Archiv für die Kategorie ‘Bildung’

Therapieresistenz aber auch!

Mittwoch, 22. Mai 2013

Es mag ganz gesund und nützlich sein, wenn man weitgehend therapieresistent ist. Man macht nicht so viele Therapien, zumal keine teuren und aufwendigen, sondern schafft lieber was.

Ich gebe aber zu, dass ich grade mal wieder eine ausprobiere, eine indo-schwäbische sozusagen. Ich reibe meine obere rechte Körperhälfte, die mir Jahre nach einem schweren Sturz immer noch zu schaffen macht, mit Senföl ein.

Das Viertelliterfläschchen hat erschwingliche zweidreißig gekostet, und nach einigen Tagen der Anwendung ist es immer noch fast voll. Ich habe das Gefühl, mir ohne Arzt eventuell was Gutes zu tun, wenigstens wohl nichts allzu Schlimmes, und der Spaß kostet fast nix. Vom psychologischen Aspekt her zumindest ist das schonmal sehr förderlich.

Vielleicht mache ich auch mal Brennesseln drauf, die gibt’s ganz umsonst. Oder halte den ganzen Krampf mal nackig ins Vollmondlicht.

Ich bin bezüglich der Sache nämlich wieder ziemlich abergläubisch geworden; was heißt abergläubisch, es war schon merkwürdig.

Ich hatte den ganzen Mist recht intensiv trainiert, bis dass ich auf einmal einen Halsmuskel, von dem ich bis dahin nicht einmal gewusst hatte, dass sich der da vom Schlüsselbein mittig lateral nach oben zieht, derart schmerzhaft versehen, dass mir grade gelegen zu kommen schien, eine kostenlose halbstündige Massage (ich war noch nie bei einer professionellen Massage gewesen) gut zu haben.

Sehr wacker denn knetete die Fachfrau zunächst meinen Rücken, sodann das inkriminierte Gebiet. Es rumpelte und knackte schließlich auch mächtig, und unmittelbar nach der Behandlung hatte ich das Gefühl, das habe geholfen, erwog sogar, wiederzukommen, selbst zahlend.

PFEIFENDECKEL ABER AUCH! (weiterlesen…)

So schön, dass es wahr sein muss

Dienstag, 21. Mai 2013

Vor einiger Zeit war ich auf einem Vortrag eines sehr witzigen und schlagfertigen, bereits über achtzigjährigen Herrn, ich weiß schon gar nicht mehr, wie das Titelthema lautete, es ging aber auch um Generationen und ums Älterwerden. Der Mann schien geradezu über den Dingen zu schweben.

Gefragt, wie er, wohl lange Zeit alleine, seine vier wohlgeratenen Kinder erzogen habe, meinte er: “Ich habe sie überhaupt nicht erzogen!”

Dazu lachte er, platschraus, in seiner schelmischen Art für sein Alter ungewöhnlich heftig, das ganze Publikum, ich spontan zunächst auch, lachte mit.

Mir aber blieb dann doch das Lachen im Halse stecken.

Denn die Leute glaubten ihm das verzückt. Nahmen seine Anekdoten einer traumhaften anarchischen Harmonie dazu, die wohl nicht per se gelogen waren, aber allenfalls eine Teilwahrheit abbilden konnten, glatt für die ganze, bare Münze.

Wider jede Vernunft glaubten die Leute ihm das, denn sie wollten es glauben.

Es war einfach so schön, dass es wahr sein musste.

 

 

Eine Exsexuelle? (An Exsexual?)

Samstag, 18. Mai 2013

Im Kommentarstrang zu “Mrs Nittit” fragt Rainer Grzybowski:

“Angelina Jolie – ist das jetzt eine Exsexuelle?”

In der Tat scheint bislang kein politisch wie sprachlich korrekter Begriff für jene gefunden, die sich freiwillig aus ihrem Geschlechte amputieren lassen.

Rainer, Du triffst den Nagel auf den Kopf. Trefflicher lässt es sich kaum sagen. Ein Neologismus mit Zukunft.

Dann machen wir es doch jetzt gleich auch engsächsisch, fürs Wörterbuch:

“An Exsexual is a person that has wilfully and with success ordered healthy sexual organs to be preventively removed.”

 

Vom Gegengifte für die Menschheit

Donnerstag, 16. Mai 2013

Wie ich bereits in einem Kommentar zu “Gründerzeit in Südschwitz” erwähnte, meinte R. vor ein paar Tagen zu mir, die Menschheit bedürfe eines “Gegengifts”.

Vom Grunde her sehe ich das schon lange so; doch hat der klare Begriff weiteres Nachdenken bewirkt.

Aus was müsste das Gegengift bestehen, wie wäre es zu gewinnen, wie einzusetzen und zu dosieren?

