Archiv für die Kategorie ‘Idiotenkabinett’

Bilderberger: Steinbrück als B-Movie-Darsteller

Dienstag, 30. Oktober 2012

Die Bilderberger sind ziemlich überschätzt.

Anstatt dass sie ihren Sozenkanzler in spe, Steinbrück, im Bundestag als Abgeordneten, der er ja war und ist, irgendwelchen Unfug anrichten ließen, hießen sie ihn für ein paar Peanauts irgendwelche Subalternen vollschwatzen.

Gut, die Vortragsreisen des “kann Kanzler” mögen im Sinne des Bewährungsrituals und der Eingewöhnung einen gewissen Sinn ergeben haben; unterm Strich aber wäre es klüger gewesen, ihm die gute Million einfach so zu geben. (weiterlesen…)

Von den Elektrokastensklaven

Donnerstag, 25. Oktober 2012

Der selbstbestimmte Mensch ist heute der, der nur in notwendigen Fällen ein Mobiltelefon mitnimmt, ein Schmerzphon gar nur wenn geschäftlich zwingend.

Nietzsche meinte einmal, dass wer mehr als vier Stunden am Tag arbeiten müsse (er redete nicht vom Schaffen-Wollen) ein Sklave sei.

Wenn ich in Gedanken durch die Stadt gehe, will ich partout nicht von irgendjemandem ob irgendeiner Petitesse oder Laune oder Terminverschiebung angebrümmelt werden, und schon gar nicht, wenn ich im Wirtshaus sitze oder im Park schachspiele.

Ich will auch keine mich auf dem Laufenden haltende App, kein Signal irgendeiner SMS, keinen gedanklichen Beiständer. (weiterlesen…)

Was erzählt der VDZ da?

Montag, 22. Oktober 2012

Beim Verband Deutscher Zeitschriftenverleger liest man zum Streit mit Anbietern wie Google mit der französischen Regierung, die ähnliches anstrebt wie die deutsche, nämlich dass Suchmaschinen für ihre News-Verlinkungen (womöglich alle?) auf Artikel ob ihrer eigenen daraus generierten Werbeeinnahmen zahlen sollen müssen, folgendes:

“Leistungsschutzrecht für Presseverleger

Täglich entstehen in deutschen Zeitungs- und Zeitschriftenverlagen Tausende aufwendig produzierte Artikel, die im Internetzeitalter aber in Sekundenschnelle von Dritten ausschnittsweise oder komplett übernommen, verwertet und vermarktet werden können. Dieser kommerziellen Nutzung stehen die Verlage schutzlos gegenüber, denn sie besitzen im Gegensatz zu anderen Werkmittlern wie der Film- und Musikindustrie heute kein Eigentumsrecht an den Früchten ihrer Arbeit.”

Das ist, soweit ich weiß, doch glatt gelogen.

Ich darf ohne ausdrückliche Genehmigung keinen Artikel komplett übernehmen, verwerten und vermarkten. Ich darf nur zitieren.

Gehe ich über das Ziterrecht hinaus, so stehen gerade die großen Verlage einer kommerziellen Nutzung keineswegs schutzlos gegenüber. Denn sie haben sehr wohl urheberliche Eigentumsrechte. Sie können abmahnen, Unterlassung verlangen, Teile eines Erlöses einfordern usw. (weiterlesen…)

Immer noch kuhlere Tuhls

Montag, 22. Oktober 2012

Ich habe mich schon verschiedentlich dazu eingelassen, tue das nun aber nach dem Redundanzprinzip wiederum.

Je jünger, dümmer und ungebildeter die Leute, je oberflächlicher sie Englisch können, um desto mehr tendieren sie dahin, irgendwelche eingeschleppten angelsächsischen Modebegriffe bedenkenlos zu verwenden und sich dabei auch noch besonders großartig zu fühlen.

Lustig daran ist nicht selten, dass sie damit meinen, indem sie noch nicht einmal die geläufigste Lehnwortbedeutung wirklich kennen und richtig anzuwenden wissen, geschweige denn die verschiedenen originalsprachlichen Bedeutungen, selbst auf Vorträgen jeden damit beeindrucken zu können.

