Archiv für die Kategorie ‘Kunst’

Christliche Symbolik

Montag, 11. Juni 2012

Kürzlich sprach ich mit einem erfolgreichen Maler, der ein rechtschaffener Rauhbauz, den ich schon ganz gut kenne, über religiöse Symbolik.

Er meinte, mit absoluter Bestimmtheit, da wir lediglich den abrahamitischen “Kulturkreis” zu berühren Zeit hatten, die christliche sei darin mit Abstand die schlimmste.

Ich wusste ihm nicht ernstlich zu widersprechen.

Was hätte ich vorbringen sollen? (weiterlesen…)

Weg mit dem “Es”!

Freitag, 08. Juni 2012

Zum Artikel “Guido Fawkes NWO-Schafsseckel (II)” schrieb Leser Dude nach bereits langer vorangegangener Diskussion unter anderem folgendes:

“Irgendwie müssten vielleicht all die Hacker der Erde vereint werden , sodass diese dann dafür sorgen, dass die echten Informationen – frei zur Verfügung gestellt von deren Schöpfern – durch die Kanäle gejagt werden, anstatt des ständigen Geseiers heute.

Das wäre dann aber ne generalstabsmässige Übung, auf die auch garantiert sehr schnell entsprechende Gegenmassnahmen eingeleitet würden. Mit voller Wucht!

Gerissene, vermaledeite Teufelsbrut auch…”

Ich antwortete also:

“Ich meine nicht, dass es im von Dir angesprochenen Sinne an Information fehlt.

Ich denke aber, ich sprach heute Abend noch mit meinem Freunde genau darüber, dass ich das erklärend in einen eigenen Artikel packen muss, selbstverständlich auf diesen von Dir eingebrachten Punkt verweisend bzw. das Wichtigste aus Deinem letzten Kommentar zitierend.

Und sowieso auf die Guy-Fawkes-Artikel und -Galgenstränge insgesamt aufbauend.

Das soll die Rede hier natürlich keineswegs abwürgen.

Doch bedarf der spezielle Aspekt der verfügbaren bzw. verfügbar zu machenden Information einer eigenen, zusätzlichen Betreuung in einem eigenen Beitrag.”

Nun zur versprochenen Sache: Verfügten wir über mehr Informationen bezüglich der Machenschaften gewisser Leute, so schadete das sicherlich nicht. Ob es jedoch wahrscheinlicherweise wesentlich hülfe, soll hier kritisch betrachtet werden.

Wir wissen von der Irak-Massenvernichtungswaffenlüge. Von der Iranlüge. Von der USS Liberty. Davon, dass der bereits grundgesetzwidrige Vertrag von Lissabon gebrochen wurde, kaum dass die Tinte trocken war. Wir wissen von der Folter und den Unschuldigen in Guantánamo. Wir wissen um die Brutkästenstory in Kuwait. Wir wissen um die Rheinwiesen. Wir wissen um die Drohnenangriffe. Die Geheimgefängnisse. Die Machenschaften in Libyen. Unseren besten verbündeten arabischen Händeabhackstaat. Von vielen Mossad-Morden. Wir wissen, wo HAARP steht und zumindest teilweise, was dies Monster kann. Wir sehen Fukushima durchschmurgeln. Der Uranmunitionswahnsinn ist belegt. Die Corexit-Sauerei ist bekannt. Dass 9/11 so nicht gewesen sein kann, wie behauptet, wissen wir auch. Der Derivatewahnsinn, der ganze Finanzwahnsinn ist weitestgehend offensichtlich. Wiklileaks war da. Zu Monsanto und Roundup ist genug fällig. Ebenso zum Spanische-Grippe-Virus. Der Impfmafia. Den Bilderbergern. Bohemian Grove. Skull & Bones. Der FED. Undsoweiter undsofort.

Kurzum: Die Liste ließe sich noch lange fortsetzen.

Wir wissen all das, die Informationen sind da, doch bewirkt dies zumindest bislang nichts Entscheidendes. Zumindest noch nicht sichtbar sonderlich Entscheidendes.

Dabei sollte dies allemal genügen.