Ich war mir mit R. einig, dass wir jetzt nicht davon sprächen, allfällige Lügen der globalen Finanz-, Medien- und Kriegstreibermafia zu entlarven, so notwendig, lobenswert und wichtig diese von vielen unter großem persönlichen Einsatz verrichtete Arbeit auch ist, sondern von einem kulturellen Entwurf, einem Schaffen, welches nicht gegen, sondern setzend, positiv, gerade junge Leute mitreißend, allerlei Resignierte und Verzweifelte wiedererweckend, von einer Kraft, die das Gift zersetzender gleichmacherischer Afterkratzdekadenz nach und nach wirkungslos macht.

Nähern wir uns der Sache behutsam.

Vier Dinge, wenigstens und zunächst diese vier, müssen zusammengeführt werden: Geist, Liebe, Schönheit und Freude. (weiterlesen…)

Gründerzeit in Südschwitz

Montag, 13. Mai 2013

Die Hintlinge bauen Zisternen wie die Gedopten.

Seit der Buschpflanzen-Roland ihnen gezeigt hat, was man auch mit wenig Wasser, über Pionierpflanzen, mit Halbverschattung durch Akazien, den richtigen Sorten, Dornbuschhäckselgut, mondgebundener Aussaat und Ernte, Wasweißichnoch, alles erzielen kann, ist im Wilden Westen von Südschwitz eine neue Gründerzeit ausgebrochen.

Unter den Hintlingskindern ist ein veritabler Kamel- und Ziegendungsammelwettbewerb entstanden, denn durch die expandierende Landwirtschaft ist die Nachfrage groß, und so bringt ein Sack getrocknete Scheiße zuhause oder am Markt in Buschhausen kein schlechtes zusätzliches Taschengeld.

Etwas Anstoß erregte lediglich, dass einer meiner Schüler, der ein rechter Spaßmacher (ich half auch noch mit, nicht ahnend, was ich da anrichte), im Kurs für kreatives Schreiben das Scheißesammlerlied nicht nur erdichtete, sondern auch sehr schnell populär zu machen wusste. (Nicht wenige fanden nicht nur den Text erstmal gar nicht witzig, sondern auch, dass er überdies zur Melodie der deutschen Nationalhymne gesungen wird. Es hat schon im Original bislang nur eine Strophe.)

“Scheiße, Scheiße über alles,

Über alles auf dem Feld,

Wenn sie stets zu Nutz und Putze

Säuberlich beisammgekellt

Von der Geiß bis ans Kamele,

Von der Quetsch bis ran ans Geld -

Scheiße, Scheiße über alles,

Über alles auf dem Feld!” (weiterlesen…)

Wie Leute im Netz ihre Nicks verbrennen

Montag, 13. Mai 2013

Ich will hier einleitend, nur in Auszügen, exemplarisch, die Eskalation einer gestern erlebten Kommentatorendiskussion beiziehen.

Zunächst hatte ich in der Tat selbst scharf angegriffen, indem ich eine Kernpassage des anderen nachzitierte und mich dazu also äußerte:

Göller: Ich bitte Dich mal darüber nachzudenken, was für einen in sich verqueren, haltlosen Unfug Du da erzählst.

Deckname: Dass du hervorgekrochen kommst, ist mir klar. (Zur zitierten Passage sagte Deckname nichts.)

Deckname: Ich stech ins Wespennest, mir klar, aber eben ansehbar.

Göller: Ich kann wenigstens noch selber kriechen. Selbst hervor. (weiterlesen…)

Dem Nachwuchse XXV

Donnerstag, 09. Mai 2013

Erstmal ist zu begreifen, dass man, hat man etwas zu sagen, allenfalls seltenst schnell verstanden werden wird. Eher werden Nichtbeachtung, Spott, Verachtung, Verhöhnung, bestenfalls Anfeindungen die Wegbegleiter sein. Ja, so gnadenlos ist das. Hat man, erfängt man seine Welt nicht in sich selbst, so ist man verloren, oder verloren, indem man zu einer Hofschranze mutiert. Der Weg des Schaffenden ist steinig, dornig, unsicher, hart. Wenig Atzung am Rande. Lange. Der Lohn für die Mühsal ist zunächst nur, dass man sieht, was andere nicht sehen. Den aber gilt es wertzuschätzen.

Irgendwann ist man so weit, dass es vergiftetes Lob hagelt. Ja, das sei schon so, aber auch ganz entschieden anders, wofern man sich nur zu benehmen ergäbe, könne es schon noch was werden.

Noch weniger Weiber, üblicherweise, werden auf das etwas geben, was man tut, denn Männer. Warum? Das erklärt sich von selbst.

