Archiv für die Kategorie ‘Momentaufnahmen’

3-D-Wahn: Offener Brief an Sony

Freitag, 20. Januar 2012

Tut mir leid, liebe Firma Sony. Ich weiß um die meist ordentliche bis hochwertige Qualität Ihrer Produkte. Aber was ich da im Stuttgarter Saturn-Markt gewahren durfte, ist unter aller Kanone.

Es handelt sich um ein 3-D-Fernsehgerät ihres Hauses, der neuesten Baureihe, wie mir der Verkäufer versicherte.

Wie können Sie so etwas verkaufen?

Ich schaute etwa eine Viertelstunde durch diese Spezialbrille, um mir allerlei Buntes aus Harry Potter usw. anzuschauen, Ihre Trailer sozusagen, Lockfilme zu Deutsch, merkte aber schon nach Sekunden, dass da gewaltig was nicht stimmte. Ich neige nicht sonderlich zum Durchdrehen wegen Kleinigkeiten, zumal wenn wegen technischen Versagens. Ich hatte den Eindruck, dass mein Hirn bei der Verarbeitung der optischen Signale, nie wissend, wie scharfstellen, an so ein Halb-3-D nicht im mindesten adaptiert, immerzu an der Schmerzgrenze arbeiten musste. So ein Wahnsinn.

So war ich hernach auch nicht sonderlich verwundert, dass mein räumliches Sehen in der realen Welt erst einmal ebenfalls recht surreal war; ich hätte weder ein Automobil steuern wollen, noch gar einen Hubschrauber, ja noch nicht einmal, so schräg waren alle Linien und Entfernungen (irgendwie da, aber oszillierend), hätte ich mit dem Radel durch den Stadtverkehr orgeln wollen. Erst nach etwa einer halben Stunde hatte ich das Gefühl, endlich wieder wie ein Mitteleuropäer sehen zu können. (weiterlesen…)

Spinndoktoren am Ende

Freitag, 04. November 2011

Moslems beglücken französische Satiriker mittels eines Brandanschlags.

Und in Libyen ballern sich die “Rebellen” gegenseitig ab, wer hätt’s gedacht, bis hinein ins Krankenhaus.

Wie die beiden Meldungen zusammenhängen?

Sie zeigen, wo wir stehen. (weiterlesen…)

Von den Verlorenen

Mittwoch, 02. November 2011

Durch den Verlust sowohl vom Gefühl einer Volkszugehörigkeit, von Familie, wie durch mangelndes individuelles Selbstvertrauen, entsteht der hohlköpfichte Pseudo-Tribalismus, dessen wir immer mehr gewahren.

Man ist stolz, fühlt sich einer (virtuellen) Gemeinschaft zugehörig: durch irgendein Nichttun oder ein lächerliches, infantiles, zum Heldentum aufgebauschtes Tun. (weiterlesen…)

Jesuiten und Freimaurer dürfen auch mitspielen

Freitag, 01. Juli 2011

Gestern hörte ich mal wieder Wortfetzen einer Diskussion, die mehrfach auf den vorgeblich allumfassenden verderblichen Einfluss des Vatikans zurückkam.

Mein Thekennachbar hatte auch schon zu grinsen angefangen. (weiterlesen…)

Ich weiß ganz sicher, dass ich dumm rausschwätze

Freitag, 03. Juni 2011

“I’m certain they have far more detailed information than we could ever imagine.”

Dieser Satz kam mir eben unter, verfasst von einem Christopher Neal Wyatt im Zusammenhang mit einer wirklich heftigen Verschwörungstheorie, die ich hier zunächst nicht einmal ansatzweise erörtern will.

Die “they”, von denen er redet, sind natürlich die “Illuminati”.

Wer auch sonst.

Aber schauen wir uns diesen Satz mal etwas genauer an: (weiterlesen…)

Think about it!

Sonntag, 16. Januar 2011

In einem Artikel des “Telegraph” beschreibt der Autor auf interessante Weise, wie ausgerechnet der Klimawahn australischer Politiker zu einer deutlichen Verschärfung der momentanen Flutkatastrophe im Nordosten des Landes beigetragen haben könnte.