Tut es aber nicht. (weiterlesen…)

Kübelkrieg

Samstag, 02. Juni 2012

Gestern meldete mir mein Virernschutzprogramm artig, dass mein Rechner vor dem Schadprogramm “Flame” bestens geschützt sei. Das hat mich umso mehr beruhigt, alsda an meinem Kübel keine Atomkraftwerkskühlung dranhängt und ich sowieso nicht so bescheuert wäre, irgendwas, was irgendeiner mit Sicherheit nicht wissen soll, auf meinem angeleinten Datenhuber abzuspeichern.

Außerdem ist man als Philosoph ohnehin perfekt “geschützt”: Man kann nämlich gar nichts wissen, was da draußen auch nur eine Cyberkriegssau interessiert. Weisheit ist denen so gut wie Scheißheit.

Über moderne Artillerie z.B. weiß ich nur, was jeder Schulbub weiß oder der Ficki hergibt. Meine Eins in Chemie in der Elften ist lange verjährt, so dass ich auch keine Ahnung von Spezialsprengstoffen habe, meine letzte Eins in Physik, wo es mal um den Hangabtrieb oder schiefe Würfe ging, datiert noch weiter zurück, so dass ich auch über U-Boote fast nur sagen kann, dass die Dinger unter Wasser fahren können und wohl meist ein Periskop und einen Schnorchel haben.

Und bezüglich Computern bin ich glücklicherweise noch ahnungsloser.

Lediglich, dass diese Elektrokästen manchmal unerklärlicherweise nicht so funktionieren, wie sie das sollten, ist mir bekannt. Ansonsten habe ich mir im Laufe der Jahre von Experten allerlei abenteuerliche Geschichten angehört, was wann warum wo wie sei, ohne diese auf ihren möglichen Wahrheitsgehalt hin ernstlich prüfen zu können. Zumal der eine Cyber-Supermann das erzählt, worüber sich der nächste nur scheppelich lacht.

Gut, der Ex-Verteidigungsminister kannte wohl zumindest einen, der, ebenso wie ich inzwischen, die Befehle Strg A, Strg C und Strg V anzuwenden in der Lage war, doch habe ich dem seine Doktorarbeit nicht abgekupfert, doch denke ich trotzdem nicht, dass ich darüber zum bedenklich gefährlichen Geheimnisträger mutiert bin.

Mein Wortschatz, den man mir vielleicht abzuschakalen trachten könnte, ist zwar wohl etwas größer (zumal im Deutschen), als jener selbst der meisten deutlich überdurchschnittlichen pentagonesischen Beuteltierbitbastler, aber da die immer noch weit davon entfernt sind, etwas damit anzufangen, was über ein unzuverlässiges Rechtschreibprogramm oder eine Schwachsinnsübersetzungsschleife, für die jeder Mittelschüler der Siebten die Jacke sich voller Sechsen hängen dürfte, hinauskommt, mögen die und andere, zumal bei den Suchmaschinen, zwar schon mächtig am Analysieren sein, was ich indes trotzdem nicht für bedenklich halte, da sie ja nichts mehr abzuschakalen und zu analysieren haben, wenn sie mich nicht mehr schreiben lassen bzw. mein Kübel streikt. (weiterlesen…)

Vom guten Schaffen wider Willen

Sonntag, 27. Mai 2012

Unter Umständen kann man etwas am besten, gerade weil einem manches daran von vornherein nicht passt.

So habe ich derzeit ein literarisches Projekt im Kopfe herumschwirren, von dem ich um desto mehr denke, dass es gelingen könne, zu machen sei, je weniger Lust ich dazu habe, es anzupacken und zu verwirklichen.

Nicht nur, dass ich dafür einige Zeit mit jemandem zusammenarbeiten müsste, den ich zwar sehr mag, der aber auch ein ganz schöner Stinkstiefel sein kann, schreckt mich, sondern auch, dass ich schon sehe, dass ich werksgetreu Dinge positiv darstellen müssen werde, die ich selber nicht gar so klasse finde, dann, schließlich noch, der Riesenhaufen Arbeit, den ich in der Folge, bereits also missermutigt, anzugehen und bis zur letzten Schippe abzutragen hätte.

Andererseits fühle ich mich wie ein Ausredner, wenn nicht gar Feigling. Denn gutes Material (im literarischen Sinne) ist in Fülle vorhanden, und habe ich jetzt doch schon so viele Stunden darüber nachgedacht, dass ich mich andersrum wieder ärgerte, wofern ich die Sache einfach fahren ließe.