Irgendwann aber, wenn man beharrlich, noch viel weiter oben angelangt, bröckelt die Ignoranz, und selbst die Bosheit bekommt Probleme mit sich selbst. Das heißt aber noch lange nicht, dass man eigentlich gehört werde. Gerade da kann sich die Bosheit bis zum Sichüberschlagen steigern. Man habe nochmal extra Acht.

Der nicht weiß, dass er womöglich dereinst schäbig verscharrt werden könnte, soll sich auf diesen Weg besser gleich gar nicht begeben. Nur wer wirklich will, wird etwas schaffen.

Irgendwann tut alles weh. Wie als ob es nichts Schönes mehr gäbe auf der Welt. An dieser Stelle ist es entscheidend, dass man noch die letzte Hoffnung fahren lässt: aber eben gerade nicht das Selbstvertrauen.

Diese beiden haben nämlich nicht das Geringste miteinander zu tun. Fast könnte man sagen, dass sie Feinde seien.

Erfolg darf einem keinerlei Maßstab sein. Der Erfolg ist einer der größten Betrüger.

Ja, man darf und soll auch etwas für sich wollen. Man lebt. Wer aber nur für sich etwas will, wird schon an der Vortreppe scheitern. Das ist gewiss.

“Adel verpflichtet”: Das ist immerzu das Gebot.

Wenn andere etwas nicht vermögen, ist es meins, es zu tun.

Ganz einfach.

Es war nie anders.

 

Klug ist dumm, und dumm ist klug

Donnerstag, 09. Mai 2013

“Fair is foul and foul is fair”

Ich übersetze Shakespeare jetzt mal sehr frei, zeitgemäß: “Klug ist dumm und dumm ist klug”.

Klug, also dumm, sind die an ihren Schmerzphonen hangen; dumm, also klug, ist der Rest.

 

Vom Lernschiet

Mittwoch, 08. Mai 2013

Auf Leser Dudes Seite – seinem “Stammtisch” http://dudeweblog.wordpress.com/stammtisch-plauderecke/#comments – schrieb ich vorhin ihm antwortend folgendes, was doch auch hierher gehört:

“…laberst Mist zusammen…Dünnpfiff”: Da ich hier – wie immer – unter Klarnamen unterwegs, bedarf es da doch einer Riposte.
Selbstverständlich sind meine Texte von unterschiedlicher Qualität (die oft aber jeweils sehr verschieden gesehen wird); es mag auch durchaus sein, dass ich es gelegentlich oder gar insgesamt mit der Redundanz übertreibe; derart vernichtende Urteile höre ich aber nur, ab und an auch von R. (der mich dessenthalben immerhin nicht Ar….och zu nennen geruht), wenn ich etwas sage, was einem inhaltlich, zumal ideologisch, gewaltig gegen den Strich geht. Also, wenn ich mal wieder nicht genug Respekt vor dem Licht, Osho, der Reinkarnationslehre, Jesus usw. an den Tag lege. (R. sagt da auch durchaus mal: “Was du da hingeschrieben hast, ist Scheiße.”)
Nun, was soll mir das bedeuten?
Dass ich immer darauf achten möge, nichts zu verfassen, was mir voraussichtlich (meist rieche ich den bereitstehenden Koteimer schon vorher; das ist mit etwas Erfahrung nicht schwer) derlei Urteile einbringen werde?
Den Deibel werde ich tun.
Derlei Fäkales zu hören, ist zwar im Moment nie besonders angenehm, aber es geht mir im Grunde am Arsch vorbei, denn inhaltlich logisch-kritische Sachlichkeit oder fundierte Stilkritik waltet da wenigstens wesentlich nie. Der kleine, grindige, neidische, unreife, unspirituelle, schmalhorizontige, bösartige, frustrierte, schwarzgallige geifernde Magnus hat sich lediglich mal wieder erdreistet, Höchstheiliges oder Größtheilige in Zweifel zu ziehen oder/und etwas Spott über jene auszugießen, die gefolgsam, und dafür bekommt er dann eine maximale Breitseite. C’est la vie.
Noch zur Redundanz und zum Nietzsche-Vergleich: Nietzsche hat mehrere Bücher über Irr- und Aberglauben, verlogene Moralen, christlichen Unfug usw. geschrieben, was er sicherlich auch knapper hätte halten können. Vom Kerngehalte her war da auch vieles redundant. Er hätte einfach sagen können: “Der Christ glaubt Mist.” Vielleicht noch drei ähnlich knappe Sentenzen zum Judentum, Buddhismus, Herbeiglauben insgesamt. Ob man indes in aller Welt noch über hundert Jahre nach seinem Tode den Gehalt dieser Sätze diskutierte, bleibt doch fraglich.
(Ich denke, ich muss heute oder spätestens morgen mal wieder angreifen. Etwas richtig unnötig bescheuertes Beschissene schreiben. Die letzten Tage war ich wohl gar zu lieb.)

