Archiv für die Kategorie ‘Schönes’

Geist und Grenzen

Donnerstag, 02. September 2010

Der Geist ist unsterblich, da er nur an seinen Grenzen zugrunde gehen kann.

Mein Gentest

Mittwoch, 01. September 2010

Ich habe jetzt endlich einen Gentest machen lassen, auch weil gerade darüber gestritten wird, ob es besondere Gene gibt und wer sie hat.

Meine größte Sorge war natürlich die, ich könne das Idiotengen aufweisen, das neulich in Amerika gefunden wurde: das wäre mir sehr peinlich gewesen.

Doch, liebe Leser, man suchte und suchte, allein, es war bei mir nicht auffindbar!

Ich glaube seit heute auch an die Verlässlichkeit der Humangenetik.

Zumal mir ein sehr hoher Prozentsatz an Neandertaler-Genen zugeordnet werden konnte, (weiterlesen…)

Sarrazinotiker

Dienstag, 31. August 2010

Aus der Sarrazinitis wird die Sarrazinose.

Oilbamas dickes Ende

Freitag, 27. August 2010

Hier kann man lesen, wie supertoll vorbei die Ölkatastrophe wirklich ist. Auch in diesem Artikel. Sowie hier.

Dort heißt es zu einem 22 Meilen langen Unterwasser-Ölgemischschlauch in 1100 Metern Tiefe:

“The river of hydrocarbons is currently headed southwest, towards Mexico’s coastline. That could cause a nasty international incident in a few months…”

(Der Kohlenwasserstofffluss verläuft derzeit südwestlich, Richtung Mexikos Küste. Das könnte in ein paar Monaten einen bösen internationalen Zwischenfall verursachen…)

Ja, man darf gespannt sein: (weiterlesen…)

Fundsache zum Nichtphilosophen N.

Freitag, 27. August 2010

In seinem Nachwort zu meiner Zarathustra-Ausgabe schreibt Giorgio Colli: “Dieses Buch scheint daher dem Bereich der archaischen Ausdrucksformen zu entstammen, und es lässt sich nur schwer als philosophisches Werk bezeichnen. Eine Philosophie besteht in der Regel aus Manipulation von Begriffen, welche der Ausdruck von sinnlich wahrnehmbaren Objekten sind, während hier Bilder und Begriffe weder Begriffe noch konkrete Dinge ausdrücken; sie sind Symbole für etwas, das kein Antlitz hat, sie sind keimende Ausdrucksformen.”

Nun, da haben wir’s, und falsch, Signore Colli: Wenn Philosophie aus Manipulation von Begriffen besteht, so lässt sich Nietzsche im Zarathustra nun wahrlich nicht lumpen; (weiterlesen…)

Der Große Unsystematiker

Donnerstag, 26. August 2010

Kürzlich hörte ich es wieder, das “Argument”, Nietzsche sei gar kein richtiger Philosoph gewesen, wie ein Kant, Hegel oder Schopenhauer, denn er habe ja kein in sich geschlossenes Gedankengebäude, kein echtes System vorgelegt.

Oh ihr Schafsnarren, ihr Dreimaltoren! (weiterlesen…)

Nietzsches Metrik

Donnerstag, 26. August 2010

Gestern Nachmittag las ich ein wenig in Nietzsches Zarathustra herum, und wieder fiel mir die einzigartige sprachliche Rhythmik auf, die einen da umfängt.

Sicher: Hier herrscht kein einfaches, klassisches Silben-, Hebungs- und Senkungsschema; doch ich bin davon überzeugt, dass hier wiederkehrende, gleichwohl komplexe Zahlenverhältnisse, gerade was die Verteilung stark- und schwachtoniger Silben anlangt, vorliegen.

Wer etwas vom Programmieren versteht und Interesse an der Materie hat, den lade ich hiermit ernstlich ein, sich zwecks gemeinsamer Forschung in diese Richtung bei mir zu melden.

