wahrgenommen wird, der Rest drumherum kaum. Man wendet sich ab. (weiterlesen…)

Conspirare.net ist zurück!

Dienstag, 09. April 2013

Conspirare.net ist wieder da. Ich freue mich für Armin.

Zitat aus dem ersten neuen Artikel:

“Es ist jedenfalls ein grosser Irrtum, sich beirren zu lassen, andere über sich irren zu lassen, selbst von all dem fast irr zu werden, umherzuirren, vor lauter irren mit Schreiben aufzuhören, sie selbst zu beirren, irr zu erstarren, sich zu verirren in den Fragen, die man sich irrerweise zum Ganzen stellt.”

http://www.conspirare.net/w2/irren-ist-menschlich/

Siehe dazu auch:

http://unzensiert.zeitgeist-online.de/2013/03/02/diesen-autor-in-die-klapse/

Sammasamurti büßt den toten Kakerlak

Montag, 08. April 2013

(Vorsicht böser Witz. Bitte auch Erleuchtete kein Wort ernst nehmen.)

Ein Erleuchteter, sein wirklicher Name bleibe mal im Dunkeln, wir nennen ihn Sammasamurti, zertrat versehentlich einen Kakerlak. (Vielmehr hatte ein fürwitziger Jünger den Kakerlak heimlich so geschickt plaziert, dass es fast geschehen musste. Er wollte einfach sehen, ob das dem Meister passieren könne, was darauf folge.)

Der Erleuchtete, indem ihm noch die austretende Stinkbrüh am rechten Fuße herabtroff, erkannte sogleich, dass dies ein Zeichen dafür war, dass sich Unreines, ja ein Streif Dunkel, in seinen Geist geschlichen habe.

Das entstandene kosmische Ungleichgewicht, alswelches nichts weniger als jenes seiner Seele, musste, das war sonnenklar, zeitnah (dabei hasste er ja das Wort “Zeit” wie kein anderes) wieder in Ordnung gebracht werden.

So sann er (auch Sinnen war schon lange nicht mehr seins) denn auf Abhilfe.

Einfach den Fuß abschneiden?

Nein, das wäre zu einfach gewesen.

Er musste etwas der Schwere der Sache Angemessenes tun; da biss die Maus kein Faden ab.

Also bewarb er sich als Tschandale. Die Tschandalen wollten ihn aber gar nicht haben, denn er verriet sich durch seine Sprache als kein Unreiner, sie vertrieben ihn schließlich, schon mit Steinwürfen dräuend.

Also versuchte er sich als Strichjunge, angejahrten reichen Europäerinnen zu willen zu sein. Auch das ging erbärmlich schief. Nicht nur der weitaus jüngeren und knackigeren Wettbewerber halber, sondern auch, weil Gerda, die einzige Freierin, die er in zwei Wochen des Harrens ergatterte, seine hilflos-ungeübt angesetzten, lediglich versuchten Dienste als “unterirdisch” bezeichnete und ihn von zwei livrierten Dienern aus dem Hause jagen ließ. (weiterlesen…)

Karrieresprung: Schulleiter in Deutsch-Südschwitz!

Sonntag, 07. April 2013

Ganz Deutsch-Südschwitz, zumal der Rentner-Olli, ist erleichtert. Das dräuende Landser-Fremdenlegionärsbesäufnis in der Hauptstadt Freiberg konnte abgewendet werden.

http://unzensiert.zeitgeist-online.de/2013/02/27/es-braut-sich-was-zusammen-in-deutsch-sudschwit/

Es gelang mir tatsächlich mittels einiger Ebriefe nach Deutsch-Norddoof (also Berlin und das Altreich) die dräuende Katastrophe zu verhindern. Die Sause wurde unter irgendeinem Vorwand diskret abgesagt.

Olli hat sich mir gegenüber sehr großzügig erzeigt: ein Jahr Freibier in allen seinen Lokalen (er hat jetzt auch im aufstrebenden Zweitort von DSS, in Buschhausen, gut 100 Kilometer westlich von Freiberg, eine sandrige Kneipe aufgemacht, nachdem er es nicht mitansehen konnte, wie da zwei eher bescheidene Beizen eröffneten, recht stillos).

In der “Blonden Gazelle” geht es, zumal wochenends, wahrlich hoch her. So gut wie keine Rentner (nur der rüstigsten), ansonsten mordsmäßig durstige Hintlinge aus dem Busch, Abenteurer, Strandgut aus Norddoof, ich als bislang einziger Journalist.