Die Obsession der (menschenverursachten) Erderwärmung geht weithin damit einher, es drohten verheerende Dürren, was bei einem Planeten mit 70% Wasseroberfläche ja keineswegs eine ausgemachte Sache wäre, wenn es tatsächlich wärmer würde (was wohl zumindest in den letzten zehn Jahren nicht mehr zutrifft, trotz gestiegener Kohlendioxidemission) da Wasser bekanntlich nicht vom Vereisen zunehmend verdunstet …

Für am Thema Interessierte allemal lesenswert, sowohl was den Grundgedanken wie auch was das beschriebene konkrete Einzelphänomen anlangt.

Hier noch ein ergänzender Artikel dazu.

Wünschen vergeblich

Donnerstag, 14. Oktober 2010

Heute kann man sich ja alles wünschen, und wenn man nur richtig wünscht, bekommt man’s auch, heißt es: Geld, masse Weiber, alles, was man wünscht.

Bloß beim Verstand klappt es mit dem Herbeiwünschen nie.

Zurück ins Mittelalter: Deutschlands neuer Trend zur Großfamilie

Freitag, 20. August 2010

Heute hörte ich es wieder auf meinem Bayernradio: einen Werbespot, der auf “Bayern München. One family.” endete.

Na hoppla.

Meine family besteht also aus Rumenigge, van Chaaal, dem bösen Magath nicht mehr, einem Frankosen mit Hosen, vielleicht einem neuen Brasilianer, Frau Lahm, den Rasenmähern und Stadionwächtern, Franchise-Vermarktern, Seehofers Katze, einer Brauerei, einer Schuhplattelei und einem werbenden Großkonzern. (weiterlesen…)

Corexit für alle, außer Barack und Michelle

Mittwoch, 14. Juli 2010

Gerade las ich im britischen Guardian:

“Michelle Obama today used her first visit to the Gulf coast devastated by the BP oil spill to urge Americans to support the local economy by spending their summer holidays there.”

(Michelle Obama nutzte heute ihren ersten Besuch am vom BP-Ölleck verheerten Golf, um Amerikaner dazu zu drängen, zur Unterstützung der örtlichen Wirtschaft ihre Sommerferien dort zu verbringen.)

Die First Lady selbst jedoch, (weiterlesen…)

Notiert

Dienstag, 13. Juli 2010

“Ich muss für meine Kinder Löwin und Löwe gleichzeitig sein”, sagte heute ein alleinerziehender Vater, den ich ziemlich gut kenne, in schwieriger Lage vor staatlicher Autorität.

Zwei an der Klatsche (III)

Dienstag, 13. Juli 2010

Die absolute Zweitbestintelligenzbestie aller Stubenfliegen, die meinem exterminatorischen Jagdinstinkt zu entkommen trachtete, indem sie nicht einmal mehr am Rande des Rotweinglases gefährdet sei, stürzte sich jetzt gleich ganz hinein.

Ob sie daselbst schon den Äthanoltod fand oder erst in meinem Magen der dort vorgehaltenen Salzsäure vollends erlag, vermag der Chronist nicht eindeutig zu berichten.

Eine schwirrt allerdings immer noch; deren tragisches Ende wird gegebenenfalls zu beweinen sein, wofern sie nicht in Bälde das Weite sucht.

Gewarnt ist sie.

Mit hinreichend Vernunft für einen rechtzeitigen geordnenten Rückzug ist auf solcherlei Restfeindesseite allerdings wohl nicht zu rechnen.

Also dräut auch hier der Ehrentod im Felde.

Merkwürdig, seit dreißig Sekunden höre und sehe ich nichts mehr.

Jetzt krabbelt das Sauvieh doch wieder auf meinem Fuß herum.

Na warte!

Freiheit

Montag, 22. März 2010

Die ersten Balzgesänge erklingen.