Wie erfülle ich jetzt die Klammer? (weiterlesen…)

Vom Hauptteile (Pfaffen, Zins und Schwerter)

Dienstag, 30. April 2013

Früher setzte man einfach gewaltige Lügen und verließ sich auf Pfaffen, Zins und Schwerter.

Heute lassen sich die Lügen viel feiner setzen, da sie sich ungleich billiger vervielfältigen und an Mann und Frau bringen lassen.

Man hat damit weit überlegene Mittel in dem Sinne, die Leute dahin zu bringen, dass sie sich ihr immer weiter Nachgeben in scheinbarer Freiheit, das, was sie glauben sollen, immer weiter einglauben.

Man könnte fast sagen, hätte Jahwe gewusst, was ein Fernseher und was ein Schmerzphon sei, wäre er die dafür notwendigen Netze dafür bereitzustellen überdies in der Lage gewesen, so hätten er oder ein Kollege sie wahrscheinlich schon vorgehalten.

Von der Unsitte der Kleinschreibung

Freitag, 26. April 2013

Ich lasse durchgängige Kleinschreibung hier in Kommentaren nur deshalb noch durchgehen, weil ich nur dann zensiere, wenn rechtliche Bedenken dies gebieten oder der Anstand gegenüber anderen Teilnehmern übers Maß verletzt wird.

Dass mir aber kaum etwas so sehr missbehagt wie diese freche Unsitte, das will ich hier nochmal deutlich machen.

Es geht dabei nicht um Prinzipienreiterei, sondern schlicht um das in dem Sinne asoziale Verhalten des diese Verwendenden, dass er – es mag Ausnahmen geben, die dann aber bitte literarisch berechtigt – mutwillig, vorsätzlich gegen die Lesegewohnheit anderer verstößt, also dreist wie sinnlos.

Ich habe mir schon überlegt, ob ich derlei unschickliche Frechheiten, die zur Sache nichts bringen, außer, dass sie ärgerlich, zwar weiterhin nicht weglöschen werde, wie das andere Blogbetreiber nachvollziehbarerweise tun, aber prinzipiell nicht mehr gegenkommentieren.

Wieso sollte ich einem antworten, der mir vorsätzlich auf den Tisch rotzt? (weiterlesen…)

Noch vor dem Hauptteile (Lug in “Matrix”)

Donnerstag, 25. April 2013

Gehen wir mal ans Eingemachte. (Dies ist nur die Einführung.)

Ich weiß, weshalb mich fast nur Leute mögen, die mich persönlich kennen.

Ich spreche nicht nur nicht selten von dem, was kaum einer hören will, sondern auch noch so, dass es so erst recht keiner hören will.

Ich schreibe sozusagen immer wieder in scheinbar hermetisch verschlossene Ohren hinein.

Wer kein Vollidiot, öfter mal hier liest, weiß, dass das vollvorsätzliche Absicht ist. Ich steche und stochere unermüdlich mit meinem Ohrenpfriem. (weiterlesen…)

Verschieden mächtige Nichtse (Nullen, unendlich kleine Kleinheiten)?

Dienstag, 23. April 2013

Ich hätte wirklich gerne einmal eine vernünftige Erklärung dafür (außer, dass die Null zur Herstellung eines Koordinatenkreuzes eben sehr praktisch), weshalb Mathematiker die Null als Zahl behandeln, Unendlich aber nicht.

Null ist ja, als unendlich klein, nur das Pendant von, reziprok zu Unendlich, also unendlich groß. Sozusagen eins durch Unendlich (oder egal welche rationale oder auch irrationale, reelle endliche Zahl geteilt durch Unendlich).

Oder glaubt da doch einer, dass es das Nichts wirklich gibt? (weiterlesen…)

Physik: Es darf nicht sein, was ist.

Montag, 22. April 2013

Überlichtgeschwindigkeit, Atome unter null Kelvin, Supraleitung durch K3C60, Nullzeitdurchgänge einzelner Elektronen, also unendliche Geschwindigkeit: Ich frage mich, wie viel noch gezeigt werden muss, bis dass die gängigen physikalischen Dogmen endlich fallen. Ich weiß allerdings, weshalb sie nicht fallen sollen. (weiterlesen…)

Des Deutsches der Südschwitzer

Montag, 22. April 2013

Die Schule in Buschhausen steht. Sie ist innen schön weiß getüncht, Olli hat einem pleitegegangenen Privatgymnasium in Norddoof für einen Appel und ein Ei das ganze Inventar abgekauft, über Lagos im Container herschaffen lassen, mitsamt Rechnern, Tafeln, Lehrbüchern und einer beachtlichen Bibliothek.