Der Ort wirkt zwar noch etwas provisorisch; durch spezielle Lehmbauten (mit luftkühlenden, optimierten Badgiren) finden sich jedoch schon Plätzchen, wo es für DSS-Verhältnisse geradezu kühle; gen Norden hin hat man einen den Saharawind hemmenden Dornbuschwall errichtet; der beste Brunnen von ganz West-Deutsch-Südschwitz befindet sich dort.

Einmal im Monat treffen sich die Hintlinge auf dem Platz der Freiheit zum Thing (sie nennen es wirklich so!), um alles, was die Gegend betrifft, zu besprechen, Gemeinschaftsprojekte zu beschließen, Streitigkeiten zu schlichten. Nicht wenige kommen mit dem Kamel, denn Sprit ist teuer in West-Deutsch-Südschwitz.

Auch ein kleiner lokaler Markt hat sich gebildet, wo Wildbret, Früchte und Gemüse, allerlei Erzeugnisse der Region, feilgeboten werden. Die Abhängigkeit von der Hauptstadt, und damit indirekt von Norddoof, so wurde es auf dem letzten Jahres-Thing beschlossen, soll systematisch verringert werden. Baumaterial, Werkzeuge usw. werden statt des stets validen Bieres oder Euronen jederzeit angenommen. Gewiefte Kleinunternehmer fahren also das gerade Benötigte aus Freiberg mit dem Transporter nach Buschhausen, Melonen, Tomaten usw. zurück in die Hauptstadt.

Olli will zusätzlich investieren. So sagte er vor einigen Wochen unvermittelt zu mir: “Magnus, wart’s ab. In zwei Jahren ist Buschhausen halb so groß wie Freiberg.”

“Meinst du wirklich?”, fragte ich. “Was hast du denn so alles vor?” (weiterlesen…)

Konstantin und der Münchener Geck

Samstag, 06. April 2013

Wie wir aus vorangegangener Meldung wissen, weilte Konstantin zuletzt in München. Nun, was allda, nachdem der Geck ihn in seine Agentur geladen, geschah.

Nachdem Konstantin sich mit seinem Anruf die gebotene Zeit gelassen, saß er also im Büro des Herrn Bruno Grieshaber, und wusste selbstverständlich, dass der, als moderner, betont weltoffener Münchener, über seinen doch eher weniger trendigen Namen, als Chef einer PR-Agentur, nicht eben angetan.

Das Gespräch hub, indem Grieshaber sich dem Gewichte der Sache angemessen lässig zurücklehnte, an.

“Nun, Herr Eulenspiegel, wollen wir nicht lange um den heißen Brei herumreden. Ich habe mir natürlich ein paar Gedanken gemacht, wie jemand wie Sie, der keinerlei professionelle Branchenerfahrung mitbringt, aber doch einiges an Weltläufigkeit, seine Fähigkeiten im Sinne der Unternehmensziele von Grieshaber Consulting & Communication Services einbringen könnte.”

Kunstpause.

“Die Firma Trimens, wohl auch Ihnen ein Begriff, wünscht eine etwas außergewöhnliche Dienstleistung von unserem Hause.”

Kunstpause. Konstantin merkte, dass er jetzt etwas sagen müsse.

“Die wäre, wenn ich fragen darf?”

“Nach der jährlichen Aktionärsversammlung, die nächste Woche, pflegt das höhere Management von Trimens mit einigen Bänkern, Wirtschaftsprüfern undsoweiter in exklusivem Rahmen feuchtfröhlich zu feiern. Man wünscht sich dieses Jahr, zur Auflockerung sozusagen, einen Alleinunterhalter, der sich auch auf derbe Späße versteht, dabei in der Lage ist, diese doch mit so viel Etiquette und Fingerspitzengefühl vorzutragen, dass auch die anwesenden Damen befreit mitlachen können. Kein leichter Auftrag also.”

Konstantin merkte gleich, dass etwas faul war, kam, Grieshaber ein wenig zu überraschen, direkt zur Sache: “Darf ich dem entnehmen, dass die Aktionäre dieses Jahr nicht nur Grund zur Zufriedenheit haben werden?”

Grieshaber wackelte etwas merkwürdsam mit dem Kopfe und entgegnete, sehr leise, fast andächtig: “Sie haben es erfasst. Die dort werden tags ganz schön Prügel bezogen haben. Die Aufgabe ist also durchaus etwas heikel.”

