Archiv für die Kategorie ‘Satire’

Blöde Schießprügler

Sonntag, 10. Februar 2013

Das Schönste, Erhebenste an der Sprachwissenschaft ist vielleicht, dass es darinnen nichts Unwichtiges gibt.

Wenn ich mir dagegen jene Quantenquantler angucke, wie sie herumquanteln, ohne auch nur zu wissen, was ein Quant denn sei, sind wir schiergar Kollegen.

Betonung auf schiergar.

Ein Laut ist nämlich ein Laut. Weiß jeder, der hören kann. (weiterlesen…)

peerblog punkt blöd punkt deh eh

Montag, 04. Februar 2013

Der Peer, ja deer, deer hat jetzt einen Blog, mit dem er nichts zu tun hat: peerblog.de

Dort erfährt man, dass die Kanzlerin, feig und faul, dauerndzu, mit wenig relevanten Gestalten parlierend, nur Weißwein säuft, nichtmal Einschaltquoten kennt (trotz ihres listigen, verschlagenen Regierungssprechers!), sowie: “Sie weiß nicht, wie Zukunft geht.”

Die ganze peinliche Seite wird von anonymen Unternehmern großzügig finanziert, will aber mit der SPD direkt nichts zu tun haben.

Unter der Rubrik “Über uns” liest man dann, fett, Steinbrück mit dem lieben Obama vergleichend, die Kampagne für ihn preisend, diesen Schluss:

“Deutschland ist am Netz. Deutschland hat auch diese Chance. It´s a long run. Now we start!”

Ich wusste noch gar nicht, dass Deutschland am Netz ist. Immerhin aber reicht mein Englisch glücklicherweise für die letzten beiden Sätze. (weiterlesen…)

Wat’n dat’n???

Montag, 04. Februar 2013

Gerade ist mir ein wenigstens mittlerer Scheißendreck passiert. Ich traue diesem Elektrokasten und seinen merkwürdigen Verbindungen keinen Stecken mehr.

Ich hatte zwei sehr positive, botmäßige, höfliche, sprachlich einwandfreie Kommentare auf eine Netzseite geschickt, sie waren dort angezeigt, in der Warteschleife zur Freischaltung.

Ich schaute später wieder nach, sie waren weg.

Ich ging also davon aus, dass der Betreiber der Seite sie einfach zensiert haben müsse, hakte dessenthalben, etwas bissig, nochmal nach, und – simsalabim! – die noch nicht freigeschalteten Kommentare waren bei mir wieder sichtbar.

Ganz schön bescheuerte Sache. Ich habe mich entschuldigt, hoffentlich kommt das an, und der Seiteninhaber glaubt und verzeiht mir. (weiterlesen…)

Vom Siege des Libertarismus’

Freitag, 01. Februar 2013

(Dieser Kalauer ist auch nicht nett. Ähnlich, wie in “Vom Siege des Internationalsozialismus’ “.)

Trifft der Internationalsozialist wieder auf den Libertären.

“Mal wieder was von den Kasulkes im Lager gehört?”

“Ja, man erzählt sich, sie seien schon ziemlich entkräftet.”

“Was? Schweinerei! Wie das?”

“Das Lager warf unter Führung eines deiner Genossen leider nichts ab. Zu viele Kasulkes, die nur essen und schlafen wollten, aber nicht arbeiten. Man hat deshalb einen Libertären eingestellt. Der soll sogar damit gedroht haben, die Kasulkes rauszuschmeißen. Die arbeiteten noch nicht einmal für ihre Bettstatt. Es scheint für die kurz vor knapp.”

“So ein Schwein!”

“Nimm du sie doch. Es ist ein freies Land.”

 

Vom Siege des Internationalsozialismus’

Freitag, 01. Februar 2013

(Man möge den folgenden schlechten Witz bitte nicht ernstnehmen. Er ist ziemlich bösartig.)

Treffen sich ein Libertärer und ein Internationalsozialist.

“Na, Konto stimmt? Nachbarn schon verhungert?”

“Nein, es scheint, die haben Glück gehabt.”

“Wie? Hat ihnen jemand geholfen?”

“Ja. Deine Genossen haben sie abgeholt.”

“Was? Wohin?”

“Wohin wohl, du Held! Ins Lager natürlich.”

“Was, ins Lager?”

