Archiv für die Kategorie ‘Satire’

Krüner Krieg

Donnerstag, 20. August 2009

Nach einiger Überlegung bin ich zu dem Schluss gekommen, dass eine schwarz-grüne Koalition mit knapper Mehrheit im neuen Bundestag eine sehr gerechte Lösung darstellen könnte.

Guttenberg, der adelige Held aus Hinterfranken, bleibt auf Schulden und Steuersenkungsversprechen sitzen, während Trittin, der schlagfertige Bremer Stadtmusikant, den Deutschen sein lyrisches Entflammen für das achte Jahr (“bringt in China Glück”) Krieg in Afghanistan als fahrender Ritter der Vernunft, als Bänkelsänger der Treue und Ehre, als Troubadour deutscher Tapferkeit und deutschen Blutes huldvoll darbieten darf.

So bekommen genau die Richtigen, was ihnen zusteht. (weiterlesen…)

Der Messias

Mittwoch, 19. August 2009

Ich habe eine neue Aufgabe für die Hollywood-Helden, nachdem mir deren masturbatorisch-imaginäre Nazischlächterei inzwischen auch zum Halse heraushängt und ich nur der zeitgeistesgeschichtlichen Pflicht halber darüber noch regelmäßig berichte.

Morgen ist nämlich nicht nur Kino-Premiere für die Hinter-den-Linien-Schlächter in Deutschland, sondern, wie irgendein Erzteufel beschlossen hat, es wird auch die Wahl im inglouriösen Afghanistan abgehalten, in der sich tapfere amerikanische Partisanen nun überlegen können, ob sie lieber die Stimmenaufkäufer des Präsidenten skalpieren wollen oder dessen Widersacher. (weiterlesen…)

Nazi-Knaller

Mittwoch, 19. August 2009

Brad Pitt, der Skalpjäger in Tarantinos “Inglourious Basterds”, schmäht inzwischen “Operation Walküre” mit Tom Cruise als Stauffenberg als lächerlichen Film, während Meister T. sich über die britischen Schauspielergrößen, darin Nazis mimend, lustig macht.

Im morgigen Stern schwadroniert Pitt gar davon, Tarantinos Film habe dem Thema Zweiter Weltkrieg im Kino “jetzt einen Deckel auf den Topf gesetzt”. Weiter: “Mit den Basterds ist zu dem Genre alles gesagt. Der Film zerstört alle Symbole. Die Arbeit ist gemacht, Ende der Geschichte. ” Überdies sei der Film unerhört fortschrittlich, in drei Sprachen, das habe Kraft, und er sei “der erste Schritt in die Zukunft des Filmemachens”.

Jetzt wird es richtig lustig. (weiterlesen…)

Verdurrst!

Mittwoch, 12. August 2009

Normalerweise hielte ich ja meinen Mund, wie das so das Meine ist.

Aber da der bisher weitgehend hinterkulissige Schmusekurs zwischen Teilen der Linken und Rechten (Konservativen) sich nunmehr in einer gemeinsamen Wahlveranstaltung von Peter Gauweiler (CSU) und Oskar Lafontaine (Die Linke) auf dem heiligen Münchener Nockherberg höchstselbst mitsamt seinen Leuchttürmen öffentlich manifestiert hat, begehe ich weder an anständigen Linken noch an anständigen Rechten einen Verrat, wenn ich jetzt doch etwas dazu sage.

Zunächst einmal sehe ich diese Entwicklung als sehr zu begrüßen. Einige Hundert Linke haben in München mit einigen hundert CSU-Leuten zusammen einige hundert Maß Bier getrunken, ohne dass es auch nur verbal zu größeren Entgleisungen gekommen sein soll. (weiterlesen…)

Opium gibt’s auch genug

Mittwoch, 12. August 2009

Unter dem Titel “Die traurigen Helden von Malagi” (heute auf stern.de) beschreibt ein Journalist namens Christoph Reuter, z.Zt. Kabul, larmoyant-anklagend, wie ein kleines Dorf in der Nähe von Kunduz, in dem beinahe zufällig ein hoher Taliban-Führer gestellt wurde, ob seines Heldentums jetzt schändlicherweise von der Bundeswehr nicht geschützt werde.

Lieber Herr Reuter, die Bundeswehr kann mit ihrem geringen Kontingent nicht in Häuflein zu fünf Mann nächtens Dorfschützer in der afghanischen Wallachei spielen – soll ich sagen: leider?