Sowas nennt man sonst wohl Hassliebe. (weiterlesen…)

Nietzsche und Cervantes: Siehe, Menschen!

Samstag, 26. Mai 2012

Nietzsche schrieb über seinen Zarathustra:

“Ich habe mit ihm der Menschheit das grösste Geschenk gemacht, das ihr bisher gemacht worden ist.”

Ich habe, deshalb greife ich diesen Satz hier auf, noch nie davon gehört, dass einer ihn für diesen Satz auszulachen sich verwagt habe.

Neben dem Zarathustra nämlich steht der Koran ekel und zudem noch lächerlich; die Bibel als in sich völlig widersprüchliches Konkokt ist nur in wenigen Teilen ernstzunehmen – selbst wenn man die grause Torah weglässt.

Nietzsche lachte denn auch, als sein Zarathustra nach einem Jahr gerade mal zweihundert Verkäufe erreicht hatte, da er schon europaweit bekannt war, nur über die diesbezüglichen Sorgen seines armen Verlegers. (Ich habe auch das schonmal erwähnt, aber es darf ruhig zweimal und noch öfter gesagt werden.)

Darin zeigt sich die Ruhe des wahrhaft selbstsicheren, gereiften Großen. Er bedarf der Welt nicht mehr im Sinne deren Urteils als Maßstab. (weiterlesen…)

Dem Nachwuchse (VII und vorläufig Ende)

Donnerstag, 24. Mai 2012

Ich bin mir noch nicht einmal sicher, ob auch nur einer von Euch auch nur einen der Euch von mir gewidmeten Texte gelesen hat, einerseits meiner geringen Netzverbreitung wegen, andererseits, weil es derzeit vielleicht gar keinen von “Euch” gibt.

Das ist aber einerlei.

Dass ich nicht ganz dicht bin (der Schwabe sagt auch gerne: “ed ganz bacha”), habt Ihr wohl schon gemerkt. Sonst spräche ich einen derartigen Abhub der Gesellschaft wie Euch ja nicht immer wieder an. (weiterlesen…)

Dem Nachwuchse (VI)

Donnerstag, 24. Mai 2012

Manche von Euch, ich kann das verstehen, wären lieber schon tot.

Denn der Tod verheißt eine, wenn auch ungewisse, Art der Freiheit.

Und er weiß seinen Lockruf dadurch erklingen zu lassen, indem er flötet: “Erst wenn Du tot bist, wird man dein Werk achten! Du weißt doch, dass man vor Deinem Tode nur Eckensteher lobt und anerkennt!”

Ja, gar süß weiß der hinterlistigste aller Gevatter zu schalmeien; aber er betreibt dies Gewerk nicht allein.

Denn er hat um desto mehr Schützenhilfe, je mehr lebende Kräfte und Mächte wider Euer Werk stehen. Er greift Euch mit derartiger Gewalt an, weil er Angst davor hat, dass Ihr ihn überwinden möchtet.

Ebenso wie die, deren Ableben nur einen Teil der Menschheit für einen kurzen Moment berühren wird. Deren Neid und Hass ist in der Tat gefährlich.

Denn sie können es nicht ertragen, dass Ihr keine Jachten und Luxusvillen braucht, um lediglich vorübergehend als wichtig zu gelten. Dass Euch ein Wurstbrot und ein Bier reicht, um alle Weite der Welt ohne Hunger nach Nahrung oder gar dem Unwichtigsten in Euch und außerhalb Euer aufzuspannen. (weiterlesen…)

Dem Nachwuchse (V)

Donnerstag, 24. Mai 2012

Ich sprach irgendwo schon einmal davon, aber das macht nichts, denn wichtige Dinge sind wiederholt durchzunehmen.

Es gibt keine “Weiße Magie”.

Bestenfalls mag es neben der Schwarzen Magie eine Hellgraue geben.

Das wäre dann jene, die in der besten Absicht angewandt.

Sie kann deshalb nie “weiß” sein oder werden, weil jede bewusste magische Handlung eine versucht manipulative, unerfragte ist. (Ich rede jetzt nicht vom Senden guter Gedanken, von Liebe, was durchaus förderlich sein mag. Das wird aber klassischerweise nicht unter dem Begriff “Magie” einsortiert.)