“Ja. Da soll es etwas zu essen geben. Aber nur für den, der arbeitet. Eigentlich gar keine so dumme Idee. Schließlich sind sie Mitglieder deiner Partei.”

“Aber?”

“Ich weiß nicht, ob sie tatsächlich freiwillig mitgegangen sind.”

“Antisemitismus”: Dümmer geht’s immer. (Oder: Die FAZ hat’s.)

Freitag, 01. Februar 2013

Schwurbel. Schwall. Lall. Laber. Sabbel. Gebrabbel. Rümpf, dümpf, dämpf, Krämpf.

Eifer, Geifer, Schlunz, grunz. Bläh, Schmäh, Lug, Trug, Unfug.

Gefitze, Gebritze, Gebratze, Gehatze, Dummbatze. (weiterlesen…)

Falsch ist richtig. Und richtig ist böse.

Mittwoch, 23. Januar 2013

Ich habe mir nochmal Gedanken über die von Jon Rappoport dargelegte (deutsche Übersetzung von mir) Zerstörung der Logik gemacht. (Zu Jons englischsprachigem Originalartikel direkt hier.)

Nicht nur, dass, wie er zeigt, eine Idee, eine Vorstellung, ein Konzept deshalb unbesehen, ungeprüft verdammt werden kann, weil es von einer unliebsamen Person stammt: die Sache geht noch weiter.

Zum Beispiel haben sich schon viele Tierschützer und Vegetarier, ohne je einen Schweinezüchter auch nur persönlich beleidigt oder angegriffen oder dessen Stallungen überfallen zu haben, anhören müssen, dass Hitler ja auch Vegetarier gewesen sei.

Damit nicht genug, mancher wurde schon direkt als Nazi beschimpft, da wie auch Hitler Vegetarier.

Und: Kann ich nun, da ich kein Vegetarier bin, unmöglich ein Nazi sein? (Wieso soll das jetzt eine blöde Frage sein?)

Und: In der Tat haben die Nationalsozialisten 1933 das erste Tierschutzgesetz verabschiedet, sich auch für Artenschutz stark gemacht. Sollte man den Tierschutz deshalb wieder abschaffen? Möglichst viele Arten ausrotten?

In den USA wird von “Konservativen” (sie sehen, nennen sich meist so), auch manchen “Libertären”, nicht selten eine Linie vom deutschen Natonalsozialismus zu Tier- und Umweltschützern gezogen (auch jenen, die keine Klimagreuelpropaganda betreiben, lediglich gegen Kernkraft sind oder Fracking, genmanipulierte Saaten usw.).

Muss man also auch gegen den Tierschutz sein, für Kernkraft, Monsanto-Mais, jeden Tag drei Schnitzel essen, um nicht als Nazi dazustehen? (Es ist mir übrigens nichts davon bekannt, dass zwischen 1933 und 1945 irgendwer in Deutschland, außer durch die einsetzende Kriegsnot, gezwungen worden wäre, Vegetarier zu werden. Ich weiß noch nicht einmal von einer großen Propagandakampagne, von wegen Fleisch essen sei “unarisch”, “undeutsch” oder dergleichen. Sollte es das doch gegeben haben, so werde ich dies hier selbstverständlich nachreichend korrigieren.)

Klar, dass auch Umweltschützer inzwischen – noch irrer? – Unterstützer von Monsanto & Co als “Gennazis” bezeichnen, Leute, die die Klimapanikmache ablehnen, Al Gore & Cie als “Klimanazis” beschimpfen. (Monsanto hat mit “national” nicht das Geringste zu tun, ebensowenig, wie die Klimakatastropheten. Im Gegenteil, internationaler geht es kaum noch. Insofern wären sie, wenn schon – obzwar der Anklang etwas merkwürdig – als “Geninternazis” respektive “Klimainternazis” zu bezeichnen.)

Klar (ja: KLAR!), dass auch der Vergleich von “Klimaleugnern” (wie als ob einer das Vorhandensein des Klimas leugne) mit “Holocaustleugnern” schon häufig gezogen wurde und wird. (weiterlesen…)

Scheißesturm auf Fäzesbuch

Dienstag, 22. Januar 2013

Also eine Artikelüberschrift der altehrwürdigen FAZ (auf faz.net):

“Webcam im Schweinestall führt zu Shitstorm auf Facebook”

(Netzkamera in pigsty leads to Scheißesturm on Gesichtsbuch) (weiterlesen…)

Magnif Wuhab Gül

Dienstag, 22. Januar 2013

Man muss dem Spiegel schon lassen, dass er oft die beste unfreiwillige Satirezeitschrift des Landes.