“Nun, Herr Grieshaber, ich sehe da kein Problem. Kalamitäten zu jokundifizieren, das ist eines meiner Spezialgebiete.” (Konstantin sahe sofort, dass sein Gegenüber ihn lediglich dem Sinne nach verstanden hatte, sich aber nichts anmerken zu lassen bemühte. Würde er jetzt auf den Punkt frech, so wäre ihm der Auftrag sicher. Also fasste er unmittelbar nach.)

“Problematisch wäre es allenfalls für Sie, wenn Sie mich nicht angemessen bezahlen könnten. Gute Arbeit, guter Lohn.”

Grieshaber war etwas stupefakt. Ein derart zielgerichtetes Vorgehen hätte er von jenem halben Gammler, den er da beim Italiäner aufgegabelt, gar nicht erwartet. Es bestärkte ihn aber darin, die richtige Wahl getroffen zu haben.

“Was haben Sie sich denn vorgestellt, Herr Eulenspiegel?”, versuchte er so lässig als möglich zu versetzen.

“Fünfzehntausend wären, denke ich, dem Gewichte des Auftrags angemessen”, meinte Konstantin, nach kurzer Pause, die Stirne ein wenig in Falten gelegt.

“FÜNFZEHNTAUSEND! -?”, platzte es aus Grieshaber heraus; er griff zum Wasserglase, nahm einen Schluck.

“Ja was dachten Sie denn?”, setzte Konstantin nach, sobald klar war, dass der andere sich wieder gefasst hatte.

“Fünftausend, und keinen Eurocent mehr!”, bellte Grieshaber.

Konstantin merkte, dass da noch Luft drinwar, Grieshaber definitiv keinen anderen hatte, dem er die Sache zufriedenstellend zu lösen zutraute.

“Also gut”, meinte er langsam, “ich habe heute meinen guten Tag. Weil Sie es sind: meinetwegen zehn, dann aber Vorkasse, Cash. Das ist mein letztes Wort.” (Konstantin mag unnötige Anglizismen nicht, dachte aber, dass Cash hier besser säße als bar.)

Grieshaber schnaubte, sah plötzlich fast zehn Jahre älter aus.

“Also gut, Sie… Also gut.”

Konstantin hatte also den Auftrag, nahm endlich doch einen Scheck, holte sich bei der Hypo, die noch genug Geld hatte, seine zehntausend Euronen und gab den Pennern der Stadt, wo er sie traf, erstmal einen aus.

Vier Tage später war Termin. Konstantin hatte absichtlich zwei Tage lang nichts gegessen und nur mäßig getrunken, um mit einem angemessenen Hunger und Durste schon einen professionellen Eindruck zu machen, indem er an Buffet, Champagner und Kognak herantrat.

Gegen zehn, also nach zwei Stunden, spannte sein Ranzen mächtig, und er hatte angemessenen mittschiffs einen im Kahn, war er an der Reihe. (weiterlesen…)

Dem Hanfe

Mittwoch, 27. März 2013

Wo die Bibel hinfällt, da wächst erst nicht mehr Kraut noch Gras.

Der harzig verholzende Hanfstrauch aber: Den kecken Kerl hält ein Pfund Irrstarr’ in seinem Drange zu Leben und Lichte nicht lange nieden.

Zwei Wochen, nachdem er freche doch gekeimt, luget er schon an der Seite des Niederdruckwerkes fast ellenlang heraus; nach zwei Monden rottet es schon, fast möchte man Mitleiden bekommen, am Fuße seines wüchsigen Urmeters; einmal in Blüte, duftet er so herrlich, dass niemand mehr riechet, wes dorten am Hinschwinden; die ganze frische Jugend der Welt tanzt nun schon um IHN.

Bestes Öl aus seinen Samen; Heil der Blüten; Seile, Segel, Hosen, Säcke, haltsam, von den Fasern; Dämmstoff noch aus seinen letzten Resten: Also ist er dem Menschen günstig, hold und nütze.

Ja, selbst des besten Papiers für die Bücher der Weisen lieferet ER; und wo früher Schöllkraut, Ampfer, Stinkwurz und Taubnessel ihr traurig Werk verrichteten, da stehet er stolz als Held von Anger und Acker. (weiterlesen…)

Vom Glücke des Erstlings

Mittwoch, 27. März 2013

Wohl dem, der bei sich selbst abschreiben kann.

Erotik für Feinsinnige

Dienstag, 26. März 2013

Beinahe hätte ich hier eben eine stark vermutliche sexuelle Frauenphantasie eingestellt. (Eine entsprechende Männerphantasie einzustellen, traue ich mich aus mindestens ebensoguten Gründen eh nicht.)

