Archiv für die Kategorie ‘Religion’

Von Odin, Bruno und uns Gottlosen

Sonntag, 02. September 2012

Ich mag Odin zwar lieber als andere sogenannte Götter.

Nicht nur, dass er anscheinend noch nicht einmal was gegen Germanen hatte: es ist wenigstens für Dichter ein sehr gewichtiger ihm zugeschriebener Spruch überliefert.

Dass er nicht, wie fast der ganze Rest (Buddha ausgenommen) zur Versklavung oder Vernichtung jener aufruft, die nicht an ihn glauben, macht ihn mir zusätzlich sympathisch.

Damit steht er als Gott schon mehr als ziemlich gut da.

Ich sehe ihn trotzdem nicht als Gott.

Man hat sich ihn entweder als Gott erdacht, oder aber er war ein Raumfahrer, der es mal ausnahmsweise gut mit der Menschheit meinte.

Deshalb gibt es keinen Grund, an ihn zu glauben.

Konfuzius kannte ihn wohl nicht. Er hätte ihn nur botmäßig zum Mahle geladen. Bei mir darf Odin auch jederzeit speisen, wenn er Zeit dazu hat.

Die ganze bekannte Historie des Menschen ist geistig die der Emanzipation von Göttern. (weiterlesen…)

Feigheit vorm kranken “Gott”

Sonntag, 02. September 2012

Angesichts der ganzen Beschneiderei und deren Apologeten wundere ich mich wieder einmal, weshalb ich Respekt vor was haben solle.

Ich achte grundsätzlich erstmal jeden Menschen.

Das heißt aber nicht, dass ich seine Religion achten muss, wenn ich sie in derlei gravierenden Vorschriften nicht umhin kann, für pervers, irr, graus zu halten.

Feige Kasperlesversammlungen wie unsere sogenannten Satireblätter mögen sich daran gütlich tun, das Christentum und den Papst zu verspotten. Die machen das, wovon sie sich einen verkaufsfördernden, ungefährlichen kleinen Skandal ausrechnen, da aber wenig bis nichts, wo sie eigentlich, hätten sie einen Arsch in der Hose, sich zwingend gefordert sehen müssten.

Lasche Christen verhohnepiepeln, das traut man sich, schon ob vergleichsweiser Bagatellen. Dorten aber beschneidet man sich seinen Schreibstift sozusagen freiwillig.

Derlei Satireblätter sind daher lediglich eine Satire ihrer selbst. (weiterlesen…)

Beschneidungsdebatte: Vorhäute im Gesicht?

Dienstag, 28. August 2012

Meine Fresse.

Hier aber mal im Wortsinne.

Wäre die Medizin damals schon so weit gewesen, wie hier, immerhin in der Ärztezeitung 2005 beschrieben, so hätte man mir nach meinem Brandunfalle vor vierzig Jahren möglicherweise Weiterzuchtprodukte aus abgeschnittenen Babyvorhäuten dahinverpflanzt.

In diesem Forum äußert sich ein Teilnehmer dazu wie folgt:

“Vorhaut als Transplantationshaut., 30 Mar. 2010 11:14

Mediziner haben festgestellt, die Vorhaut ist eine qualitativ sehr gute Haut und besonders dehnbar. Eigentlich zu schade, um nach der Beschneidung als Klinikmüll ensorgt zu werden.
Was haltet ihr davon, Vorhäute als Transplantationshaut zur Verfügung zu stellen?

Nur einen Haken könnte die Sache haben. Wie wird wohl ein aus religiösen Gründen beschnittener Mann reagieren, wenn nach einem schweren Unfall mit notwendiger Hauttransplantation, ausgerechnet eine Vorhaut als Transplantationshaut verwendet wurde?”

Ein anderer dort:

“In den USA ist es gängige Praxis, daß werdende Mütter die Vorhaut ihres noch ungeborenen Babys vorab bereits an die Klinik in der das Kind geboren werden wird, verkaufen.”

Das ist ja nett. (Ob das mit den USA stimmt? Hier noch ein Link dazu. Die Rede ist auch von rein kosmetischen Zwecken.)