Sollten Sie das nicht wissen, so frage ich mich, weshalb ein so naiver Journalist für eine renommierte Seite als Kriegskorrespondent auftritt.

Sollten Sie das aber wissen, wovon ich ausgehe, so frage ich mich, was Sie mit der ungerechtfertigten Anklage gegen die Bundeswehr bezwecken wollen.

Sollten Sie nämlich meinen, die Bundeswehr bräuchte zusätzliche 50 000 Mann für den Raum Kunduz, dann hätten Sie Herrn Jung und Frau Merkel ins Visier nehmen müssen und nicht unschuldige Soldaten.

Gehen wir einfach mal davon aus, dass Sie sich nicht viel dabei gedacht haben, Herr Reuter, das wäre doch die diskreteste Lösung. (weiterlesen…)

Witz aus Amerika

Samstag, 08. August 2009

Zwei verbogene, im Glanze etwas stumpfe Hakenkreuze treffen sich an der 42nd Street. Das eine zum anderen: “You look like Limbaugh, the Rightist Fascist Rat!”

Das andere obdachlose Hakenkreuz darauf: “You look like Hillary, the Socialist Nazi Obamanist!”

Beide hatten keinen Renminbi, um zur Versöhnung einen Trinken zu gehen.

Obama ein Nazi? – Pelosi ein Hakenkreuz? – Amerika dreht ein bisschen durch

Samstag, 08. August 2009

Rush Limbaugh, “radio host”, der gefürchtete, gehasste und bewunderte rechtsrepublikanische Radiopolemiker, dessen Ruhm auf seiner rüden Rede beruht, hat jetzt direkt gegen Obama persönlich, aber auch gegen sämtliche Demokraten, die Nazi-Karte gezogen.

Nicht ein bisschen, so per Anspielung, nein, mit sowas hält ein Rush sich nicht auf (verbatim): “Adolph Hitler like Barack Obama also ruled by dictate!”

(“Adolf Hitler herrschte wie Barack Obama auch per Diktat!”; (weiterlesen…)

Schwere Wahl

Donnerstag, 06. August 2009

Der Steini von der SPD ist ein persönlich bescheidener, besonnener Mann, der sich in der Welt auskennt; aber jetzt verstehe ich ihn wirklich nicht mehr.

Wieso verspricht der Mann nur 4 – in Worten v i e r – Millionen Arbeitsplätze und sonst fast nichts? Hat man den mit dem Klammerbeutel gepudert?

Warum garantiert er keine Steuersenkungen von 50% für alle quer durch die Beete und schuldenfreie öffentliche Haushalte bis Weihnachten sowie einen Hartz-IV-Regelsatz von zweitausend Euro für Ledige plus fünfzehnhundert für jedes Kind? – Er muss es doch eh nicht mehr lange bezahlen!

Wer wählt denn heute noch eine heruntergekommene ehemalige Volkspartei, die bloß Arbeitsplätze verspricht?

Der sollte sich mal ein Beispiel an der FDP nehmen. Die senkt die Steuern auf null und die Schulden und die Arbeitslosigkeit damit automatisch auch. Das ist ein Wahlkampfkonzept!

Die Grünen haben auch gute Ideen: Sie gehen alle nach Afghanistan zur Aufbauhilfe und bezahlen das One-Way-Ticket aus der eigenen Tasche. Raten Sie mal, wen ich wählen werde. (weiterlesen…)

Karl der Echte

Sonntag, 26. Juli 2009

Ich bin der Schwarze Baron

Groß und rank und schlank

Treffe stets den Ton

Eine von Bismarck ist meine Frau

Kenne den Kissinger auch genau

Meine Vorfahren waren im Widerstand

Waren dem Adolf nicht grün

Seht her und schaut mein Licht

Wie sich’s am Reichstag bricht

Bin auch so kühn

Der neue große Karl von Franken

Bin auch ich der Kirche treu

CFR heißt sie, ist neu

Volk, du darfst mir danken

Ich bin der Held der Wirtschaft

Treibe die Banken übers Feld

Damit sie nehmen das Geld

Hab mit den Armen Erbarmen

Denn der Mensch solang er strebt

Er fällt, irrt und schaft

Selbst die tumben Linken

Also die, welche ungewaschen

Kein Geld in den Taschen

Überall stinken

Die dumme Masse

Findet mich klasse

Drum Kanzler ich kann

Weiß noch nicht wann

Ist auch egal

Ich kriege den Posten

Auf eure Kosten

Ganz legal

Ich bin von Washington eingeplant

Gleich ob ihr schreit oder greint oder trant

Bin schwarz wie drüben Obama

Auch Deutschland braucht sein Drama

Und, alswelches nicht schlecht

Gar mein Geburtsort ist echt!