Zur Amtseinführung Obamas gibt es heute oben ersteres zu lesen und unten letzteres:

“Geladen waren die Repräsentanten des neuen Amerikas: Schwarze, Latinos, Asiaten, Junge, Schwule, Lesben – und alle anderen.”

Sowie:

“Abertausende Handykameras recken die Gäste hoch. “Obama! Obama!”, skandieren die Leute. Diesen Moment haben sie herbeigesehnt: ihr Mann, ihr Held – und endlich auch einer von ihnen.”

Na dat is man supi.

Wer also weiß ist und über dreißig (25?), der muss dieses neuamerikanische Manko wenigstens dadurch ausgleichen, dass er /sie schwul oder lesbisch.

Wie täte ich das nun anstellen, wäre ich Amerikaner? Wirklich schwul werden, oder gut schwindeln? (weiterlesen…)

Bundeswehr: Dümmer geht’s immer!

Sonntag, 20. Januar 2013

Dümmer geht’s immer. Mindestens bis zum Tode. (Zur Hintergrundsausleuchtung dieses Artikels beachte man den Beitrag “Bundeswehr: Geht’s noch dümmer?“)

Und der Unterhennenseich muss, was unsere Hilfssklavenarmee anlangt, zum Wohle der Deutschen tatsächlich noch dümmer werden.

1. Es müssen noch viel mehr Frauen in die Bundeswehr.

2. Die Musterungskriterien müssen, bei Männern insonderheit was deren Intelligenz und Bildungsgrad anlangt, noch weitaus weiter abgesenkt werden als bereits jetzt. Es schadet selbstverständlich überdies nicht, wenn sie kaum auf den eigenen Beinen stehen können.

3. Beschaffung – kostenbewusst – nur noch aus China.

4. Schwule und Lesben bevorzugt einstellen. (weiterlesen…)

Fingerscan, Irisscan: Ist sie ein fauler Apple?

Samstag, 19. Januar 2013

Apple will künftig einen Fingerabdruckleser in seine Geräte einbauen, hat bereits eine entsprechende Fachfirma mit Mann und Maus dafür gekauft.

Wer also zu blöd oder zu faul ist, einen Code in seinen Elektrokasten einzugeben, der hat es künftig ganz easy going.

Und Apple sowie CIA & Cie kommen ganz unproblematisch, so gut wie aufwands- und kostenlos, an die Fingerabdrücke aller mitspielenden Apple-Deppen heran.

Eine “Win-Win-Situation” also.

Ideal auch zur Idiotenidentifikation. Ein intelligenter Krimineller oder Oppositioneller (was in doppelter Hinsicht oft keinen wesentlichen Unterschied macht) arbeitet ohnehin möglichst wenig mit einem Mobilfon (hat lediglich, um nicht soherum aufzufallen, eines, führt darüber aber nur belanglose Privatgespräche), und schon gar nicht mit einem von Apple. Die Grenzdebilen erkennt man daran, dass sie gar die neue Funktion benutzen.

Und: Kauft sich nun einer so ein neues Fon, benutzt aber dieses tolle Tool nicht, so macht er sich verdächtig. Wieso will diese schräge Type uns ihren Fingerabdruck nicht geben?

Man könnte ja auch noch einen Iriserkenner einbauen, der sich automatisch aktiviert. Damit wären dann auch alle zu erfassen, die das Schmerzfon ihrer Freundin oder ihres Bekannten mal in die Hand nehmen oder mit draufglotzen.

Bestimmt gibt es bald eine App, mittels derer der findige Don Juan, indem er an der Bar mit seinem E-Helferlein spielt, mal kurz das hübsche Gesichtlein der Nachbarin aufnimmt, so dass er nach ihrer Telefonnummer gar nicht mehr fragen muss. Jedenfalls, wenn die Tante so doof ist, dass sie selber ein Apple-Schmerzfon besitzt oder schonmal irgendwie abgeglichenermaßen in eines reingegrinst hat (andere Hersteller werden bald nachziehen, so dass auch Meister Android rauskriegt, wann die Androidin geboren ist, wo sie gemeldet ist, was für eine E-Adresse sie hat usw.).