Wäre mir wirklich saupeinlich, wenn ich beschnitten wäre und man hätte mir Gewebe, das von anderer Leute Dödelchen ohne Betäubung abgerissen und runtergesäbelt, dann später ausgerechnet ins Gesicht gesetzt. (weiterlesen…)

Der Göller plant ins Kloster

Samstag, 25. August 2012

Demnächst gehe ich in ein Kloster.

Naja, oder vielleicht auch nicht.

Denn wenn es das Geld für die Reisekosten und einen zeitweisen vertrauenswürdigen Ersatzpapa nicht hat, kann es kaum klappen.

Ich will ja auch nicht nur zum Schmarotzen da hin.

Schwaben gelten zwar als sparsam, aber dass sie bloß schmarotzten, das sagt man ihnen gemeinhin denn doch nicht nach: vom Breisgau bis hinan nach Usedom.

Ich will dort nur ein gutes gegenseitiges Geschäft machen. (weiterlesen…)

Teufelchen entkraft (II)

Montag, 20. August 2012

Die Teufelchen sind natürlich noch nicht ganz entkraft.

Einerseits tanzen sie noch, andererseits überdies falschherum.

Manche von ihnen haben gar eine Art Eigenleben entwickelt: das macht der zweite Hauch. (weiterlesen…)

Jahwe in den Pfuhl

Freitag, 10. August 2012

Ich habe immer wieder über die Invektiven von Leserin Lesezeichen dahingehend nachgedacht, dass die ganze Philosophie eine Art Luxus aus dem gefüllten Bauche sei, während der Gottesglaube hinwiederum nicht nur dem Saturierten Halt und Richtung gäbe, sondern ebenjenem, der in echter Not.

Für mich persönlich zumindest muss ich diesen Ansatz deutlichst verweisen; zwar war ich nie dem Hungertode nahe, sosehr sich die Nonnen nach meinem schweren Unfall mit acht Jahren auch dahingehend mühten, denn ich schlürfte ihren Schweinseimerfraß eben doch; was mir dabei half, war aber kein Gottesglaube, sondern frühe kindliche Philosophie.

Diese bildete sich schlicht so auf, dass ich verzweifeln, einem Psychiater, noch nach der körperlichen Schwerstangefressenheit und klinischen Fehl- sowie Unterernährtheit in einem Zustande, der Aufbaufutters dringendst bedurft hätte, darob schließlich ausrastend, zum letzten Possen der geistigen Zwangsumnachtung zugeführt werden könne, alswelche Möglichkeit mir sehr klar vor Augen geführt ward, täte ich nicht „gut“, oder aber mir eine Geisteshaltung aufbauen, die diese unsinnigen Monster dergestalt ruhigzustellen gleichzeitig so effektiv sei, wie dass ich die boshafte Quälerei irgendwie zu überleben mich in die Lage versetze.

Ich wünsche keinem Gläubigen, das schlundverbundene zynische Bauchrednergelächter gehört zu haben, das allein auf dessen Geschwätz hin, und wenn es mir auch nochmal übel wehgetan hätte, erschollen wäre, da Gott so eindeutig nirgends war, und am allerwenigsten bei jenen, die ihn ständig im Munde führten, wie er das nur sein kann, ertragen haben zu müssen.

Es ging so weit, dass ich teils sogar ein gewisses Mitleiden gegenüber jenen Gläubigen entwickelte, die jederzeit bereit waren, mich jenseits aller unnötigen Pein, derer sie mir nicht wenig zuzufügen sich befleißigten, da ich sah, dass es diese erbärmlichen guten und gerechten Erwachsenen offensichtlich einfach nicht besser wussten.

Ich hegte gleichwohl, beinahe gänzlich hilflos, ausgeliefert, als ich da war, auch große Wut, aus praktischer Vernunft fast immer in mich zurückgepresst, gegenüber diesen reflektionslosen Zeitgenossen und jenen, die sich aufgrund der zementierten Machtverhältnisse nicht wider sie zu stellen wagten.