“Tod…!” (dem Friedensnobelpreis?)

Montag, 20. Juli 2009

In der heutigen Ausgabe des SPIEGEL wird die Teheraner Rechtsanwältin und Friedensnobelpreisträgerin Schirin Ebadi, 62, zu den Ereignissen in ihrer Heimat befragt.

Zur jüngsten regierungskritischen Freitagspredigt und deren Bedeutung für die “Reformbewegung” äußert sie sich eingangs wie folgt: “Es war ein geradezu historisches Ereignis, und zwar nicht nur für Iran, sondern für die ganze islamische Welt, weil so viele Menschen aus der Protestbewegung an diesem Freitagsgebet teilgenommen haben. Auch die Parolen waren wichtig. Die Versammelten riefen erstmals ‘Tod China!’ und ‘Tod Russland!’, sie verdammten damit die beiden wichtigsten Länder, die Teherans Führung unterstützen, zum Beispiel in den Vereinten Nationen. Die Bevölkerung hat durchschaut, wer auf der Seite dieses Regimes seit Jahrzehnten steht – zwei Länder, die selbst massiv die Menschenrechte verletzen.”

Eine atemberaubende Aussage.

Man darf mir wohl glauben, dass ich noch nie etwas für islamistische Eiferer übrig hatte, auch nicht für ihre Parolen “Tod Israel!” oder “Tod den USA!”, wo und von welchem gesteuerten oder spontanen Mob auch immer skandiert.

Auch die Menschenrechtsverletzungen durch Israel und die USA rechtfertigten solches für mich nicht!

Aber “Tod China!” und “Tod Russland!” soll ich jetzt etwa gut finden? Geht’s noch? (weiterlesen…)

Verfassungsschutz wählen?

Mittwoch, 15. Juli 2009

Ich wurde gefragt, ob ich die NPD wählen wolle.

Ich verneinte und nannte auf weitere Nachfrage höflich Gründe.

Danach dachte ich aber noch einmal nach, wie das so meine bedenkliche Art ist, und kam auf einen Gesichtspunkt, der mir zwar schon lange im Hirn herumgeistert, denn ich indes zuvor in dieser Trennschärfe nicht erfasst hatte.

Da bekanntlich ein großer Teil (nur in Köln und Berlin weiß man wer und den genauen Prozentsatz) der führenden NPD-Leute für den Verfassungsschutz tätig ist, jedenfalls mehr Führungspersonal als in jeder anderen zugelassenen Partei, wählte ich doch mit der NPD den Verfassungsschutz gewissermaßen selbst, drückte also am besten meine verfassungsmäßig-demokratische Gesinnung aus und hülfe damit der guten Sache mit dem größten Nachdruck.

Der Gedanke, in meiner Verfassungstreue so weit zu gehen, bereitete mir natürlich Bauchschmerzen; indes wäre es mir doch eindeutig durch keine andere Partei möglich, mehr Verfassungschutz zu wählen und demokratisch zu befördern als durch diese.

Mir wurde ein wenig schwindlig bei dem Gedanken, das gebe ich unumwunden zu. (weiterlesen…)

Makramee II

Montag, 13. Juli 2009

Ich habe den Makramee-Kurs jetzt hingeschmissen.

Eine der Teilnehmerinnen (ich war der einzige Teilnehmer und deshalb keineswegs der Hahn im Korb, sondern eher der Depp der eifrigen Runde) fragte mich, weshalb ich denn immer so sauertöpfisch dreinschaute, und überhaupt wirkte ich ein bisschen crazy und sei eine echte Spaßbremse.

Das gab mir den Rest. Seit Wochen hatte ich mir das Geschnatter dieser Schranzen angehört, zwei Abende die Woche, versucht, gute Miene zu einem Spiel zu machen, in dem ich mich wie in einem Horrorfilm von lauter Knoten knüpfenden Claudia Roths mit Kinderwunsch eingekreist sah, und jetzt das.

“Crazy” und “Spaßbremse” hätte ich mir ja noch so reingetan und hinterher einen Fernet extra reingegossen, aber, verdammt nochmal, woher kennt so eine Abtörntante den Begriff “sauertöpfisch”? (weiterlesen…)

Makramee

Sonntag, 12. Juli 2009

Ich habe mich jetzt für einen Makramee-Kurs bei der Volkshochschule angemeldet. Mein Coach meinte, das sei genau das Richtige für mich, denn da lerne man in kontemplativer Handarbeit Ruhe und Demut.

