Archiv für die Kategorie ‘Kunst’

Verschwörungstheorie wird Lehrfach

Sonntag, 22. Mai 2011

Lange genug den Dreisatz, die notwendig primitiv unveränderbare Standardwortreihenfolge im Englischen, einfache literarische Motive erklärt, basale Stilfiguren und elementare Bedeutungslehre: Jetzt biete ich Kurse an, in denen Verschwörungstheorie gelehrt wird. (weiterlesen…)

Dichters Leid

Montag, 16. Mai 2011

Manchmal ist es für den Geschichtenerzähler durchaus ärgerlich, dass er eine köstliche, wahre Geschichte nicht erzählen kann, weil diese selbst bei Anonymisierung des Hauptprotagonisten auf diesen zurückgeführt werden könnte, da sie eben auch nur unter Beteiligung des Narrators richtig wirken kann.

Eine wahre Geschichte ist nunmal oft lustiger, als eine künstlich ins Fiktive tansponierte, da mag man sich anstrengen, wie man will. (weiterlesen…)

Jetzt ist es passiert: Der Mentekel ist erstanden

Sonntag, 15. Mai 2011

Gerade sah ich, dass ich es tatsächlich fertiggebracht hatte, einen heftigen Verschreiber zu übersehen, gar in einer Artikelüberschrift.

“9/11 als Menetekel einer Kultur der Feigheit” sollte es heißen, doch war (inzwischen korrigiert) ein “Mentekel” daraus geworden. (weiterlesen…)

Wann ist Spiritualität kein Mist?

Freitag, 13. Mai 2011

In den Beiträgen “Spiritualität ist fast immer Mist” und “Spiritualität ist fast immer Mist (II)” und den Kommentaren dazu wurde einiges zum Spiritualitätsmist erörtert.

Die obige Frage allerdings, die sich logisch aus der ursprünglichen Behauptung ergibt, nämlich wann bzw. welche Spiritualität denn kein Mist sei, wurde bislang nicht untersucht.

Unter nichtmistiger Spiritualität verstehe ich zunächst einmal das Vorhandensein von Geist sowie die gewollte Entwicklung und Verfeinerung seiner Aufnahmefähigkeit und Ausdrucksformen.

Wenn es also jemand schafft, durch tägliches Angucken eines Rosenquarzes oder Ikebana-Stecken oder Biertrinken seine Gedanken positiv weiterzuentwickeln, zu mehr Klarheit zu gelangen, so hat derjenige sich spirituell eindeutig nichtmistig betätigt.

Aber nur dann.

Denn die drei Beispieltätigkeiten sind ja nicht schon nichtmistig spirituell an sich. (weiterlesen…)

Feenlob

Donnerstag, 12. Mai 2011

Meine Fee lobte mich.

Sie meinte, ich hätte es gerade noch rechtzeitig geschafft, mich ob des Dichters eingeborener Großzügigkeit nicht wie ein Zirkusrind wegführen zu lassen.

Sie sagte mir auch, dass es seit einigen tausend Jahren weitgehend dieselben Seelen seien, die den Dichtern oft unvermittelt ans Leder wollten.

Diese Seelen seien in einer eigenen Schleife gefangen, bis dass sie endlich das Lachen lernten. (weiterlesen…)

Von Rezensenten und Spiritanten

Donnerstag, 12. Mai 2011

“Schlagt ihn tot den Hund, es ist ein Rezensent”

Also klärte weiland der überaus tolerante Weltbürgerfreimaurerilluminat Turmgesellschaftsgoethe, unter dessen Namen das Auswärtige Amt weltweit deutsche Kulturinstitute unterhält.

Also hieß der Dichterfürst noch einen ihn im Ursche lecken. (weiterlesen…)

“Slutwalks”: Frauen wehren sich auf Luderläufen (beim Schlampenwalken) / (beim Schlampenwalzen) / (auf Schlampenmärschen)

Mittwoch, 11. Mai 2011

Inzwischen gibt es bei den Angelsachsen sogenannte “slutwalks”, auf denen Frauen richtigerweise dafür eintreten, dass es kein “selber schuld” gibt, wenn eine nicht völlig verhüllte Frau Opfer sexueller Gewalt wird.

Ich weiß noch nicht recht, wie ich den neuen Begriff “slutwalk” übersetzen soll. (weiterlesen…)

Konfuzius, Jesus und Nietzsche ritzen und raten

Montag, 09. Mai 2011

Die Idee, anhand des Christentums aus einem alten, teilweise übelst verstaubten Glauben einen geläuterten neuen zu entwickeln, eine solche Entwicklung wohlwollend zu begleiten, ist doch recht trächtig, wie die jüngeren hiesigen Diskussionen zeigen (siehe “Unerhört: Magnus Wolf Göller fördert das wahre Christentum” samt Kommentarstrang wie auch “Der Geldverkäufer”).

Fast sieht es so aus, als habe der Heide wenigstens zwei Christen mit dahinverholfen, weiteren Christen in vielerlei Hinsicht Mut und Klarheit zu spenden, durchdachte Angebote zu machen, klare Bilder zu senden.

Fast fühle ich mich schon wie ein halb unbeabsichtigter, von einem numinosen Fluidum eingenommener Neo-Samariter. (weiterlesen…)

Kurznachlese zum 3. Stuttgarter zeitgeist-Regionaltreff

Donnerstag, 05. Mai 2011

Auf dem von mir moderierten Regionaltreff am vergangenen Freitag wurden dem hier bewanderten Leser bekannte Themen diskutiert, nachdem ein alter Herr, beklagend, dass man im Stuttgarter Treffpunkt Philosophie inzwischen wohl nur noch Esoterisches diskutiere – er monierte, seinen Plato in der Bücherauslage zwischen Altindischem und dem Dalai Lama und anderem nicht mehr wiedergefunden zu haben -, sich selber exkulpiert hatte: wozu ich ihm lediglich erklärte, ich sähe wohl kaum aus wie der Dalai Lama, führe ein ganz anderes Leben als jener und sei auch wohl in meinem Denken nicht in jenes Nähe anzusiedeln.

Gut, glückauf! – der Störer hatte seinen kurzen Auftritt, und es ging in überschaubarem Kreise zur Sache. (weiterlesen…)

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