Nein: Philosophie gebiert sich nicht nur aus der Langeweile und dem lammfiletvollen Bauche heraus. Sie kann auch schwerstverletzt, den Flüssigschlunz aus dem Zusammengekochten des Resteeimers chancenlos, schließlich stoisch ertragend, erstehen.

MEIN Zugang zur Philosophie jedenfalls wurde dort geöffnet, wo es der von außen kommenden Freuden keine gab; wenn man so will: in der Hölle.

Unsäglich viel dummes Geschwätz; zudem Zwangsbeten am Abend (morgens um Fünf erstmal das blöde Thermometer in den Arsch), was ich mitmachte, die gottesfürchtigen Furien nicht zu weiteren Untaten wider mich aufzureizen: Ja, so ward ich im zarten Kindesalter zum heimlichen Philosophen.

Ich hatte nämlich bald spitzgekriegt, dass ich die Sache, wenn auch entstellt und als halber Krüppel, überleben werde, wofern die mich nicht in ein Kinderirrenhaus zu bringen sich durch eine meinige Unbedachtheit gerechtfertigt sähen; und da ich doch noch nicht lebensmüde war, beschloss ich, das irre Treiben über mich ergehen zu lassen, mir die Welt noch etwas länger anzuschauen. Immerhin wusste ich ja, dass es noch etwas anderes gab, setzte darauf, dass das Leben späterhin auch anderes für mich bereithalten könne, denn grause Bigotterie, haltloses, in Brutalität einvermischtes, hohles Mitleidensgeschwätz der, hätte ich dazu lachen können, lächerlichsten, perversesten Sorte.

Mir wird immer klarer, dass ich all das schon damals sah. Ich verfügte nur noch nicht insgesamt über das Wort und derart strukturierte Gedanken, dies so darzulegen, wie es mir heute zu tun nicht mehr schwerfällt.

Man hat viel Zeit, nachzudenken, wenn man zwei Wochen bewegungsunfähig in einem Gipsbette verbringt und dazu einen Fraß eingeflößt bekommt, nebst guten schlechten Worten, dass man eine angehungerte gesunde Ratte noch mit Peitschenhieben dahintreiben müsste, sich solch einen Endabranz einzuverleiben.

Nein, liebes Lesezeichen: Die Philosophie gebiert sich nicht nur aus dem fröhlichen vollen Bauche heraus, dem Überschwang, dem Überflusse.

Das mag es wohl geben, wie übrigens, was die Religion anlangt, wenn der Pfaffe Geld und Macht riecht und schmeckt, nicht selten auch. Ein allgemein zutreffendes Paradigma aber ist das definitiv nicht. (weiterlesen…)

Vom Buddhawäscher zum Trilliardär

Dienstag, 31. Juli 2012

Als ich vorhin mal wieder ob der übertriebenen Computerdaddelei meines älteren Sohnes etwas ungehalten war, fragte ich ihn, ob er denn sein Hirn etwa schon bei lebendigem Leibe selber kompostieren wolle.

Der Spruch war ihm natürlich ziemlich egal.

Eine Stunde später aber geschah ein Unvorhergesehenes.

Auf dem Rückwege vom notwendigen Einkaufe kamen wir nämlich an einem vielleicht fünfzigjährigen, sehr gepflegten Manne, etwas indisch aussehend, vorbei, der doch tatsächlich mitten auf der Gasse im Gerberviertel sorgsam, mit Schwamm und Eimer, seine 30 bis 60 Zentimeter hohen Buddhastatuen wusch, also andächtig wie gründlich, und die Sache ergab auch Sinn, denn die noch nicht gewaschenen Buddhas waren in der Tat teils etwas weißlich-trübe anverfleckt (Der Stein oder Guss war von einem mattdunkelblau-gräulichem Tone), sahen nach der ihnen angediehenen Ganzkörperpflege schon wieder viel besser aus.

Meine Niederlage von vorhin noch nicht gänzlich verwunden habend, sprach ich, fast gleichzeitig, meinen Sohn allda keck darauf an, ob er nicht vielleicht Buddhawäscher werden wolle, den leicht überrascht aber weiterhin freundlich reagierenden Meister, ob er denn wohl noch einen Stift, äh, einen Lehrling einstellen wolle, der das bei ihm lernen könnte. (weiterlesen…)

Gott, Es, Gaia: Wer will falsch’ Zeugnis?