Der Andrang ist gewaltig. Ich musste bereits eine Lehrerin einstellen, die die Grundis betreut. Zenzi, sie ist 38, stammt aus irgendeinem niederbayerischen Kaff hinter Deggendorf, hat zwar, zumal wenn sie sich mal wieder aufregt, was gar nicht selten vorkommt, einen etwas heftigen Akzent (naja, wenn sie mal “schleich di!” und anderes von sich gibt, ist es schon mehr als nur ein Akzent), ist aber sehr engagiert und im Erklären ein As. Die Hintlinge finden sie (es gibt hier kaum ein größeres Kompliment) “echt buschig”. Ich hörte sogar mal, wie ein kecker Hintlingsspross sie “öberst buschig” nannte, worauf ich zwar vermeinte, ein leichtes Rosa über ihr Antlitz huschen zu sehen, jener sich aber wegen schlechten Deutschs stante pede eine deutliche Rüge einfing. Zenzi ist, das lässt sich nicht bestreiten, nicht nur recht buschig, sondern, mit ihrem neckischen Pagenschnitt in Blond, auch, da man in Deutsch-Südschwitz nicht gerade fünf Mäntel übereinander zu tragen pflegt, noch nicht einmal die verfrorensten Damen, zudem neben dem, und das ist ebenfalls nicht wenig, was sie zu sagen hat, eine echte Attraktion, schadet dem Rufe und Ansehen der Schule dadurch keineswegs, auch wenn sie von mancher Hintlingsmutter mitunter etwas kritisch beäugt wird, dahingehend, ob sie dem Ihrigen wohl gar zu sehr gefallen möchte.

Sie weiß aber, was Männer sind (von X Bierfesten hinter Deggendorf, wo sie sich ihr Studium verdiente), egal wie durstig oder schon nicht einmal mehr durstig, geht damit also sehr professionell um. Ich will um sie jetzt aber nicht gleich noch mehr Worte machen, denn meine Schüler frotzeln mich eh schon mehr als ziemlich dessenthalben an, der Herr Direktor (der “Ditz”) habe offenkundig schon ein besonders Auge auf Frau Konrektorin geworfen, was ein echter Hintling aus Deutsch-Südschwitz ja problemlos verstehen könne undsoweiter undsofort…

Sowieso gibt es hier nicht wenige also aufgeweckte wie freche Kinder und Halb- bis Dreiviertelswüchsige. Die meisten von ihnen haben schon mit angespitzten Stecken Wüstenratten gejagt, bevor in Norddoof ein Kind auf ein Dreirad gesetzt wird. Ihr Wissen in Punkto örtlicher Flora und Fauna ist schon in den ersten Klassen überaus erstaunlich. Wenn sie in der großen Pause auf dem Schulhof Schleuder- und Bogen- und Armbrustschießen üben, gehen einem ob ihrer Geschicklichkeit manchesmal geradezu die Augen über. (Es gab sogar einen Antrag, man solle auch mit Kleinkaliber-, wenigstens Luftgewehren üben dürfen, den es mir aber, einen langen Sermon über Maß und Mitte in schulischer Ausbildung, zur Beförderung sozialer Kompetenz und Intelligenz, ich weiß nicht mehr, was ich sonst noch alles herausschwatzte und daherschwadronierte, Zenzi half glücklich dazu, selbst damit drohend, dass sie so keine Pausenaufsicht mehr übernähme (was zumal die Jungs dann doch etwas nachdenklich werden ließ), irgendwie nochmal abzulehnen gelang.

Etwas mehr Sorgen indes macht mir die sprachliche Entwicklung der Hintlingskinder, also auch generell der Deutschunterricht. (weiterlesen…)

Gold? Solange das Weltnetz nicht abstürzt…

Sonntag, 21. April 2013

Was den Preiseinbruch des Goldes anlangt, lallt und lügt einer dümmer als die andere. Es ist glatt zum Lachen. (Links, Zitate und sachliche Erörterung folgen. Oder auch nicht.)

Wir machen uns also erst einmal einen Spaß daraus. Immerhin mangelt es dazu ja nicht an Verschwörungstheorien, solchen, die all diese, da ja prinzipiell idiotisch, ins Reich der Paranoia verweisen, während sie selber, das wohl eher nicht einmal merkend, welche verbreiten. Dazu falsch rechnen, Entscheidendes übersehen oder unterschlagen.

“Wie kam Gold zum höchsten Werte? – Es schenkt sich immer.” (Ein wohl nicht ganz genaues, zuwenigst vollständiges Gedächtniszitat aus Nietzsches “Also sprach Zarathustra”. Hehe.)