Am liebsten packte ich jetzt meinen Rucksack, marschierte erstmal die vier Kilometer zur Autobahnauffahrt, hinge den Daumen in die Frühlingsluft, mich erst dort entscheidend, ob ich’s wohl zunächst gen Süden oder Norden versuchen wolle, wohin denn vielleicht, völlig dazu bereit, wo ganz anders herauszukommen, wenn dies denn ein längerer “Lift” mit einem interessanten Fremden ergäbe, mich einfach zwei Wochen durch die Republik treiben zu lassen, dort zu biwakieren, wo es sich ergibt, unter freiem Himmel zu schlafen, wo immer möglich mit Lagerfeuer und frischem Wildbärlauch im Alutopfe, einer Bouteille einfachen Roten dabei, nur mit Block und Stift ein wenig zu dichten, morgens von der Feuchte des Taus und dem Rufe der Singvögel geweckt zu werden, den Ranzen aufs Neue zu schnüren, an einem besonders schönen Orte einfach drei Tage Lager aufzuschlagen, durch die Gegend streifen, ausrücken, in einem nahegelegnen Dorf neues Material zu fassen, also bescheiden wie frei, abends mit Blick auf die verlöschende Glut einzuschlafen, alles und nichts zu tun, ohne Telefon und Ebriefkasten, verloren in der Niederlausitz an einem See oder oben auf einem Mittelgebirgsrücken, am Morgen selbstversunken in flache Wasser- oder Talnebel blickend, sinnend auf neue Taten und Zukünfte, mit einem jähen Ruck in plötzlichem Entschlusse das Wenige aufzubuckeln, dem Gedanken, jetzt zöge es mich für zwei Tage nach Berlin oder Mailand, sofort folgend, lachend (weiterlesen…)

Verfrostbeutelt

Sonntag, 07. März 2010

Im Oktober war mein rechter Arm dreiviertelsverreckt, ich hatte kein Holz bei, fror wie ein Schneider.

Wie als ob ich ein stets optimistischer Engländer wäre, hoffte ich danach auf einen Hitzewellenwinter.

Nochmal Pustekuchen.

Jetzt ist es März, und das hiesige heutige Temperaturmaximum dürfte sich bei circa vier Grad unter null einpendeln.

Inzwischen glaube ich sogar dem Oberklimaschwindler Phil Jones, die Frostbeulen fraßen sich wohl schon bis an mein Hirn hinan, dass die Erde sich seit 1995 nicht mehr erwärmt habe.

Technik, die entgeistert (Todessprung durch Technik)

Freitag, 26. Februar 2010

Ich besitze zwar seit ein paar Jahren kein Auto mehr, hatte es aber davor geschafft, privat wie beruflich bedingt, über zwanzig Jahre lang unfallfrei so ziemlich alles mal unter den Hintern zu bekommen, was ohne LKW- bzw. Busführerschein bewegt werden darf, von der alten Kastenente über so ziemlich alle Automarken und -typen jeglicher Größe und Motorisierung, bis hin zum Methusalem-7,5-Tonner, alten, ausgeleierten Pritschenkübeln, oft mit Hänger…(meine Präferenzen nennte ich jetzt gerne, aber dies ist nicht der Ort für Werbung).

In welche Mobile mich allerdings die berühmten zehn Pferde nicht hinters Steuer brächten, nicht mal wenn der Papst daneben für uns betete, das sind jene modernen Luxuslimousinen, die nicht nur über Servo, Tempostat, ABS und derlei nützliche Einrichtungen verfügen, sondern über einen Bordcomputer, der GAS GIBT ODER BREMST, WENN  E R(!) DAS FÜR RICHTIG HÄLT!

Nicht erst seit dem Tode Jörg Haiders (weiterlesen…)

Literarisch immunisiert

Mittwoch, 28. Oktober 2009

Gegen die Schweinegrippe weiß ich den endgültigen Impfstoff: einfach Kafka lesen.

Antikapitalistische Verschwörung?

Sonntag, 18. Oktober 2009

Gerade las ich einen Blog-Artikel eines Marktradikalen zur diesjährigen Verleihung des Nobelpreises für Wirtschaftswissenschaft.

Nachdem ich die schlimme Enttäuschung darüber, dass mein Favorit, Helikopter-Ben Bernanke, nicht gewann, mittels diverser Becher Anisschnaps einigermaßen überwunden habe, schenkt mir der erwähnte Artikel nun anderlei ausgleichende Labung und Atzung.

Der Herr schrieb von “Wirtschafswissenschaften”, also davon, wie ärgerlich es sei, dass die Wirtschafe gegenüber ihren Parasiten, den Kapitalisten, immer wieder uneinsichtig bocken.