Mittwoch, 25. Juli 2012

Wie es scheint, häufen sich Themen, die grob als esoterische zu umreißen sind, im sogenannten Sommerloch: und es wirkt – oh Entsetzen! – , wie als ob ich mich in diesen Trend einreihte.

Jede Menge Religiöses (für mich fällt das darunter), Crowley, Todesartenweissager, Rückführungsspezialisten, Gottesworte, ach, auch um das Überleben im Quantenkolosseum kämpfende Elementarteilchen, der Katechismus der theoretischen Physiker, Geheimgesellschaften, selbstverständlich die Jesus-Frage, archaisch-magische Initiationsriten: allerlei nicht eigentlich klassisch Wissenschaftliches kam hier jüngst dazu.

Bis zu einem gewissen Grade finde ich das lustig, und manchmal, das nicht zuzugeben wäre töricht, fordere ich derlei ja im Sinne einer weiterführenden Debatte auch frech heraus.

Ärgerlich wird es aber, wenn weder ein geistiger oder theoretischer Fortschritt erzielt wird, noch gar einer, der konkret auf das Jetzt passte.

Sich also alles nur im Kreise dreht, allzuwenig Weiterführendes erkennbar. (weiterlesen…)

Mantik: Beim Tode fängt der Ernst an

Mittwoch, 25. Juli 2012

Aus der Kritik der Welt (“Maischberger greift in der Krise zum Esoterik-Quatsch”) zu Maischbergers Schwatzschau des Mottos “Horoskope, Handlesen, Tarot: Unsinn der hilft?” will ich nur ein bemerkenswertes Zitat herausziehen, immerhin den deutschen Physiker und Astronauten Professor Dr. Ulrich Walter betreffend, das aber, vor allem, eine Frage aufwirft, die, obzwar so naheliegend, dort anscheinend gar nicht gestellt wurde:

“Maischberger stellte Walter vor als “jemand, der den Sternen nah war” und fragte: “Sind Sie gläubiger zurückgekommen?” – “Nein, aber ich dachte mehr über die Dinge nach”, so der Physiker. Zurück auf der Erde, hat er sich die Hand lesen lassen. In der Talkshow-Ankündigung hieß es: “Ihm wurde prophezeit, wie er sterben würde.” Das “Wie” versäumte Maischberger allerdings nachzuhaken.”

Nun, die Kritikerin Carola Stern kreidet also Frau Maischberger das Versäumnis an, nach dem “Wie” des prophezeiten Sterbens nicht gefragt zu haben, da der arme Mann das anscheinend glaubt, was doch eher – zumindest scheinbar – von einem gewissen Taktgefühl zeugt.

Denn Frau Stern hat soherum recht, als dass Maischberger, die, wenn sie ein Mindestmaß an Professionalität mitbringt, bei einer derartigen Ankündigung höchstwahrscheinlich mitentscheidet, zuerst den Reißer wollte, ihn dann aber nicht angehen.

Es wurde wohl auch nicht thematisiert, ob denn ein Mensch, der so etwas glaubt, noch ganz bei Sinnen sein könne. Welch potentielle selbsterfüllende Prophezeihung der negativsten Art, mit dem Tode spielend, von diesem Handleser in die Welt gesetzt worden sei. Ob denn nicht jeder in einer entsprechenden Profession, der so etwas macht, als ein unverantwortlicher, entweder absolut skrupelloser oder völlig unfähiger Scharlatan selbstgezeichnet erkannt werden müsse?

Stellen Sie sich mal vor, Sie glauben fest an das, was Ihnen Ihr Weissager sagt.