Zu unterscheiden: Wenn eine Frau mir schöne Augen macht, mag das eine gewisse “magische” Wirkung haben. Ich sehe aber, dass sie das tut, kann es erhebend finden, oder auch nicht.

Es gibt auch Leute, die verharmlosend-beschönigend sagen, alles sei Magie.

Wäre das wahr, hätte das Wort keinen eigenen Gehalt, es wäre ein sinnloses Synonym für alles. (weiterlesen…)

Wenn schon Lügen, dann Pfunden

Mittwoch, 23. Mai 2012

Ein guter Kumpel von mir in Jugendjahren – als es noch nicht jedem Neunjährigen möglich war, sich im Netz masse Pornos anzugucken – , der sich (er war 15 oder 16) in die Altstadt aufgemacht hatte, in der “Bierorgel” (wenn ich mich recht erinnere) mal einen harten Streifen sehen zu können, berichtete mir hernach, wie er den gesetzeswidrigen Einlass (in dieser grauen Vorzeit ab 18) erwirkt habe.

“Haben die dich nicht nach deinem Alter gefragt?”

“Klar!”, erwiderte er.

“Ja, und, was hast du gesagt?” (weiterlesen…)

“Ausgewogenheit” – ?

Montag, 21. Mai 2012

Vorhin sagte mir jemand, dessen Urteil ansonsten für mich zählt, es gehe ja bei allem Schreiben (selbst meinem und gerade bei jenem) um “Ausgewogenheit”.

Er meinte es zweifelos gut mit mir.

Sein Ding war, knapp gesagt, dass man doch besser auf jeden Artikel hin, der hart sei, auch mal wieder einen bringen solle, der die Gemüter besänftigt, zeigt, dass man kein totales Monster sei.

Der Gedanke ist nachvollziehbar, augenscheinlich nicht verkehrt: aber eben doch grundverkehrt.

Denn letztlich läuft er darauf hinaus, dass man – nein, den “man” kenne ich nicht, und es war ja auch ich gemeint – sich immer wieder beim Es anbiedern müsse.

Also zwischendrein gezuckerte Wattebäuschchen verteilen, auf dass man dann mal wieder sein klein Knittelchen auspacken könne, ohne dass man als manischer Dauerstinksiefel auffiele.

So funktioniert Philosophie nicht. (weiterlesen…)

Der Königin Rüge

Montag, 21. Mai 2012

Heute morgen bestellte mich die Königin ein und tadelte mich schwer.

Sie meinte, ich versähe meinen Dienst zwar zweifellos stets mit höchster Hingabe, lasse aber dabei immer wieder den nötigen feierlichen Ernst gerade dann vermissen, wenn es auf ebendiesen besonders ankomme.

Sie ließ es auch nicht gelten, als ich erwiderte, dass doch jeder Hof eines Narren bedürfe. Sie meinte, dass der königliche Stallmeister ja nicht auch noch dauernd vermeinen könne, nebenher den Narren zu geben.

Mein darauffolgendes Gesuch, die Stallmeisterei abzugeben und stattdessen Narr im Hauptbehufe zu werden, lehnte sie brüsk ab. (weiterlesen…)

Dem Nachwuchse (IV)

Montag, 21. Mai 2012

Ihr dürft in Eurer Sprache ebensowenig berechenbar sein, wie in Euren Reaktionen, Eurem Denken selbst.

Wenn Ihr berechenbar seid, werdet Ihr auf kurz oder lang von einem Irgendjemand in der Pfeife geraucht.

Dabei ist Unberechenbarkeit nicht mit Unstetheit zu verwechseln; denn dies, egal was man Euch weismachen will, sind zwei völlig verschiedene Dinge.

Muss ich das noch erklären? (weiterlesen…)

Erwortung – Dem Nachwuchse (III)

Samstag, 19. Mai 2012

Ich weise zunächst auf den Vorgängerartikel ‘Writing “For Our Time” ‘ hin, der, sei es mit etwas Mühe, oder eben etwas Hilfe, auch dem Deutschsprachigen entzifferbar sein sollte, wiederhole deshalb hier direkt nichts von dem dort Erläuterten.