Traurig ist hinwiederum, dass das, wenn nicht gerade ich mit im Publiko sitze und mal wieder meinen intoleranten Tag habe, gar nicht so selten funktoniert, “performt” sozusagen. Man “liket” es. Man weiß zwar nicht warum, ebensowenig wie der Schwätzer am Pult, aber man weiß, dass das angezeigt ist.

Da in unseren endverweichlichten Zeiten sinnfällige Sprachkritik weithin als bösartig beleidigend gehandelt, passiert meist auch dann nichts, wenn doch ein oder mehrere Zuhörer merken, welch faule Eier da gelegt werden.

Ja, verwendet der Vortragende, der Sprecher, ein deutsches Wort falsch, so mag man das noch einwenden dürfen, ist es aber ein englisches, so gilt das vielerorts als mindestens sehr unhöflich, beckmesserisch, haarspalterisch, als ewiggestrig.

Aber, akademische Absturzrepublik, siehe Frau Minister, inzwischen kann man ja auch auf Bachelor studieren, also auf bologneser Geselle. (Sogar als Vetschie.) (weiterlesen…)

Fazplag / Jürgen Kaube: Mein lieber Schavan

Montag, 22. Oktober 2012

“Die Diskussion um Annette Schavans Dissertation hat keine Absurdität ausgelassen.”

Das ist der erste Satz des von Jürgen Kaube verfassten Kastens unter dem jüngsten FAZ-Artikel zur Schavan-Promotionsaffäre unter dem bezeichnenden Titel “Cui bono?”.

Und er ist sozusagen selbstbezeichnend.

Kaube sagt darin, sinngemäß, nicht ganz zu unrecht, dass die Erziehungswissenschaften der letzten Jahrzehnte im Prinzip recycelter Müll seien.

Dass die meisten Doktorarbeiten dazu so scheiße und irrelevant und nur abgeschrieben und kompiliert seien wie jene von Frau Schavan, weshalb es auch egal sei, dass diese scheiße und abgeschrieben und irrelevant sei.

Komplett unterschlagen wird dabei, dass man selbst bei einer scheißigen, irrelevanten, zusammenkompilierten Dissertation, außer, dass sie hinreichend Wörter aufweisen muss, wenigstens die Zitierregeln gelernt haben und beachten sollte.

Offiziell gilt das heute noch, werter Herr Kaube. (weiterlesen…)

Jesus als Phäno-Mem

Sonntag, 21. Oktober 2012

Im Kommentarstrange zum Beitrag “Jesus kein Jude?” schrieb Leser haschmech heute unter anderem:

“Ob Jesus ein Jude war oder nicht, ist eigentlich schnurz.
Wer aber war oder ist Jesus, der große Weltlehrer, in Wahrheit?”

Jener Jesus, egal nun welcher, ob Hebräer, Arier, sonst einer Volkszugehörigkeit, hat es sozusagen “geschafft”, daran womöglich weitgehend unschuldig, zu einer fast beliebigen Projektion zu werden.

Wer er “in Wahrheit” war, werden wir mit einiger Wahrscheinlichkeit nie herausfinden, und gelänge es doch, so glaubten jene, die in ihrer Weise weiter an ihn glauben wollten, eben doch so an IHN weiter, wie sie das eben wollen.

So gesehen ist Jesus wohl das, was man gemeinhin als einen “hoffnungslosen Fall” bezeichnet. (weiterlesen…)

Schavanplag (II)

Samstag, 20. Oktober 2012

Ich will zur Sache Schavan-Dissertation mal eine richtig krude Verschwörungstheorie durchstechen, die ich selber für äußerst unwahrscheinlicherweise gegründet, aber, angesichts dessen, was jetzt läuft (cui bono?), doch nicht für hundertprozentig abwegig halte.

Anstatt nämlich, dass man sich um die Doktorarbeit kümmerte, deren Wert auslotete, die Täuschungsabsicht diskutierte, diskutiert man in den Schafsmedien fast nur noch, dass, wie, wer das vernichtende Gutachten der Uni Düsseldorf vorzeitig dem Spiegel zugespielt habe, was für eine Riesenschweinerei das sei usw.

So gesehen, könnte man glatt meinen, es sei ein Schavan-Freund gewesen, der dies bewerkstelligte; wäre das Gutachten auf dem ordnungsgemäßen Wege an die Öffentlichkeit gelangt, so könnten sich ihre Apologeten (Kauder et al.) jetzt nicht dessenthalben aufblasen, wie als ob ein Osama bin Laden seine vorgebliche Versenkung im indischen Ozean eben doch überlebt hätte.