Nun lernte ich Ruhe, Kontemplation und dabei absolute Konzentration schon vor bald zwanzig Jahren als Steinmetz; einmal von fünfzigtausend Hieben falsch draufgehauen, und das Stück ist futsch.

Nur das mit der Demut habe ich dort wohl nicht hinreichend gelernt. Die überkam uns, wenn wir das Straßburger Münster und die feineren Arbeiten dort betrachteten; aber unser grundsätzliches Lebensgefühl war das nicht.

Denn mittels Demut bewegt und hebt man nicht Lasten, die andere noch nicht einmal einzuschätzen vermögen.

Also lerne ich jetzt die fehlende Demut, die, laut meinem Therapeuten, der sich, wie gesagt “Coach” nennt, damit ich mich nicht krank fühlen möge, sondern eher als Sportler im Training, im Knüpfen kleiner Knoten von mir zu erwerben sei, um die Großartigkeit und Gnade der Schöpfung, dass ich dies dürfe, zumal auch tätige Müßigkeit, in ihrer Heilkraft zu erkennen, indem sie entstehen und zwischen meinen Fingern das Band zwischen mir und dem Göttlichen verwirklichten.

Ich bin gespannt, wie lange ich das aushalten werde. (weiterlesen…)

Sprachmord II

Samstag, 11. Juli 2009

Zweites Hissen:

Ein Mann, dessen Einfalt darin bestanden haben mag, dass er als NPD-Funktionär nicht für den sogenannten Verfassungsschutz tätig war (oder etwa doch? – das wäre genial, denn dann hätte der Steuerzahler nicht nur ungefragt dafür bezahlt, dass “Volksverhetzung” begangen und verurteilt wurde, sondern auch noch die darauffolgende Geldstrafe…), trug tatsächlich ein T-Hemd mit der Aufschrift “die Fahnen hoch” und wurde dafür zu 1750 Euro Geldstrafe verurteilt, bestätigt vom sogenannten Verfassungsgericht.

Die Kommentierung des Aberwitzes wie der Chuzpe der Begründung der Aufrechterhaltung, der H o c h h a l t u n g dieses Schandurteils hebe ich mir für den nächsten Samstag auf, für “Sprachmord III”.

Heute will ich einfach einmal ganz unschuldig fragen, was selbst der fanatischste und paranoideste Hornochse an “die Fahnen hoch” oder “die Fahne hoch” als hetzerisch, gar volksverhetzerisch ansehen kann.

Denn, liebe Richter, sind Fahnen  h o c h  bereits generell verboten?

Dann lassen Sie sie alle einholen, Dekret,  r u n t e r ,  ALLE,  sofort, in ganz Deutschland wie auch in Afghanistan!

Sonst, wenn Sie das nicht anordnen, werden “die Fahnen  h o c h oben” bleiben, da wo sie hängen, weil Sie sie dort hinauf-, hochziehen lassen!

Eine Fahne, liebe Richter, ist ein Gegenstand, der rein eigentlich dafür erdacht und hergestellt wird, dass man ihn ” h o c h ” halte, ihn hisse,  n a c h  o b e n bringe, sonst ist er nutzlos!

Im Keller schimmelnd, den Motten zum Fraße im Schrank, eingerollt zwischen die Beine geklemmt,  in den Allerwertesten gesteckt oder mit dem Stoffe voraus im Schlamm versenkt, erfüllt eine Fahne ihren allgemeinmenschlich üblichen Daseinszweck nicht!

Dann ist sie des Feuers statt der Luft!

Also:

“V e r f a s s u n g s w i d r i g”  sei, eine  F a h n e  hochhalten, also ihrer  e i n z i g   l o g i s c h e n  Bestimmung zuführen zu wollen?

W I E   B I T T E  ?

Sind Sie noch zu retten?

Brauchen Sie wirklich elementare Nachhilfe in allgemeiner Bedeutungslehre?

Ernstgemeinte sozialpsychologische Betreuung?

Hilfe im Zustande des Irrstarrsinns?

G8-Gipfel: Die Sonne nicht gefragt

Donnerstag, 09. Juli 2009

Die Rechenkünstler vom Weltklimarat (IPCC) haben festgelegt, dass die Erderwärmung bis Ende des Jahrhunderts gegenüber der vorindustriellen Zeit maximal zwei Grad betragen dürfe und gleich dazu durchkalkuliert, wie sehr der Kohlendioxidausstoß durch den Menschen begrenzt werden müsse, um diese kritische Marke nicht zu überschreiten.