Mit den feineren Apps kriegt Mann dann in den meisten Fällen auch gleich raus, ob die mit den prallen Möpsen Hauptwachtmeisterin ist oder eine Prostituierte oder eine vorbestrafte Heiratsschwindlerin oder eine alleinstehende Hartzi mit drei Blagen. (weiterlesen…)

Man lässt uns gnadenlos verrecken

Dienstag, 08. Januar 2013

Es reicht nicht, dass man Horrorbilder und -sprüche auf Zigarettenschachteln anbringt. Derlei Volkspädagogik muss überall walten.

Unters Dieseltankschild: Feinstaub killt Mensch und Tier.

Auf die Weißmehlpackung: Hier lauert Ihr Darmdurchbruch.

Auf Fahrstuhltüren: Einmal bleibt jeder stecken.

An den Freibadeingang: Jedes Jahr ertrinken Kinder.

Am Hammerstiel: Dieses Werkzeug kann tödlich wirken.

Auf alle Räder: Erhöhte Sturzgefahr!

An der russischen Grenze: Vorsicht Betrunkene!

Auf der Hurenjacke: Kennen Sie AIDS?

Am Bahnhof: Achtung! Taschendiebe und Selbstmörder! (weiterlesen…)

Tod den Zukunftsleugnern!

Samstag, 05. Januar 2013

Der australische Grazer Professor Richard Parncutt fordert die Todesstrafe für Erderwärmungsleugner.

Sicherlich hat dieser irre Klimot nicht darüber nachgedacht, dass er, seiner Logik folgend, selber hingerichtet werden müsste, nämlich als Nichtmehrerderwärmungsleugner oder gar Erdabkühlungsleugner, sollte sich die Meinung durchsetzen, die Erde erwärme sich nicht mehr oder kühle sich gar schon wieder ab.

Lustig auch, dass er Renegaten, die dann vom Knast aus eifrig wider ihre alten Leugnerkumpane kooperieren, deren Todesstrafe fallweise erlassen, in lebenslang umwandeln will. (Der Mann denkt pragmatisch und hat ein großes Herz.)

Es sollen auch nur die des Klimas halber hingemordet werden, bei denen man nach Stand der Wissenschaft davon ausgehen kann, dass sie für mindestens ein Million künftiger Klimatoter verantwortlich gemacht werden können. (Parncutt zeigt also durchaus neben einer makellosen Pietät auch ein weises Maß.)

Was macht man nun mit so einem hirngewaschenen Luzifer und Mordphantasten?

Dürfen die braven Grazer ihm kündigen, wo er doch nur durch eine etwas ungewöhnliche freie Meinungsäußerung aufgefallen? (weiterlesen…)

Wie der Bischof schwult

Samstag, 05. Januar 2013

Die anglikanische Kirche hat das Verbot der Bischofsweihe für jene aufgehoben, die in einer gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaft leben.

Allerding müssen sie versprechen, sexuell enthaltsam zu bleiben.

Das heißt also die Schwulen (Frauen, also Lesben, sind zwar zur Priester- aber nicht zur Bischofsweihe zugelassen) dürfen zwar Tisch und Bett miteinander teilen, aber einer von beiden, der Bischof, darf mit dem anderen keinen Sex haben. (Bei zwei Bischöfen dürfen es logischerweise beide nicht.)

Nun, ich habe auch schonmal in einer Zweier-Männer-WG gelebt, und bei uns war es kein Problem, dass nicht nur ich mit dem anderen, sondern auch der mit mir keinen Sex hatte. Und keiner von beiden musste das irgendwem versprechen.

Allerdings war es auch keine gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaft.

Man muss diesen modernen christlichen Kirchen wirklich Achtung dafür zollen, welch weise Regelungen sie ersinnen.

Man darf offen schwul sein, mit seinem schwulen Lebenspartner zusammenleben, nur Fummeln und dergleichen, das muss man (der geistigen oder physischen Reinheit halber, oder beides?) zu unterlassen versprechen.

Und da gibt es immer noch Leute, die für viel Geld ins Kabarett gehen oder Satirezeitschriften kaufen, wo man doch kostenlos in die Kirche kann und deren offizielle Mitteilungen ebenfalls gratis erhältlich.