DIE ARME FRAU! SO EINE BODENLOSE GEMEINHEIT!!! (weiterlesen…)

Meine politische Ausgewogenheit

Donnerstag, 18. Oktober 2012

Ich bin politisch so ausgewogen, dass ich keiner Partei jenes Verfassungsbogens anhänge, den es bekanntlich sowieso nicht gibt.

“Ausgewogenheit”: Das gefiele dem Lug

Donnerstag, 18. Oktober 2012

‘…man will ja ausgewogen argumentieren…: schrieb ich eben vorhin noch in meinem Beitrag “Knabenbeschneidung: Einen Nutzen mag sie bringen“.’

Was soll das, nicht immer, aber eben oft, mit dem “ausgewogen”?

In der Tat, die deutsche Fußballnationalmannschaft besann sich gestern (ach: es ist schon vorgestern) der Ausgewogenheit, indem sie sich auch noch vier Tore reindonnern ließ.

“Ausgewogen” ist inzwischen ein typisches Verschleierungs-, ein Lügenwort.

Es suggeriert den hehren Wunsch nach Objektivität, wo doch nur Schleimquallentum, Anpassung gefordert. (weiterlesen…)

Knabenbeschneidung: Einen Nutzen mag sie bringen

Mittwoch, 17. Oktober 2012

Ich versuche seit langem, man will ja ausgewogen argumentieren (das ist heutzutage – einschlägige Ausnahmen gibt es natürlich – so eine Art Sankt Relativitätstheorie der zumal politischen Debatte, mit semantischer Raumkrümmung ob des thematischen Geistes der Schwere), der religiös motivierten Knabengenitalverstümmelung irgendetwas Positives abzugewinnen.

Endlich scheint es mir geglückt. (weiterlesen…)

FAZ-”Faktencheck” zur Beschneidung: Wirrsal

Mittwoch, 17. Oktober 2012

Die FAZ hat jetzt ein sehr wirrseliges Projekt aufgelegt, ausgerechnet begonnen zum Thema Beschneidung, bei dem alles, methodisch gesehen angelsächsisch inspiriert, was sonst, irgendwie zwischen verschiedenen Schaubildern und Kommentarsträngen durcheinanderschwurbelt. Einen Eingang ins Labyrinth siehe hier.

Das ganze firmiert unter “Faktencheck” und “Leser recherchieren mit” und ist gefördert von der Robert-Bosch-Stiftung.

Was das Ganze soll, erschließt sich mir bislang nicht. (weiterlesen…)

Vom Lehrertrauma

Montag, 15. Oktober 2012

In Diskussionen in jüngster Zeit fiel mir wieder auf, wie belastet das Wort “Lehrer” bei vielen, oft durchaus Gebildeten, die zumindest manchen ihrer Lehrer nicht wenig zu verdanken haben dürften, einem roten Tuche gleich, ist.

Man hat nichts gegen den “Coach”, den “Trainer”, den “Dozenten”, den “Seminarleiter” (manche nichtmal was gegen Gurus, also Lehrer, im westlichen Sprachgebrauch absolute Oberlehrer), meinetwegen Kognitionskoordinatoren, Logophilaster, Hirnstromakkutechniker…kurzum: Die Lehrer dürfen heißen, wie sie wollen, nur eben nicht Lehrer.

Dass einer, der lehrt, auch dann ein Lehrer ist, wenn er sich einen anderen Namen gibt, scheint da bei vielen Zeitgenossen nicht die Bohne eine Rolle zu spielen.

Manchmal habe ich mir schon überlegt, ob ich vor dieser verbreiteten Wortphobie klugerweise lieber einknicken solle, nicht mehr zugeben, wie lange ich Lehrer war bzw. bin, damit man mich nicht gleich für eine Kreuzung aus Arschloch und Gefängniswärter hält. Und gar nichts mehr von dem wissen will, was ich sage, weil man einem Lehrer prinzipiell nicht zuhört.