Als Unterüberschrift eines Artikels der ersten Seite der FAZ gewahrte ich denn heute auch bezüglich der Klimahelden des G8-Gipfels im italienischen L’Aquila: “Industrie- und Schwellenländer setzen der Erderwärmung eine verbindliche Obergrenze.” (!!!)

Ich habe nur deshalb nicht platsch rausgelacht, weil ich das Silentium-Gebot in einem Bibliothekslesesaal altmodisch ernstnehme.

Nicht erwähnt wurde im folgenden leider, wie unsere fürsorglichen Staatenlenker Terra in zähen nächtlichen Verhandlungen bis zum entgasten Sekt früh um Fünfe zum Einlenken bewegten, alle ihr auferlegten Verpflichtungen verbindlich zu erfüllen, indem sie unter anderem keine Vulkanausbrüche dulden, Pflanzen das Mehrwachstum durch erhöhte Kohlendioxidkonzentration per sonstigem Nährstoffentzug verunmöglichen werde, damit diese nicht von noch mehr klimakillenden Wiederkäuern gefressen werden können, sowie verschiedene weitere schwierige Punkte des Kontraktes. (weiterlesen…)

Ohohoh You’re in The Army Now!

Samstag, 04. Juli 2009

Das blödsinnige Lied mit dem obenstehenden Refrain lief gerade auf meinem Heimatsender Bayern 3.

“Stand up and fight!”, heißt es da.

Na gut, dann wollen wir uns doch mal US-amerikanisch inspirieren lassen.

Gegen wen wollen wir kämpfen? Oder besser, sollen wir kämpfen, denn als Soldaten werden wir ja nicht gefragt, gegen wen wir kämpfen wollen.

Da ich keinen Sold bekomme und mein General sich noch nie gemeldet hat, vermute ich mir jetzt notgezwungen zusammen, gegen wen ich kämpfen soll.

Ich denke mal, dass ich gegen alle die aufstehen und kämpfen sollte, die aus ihrer faschistischen Grundhaltung heraus etwas gegen Banken und Spekulanten haben, also wider alle die Freiheitsfeinde dieser Art zum Kriege aufgerufen sei.

Natürlich auch gegen all jene gefährlichen Wirrköpfe, die sich nicht gerne von uns foltern lassen oder sich darüber aufregen, wenn sie bei der Hochzeit des Cousins ihre gesamte Verwandtschaft zum Guten der Menschheit pyrotechnisch mit Mann und Maus aus ihrer atmungsmäßigen Klimakillerei befreit sehen. (weiterlesen…)

Rund 14685 Jahre Huren

Donnerstag, 18. Juni 2009

Wenn die 134 Milliarden Dollar schweren US-Staatsanleihepapiere, welche der italienische Zoll am 3. Juni an der Schweizer Grenze konfisziert hat, echt sein sollten, ist Silvio Berlusconi ein Hans im Glück.

Zwei Japaner (die vielleicht Nordkoreaner sein sollen…), die mit den Papieren im Köfferchen festgenommen wurden, seien bereits wieder auf freiem Fuße (!!!) und, wen wundert’s, seither spurlos verschwunden, schreibt die FAZ heute. Sage und schreibe EIN Staatsanwalt soll in der Sache ermitteln, über die in den Schafsmedien erst dann berichtet wurde, als in den Blogs die Hölle losgebrochen war.

Zwei Wochen nach der Beschlagnahme weiß man angeblich noch immer nicht, ob die Papiere echt sind und wem sie gehören.

Wilde Verschwörungstheorien schießen ins Kraut.

Da kann ich nur noch lachen. Wer würde sich denn wegen läppischer 134 Milliarden Dollar heutzutage noch die Mühe machen, eine Verschwörung anzuzetteln, allenfalls ein Hein Blöd in der Kinderstunde. (weiterlesen…)

Volksgesundheit

Freitag, 29. Mai 2009

Auf Zigattenschachteln sollen demnächst schockiernde Bilder aus dem Tumorhorrorkabinett aufgedruckt werden, um noch wirksamer abschrecken zu können.

Die Bundesärztekammer findet das klasse, weil negative Emotionen hilfreich seien.

Die müssen ja wirklich wissen, was gesund ist.

Die Idee ist natürlich super, aber wie immer mangelt es unseren Lebensvergällern deutlich an Konsquenz.