Nun hat er Ihnen gesagt, dass Sie einst ersaufen werden. Mit dem Badespaß werden Sie es ab da nicht mehr so sehr haben, vermutlich, Ihr ganzes emotionales Verhältnis zum Element Wasser wird sich verändern. Wenn Sie Kinder haben, werden Sie denen womöglich auch noch eine Wasserangst übertragen, so dass die dann vielleicht erst recht irgendwann panisch ersaufen, anstatt ruhig an Land zu schwimmen. (weiterlesen…)

Legale Knabenverstümmelung: Debatte geht in zweite Runde

Sonntag, 22. Juli 2012

Ich bringe die folgenden Links zur Beschneidungsdebatte jetzt bewusst hier vorab gesondert, anstatt lediglich in einem vorigen Kommentarstrang:

www.faz.net/aktuell/politik/inland/beschneidungsdebatte-auch-die-seele-leidet-11827698.html

www.faz.net/aktuell/politik/inland/beschneidungsdebatte-aerzte-und-juristen-plaedieren-gegen-die-beschneidung-11827596.html

www.faz.net/aktuell/politik/inland/offener-brief-zur-beschneidung-religionsfreiheit-kann-kein-freibrief-fuer-gewalt-sein-11827590.html

www.faz.net/aktuell/politik/inland/beschneidungsdebatte-unsere-seltsame-tradition-11827726.html

www.faz.net/aktuell/politik/inland/beschneidungsdebatte-noetiger-schmerz-11827980.html

Der Zug hat nochmal mächtig an Fahrt aufgenommen. Besonders empfehle ich die Lektüre des offenen Briefes an Kanzlerin, Minister und Abgeordnete sowie des Kommentars von Volker Zastrow (Nötiger Schmerz”).

Immer mehr Menschen begreifen, dass es sich hier nicht um einen kleinen, harmlosen Ritz in ein kleines, noch fast empfindungsunfähiges Pimmelchen dreht, dass Komplikationen und Langzeitschäden körperlicher wie seelischer Art keineswegs selten sind, selbst bei “fachgerechter” medizinischer Ausführung des verstümmelnden Eingriffs unter bester Betäubung.

Ich glaube übrigens den aktuellen Umfragen nicht, die die Deutschen als in der Frage der Zulässigkeit der Knabenbeschneidung etwa unentschieden sehen.

Das Magengummeln bei SPD und Grünen scheint, bislang weitgehend hinter den Kulissen, doch erheblich zu sein. Die Union schweigt sich derweil herum, zum “Kasperkram” (so setzt Zastrow in seinem Kommentar das Machtwort der Kanzlerin von der “Komikernation” um), macht also, was sie am besten kann.

Es dräuen sowohl gut begründbare Klagen jener, die auch eine “verantwortlich durchgeführte” Mädchenbeschneidung nach dem Gleichheitsgrundsatze vorbringen, wie andererseits jener, die Politiker (aber auch Ärzte, Juristen, Publizisten) der Förderung, Beihilfe, Duldung, Billigung von Gewaltstraftaten an Kindern sowie der unterlassenen Hilfeleistung, der Rechtsbeugung und des verfassungswidrigen Verhaltens zeihen werden.

Diese Sache ist noch lange nicht gegessen.

Der Bundestag hat am Donnerstag die zweite Runde eingeläutet. (weiterlesen…)

Philosophie: Crowleys Kognak

Samstag, 21. Juli 2012

Wahrscheinlich gefällt mir die Philosophie auch deshalb besser als die Religion, weil sie üblicherweise den höheren Ehrenkodex hat.

Denn wer als Philosoph wider die Vertreter einer anderen Schule auch nur zu so etwas Ähnlichem wie einem Heiligen Kriege aufruft, disqualifiziert sich damit schon, bevor die Nacht hereinzubrechen sich verwagt.

So etwas macht man als Philosoph einfach nicht: Denn man liebt ja die Weisheit als sein Schwert.

Geistige Auseinandersetzung, das Ringen um genauere Gedanken entscheidlich den Handgreiflichkeiten des Pöbels anheimstellen: das wollen wir nicht.

Es mag uns ja kaum einer verstehen: Dann fördern wir es aber erst recht nicht, dass ausgerechnet die Dümmsten sich dazu berufen sehen, zu unserem selbsternannten Gesinde zu werden.