Während klassische italienische Renaissancedichter, Dante, Petrarca, Boccaccio (weiterlesen…)

Kein Zarathustra-Kult in Sils

Mittwoch, 25. August 2010

Gestern also besuchte ich die Wirkstätte Friedrich Nietzsches in Sils-Maria: und will zunächst nur wenige Worte dazu verlieren, da ich vorort ein paar kleine Filmchen gedreht habe, wenn heile geblieben, bald hier aufzurufen, die eine Vorstellung von jenem merkwürdigen Winkel vermitteln, ein paar eigene Betrachtungen eingeschlossen.

Ja, es liegt in einem Winkel, hinten direkt am Tannhang zwischen einem alten landwirtschaftlichen Gebäude und einem edlen Hotel, stehet da, ein Häuschen eher, für sich selbst, als wären fünf Vierteljahrhunderte stillgestanden.

Kein einziger Souvenirverkäufer, kein Zarathustra-Kiosk, keine betenden Erweckten in wallenden Gewändern, kein einsamer Musikant, nicht Terrorist noch Polizist, keine Spendenbüchse, kein Altar zum Knien, kein Blinder noch Lahmer: (weiterlesen…)

Auf nach Sils

Samstag, 21. August 2010

Morgen also auf ins Oberengadin, nach Sils-Maria und Umgebung, dahin, wo die Idee des Zarathustra Nietzsche wie ein Blitz traf.

Ob es dort außer den Schönen und Reichen aus St. Moritz und einigen Bergwanderern gar auch ein paar echte Nietzsche-Rumpelbolde zu bestaunen geben wird, neben meiner fragwürdigen Wanderdichtererscheinung? (weiterlesen…)

Woher?

Donnerstag, 12. August 2010

Sie vom Namendramenrahmen kamen.

T

Dienstag, 10. August 2010

Unser Haus reicht Markt

Wir dingen Mehrung

Da wir alle Zweifel kennen

Erhält sich unser Name

Eherne Regel herrscht im Herz des Hauses

Deutsch trägt unser Zeugen

Geist macht Wissen wirken

Kunst wächst

Lauter Lachen löst des Gauklers Lüge

As sticht

In Volk hallt unser Bergen

Alwegs

(Die Verfasser sind der Redaktion bekannt.)

Aus Berlin II

Montag, 09. August 2010

Besonders erfreulich an Berlin ist der geringe Autoverkehr; außer zu Hauptzeiten auf den großen Magistralen sehr gemäßigt: Stellplätze sind rar, viele Leute können sich ohnehin keinen PKW leisten, und auch viele andere verzichten angesichts des Tag und Nacht sehr zügigen und verlässlichen, überallhin ausgebauten, überdies günstigen Berliner Nahverkehrsangebotes freiwillig.

Und nicht nur dadurch, sondern natürlich auch durch Sanierung und Verbesserung von Heizanlagen, wie die geographische Lage und bauliche Weitläufigkeit, ist die einst legendäre Berliner Luft nach meinem Empfinden für eine Weltstadt immerhin bemerkenswert.

In der Schnellgastronomie scheinen die ostiasatischen Nudel- und Wokbrutzler den türkischen Dönerbuden wie vielleicht auch den deutschen Curry- und Bockwurst- und Bulettenbuden Marktanteile abgenommen zu haben, Läden überall.

Die amerikanischen Burgerketten findet man mit aller Gewalt wohl auch mal, sah heute so ein “Restaurant” am Alexanderplatz, (weiterlesen…)

Altes aus Hammelburg

Samstag, 31. Juli 2010

Liebe Leser,

Friedrich Nietzsche meinte, man müsse selbst von seinen Tugenden einmal Urlaub nehmen.

Zu beurteilen, ob das hier Gebotene tatsächlich tugendhaft sei, obliegt selbstverständlich Ihnen.

Eine Woche indes habe ich vor, allein mit meinen Kindern, ohne Telefon, Rechner und Netz, nur mit ihnen, der Natur, allenfalls Papier und Bleistift, zu verbringen.

Wenn hier also ein paar Tage nichts wirklich “Neues aus Hammelburg” zu finden, so ist der Autor sicherlich weder arg verzagt, höchstwahrscheinlich nicht in eine Strafvollzugsanstalt verbracht, noch gar schwer hirnschädig oder restgültig in einer Berliner Gammelgosse verendet. (weiterlesen…)

Die Klarnamenritter

Freitag, 30. Juli 2010

Die Gründung des Ordens der Klarnamenritter ist hiermit erfolgt.