Es geht jetzt um Dinge, die Englischsprachige meist gar nicht hören und noch viel weniger aufnehmen wollen, da für sie Englisch schlicht (Ausnahmen gewährt; ich kann auch boshaft sein, liebe Angelsachsen, denn Ihr zerbombt mein Land, meine Landsleute, meine Sprache immer noch nach Lust und Laune, zum Spaße) alles ist, was Englisch ist.

Also, dass Etymologie eine lustige kleine Spielwiese von ein paar Sprachwissenschaftlern in Oxbridge sei, ansonsten aber ein eitles Betätigungsfeld, da alle Sprachen der Welt ohnehin nur darauf hingesteuert hätten, dem Englischen als Eunuchen zu dienen, bis dass dieses seine vermeintliche, selbstverständliche globale Omnipotenz erlangt, von Gott vorherbestimmt, eingenommen habe.

Wer das einzelne Wort nicht schon von seiner Herkunft bestimmt zu achten willens, wird lediglich intuitiv schreiben. Manche können das, eingestanden, trotzdem ziemlich gut.

Gleichwohl ist das Studium der Wortentwicklung durch die Sprachen und Zeiten ein Ausbildungsbehuf der gewichtigsten Art; dies nicht nur, um Tiefenschichten der Semantik erkennen und einsetzen zu können, sondern auch ob der Zersprechfähigkeit wider jene, die zu übelen Zwecken Schindluder mit der eigenen Sprache treiben, ihnen also gewitzigt wie eiskalt auf den Punkt entgegenzutreten sich zu befähigen. (weiterlesen…)

Writing “For Our Time”?

Samstag, 19. Mai 2012

If one is gifted for, and does pursue, the writing of good novels, the question if he be writing “for our time” may be secondary. (It was, certainly, not so for Cervantes.)

Not quite the same is true for authors of essays and satire.

If their income is ok, their reputation therewith (or, mostly the same thing, thereby, at least with their wives and relatives), they may not even consider the problem.

Otherwise though, in the half-desert of some reception and little or no money earned, it is, at least for the better, more ambitious ones necessary to ask: “Am I doing this righteously, mainly, just for “our time”?

Or, is it not wiser, apter to this given fate, merely to take up some traits of the ruling zeitgeist, now and then poking some swine-snooted, dough-sooted, picking them nonchalantly up to go for goals beyond the now?

Can we not, should not exactly we, who are given the leisure (or rob it somewhere) to write what doesn’t even pay for wine and cigs, let alone rent and health insurance, give a darned sh.. on what is the latest babble of some petty politician, half-naked celebrity, pseudo-philosophical talkshow nitwit, the bankster whores, the blatant “scientific” lies of the shallow waters of the “expert” circus of the bigshot plutocrat pissoirs? (weiterlesen…)

Von den kulturflatten Netzdeppen

Mittwoch, 16. Mai 2012

Auf faz.net findet man heute – ich zitiere, mir keine Abmahnung einzufangen, nur knappst – in einem gesamtlesenswerten Artikel der Schriftstellerin Sibylle Lewitscharoff zur Urheberrechtsdebatte unter anderem den folgenden Satz:

“Eine Generation, die durch das haltlose Internetgequassel groß geworden ist und wirkliche Qualitätsunterschiede kaum kennt, stellt sich offenbar vor, es komme nur darauf an, das Zeug irgendwie hinzuschreiben und ins Netz zu stellen.”

Ich hätte vielleicht eher gesagt “entlang des haltlosen Internetgequassels”, aber das ist jetzt nicht entscheidend.

Denn Frau Lewitscharoff trifft damit den Nagel trotzdem auf den Kopf.

Die Netzdeppen meinen nämlich tatsächlich, dass Schriftsteller (analog andere Künstler) Leute seien, die sich zwischen dem zweiten Frühstück und dem zweiten Bier, weil ihnen langweilig ist, mal eben einen runterholen, und das Ergebnis sei dann irgendsoein Text, wie er sowieso schon oft geschrieben wurde, also nicht einmal so viel wert, wie das Scheißhauspapier vom Loddl, das ja immerhin was kostet und man auch nolens volens mit zwei Euro bezahlt, weil das Klauen einer üblichen Zehnerpackung desselben gar nicht so einfach ist und daher nicht lohnt.