Ja, da sagte der Nazarener was, leider wieder nur halb: Unser Reich ist nicht NUR von dieser Welt!

Denn wir reden oft mehr mit Toten, als mit den Lebichten.

Ganz einfach deshalb, weil Erstere uns nicht selten mehr zu sagen haben, als Letztere.

Sowohl für und über diese Welt wie für und über andere Welten. (weiterlesen…)

Tragikomikernation Deutschland

Freitag, 20. Juli 2012

Mir wurde im Kommentarstrang zu “Frau Dr. Knabenverstümmlerschützerin Merkel,” ob der abstrusen Einlassungen eines SPD-Granden zur Mädchen- versus Knabenbeschneidung gerade klar, dass solche Leute unser Land tatsächlich zu einer Komikernation machen, wobei aber dies Kanzlerinnenwort gleich am Anfang entscheidend beschnitten wurde: Tragikomikernation muss es heißen.

Denn die Sache ist vor allem traurig. Oder wer ist es, der da fröhlich und befreit über die kruden Kalauer der Bühnenakteure lacht?

Frau Merkel hat mit ihrem Spruch einen gewaltigen Kommunikationsfehler gemacht.

Kinderschützer als Komiker verspotten, das war nicht hilfreich, äußerst degoutant, Madame Merkehl. (weiterlesen…)

Knabenbeschneidung: Der Lack ist ab!

Mittwoch, 11. Juli 2012

Die Knabenbeschneidungsbefürworter werden in ihren Verharmlosungen der grausen Sache immer aberwitziger.

Den durchaus schon gängigen Vergleichen der Beschneidung mit dem Ohrlochstechen und der christlichen Kindstaufe fügte in der aktuellen Blogdebatte des Grünen Volker Beck, einem Befürworter, einer jetzt noch (selber abständig), aus der Bildzeitung aufgelesen, jenen mit dem Nagellackauftragen dazu, das Mädchen ja auch in einem gewissen Alter lernten.

Geht’s noch?

Sind die total meschugge?

Was kommt als nächstes? (weiterlesen…)

Wider Knabenbeschneidung: Barbarische Deutsche

Montag, 09. Juli 2012

Inzwischen ist Frau Kolumnistin Blödmeister beim deutschen Oberschafsmedium (ich setze bewusst keinen Link dahin, Sie finden, wenn Sie wollen, schon raus, wen ich meine) so weit, sich über die ganze Debatte zur Knabenbeschneidung nur noch lustig zu machen.

Ein Kommentator dort meinte trefflich, dass er durchaus bezweifle, ob die amüsierte Dame auch so aufgekratzt guter Laune wäre, würde Mädchen eine Brustwarze abgeschnitten, da ein religiöser Ritus das so vorsähe.

Ein anderer spottete, dass eben ein Gesetz zu erlassen sei, alle Kinder vor Körperverletzung zu schützen, wovon man lediglich sämtliche Knaben ausnehmen müsse.

Nachdem – wie hier schon erwähnt – ein Dummrabbiner in Israel das Verbot der Knabenbeschneidung mit einem Verbot des Glockenläutens der Christen verglich, kaprizieren sich die Beschneidungsbefürworter inzwischen auf die Phimose und vorgebliche hygienische Vorteile, vergleichen aber auch gerne mit dem Ohrlochstechen bei Minderjährigen, und die ganz dreisten Abbatze gar mit der christlichen Kindstaufe, vor welcher der Säugling ja auch nicht gefragt werde, ob er sie goutiere. (weiterlesen…)

Einsteinreligion vor dem Ende

Samstag, 07. Juli 2012

Die Einsteinreligion, oder auch Lichtgeschwindigkeitslüge, gehört doch nochmal näher, deren Dunkle Materie, beleuchtet.

Was bringt es den Gläubigen, daran zu glauben?

Zunächst mal, wie in allen primitiven Religionen, eine gewisse Sicherheit in der wohlig gesetzten geistigen wie physischen Begrenztheit.

Wenn die Lichtgeschwindigkeit nicht zu übertreffen ist, wird der Mensch nie vernünftig Raumfahrt weiter als bis zum Mond oder allenfalls Mars betreiben können.