Der schönste Rechtschreibfehler seit langem.

Oder handelt es sich um eine perfide kommunistische Verschwörung, eine “false flag operation”?

Jüdische Promis und Sarrazin

Mittwoch, 14. Oktober 2009

Jetzt weiß ich nicht mehr, wem ich im “Fall Sarrazin” beipflichten soll, um politisch korrekt zu wirken: dem Juden Kramer (Generalsekretär des Zentralrats), der ihn mit Hitler und Goebbels vergleicht, oder den Juden Broder und Giordano (berühmte Schriftsteller), die ihn vor Angriffen selbst weitaus gelinderer Art in Schutz nehmen und ihm im Wesentlichen Recht geben?

Soll ich in der Gewissheit, so oder so ins Schmalzfass zu torkeln, würfeln oder eine Tarotkarte ziehen?

Na dann verderbe ich es mir lieber gleich nach beiden Seiten: Kramer hetzt, Broder und Giordano sind unlauter.

Zum erbaulichen Spaße schaute ich mir diese Herren sich unmittelbar gegenseitig beharkend gerne einmal durchs Opernglas an, alswelches Vergnügen uns indes wohl weiterhin versagt bleiben dürfte.

Schmierentheater.

Echte Könnerschaft

Donnerstag, 08. Oktober 2009

Als ich vor knapp zwanzig Jahren nach dem Studium Steinmetz lernte, gab es in dem Betrieb einen jungen Gesellen, der es geschafft hatte, dass man ihn nicht mehr auf die Baustelle mitschickte, indem er sich dort mit Absicht dumm anstellte (Speis falsch mischen, Stücke fallen lassen etc.).

In der Werkstatt war er weder “in der Säge” zu gebrauchen, noch dass er beim Behauen von etwas anspruchsvolleren Stücken viel zusammengebracht hätte.

Aber eins konnte er wie kein Zweiter (weiterlesen…)

Traumreise

Dienstag, 06. Oktober 2009

Ich weiß nicht, woran es liegt, aber in der letzten Zeit reise ich in Träumen sehr viel.

So durfte ich an die Ostsee, nach Berlin, in die Alpen, sogar in Amerika war ich, ohne dass man mich nach Guantanamo ausgeflogen hätte.

In Berlin tat ich das, was ich dort immer mache, nämlich allerlei Sorten frische und getrocknete Chilis besorgen, durch Kreuzberg und den Prenzlauer Berg stromern und den besten Kalbfleischdöner am Kottbusser Tor verzehren.

So eine kostenlose Traumreise ist eine feine Sache.

Verantwortung

Freitag, 25. September 2009

Als Alleinerziehender fühlt man sich, wenn man nicht gerade den ganzen Tag Zeit hat für die Kinder oder die Großeltern da sind oder genug Geld für weiß der Himmel was und damit eben doch die Zeit, immer wieder schuldig. (weiterlesen…)

Yes we could: Torture!

Dienstag, 21. April 2009

Obama meint jetzt, Folter dürfe unter US-Flagge nicht mehr vorkommen.

Gleichzeitig amnestiert er alle Folterer der CIA, denn die dürfe man nicht verfolgen, da sie ja guten Gewissens unter Anweisung des Staates gehandelt hätten (weiterlesen…)

Ungeniert – Unzensiert

Sonntag, 29. März 2009

Reden wir mal kurz über das Motto dieser Seite.

Ob sie ungeniert ist, mögen Sie beurteilen.

Unzensiert ist sie jedenfalls in der Hinsicht, dass ich bisher keinen Literaturpreis für sie  gewonnen habe und man sie noch  ungehindert aufrufen kann.

Inwieweit ich sie jedoch  selbst zensiere, davon will ich Ihnen jetzt der Redlichkeit halber einen kleinen Einblick geben.

Ich schreibe prinzipiell nicht kritisch über gefährdete Minderheiten wie Männer, Christen, Moslems, Kinder usw., wenn ich nicht unbedingt muss.  Der Krieg in Afghanistan ist auch mir fast heilig. Der Euro erweist sich als eine derartige Missgeburt für Griechen, Iren, Deutsche und den Rest, dass ich nur nachtrete, wenn ich ob meiner Chronistenpflicht nicht anders kann (weiterlesen…)

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