Nur Schwule, die also bezüglich ihres Lebenswandels derart dummdreist rauslügen, dass ihnen garantiert keiner glaubt, der irgendwie von dieser Welt, dürfen Bischof werden. Und das ist Vorschrift der Heiligen Mutter Kirche. Satte. (weiterlesen…)

Berthold Kohler kann’s

Freitag, 04. Januar 2013

Berthold Kohler von der FAZ kann’s.

Zwar kommen auch Kollegen mal in der “Sprachglosse” (die es meines Wissens noch gar nicht so lange gibt) zu Wort, doch ist er derjenige, der mir dort immer wieder Vergnügen bereitet. Und das als Herausgeber der Zeitung, hiemit einer, der normalerweise immer den Höchstrespektablen geben müsste.

Ich empfehle Ihnen also, ich setze das jetzt notweis in den Nominativ, “Verkopfter Quatsch” zu lesen.

Erfreulich, dass ein so Bekopfter sich dergestalt behaupten kann. (weiterlesen…)

Von der 13

Dienstag, 01. Januar 2013

Ach, ich vergaß gestern zu erwähnen, dass die 13 bei den Germanen eine Glückszahl ist. Ob das Einfluss auf den Verlauf des neuen Jahres hat, vermag ich Ihnen aber nicht zu sagen.

Mindestens sollten wir es, der Toleranz gegenüber uns selbst halber, nicht ausschließen.

Oder wird 2013 das Jahr der Masochisten?

Sadomasochistieren sich Börsen und Gewinst?

Es könnte natürlich auch sein, dass der Große Klistier kömmt. (weiterlesen…)

“Ab die Vorhaut von dem Glied”

Montag, 31. Dezember 2012

Irgendwie hatte ich die letzten Tage das Gefühl, dieses Jahr noch einmal etwas zum Knabenverstümmlungserlaubnisgesetz sagen zu müssen.

Jetzt ist ein grüner Landtagskandidat am Ende, weil er ein Gedicht dazu schrieb, das zwar stilistisch nicht unbedingt Oberklasse, inhaltlich aber unabweisbar den Punkt trifft.

Es beginnt also:

“Wetzt das Messer, singt ein Lied,
Ab die Vorhaut von dem Glied.
Kinder können sich nicht wehren,
darum müssen sie uns ehren.”

Und endet (das ganze Gedicht finden sie hier):

“Bist Du für ein intaktes Glied,
so bist Du gleich Antisemit.”

So viel freie Meinungsäußerung, in ihrer Aussage gar kaum zu bestreiten, darf eine Gutmenschenpartei, die lieber Käfer schützt als Kinder, natürlich nicht durchgehen lassen.

Man kann sich eigentlich nur noch fragen, wie ein Mann mit eigener Meinung und Mitgefühl für Kinder sich je in diesen verlogenen Schleimschleckerladen verirren konnte.

Immerhin ist Herr Dunkel jetzt über Nacht als Lyriker im ganzen Lande bekannt.

Von der poetischen Seite her muss er aber wohl noch einiges dazulernen, damit es mit der neuen Karriere etwas wird. (weiterlesen…)

Von der “homosexuellen” Unterdrückung

Freitag, 14. Dezember 2012

Ich finde, dass der Begriff “schwul” verpönt gehört.

Denn er diskriminiert Frauen in einer nicht hinnehmbaren Weise.

Sowieso fällt auf – ich meine nicht, dass ich mir das einbilde! – , dass “lesbisch” zu sein bei weitem nicht die gesellschaftlichen Vorteile bringt, wie schwul zu sein.

Machen Sie mal den Test: Wie viele erfolgreiche, hochgelobte, bekennende Lesben fallen Ihnen spontan ein?

Ich komme nur auf Alice Schwarzer und Anne Will.

Bei den Schwulen reichte die Liste von hier bis Alaska.

Also unterdrücken die Männer die Frauen wieder. (weiterlesen…)

Google betreibt den Umsturz: Wo bleibt der Verfassungsschutz?

Donnerstag, 06. Dezember 2012

Auf SPON zur Leistungsschutzrechtsdebatte (“Lammert empört sich über Google-Kampagne”):

“Was den CDU-Politiker Lammert empört: Auf der Google-Homepage können die Nutzer bei ihren Bundestagsabgeordneten direkt nachfassen. Dort zeigt das Unternehmen eine vielfarbige Übersichtskarte der Bundesrepublik und führt zu den Wahlkreisen der einzelnen Parlamentarier – samt E-Mail-Adresse, Postanschrift der Büros sowie Telefon- und Faxnummer.”