Der asoziale vorgebliche Sozialismus der “Filesharer”, “Downloader”, “Piraten” (letzteres Wort ist immerhin deutsch, was von denen aber wohl kaum einer noch merkt) ist in der Tat nichts anderes als ein grundverlogenes Banditentum. (weiterlesen…)

Dem Nachwuchse (II)

Montag, 14. Mai 2012

Einen Mozart oder einen Capablanca der Literatur hat es meines Wissens nie gegeben. Also einen, der in diesem Fach als Sechsjähriger schon weit oben spielte.

Dies hat einen einfachen Grund (man könnte auch sagen tausende), der, da oft nicht bedacht, so selbstverständlich er auch sein sollte, hier einleitend Erwähnung finden muss (auch weil man Euch diesbezüglich viel Mist erzählen wird, sobald Ihr unmissverständlich zeigt, dass Ihr Bedeutendes zu erzählen wisst).

Denn überragende Begabung, ein geradezu selbstverständliches Gefühl, das sich nur noch Bahn brechen muss, gibt es, im harten Gegensatze zur Tonsetzer- und Schachkunst, in der Schreibkunst nicht dahingehend, dass sie schon für Höheres genügte.

Sondern bedürft Ihr des – wie meine verehrte Professorin Reiss es zu nennen pflegte, die hier jetzt mal angemessen gewürdigt sei – “Weltwissens”.

Das heißt, dass Euch gar nichts egal sein kann. Egal gibt es nämlich für den Schriftsteller nicht. Physik, Geographie, bildliche und musikalische Ästhetik, alles Kulturelle, einfach alles, was der Mensch je ersann oder erkannte, muss Euch interessant und Grundlage sein. Sonst wird es nie was. (weiterlesen…)

Aufrechte Diplomatie?

Sonntag, 13. Mai 2012

Über die Frage, ab wann Diplomatie zu einer Maske der Feigheit werde, hätte ich mich gerne mal mit Konfuzius unterhalten. Sie treibt mich nämlich schon lange um, und ich hätte gerne die Meinung des weisen Chinesen dazu gehört (ansonsten natürlich Cervantes und Nietzsche gefragt).

Wie viel Wahrheit (hier im Sinne der eigenen Sichtweise bezüglich einer Sache gemeint) darf man “abmildern”, weglassen, gar unterschlagen, “nur” um des Brückenschlages willen?

Ab welchem Punkte korrumpiert man sich, wird man letztlich gar zum Verräter, indem man Konfliktives zu entschärfen trachtet? (weiterlesen…)

Schalwitz komm raus!

Freitag, 04. Mai 2012

Ein Kartoffelchipproduzent dreht ein Werbefilmchen mit Rocker, Hippie, Lagerfeldverschnitt und einem etwas schrägen Inder, alle gespielt von Ashton Kutcher, und schon wieder dreht man im Netz durch, ob des Letzteren, von wegen Rassismus.

Inzwischen hat sich der Chef der Firma bei der ganzen Welt demütigst entschuldigt, den Clip zurückgezogen.

Einen kurzen Bericht dazu und das Video finden Sie hier.

Langsam aber sicher kommen wir an einen Punkt, wo man nur noch hellstweiße Trottel und Spinner persiflieren darf, da es in dem Falle keinen Rassismusvorwurf hageln kann. Und Frauen – außer blonden vielleicht noch – dürfen auch nicht mehr doof sein, weil das ja sexistisch wäre. (weiterlesen…)

Der Tomatenmarkanschwitzer

Sonntag, 29. April 2012

Gemeinsam mit meiner Frau, die eine ausgezeichnete, von bester badischer Tradition geprägte Köchin war, schaute ich ab und an die Lektionen eines Meisters namens Alfons Schubeck im TV.

Wir gestanden ihm durchaus zu, dass er von der Fischbereitung etwas verstehe, aber ansonsten fiel auf, dass der Chef bei fast allen Soßenbereitungen erstmal (oder etwas später dazu) Tomatenmark anschwitzte, oft auch Puderzucker.

Darüber entspann sich eine Debatte, weshalb der das denn mache, so einen untilgbaren Einheitsgeschmack in seine Soßen brachte.

Sie meinte alsbald ganz trocken, dass gegen das Tomatenmarkanschwitzen grundsätzlich nichts einzuwenden sei, der gute Badenser Koch das aber nur mache, wenn nichts Anständiges im Hause sei, außer ein paar Resten, Zwiebeln und Gewürzen.