Alles ist: wie üblich. Die einen rätseln, die anderen, auch wenn sie das Gegenteil “gewusst” (hähähehe!) haben, noch vor kurzem, all die Obersanderanalysten und Anlageempfehler (die immer gewinnen, weil es egal ist, für welchen Schwachsinn sie ihre Provisionen kassieren), sind mal wieder schlauer, als der Rest. (Vielleicht werde ich mir doch nicht nicht die Mühe mit all den Zitaten usw. machen. Es ist Sonntag, und es wird mich voraussichtlich keiner auch nur halbwegs anständig dafür bezahlen.)

Immerhin hatte ich mal wieder als einziger recht, indem ich den Golduntergang als vor dem Weltuntergang eintreten werdend prophezeite. (Die Suchfunktion oben rechts bringt Sie zum Nachweis, es sei denn, das Weltnetz stürzt auch noch ab. Bin Laden lebt.)

Ich hätte es als Schakal genauso gemacht. Bei 1600 verkaufen, um 1300, wenn es gut läuft, gar um 1000 oder 800 wieder aufgekauft. Von irgendwas muss man schließlich leben.  (Gegen 10 000 Euronen Vorkasse bekommen sie hier eine todsichere Anlageempfehlung, Preis freibleibend.) (weiterlesen…)

Vom Wachsen der Neuen Mitte

Donnerstag, 18. April 2013

Inzwischen hat das allusurpatorische Globalistengesindel tatsächlich ein ernstzunehmendes Problem. Immer mehr Linke werden – vereinfacht ausgedrückt – national, also rechts, und immer mehr Rechte werden international, also links.

Die Mitte, jene pseudoliberale, von den Globalisten gehätschelte Mitte, dünnt nicht nur immer weiter aus; es droht gar deren Statusverlust, dass sie noch verbreiteter denn ohnehin schon, als rückstandig, randständig gesehen wird, und zwar egal, wie sehr die Schafsmedien deren vorgebliche Vernünftigkeit tagtäglich preisen.

Immer häufiger sieht man Libertäre, echte Konservative, Sozialisten, Patrioten, wirkliche Menschenrechtler, Christen, Nietzscheaner, weiß der Deibel was für traditionell kaum Zusammenzuführende, auf gemeinsamen Podien, erörternd, wie die Hydra entmachtet werden könne.

Die allfälligen Vorwürfe von Seiten der Systemmmedien, man pflege, da eine bessere, gerechtere Geld- und Wirtschaftsordnung anstrebend, Nazi-Gedankengut, träume internationalsozialistischer Spinnerei, sei bestenfalls geistig etwas minderbemittelt, greifen immer mehr ins Leere. Man kennt diesen immergleichen Geifer wider jeden, der es auch nur wagt, öffentlich daran zu denken, dass, wie sich aus der herrschenden totalen Finanzschakalerei, in der Gewinne global zugunsten weniger privatisiert, Verluste auf dem Rücken aller sozialisiert werden, zu befreien sei. Immer mehr Menschen lassen sich von dieser offenkundig orchestriert gesteuerten Hetze nicht mehr entscheidend beeindrucken.

So wächst die Neue Mitte täglich. Und die alte wird immer seniler, lächerlicher, fackt in ihrer Idiotie, mit verdrehten Augen senil, ihren wirtschaftspolitischen Rollator ans eigene Ende schiebend, sichtbar immer weiter ab. (weiterlesen…)

Von den kinderlosen Maulhelden

Mittwoch, 17. April 2013

Ausnahmsweise stelle ich, da mir die Sache wichtig, diesen Teil eines Kommentars zu “Vom Staat als verbindendes Regulativ” auf Leser Dudes Seite auch hier nochmal ein:

“Es führt in der Tat kein Weg daran vorbei, dass sich jeder einzelne vor Ort wehrt, so gut er kann.
Allerdings ist das – wie ich alleinerziehender Vater zu sein, macht es nicht leichter – im Zusammenhang mit staatlichen Schulsystemen eine sehr heikle Sache, denn man bringt im Handumdrehen die eigenen Kinder in die Bredouille, ist dann sozusagen noch schuld daran, dass man sie, wofern nicht schon bald das Jugendamt vor der Türe steht, noch umso mehr in den Schwitzkasten nimmt. So sind es auch meist Kinderlose, die dazu ganz genau wissen, was sie täten, da sie es selbst nicht tun müssen.
Manche von ihnen lachen einen ja geradezu noch aus, dass man so blöd gewesen, diesem System Kinder zum Fraße vorzuwerfen, gehen gar so weit, dass man sich damit an seinem Nachwuchse versündigt habe. So weit sind manche jener Helden, die sich darin sonnen, für niemanden Verantwortung zu tragen, außer für sich selbst. Mit denen werde ich auch nicht mehr so milde verfahren, wie bisher.
Anonym im Netz herumranzen, an andere Forderungen von wegen konsequentem Widerstand stellen, feist, fett, ahnungslos, feige. “Jockele geh’ du voran!” (Ich halte Dich, Dude, nicht für einen Vertreter jener.)
Namenlose Maulhelden. Sich noch ihrer Weitsicht und Intelligenz brüstend, dass sie sich nicht über Kinder angreifbar gemacht. Da muss ich an mich halten, nicht in die unterste Schublade meines Schimpfwörterprachschatzes zu greifen.
Gerade Alleinstehende müssten den Mut haben, anzugreifen, mit heruntergeklapptem Visier. Davon sehe ich aber nicht viel.
Bräsig, besser dran, herumsitzend und bescheid wissend. Viel mehr Zeit habend, viel weniger Risiko gehend, auf andere herabsehend.”