Als Ordensgründer, der seine Inspiration zur Einführung dieser heilsamen Einrichtung aus dem Dispute bezog, der sich nach der hiesigen Schrift “Decknamenfritzen im Netz” begab, verweise ich jeden, der Aufnahme begehren sollte, zunächst dahin, sich die dort geäußerten Beweggründe für wahrselige Netzritter zu Gemüte zu bringen.

Ritterlicher Codex: (weiterlesen…)

Sprüche für Blöde

Dienstag, 27. Juli 2010

“Jeder ist ersetzbar!”

Das ist so ungefähr einer der gröbsten Idiotensprüche, die ich kenne.

Idioten sind ersetzbar, das ist wahr, denn davon gibt es genug.

Wer aber ersetzte uns einfach so einen Alexander von Humboldt, einen Lichtenberg, einen Heinrich von Kleist, einen Theodor Storm, einen Friedrich Nietzsche gar, um nur einmal ein paar Deutsche zu nennen?

Wer ersetzte den Chinesen, der Welt, einfach so, Konfuzius?

Etwa Hein Blöd?

Balz

Dienstag, 27. Juli 2010

Eine schöne, auch von der Art her begehrenswerte Frau, sie erzeigt sich nicht uninteressiert.

Hernach sieht man sie auf dem Markt mit einem, den man bestenfalls als mittelmäßig beurteilen mag.

Interesse erstirbt.

Oder doch nicht?

Besser doch.

Meistens.

Verletztenfreud

Sonntag, 25. Juli 2010

Wenn es nach langer Zeit abermals knackt, dabei hinausschiebt, knörkert, wenn es bis hinauf in die Halsmuskeln ans Ohr dringt, damit die Schulter wiederum ihrer angestammten Stelle näher, und der Mann hört endlich, dass er statt eines halben nochmal ein Ganzer werden könne.

Trinkt! Geust ein! Sauft wie die Kühe!

Samstag, 24. Juli 2010

Kürzlich hörte ich es wieder im Bayernradio: Anlässlich öffentlichen Schauens der WM-Spiele bei großer Hitze unter freiem Himmel riefen Moderatoren die Teilnehmer mehrfach eindringlich dazu auf, nur ja immerzu viel zu trinken.

Auf derartiges Weistum, viel zu trinken, käme der Fußballfan natürlich nie von selbst, schon gar nicht bei großer Hitze (dass es überhaupt so weit gekommen ist, dass man meint, Germanen zum viel Trinken aufrufen zu müssen, ist ein Zeichen schwerer Dekadenz per se).

Also: Der ganz normale indigene Deutsche oder auch einer mit Migrationshintergrund oder ein Originalmigrant braucht inzwischen den Staatsfunk, der ihn zum hinreichenden Trinken ermahnt.

Ob es nur Nachlässigkeit war, dass der Aufruf nicht auch auf Türkisch, Albanisch usw. gesendet wurde, oder böse Absicht, konnte ich bislang nicht ermitteln.

Nein, Spaß beiseite: (weiterlesen…)

Caissa

Samstag, 24. Juli 2010

Caissa, die Göttin des Schachs, war mir heute angemessen gewogen.

Das heißt, sie verwirrte meine Gegner beim Blitzschachspiel mit den Vereinskameraden nicht sonderlich, so dass ich aus 6 Kurzpartien nur 1,5 Punkte (eine gewonnen, eine Remis) erzielen konnte.

Damit war ich in diesem kleinen Turnier unter Vieren (jeder gegen jeden zweimal) zwar Letzter, aber ich hatte mich angesichts meiner geübten Kameraden achtbar geschlagen.

“Caissa war mir gewogen!”,  sagt der Schachspieler, wenn der gute Gegner in schwerem Kampfe unversehens einen Fehler macht, der einem doch noch Remis oder Sieg beschert.

Interessanterweise sagt man nicht “Caissa war mir heute nicht gewogen”, wenn man durch einen Idiotenzug oder mehrere kleine Fehler seinen Vorteil selbst vergab, gar verlor.