Ab da nannte sie den Maestro denn auch nur noch den Tomatenmarkanschwitzer. (weiterlesen…)

Kurios: Killerspiel soll nicht so heißen

Freitag, 27. April 2012

Ein Egoshooter-Spiel namens “Crysis 2″ hat eine politische Kontroverse entfacht, da es den Deutschen Computerspielpreis 2012 erhielt. Das ganze Gelaber dazu ist hier gut zusammengefasst.

Der Knaller an der ganzen Debatte ist, dass die FDP jetzt gegenüber Kritikern der Vergabe von “Killerspiel-Rhetorik” spricht, die nicht hilfreich sei, die SPD die Verwendung des Begriffs “Killerspiel” als zweifelhaft bezüglich einer differenzierten Debatte bezeichnet, die Grünen gar von einem Rückfall in “alte Schützengräben” reden.

Ja Jeu! Wo kommen wir denn da hin, wenn böse Konservative ein Spiel, in dem man sich durch sämtliches Gesindel eines neosteinzeitlichen Manhattans ballert (das ist, soweit ich’s verstanden habe, Sinn und Reiz des Spiels) in altgestrig-diskriminierender Art  ein “Killerspiel” nennen, also fieserweise das, was es ist. (weiterlesen…)

Krieg den Künstlern?

Samstag, 21. April 2012

Unter dem vielsagenden Titel “Lieber frei als gerecht” äußert sich ein Michael Seemann zum Urheberrecht im Internet auf SPON.

“Manche glauben, dass ich gegen das Urheberrecht argumentiere, weil ich es den Künstlern nicht gönne. Nein, ich gönne den Künstlern alles Geld dieser Welt. Aber vor die Frage gestellt: Urheberrecht oder freies Internet, zögere ich nicht lang.

Wenn die Piratenpartei sich nicht traut, fordere ich es eben: Schafft das Urheberrecht ab!” – also elegant schließt der Mann sein Plädoyer.

Soso, er gönnt uns gar alles Geld der Welt. So viel wollen wir gar nicht. Arbeiter und Fabrikanten und anständige Polizisten, Lehrer zumal, sollen ruhig auch noch etwas davon abbekommen.

Isses nicht drollig, wie da einer, der uns unsere (potentiellen) Einkommensquellen ersatzlos streichen will – denn von greifbarem Ersatz berichtet er nichts – derart großzügig als unser Gönner auftritt?

Will wohl heißen, dass er niemandem verbieten will, uns ein paar Kreuzer in die Kappe zu werfen. Und wer gerade seine Hasen geschlachtet hat, der mag uns gerne mal einen halben Schrumpelkohl und zwei Mohrrüben in die Künstlerrestetonne hinterm Marienplatz schmeißen, ohne dass sich der brave Bürger dafür schämen müsste. Auch gebrauchte lange Unterhosen nimmt man in Herbst besonders gern. (weiterlesen…)

Piraten für ein neues Urheberwas?

Dienstag, 10. April 2012

Unter dem Titel “101 Piraten für ein neues Urheberrecht” ist gestern eine Sammlung von 101 Einzelmeinungen als eine Art politisches Manifest erschienen. (Es waren zunächst 102, doch wurde Nr. 61 getilgt, da der Herr als holocaustrelativierverdächtig aufgefallen sein soll.)

Ich habe mir mal die Mühe gemacht, das ganze Konvolut durchzulesen. Es lohnt sich durchaus, zumindest für Leute, die einerseits an der Thematik interessiert sind und andererseits an den Sichtweisen der Piraten.

Zusammenfassend zunächst das Positive: Es werden viele gute Argumente vorgebracht, weshalb ein neues Urheberrecht vonnöten sei. Die weitaus meisten betonen, dass Künstler anständig bezahlt werden sollten, klingen dabei durchaus glaubwürdig, verbinden damit regelhaft auch scharfe Kritik an der bisherigen Vormachtstellung von Verwertegesellschaften.

Das Negative: Kein einziger von 101 Piraten stellt auch nur in Grundzügen ein konkretes Konzept für ein funktionables neues Urheberrecht vor.

Es wird sozusagen von allen ein Irgendwas gefordert, das modern und fair und klasse sein möge.

Man darf ohne weiteres vermuten, dass da kein Konzept erscheint, weil keiner eins hat. (weiterlesen…)

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