Auf jedes Auto müsste man nämlich ein gut erkennbares, sterbendes Eisbärenbaby auflackieren, wegen der Klimakillerei.

An den Zapfsäulen deutscher Tankstellen sollten metergroße Plakate vorgeschrieben werden, die Überschwemmungsopfer aus Asien und Dürreopfer aus Afrika zeigen. (weiterlesen…)

Bilderbergers Kidnapped on The Spot?

Samstag, 16. Mai 2009

The UFO that scared all Bilderbergers in their refuge near Athens last night (see last article), seems to have turned up again and shifted to a higher gear.

Henry Kissinger, Ben Bernanke and Tim Geithner are missing, and the CIA has found no traces of them left.

This morning, their suites were wholly empty, even the furniture missing, not even fingerprints of them to be found.

“It looks like they never had been here or anywhere”, trembling Sgt-Major McRushmore told CNN. (weiterlesen…)

UFO-Landung auf Bilderberger-Hotel!

Samstag, 16. Mai 2009

Laut verschiedenen zuverlässigen Quellen landete heute Nacht auf dem Bilderberger-Hotel nahe Athen ein UFO.

Da es wohl unangemeldet erschien und zu allem Überfluss auch noch ein riesiges floureszierendes Transparent mit der Aufschrift “DEMOCRACY NOW!” hinter sich herzog, welches merkwürdigerweise von jedem Beobachter in seiner Muttersprache gelesen werden konnte, eröffneten CIA-Spezialeinheiten sofort das Feuer mit schweren Waffen, wobei auch Uranmunition eingesetzt worden sein soll.

Durch das Transparent flogen die Projektile ohne jeden Schaden hindurch, um den Angreifern in weitem Bogen zurückkehrend als Wolframkugeln auf die Füße zu fallen, so dass das Geschrei und Gewimmer der Elitetruppen bis zum Strand hinunter zu hören war. (weiterlesen…)

Bilderberger in Therapie

Samstag, 16. Mai 2009

Zur Zeit findet nahe der griechischen Hauptstadt Athen das jährliche, vor der Öffentlichkeit so gut als möglich geheimgehaltene, “Bilderberger”-Treffen statt.

Diese Bilderberger sind lauter weltmächtige Leute aus Hochfinanz, Politik, Wirtschaft und Medien, die sich große Sorgen um uns einfache Bürger machen.

Sie sind nur leider ziemlich paranoide Versager.

Denn sie sind sonst so gut wie alle öffentliche Personen, die sich rund um die Uhr um unser Wohl kümmern und das nicht müde werden auch zu sagen, nur leider können sie anscheinend irgendwie die ganzen Kriege, die sie selber angefangen haben, genausowenig beenden, wie die Finanzkrise, für die dasselbe gilt.

Normalerweise müsste man das Fünfsternehotel einfach unter Kuratel stellen, um diesen armen Megalomanen zu helfen und pro Insasse drei Psychologen hineinschicken, allerdings nicht ohne zur unmittelbaren Gefahrenabwehr 5-8 Elitebrigaden aller Waffengattungen hinzuzuziehen, damit eventuelle Einsatzkommandos, die für die Geistesgestörten arbeiten, die Bemühungen der Ärzte nicht überfallartig empfindlich zu stören vermögen. (weiterlesen…)

Durchgegriffen, abgegriffen

Freitag, 15. Mai 2009

Der hessiche Ministerpräsident hat das für die Verleihung des “Hessischen Kulturpreises” zuständige Kuratorium (siehe voriger Artikel “Lustiges Hessenhampeln”) wegen “mangelnder Intoleranz gegenüber der Intoleranz” suspendiert und sich selbst als alleinige Imterims-Entscheidungsinstanz eingesetzt.

Darüber hinaus sei ihm auch klar geworden, dass er den Preis aus Gründen der Humanität, Solidarität sowie der Nichtdiskriminierung jetzt nur noch an sich selbst verleihen könne, erklärte er gegenüber Medienvertretern.

Er habe zudem den Leiter seiner Staatskanzlei, den geschätzten Herrn Hans von Handlang gefragt, ob er ihm die die Ehre der formellen Überreichung gewähren wolle, und jener treffliche Mann habe ohne zu Zögern zugesagt, ließ er wissen.

Die Laudatio auf den diesjährigen Preisträger wolle er allerdings selbst halten, denn dies sei nun einmal die vornehmste Pflicht des Kuratoriumsvorsitzenden.

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