Caissa ist also eine besondere Art Glücksgöttin des Schachspielers, (weiterlesen…)

Die Traumtrunkfee

Dienstag, 20. Juli 2010

Heute Nacht trat im Traume eine Fee an mich heran, und da ich sie frug, was denn ausgerechnet bei mir plötzlich ihr Behuf sei, sprach sie: “Du hast dich schon oft darüber beklagt, dein jetziger Trunk schmecke dir nicht also gut, wie er einem Edlen schmecken sollte.”

“Ja”, sprach ich, “das mag wohl nicht selten also gewesen sein.”

“Welchen willst Du, außer Wasser, dass er Dir stets gewährt sei?”

“Frisches, gut gehopftes und eingebrautes Bier gegen den Durst und zur körperlichen Arbeit, sodann einen Silvaner vom Würzburger Stein, Weißburgunder, wenn er richtig frisch ist und die Säure stimmt, zumal auch kernigen Riesling, den Sauvignon Blanc aus Sancerre, feingliedrigen Grauburgunder, auch mal einen Chardonnay, wenn er nicht zu breit, zudem Spätburgunder aus dem Burgund, auch aus Franken, denn der mag ebenfalls taugen, sicherlich natürlich Bordeaux der großen Güter, Vintage Port, wenn er von Wacholder über Thymian und Schlehe alles bringt, Sauternes und Eiswein nicht zu vergessen, außerdem insonderheit die schweren Tempranillo-Roten aus dem Duero-Tal, mal einen Brunello, ich will auch gar die Portugieserrebe, allerdings nur in Einzelfällen, wenn am Steilhang gewachsen, nicht grundsätzlich verachten, schätze in kleinen Mengen hergestellten Lagensekt…

“Du hast nur eine Wahl; das bekommst Du dann immer: ansonsten wirst Du den Rest deines Lebens Saft trinken müssen.” (weiterlesen…)

Endgrippenspiel

Montag, 12. Juli 2010

Ich wusste es von Anfang an: Die Schweinegrippe kann sich noch steigern.

Oder, was glauben Sie, weshalb der beste deutsche Spieler der WM Sebbi Schweinsteiger heißt?

Der Mann war so voll mit zerballackten Grippevirenbruchstücken als Fußball-Aphrodisiak, als legales porkines Bioaufputschmittel, dass er logischerweise nur von den Großiberern zu stoppen war, weil die sogar die doch überlegene Spanische Grippe noch als entscheidenden Vorteil nutzen konnten.

Eigentlich ein bisschen unfair.

Aber was ein wahrhaft ritterlicher deutscher Schweini ist, der klagt nicht, sondern kämpft, und wenn er dann trotzdem verliert, hofft er auf die nächste Pandemie.

Für 2014 soll in den Labors von Boehringer bereits die Brasilianische Fußballengrippe entwickelt werden, denn man ist von Rio bis Bahia fest davon überzeugt, dass die Holländer den Titelabonnenten nur aufgrund der kürzlich erfolgreich eingeführten Deichziegengrippe aus dem Turnier zu werfen in die Lage gesetzt waren.

Die Engländer, von Schweini grob abgemeiert, setzen derweil bereits für die Europameisterschaft auf die Golfstromgrippe, (weiterlesen…)

Vuvu mit geschürzten Lippen

Montag, 12. Juli 2010

Am Samstag Abend wollte ich es spontan wissen.

Ich sprach einen jungen Mann im Deutschland-Trikot mit schwarz-rot-goldener Vuvuzela an mit der Bitte, mal durch das Teil blasen zu dürfen.

Zunächst brachte ich keinen vernünftigen Ton zustande.

Der Fachmann erklärte mir sodann, es sei ähnlich wie bei einer Trompete, die Lippenspannung müsse stimmen.

Nach zwei oder drei weiteren Versuchen war ich schließlich vuvukompetent, und es trötete mächtig.

Der Experte, der offenkundig vor der Schweinegrippe ebensowenig Angst wie vor dem Teufel hatte – hätte er mir sonst das Gerät geliehen? – , erklärte mir noch, er habe sich mehrfach sehr geärgert, da er nach deutschen Toren vor lauter Begeisterung nicht hinreichend konzentriert geblasen und damit auch keinen rechten Ton herausgebracht habe, nicht einmal einen linken.

Mein Verständnis hatte er.

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