Wer mich allerdings kennt, weiß, dass ich eine derart schwachsinnige sprachliche Anpassung an den Zeitohngeist gar nicht gerne mitmache. So sehr ich nämlich bisweilen Spaß am Basteln von Neologismen habe, obschon ich des Englischen leidlich mächtig, auch manchen Latinismus oder Gräzismus mal in meine Diktion einfließen lasse, so bockelstur bin ich doch, wenn ein geläufiges, gutes altes deutsches Wort auf einmal in Bann getan wird, weil die Leute spinnen. (weiterlesen…)

Schavanplag

Sonntag, 14. Oktober 2012

Ich habe mir jetzt doch einmal 15 Minuten die Mühe gemacht, mir schavanplag.wordpress.com anzuschauen.

Das reicht mir, wenn was dort steht im Großen und Ganzen korrekt ist, wovon auszugehen, dicke. (weiterlesen…)

Ich habe einen Nobelpreis!

Freitag, 12. Oktober 2012

Jetzt bin ich endlich, so wie Arafat, Rabin, Peres, Obama und andere Schurken vor mir, Friedensnobelpreisträger, immerhin was, besser als nichts, als braver Bürger der EU.

Ich bin gespannt, wann mein Anteil des Preisgeldes auf meinem Konto landet.

Es lebe die TV-Kritik!

Freitag, 12. Oktober 2012

Angesichts dieser TV-Kritik auf faz.net ist mir wieder einmal aufgefallen, mit welchem Vergnügen ich – keinen Fernseher besitzend und keine der Sendungen je selbst gesehen habend – häufig derlei Artikel von guten Feuilletonisten, besonders, wenn sie sich Schwatzschauen vornehmen, lese, mir drei bis fünf Minuten gute Unterhaltung bezüglich der Lage und des letzten Stuss’ der Nation reinziehe, anstatt mich eine Stunde oder gar mehr mit einer schwachsinnigen Sendung herumplagen zu müssen.

Wenn Leute wie z.B. Michael Hanfeld von der FAZ in Bestform sind, weicht mir das Grinsen nicht vom Gesichte, und ich wünschte mir manchmal, ich würde selber gut dafür bezahlt, ab abends um Elfe, einen guten Roten neben der Tastatur, meine Frühkritik einzuhacken, eine Idiotensendung zerlegend, als einer der wenigen der Republik, die diese mit Grund und Gewinn angesehen, als professionelle Herausforderung, mit der geforderten lachenden Bosheit. (weiterlesen…)

Wundestag nur für Kinder

Donnerstag, 11. Oktober 2012

So kamen sie denn

Ohne Aber und Wenn

Der Eltern Sorge Schütze

Dass man’s auch ihnen abschnitze

Doch eben nicht

Denn einem Kinde

Bekanntlich nur minde

Mag jedermanns Sicht

Ohn Gericht’

Werden genommen

Abgeklommen

Was jene

Gar Scheene

Doch lieber behalten

Haut nutzloser Falten. (weiterlesen…)

“Erleuchtung”: Schwachsinn!

Montag, 08. Oktober 2012

Jetzt gehen wir mal an die “Erleuchteten”, die sogenannte “Erleuchtung” ran.

Ich misstraue der Vorstellung grundsätzlich.

Denn das Konzept geht davon aus, dass jemand vollkommen rein, unmittelbar und allwissend werden könne, sei, gewesen sei, hienieden, noch im Fleische.

Das ist an sich schon so absurd, dass man es nur noch glauben kann.

Wozu nun aber wurde das Konzept erfunden? (weiterlesen…)

1631d entspricht 16 mal 31 mal dumm

Donnerstag, 04. Oktober 2012

16 mal 31 ist 496.

Im Bundestag sitzen 598 plus x (Überhangsmandate) Abgeordnete.

Es dürfte also, da nicht alle der Forderung nach einem Knabenverstümmlungserlaubnisgesetz zustimmten, die kabbalistische Verschlüsselung nicht schlecht hinkommen.

 

Knabenbeschneidung: Schnippschnapp, Grundgesetz ab (II)

Donnerstag, 04. Oktober 2012

Wie im Vorartikel gesagt, werde ich mich über den Inhalt und die von Befürwortern wie verlogenen Halbgegnern des nicht öffentlich avisierten Knabenverstümmlungserlaubnisgesetzes abgesonderten Aberwitzigkeiten nicht mehr äußern, bis dass es allen vorliegt.

In der Zwischenzeit aber wundere ich mich schonmal, die Debatten um etwas nur Privilegierten wirklich bekannt Seiendes betrachtend, weshalb dabei regelmäßig noch ansonsten intelligent erscheinende Leute auf das Bundesverfassungsgericht hoffen und setzen.