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Wer Lust hat, einen harten verbalen Händel mit mir anzufangen, der ist anhiero herzlich dazu eingeladen. Kommentatoren unter Decknamen werden jedoch allenfalls eine Antwort von mir erhalten. Danach werde ich deren Beiträge, solange sie im hier anliegenden Rahmen bleiben, zwar noch freischalten, aber nichts mehr dazu sagen. In diesem Strange, sollte sich einer ergeben, wird jetzt mal ganz klar und konsequent positiv diskriminiert. Voll asozial.

Der mit dem Äh tanzt uuuuund…

Freitag, 12. April 2013

Vor einigen Tagen erklärte ich einem Oberstufenschüler Sinn und Unsinn des “Äh”, worauf dieser, nachdem ich das legendäre Beispiel Edmund Stoiber ins Spiel gebracht hatte, der sich mit seinen 10-20% Ähs pro Satz schließlich wahrscheinlich die Kanzlerkandidatur versaute, den Spruch losließ: “Der mit dem Äh tanzt.”

Heute will ich mich zudem einem anderen Redeverlängerer (entweder, weil noch nicht überlegt wurde, was gesagt werden soll, oder, um nicht unterbrochen zu werden, oder beides) widmen: dem “Uuuuund”. (Selbstverständlich können sowohl das Äh als auch das Uuuuund auch rhetorisch gezielt eingesetzt werden, was aber die seltene Ausnahme bildet. Dazu unten mehr.)

Das Uuuuund hat (wie auch das eingestreute “nicht wahr”) zwar den Nachteil, dass es, gemessen am Äh (auch am englischen “you know”), nicht so häufig eingesetzt werden kann, ohne auffällig nervig zu werden, dafür aber signalisiert es noch deutlicher, dass der Sprechende noch etwas zu sagen habe, der Zuhörer also unhöflich wäre, hübe er jetzt selbst mit einer Entgegnung an. Zudem hat es etwas Unterstreichendes, Verstärkendes, mag es durch das betonte Setzen eines retardierenden Momentes dem Darauffolgenden zusätzliches Gewicht verleihen, so dass es, wenn nicht offenkundig aus Verlegenheit, sich nur an die Rede zu klammern, eingesetzt, aus dem Munde des geschickten Rhetors oder Spaßmachers (wie auch ein vorsätzliches Äh) durchaus auch ein sinnvolles stilistisches Mittel abgeben kann. Ähnlich, wie ein eingestreutes “ja nu” (hört sich fast an wie “you know”…), “naja” oder “hmmm”.

Grundsätzlich kann man bezüglich der Verwendung dieser Redeabtöner bzw. Redeverlängerer drei Sorten Sprecher unterscheiden. Nämlich jene, die gleich Edmundo gar keine bewusste Gewalt über die Sache hat, so dass das Äh mit dem Redner tanzt, eine zweite, deren Vertreter zwar diesbezüglich über keine wirklich bewusste, aber doch eine recht gut funktionierende intuitiv-automatische Kontrolle verfügen, schließlich die letztere jener, welche die Problematik im Griff haben, zumal in dem Sinne, dass sie, wenn ihnen doch einmal aus Versehen ein Äh oder ein Uuuuund usw. dazwischenrutscht, dies zuwenigst merken, so dass sie es in ihrer Diktion abzufangen vermögen und gewarnt sind, sich im weiteren am Riemen zu reißen. (weiterlesen…)

Vom Scherbenzertreter

Mittwoch, 10. April 2013

Gestern musste ich herbe Kritik einstecken.

Seit gut einem Jahr ginge ich allzuviel mit dem Hackebeil herum, sehr häufig auf die armen Religionen dreinschlagend, allzumal meine Aphorismen dazu seien teils unterirdisch.