Und Außerirdische, wofern sie nicht ein Vielfaches an Erdenjahren leben, als wir, können ebenso vernünftigerweise höchstens in Restkapseln, irgendwie eingeeist und aufgetaut, je hier gelandet sein.

Damit ist sichergestellt, dass wir auf Terra auf ewig im eigenen Safte schmoren werden, egal, was da draußen noch sein mag.

Übertragen auf die einstige Erdscheibenkatholenidiotenreligion: Es gibt keinen Westweg nach Indien, Amerika bleibt auf ewig unentdeckt. (Die Wikinger, diese dummen Hochseelinge, wussten es natürlich schon Jahrhunderte vor Kolumbus besser.)

Die Einsteinreligion wurde insofern von ziemlich traditionell klugen Priestern angesetzt. Denn wo keiner her- noch wegkann, da haben sie ihr Erdenreich propagandistisch wie (scheinbar, aber das ist erstmal egal) real im Griff.

Kein Fremder stört ihre Macht, keiner kann je ausreißen.

Und es tut den höheren Pfaffen natürlich auch gut, dass sie als einzige wissen, zu wissen meinen, dass ihre exoterische Verzählung ein kompletter Humbug ist. (weiterlesen…)

Lichtgeschwindigkeitslüge: Pfropf auf dem Kopf?

Freitag, 06. Juli 2012

Seit bald ewigen Jahren höre ich vom Propfe auf dem Kopfe.

Jenem, der verhindert, dass die moderne Menschheit, da es ja schon Altinder und Altägypter und später einen Tesla gab, die raumfahrmäßig bzw. bezüglich Überlichtgeschwindigkeit den vollen Plan gehabt haben sollen, es auch endlich rafft.

Und ich habe auch von einem Kölner Professor gehört, Günter Nimtz, der Überlichtgeschwindigkeit vor einigen Jahren, was aber nicht anerkannt, denn es kann nicht sein, was nicht sein darf, nachwies.

Auf der einen Seite also – mit Ausnahme von Nimtz, vielleicht auch Tesla und ein paar anderen – esoterisch angehauchte Spinner, jedenfalls Selbernichtskönner, ich nannte sie im Kommentarstrange zu “Kosmospekulanten” auch “Daherbehaupter”, auf der anderen einsteinische Granitrüben, die partout nichts zulassen wollen, was ihren armseligen Ohngeistesraum sprengte.

Ich schrieb es schon einmal, muss es an dieser Stelle aber wiederholen: Stellen Sie sich vor, Sie wären auf einem Planeten des Aldebaran. (weiterlesen…)

Gott als der Physiker Tanzbär

Donnerstag, 05. Juli 2012

Gott war irgendwie schon da.

Und so saß er da, vor dem sonstigen Nichts, betrachtete es lange, bis ihm darüber langweilig ward.

“Was soll ich bloß die ganze Zeit mit diesem immergleichen Nichts anfangen?”, frug er sich.

“Sag doch wenigstens mal was!”, sagte er schließlich, schon etwas verärgert, zum Nichts.

Das Nichts aber sagte nichts.

Irgendwann reichte es Gott, mit dem störrischen Nichtse, und er dachte gründlich nach.

“Haha! Dir komme ich!” – rief er schließlich.

Da schuf er ein zweites Nichts.

Das Urnichts sollte sich noch wundern. (weiterlesen…)

Sind die meisten Moslems Juden?

Donnerstag, 28. Juni 2012

Die provokante Überschrift rührt her von meinem Nachdenken über die Knabenbeschneidungspraxis.

Ich las mehrmals – und fand bei Eigenlektüre auch nichts davon, wiewohl ich das ganze Buch nicht durchbrachte – , dass im Koran nichts von einer Pflicht zur Knabenbeschneidung zu finden sei, die meisten Moslems diese Grausamkeit am eigenen Kinde aber trotzdem für geboten hielten und ausführten.

In der Juden wichtigstem Buche hingegen ist die Sache klar: “Must be circumcised!”