Das ist ja nun wirklich die absolute Härte: Wie kann der US-Netzgottseibeiuns brave Bürger nur derart aufwiegeln? Jeder Sorte Revoluzzer und Gesindel derart brisante, die nationale Sicherheit betreffende geheime Informationen durchstechen?

Mit dieser Landkarte, diesem Mausklick-Fahrplan zum Umsturz, hat Google den Rubikon klar überschritten, sich nicht nur außerhalb des Verfassungsbogens gestellt, sondern eine außerparlamentarische Opposition ins Leben gerufen, die an den Grundfesten unseres Gemeinwesens rüttelt, die unsere demokratische Ordnung beseitigen will. (weiterlesen…)

Verbreiterte Theorie

Montag, 03. Dezember 2012

“Wagner!”

“Ja, Herr Professor?”

“Wir bekommen immer noch nicht die gewünschten Messergebnisse.”

“Aber wir haben doch alle Parameter genau so eingestellt, dass es endlich hätte klappen müssen. Sollen wir…”

“Nein, Wagner. Wir stehen jetzt vor der Wahl.”

“Was meinen Sie, Herr Professor?”

“Entweder wir stellen die Theorie auf eine verbreiterte Grundlage, die erklärt, weshalb wir nie die richtigen Ergebnisse bekommen und feiern unsere Ergebnisse als Durchbruch der Wissenschaft in dem Sinne, dass sie uns zu der erweiterten Erkenntnis brachten, dass sie SO ja falsch sein MUSSTEN, unsere Versuche also einen entscheidenden Baustein zur Entdeckung der Allgemeinen Transkriptionsphasentheorie darstellten.”

“Oder?”

“Wir beerdigen die Theorie so still und leise wie möglich und denken uns schnell eine neue aus. Was schlagen Sie vor?” (weiterlesen…)

Des Euros Buhle (Gastbeitrag)

Samstag, 01. Dezember 2012

O Sonnengrund! O Euro Du meine Lichtgeburt!

Siehe, wie die Völker in Deinem Glanze tanzen!

Du göttergeschaff’ner Gott!

Dein Himmel, blau und gülden über Deinen Untertanen!

Titan, Du!

Du Allerbringer, Du Wegewäger!

O mein Schätzer aller Schätze!

O mein höchster Buhl! Mein Ergetz! Mein Lieb!

Die lange Leistungsschutznacht

Donnerstag, 29. November 2012

Das neue Gesetz zum Leistungsschutz soll, ja, ich schrieb es schon, heute Abend debattiert werden, heute Abend, wenn man kurz nach halb drei noch zum Abend rechnet.

Im Ernst (sollte nicht an mehreren Orten 1. April sein): Die Debatte ist auf 2.35 bis 3.15 Uhr angesetzt.

Die Zukunft des deutschsprachigen Netzes soll also nach dem achten Pils, dem sechsten Prosecco, dem elften Kognak zerreichstagt werden.

Aparte Idee.

Ob es irgendwo ein Klo gibt, wo man auch mal in aller Ruhe einen Joint rauchen kann, bei so einer Nachtschicht?

Es ist eigentlich Wochenende (für Abgeordnete des Deutschen Bundestages gehört der Freitag normalerweise zum Wochenende), und man muss (naja, wohl nur die wenigsten – werden mehr als dreißig von sechshundert Hanseln da sein?) dann doch noch von halberder Dreie bis viertelder Viere so tun, wie als ob man was jobbte: das kann einen schon killen.

Man weiß zwar, wie üblich, kaum, worum es genau geht, so dass nicht allzuviel von einem erwartet wird, aber man hat, da irgendwie zuständig geworden und deshalb zu dieser Scheißzeit inhäusig, am Rande mitbekommen, dass es mit diesem blöden Gesetz noch einen ziemlichen Ärger geben könnte, dass sich schon wieder eine ganze Menge Leute, die ebensowenig wissen können, wie man selber, wie es sich in der Praxis auswirken werde, darüber aufregen.

Was regen sich die Leute über ungelegte Eier auf? (weiterlesen…)

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