Wie wäre sie lyrisch zu umschreiben, dass alles gesagt, und gleichzeitig doch, wie es sich gehört, nichts? (weiterlesen…)

Vom Erstehen der Menschheit

Montag, 25. März 2013

Ich habe mich hier schon öfter in dieser Richtung geäußert, tue es jetzt aber erst recht nochmal.

Wenn ich das Wort “spirituell” nur höre, muss ich aufpassen, dass sich mir nicht gleich der Hirnmagen umdreht. Fast immer ist der Begriff (wie auch das Nomen “Spiritualität” dazu) hohl, allermeist dazu und dadurch noch ein Totschlagwort.

Der nicht andächtig lauschet, erschrocken zurücktritt, andächtig, sobald es erschallt, diskreditiert sich ins Profane, beweise automatisch, dass er ein Ohngeist, wenn nicht gar ein Böser sei.

Das Wort steht für die Esopolitische Korrektheit, die verbale Sense der Alternativen und Guten.

Kaum noch einer wagt es dawider, den Kopf aus der Ackerfurche zu heben. Allzuschnell ist man jenen reputationsmäßig los, ein Untermensch. (weiterlesen…)

Kunst, Freiheit, Freude

Dienstag, 19. März 2013

Ich sehe gerade, dass ich mir die letzten Tage eine ganze Menge negatives Karma herbeigeschrieben habe. Nicht eine Geschichte, in der der Himmel voller Geigen hing, weil der Rolf endlich den Pitt kriegte, Elli und Lilli von Pfarrer Detlev getraut wurden, um hernach hochzeitsreisweis auf dem Ararat unvergleichlich steile Nächte zu verbringen.

Justin sitzt immer noch in der Klapse, und Konstantin hat sich seit Tagen nicht aus München gemeldet. Ob ihn wohl gar in schwärzester Nacht ein Jesuit in die Isar gestoßen? Noch nicht einmal aus Deutsch-Südschwitz gibt es klare frohe Mär. Lediglich das Gerücht erreichte mich, dass die Separatisten dort die Forderung der Volksabstimmung über den Austritt aus dem Euro sehr beharrlich vorantrieben.

Dass Obamas Teleprompter zwischenzeitlich nicht geklaut wurden, die PR unseres Großen Bruders also noch funktioniert, spendet mir da erst recht wenig Trost. Ebensowenig, dass wir nicht mehr Papst sind.

Ich traue mich nicht einmal mehr zu meiner Wirtin. Die fragt nämlich gelegentlich, wie es mir gehe. Und ich lüge sie auf diese Frage hin nicht nur deshalb nie an, weil das sinnlos wäre.

Immerhin aber ist am Sonntag Vernissage. Grafik von Günter Grass. In der Uhlberghalle in Filderstadt. Mein Freund Roland hat das auf die Beine gestellt. Und das ist jetzt mein fröhlicher Ernst: http://kunstverein-filderstadt.de/Kunstverein-next.html 

Außerdem fahre ich am 31. zum Dude nach Zürich. Und den, bzw. seine junge Netzseite, gibt es nachweislich auch: dudeweblog.wordpress.com (weiterlesen…)

Den Weiseln die Zukunft

Montag, 18. März 2013

Inzwischen habe ich fast schon keine Lust mehr darauf, weise zu werden.

Das Wort Esel birgt auch zwei “e”. Also eine Hälfte. “Weise” hat zwei Fünftel “e”. Womit der Unterschied zwischen Esel und weise schon diesbezüglich gerade mal 10% beträgt.

Und ein “s” haben sie auch noch gemeinsam. Davon also 100%. Weise hat insgesamt 75% Buchstaben vom Esel, und der 60% von weise.

Sicher ist, dass der Esel da nichts dafür kann. Es waren Menschen, die ihn Esel hießen. (Auf Schweizerisch: “hiessen”. Noch näher am Esel.)

Was wunder, dass Nietzsche, kurz bevor er sich einliefern liess (liess!), noch einen Esel umarmt haben soll. Er sah wohl einen Halbbruder in ihm.

Noch aber habe ich allenfalls ein potentielles Problem. Da noch dumm, bin ich von der Weisheit fast so weit entfernt wie vom Esel. Sprachwissenschaftliche Beweisel fadür habe ich geliefert. (weiterlesen…)

Unterfränkische Weisheit

Freitag, 15. März 2013

“Irchendwonn musst eh gesterb. Do künnst ach vorcher nuch red.”

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