Hat Mohammed hierzu einfach mal eine Sure vergessen, oder einen doch nicht unwichtigen Teil davon?

Dann wäre das Buch ja unheilig, und das will wohl keiner wollen können sollen müssen.

Haben jene Moslems je darüber nachgedacht, dass sie sich mit dem Beschneidungsritual zu Quasijuden machen könnten? (weiterlesen…)

Jürgen Kaube gegen Knabenbeschneidung!

Donnerstag, 28. Juni 2012

“Bräuche, die in die körperliche Unversehrtheit eingreifen, sind abzuschaffen.” – Also Jürgen Kaube zur Praxis der Knabenbeschneidung heute auf faz.net

Endlich wagt es ein Journalist eines deutschen Leitmediums, seine Stimme zur massenhaften schweren, irreversiblen rituellen Körperverletzung an wehrlosen Kindern in unserem Lande eindeutig zu erheben.

Letztlich sagt er auch, dass religiöse Gemeinschaften sich nicht beliebig über das allgemeine Recht stellen können, eben bis dahin, Menschen zu verstümmeln.

Kaube weiß sehr wohl, dass er mit dieser Stellungnahme den Zentralrat der Juden und dazu noch allerlei Moslemvereine, wer weiß, welche GrünInnen noch, an der Backe hat.

Deshalb, da vor diesen Kräften, die hierzu gar an einem Strange ziehen, fast jeder weicht, ist sein Mut uneingeschränkt zu loben. (weiterlesen…)

Religion und kleine statt der großen Sachen

Sonntag, 24. Juni 2012

Sohn hat sich fünf Euro verdient.

Um ihn zum quasi freiwilligen Denken anzuregen und da ich gut gelaunt war, hatte ich diese Prämie ausgesetzt, wofern er es binnen einer halben Stunde schaffen werde, drei gute grundsätzliche Fragen wohlformuliert zu stellen.

Milde, wie ich als Vater nunmal praktisch immer bin, verkürzte ich die Anforderung im Laufe der Sache (er hatte beliebig viele Versuche) auf zwei Fragen und half schließlich diskret nach, da ich merkte, dass er die Frage (die zweite) durchaus gefunden, nur noch etwas unbeholfen ausdrückte, und erkannte ihm schließlich Sieg und Preis zu.

Kurzum, er landete bei zwei Fragen, dererhalber mir natürlich klar war, dass er sie dem Papa im Laufe der Zeit irgendwie sozusagen abgelauscht haben könnte bzw. von denen er mit Recht vermuten durfte, dass ich sie gelten lassen werde. Das aber gehört zur Intelligenzleistung mit dazu. Wer weiß und darlegt, was der Lehrer höchstwahrscheinlich hören will (egal, ob es Unfug ist, oder nicht), bekommt seine Eins verdientermaßen (allerdings nur bis zu einer gewissen Alters- wie Niveaustufe).

“Warum meinen die Menschen eigentlich, dass sie eine Religion bräuchten?”

“Wieso regen sich so viele über Kleinigkeiten auf wie verrückt, plärren mordsmäßig ‘rum, während sie gegen die großen Sachen, die sie übelst betreffen, nichts unternehmen und nichtmal was sagen?” (weiterlesen…)

Religion und Philosophie

Mittwoch, 13. Juni 2012

Was ist der Unterschied zwischen Religion und Philosophie? (weiterlesen…)

Böse Bibel: ergo kranke Frauen

Montag, 11. Juni 2012

Die Vorstellung, dass Gott sich irgendwo hinverführe, wie in der Bibel, um Eindruck zu machen, ist ja so schon bestenfalls ziemlich kindisch.

Fügt man diesem Gedanken dann noch hinzu, dass er das genau deswegs getan habe, weil die Juden so besonders erlesen seien, muss man fast schon lachen.

Treibt man es noch weiter, wie andere das tun, dass er gerade dorthin hätte müssen, da die so außerordentlich verworfen seien, bleibt nur noch Kopfschütteln.

Wieso sollte ER das eine oder das andere irgend nötig gehabt haben?

Ist der Mann ein Volltrottel? (weiterlesen…)

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