Ich setze, gerade zu dieser Sache, keinen dekapitierten Pfifferling mehr auf diesen Laden. (Ich wäre sehr froh, täuschte ich mich; dann gerne Asche auf mein Haupt.) (weiterlesen…)

Knabenbeschneidung: Schnippschnapp, Grundgesetz ab

Donnerstag, 04. Oktober 2012

Das Bemerkenswerteste in den letzten Tagen, seit das sogenannte “Eckpunktepapier” des Bundesjustizministeriums “vorgelegt” wurde, jetzt der konkrete Entwurf des Knabenverstümmelungserlaubnisgesetzes, ist, dass noch immer weder das erste noch das zweite Papier der Öffentlichkeit vorliegen. (Wer es geschafft hat, sich eines der beiden oder gar beide irgendwie abzuschakalen, möge das Entsprechende hier einstellen bzw. einen Link angeben.)

Mehrere große Medien haben im ersten wie im zweiten Falle erklärt, dass ihnen die jeweiligen Texte vollständig vorlägen, aber – solange ich meine Suchmaschine auch in jede Richtung quälte, fand ich sie nicht – stets nur daraus zitiert, einzelne Passagen wiedergegeben. Famos.

Auch die Zentralräte der Sowiesos, andere Verbände und Institutionen haben offenkundig die vollständigen Papiere.

Nur der gemeine deutsche Doofmichel darf das, was schon hunderte Privilegierte begutachten durften, immer noch nicht im Ganzen sehen. (Das Justizministerium verweigerte mir als zeitgeist-Journalist, das vollständige Eckpunktepapier zu übersenden.) (weiterlesen…)

Tatatantra: Es lebe das Problem!

Dienstag, 02. Oktober 2012

Tantra klingt für mich wie ein Mischwort aus Tattergreis und Mantra.

Gestern hatte ich ein Gespräch über die schwachsinnige Pornographie (die Männer meist beschnitten, die Weiber grenzdebil), die zumal die Jugend flutet, klar, dass auch zweitausend Jahre abrahamitische Klemmverziehung zur Sprache kam, der andere vertrat tantrisch-sexuelle Ausbildung als Remedium.

Heute nochmal darüber nachdenkend, kommt es mir (nachdem ich gestern Nacht schon nicht Spottes gespart hatte) noch mehr so vor, als hieße dies womöglich, den Teufel mit dem Beelzebuben austreiben.

Keine Angst, ich werde jetzt keine peinlichen, gar noch detaillierten Geschichten von gutem bzw. schäbigem Sex erzählen. (weiterlesen…)

Von der bewussten Hoffnungslosigkeit (II)

Montag, 01. Oktober 2012

Im Kommentarstrange zum ersten Teil kritisierte Leserin Lisa durchaus nachvollziehbarerweise, dass es schon falsch sei, vom Begriffe der Hoffnung ausgehend die Hoffnungslosigkeit zu propagieren und schlug stattdessen “Klarheit im Jetzt” vor. (Meine vorläufigen Entgegnungen siehe dort.)

Machen wir uns also nochmal ein wenig Gedanken darüber, worum es eigentlich geht.

Mir kommt dazu eine Begegnung mit einem Iren in der Türkei, vor langer Zeit, in den Kopf.

Der (ich zählte gerade 22 Lenze) war schon einige Jahre älter als ich und beklagte sich in der abendlichen Philosophensitzung darüber, allzuviele Leute dächten und redeten allzuviel von den “Would-Bes” und den “Should-Bes”, also daran und davon, wie was sein könnte oder sollte, anstatt sich direkt um das zu kümmern, was gerade anliegt.

Weitgehende Zustimmung in der Runde.

Die andere Seite liegt darin, dass viele Menschen viel zu wenig erwägen, wie was sein könnte und sollte. Denn manches muss schließlich erst als möglich und notwendig gedacht und geplant werden, damit es vernünftig ins Werk gesetzt werden kann.

Und ebenhier ist eine “Klarheit im Jetzt” gefordert, also, dass das Hoffen nicht das Denken trübt; und damit man sieht, was wichtig und richtig ist, zumal erkennt, was einem dauernd nur als unmöglich, nicht erreichbar, vorgegaukelt wird. (weiterlesen…)

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