Kaum einmal schriebe ich Schönes, Erbauliches, Hinanführendes. Und wenn es einmal vorkomme, so gehe das in all den Zynismen und Sarkasmen drumherum unter, so dass man es kaum noch wahrnehme. Ich träte nur Scherben, derer es schon genug gebe, noch kleiner, alswelches eine eitle, unnütze, zumal wohlfeile Kunst.

Mein Einwand dahingehend, dass ich meine, damit eine notwendige Arbeit zu verrichten, da ich nicht sähe, dass sie so anderweitig hinreichend getan werde, half wenig. Auch Scherbenkleintreter gebe es genung.

Nun fühle ich mich immerhin dahingehend geehrt (man muss aus allem das Beste machen), dass man dem hauptbehuflichen Scherbenzertreter anscheinend doch zutraut, auch etwas anderes zu können. Sonst wäre ich ja wohl nicht dazu aufgefordert worden, es zu tun.

In der Tat aber enthält die Kritik Wahres; über religiöses und esoterisches Gedöns habe ich mich so häufig, so hart, auch redundant (ich bekenne mich in der Pädagogik durchaus schamlos zum Prinzip der Wiederholung, wobei allerdings auch hier ein Maß walten muss), hergemacht, dass ich diesen Bereich reduziert betreuen werde. (Ich hatte vor der scharfen Kritik selbst schon das Gefühl, dass es jetzt damit einmal lange. Insofern trug mein Kritiker, wie er es zu nennen pflegt, Lammkeulen nach Hammelburg.)

Auch ist klar, dass man, zumindest wenn man vorgeht wie ich, diese Dinge aufgreifend ständig persönliche Gefühle verletzt; für jeden mag in einem Text jener oder ein anderer Satz diese Wirkung tun; und wenn nicht in jenem Text, so in einem anderen. Also, dass fast nur noch dieser jeweilige Satz bzw. eine Teilausführung wahrgenommen wird, der Rest drumherum kaum. Man wendet sich ab. (weiterlesen…)

Koch-Mehrin: In so kurzer Zeit?

Donnerstag, 28. März 2013

Silvana Koch-Mehrin soll laut dem Karlsruher Verwaltungsgericht auf 80 Seiten 125 Mal getäuscht haben, weswegen (eine Berufung geht noch) ihr der Doktortiel zurecht aberkannt worden sei.

Tut mir leid, aber ich traue der Dame eine solche Leistung ebensowenig zu wie ihrem Atlantik-Brücke-Kollegen Guttenberg dessen Diss. (weiterlesen…)

Von den Decknamenkünstlern

Donnerstag, 28. März 2013

Grade haben die “Wechselmarie” (vordem vermutlich der “Jochen” usw.) und der “Dude” (der nennt sich meines Wissens immer so) in diesem Jesus-Strang ein kleines Gefecht bezüglich ihrer Decknamen angefangen, das ich, wofern es fortgesetzt werden sollte, schleunigst hierher umzuleiten trachte. (Ob “Jesus” auch ein Deckname war? Wer weiß?)

Ich habe hier schon von einem inzwischen leider verstorbenen Freunde, dem “James” geschrieben. Der hatte sich diesen Namen irgendwann gegeben, auch im bürgerlichen Leben (außer wohl am Amt), also, dass ich erst nach seinem Tode erfuhr, welchen Taufnamen er trug. Den mochte er wohl nicht besonders. Ich werde ihn darum auch hier nicht verraten. Nur so viel, dass es ein sehr traditioneller, gleichwohl nicht übermäßig häufiger deutscher Name war.

Ein anderer Freund – in jungen Jahren – hieß Detlev. Das nervte ihm mächtig. Wollte man ihn vollkommen auf die Palme bringen, so musste man ihn bloß mit Detlev ansprechen. In dem Falle nenne ich jetzt den recht gewöhnlichen – deutschen – Decknamen nicht, mit dem er sich ausbedang, exklusiv bezeichnet zu werden, denn Detlev soll als Detlev anonym bleiben können. (Ich weiß nicht, ob er sich inzwischen wieder Detlev nennt; ich habe ihn lange aus den Augen verloren.) Klar, weshalb er kein Detlev sein wollte. Der Name war damals, allenfalls noch mit Olaf als Konkurrenz, als schwuler Name im Schwange. Das ertrug er gar nicht. Zuviel Schall, zuviel Rauch.

Ich selber gab mir noch nie einen Decknamen, außer vielleicht mal – ich erinnere mich nicht genau, dreißig Jahre her – für einige Stunden in einem Slum in Nordamerika, wo ich ungünstigen Fragen ausweichen wollte, da schon meine weiße Hautfarbe recht verdächtig war; wenn ich mich recht erinnere, nannte ich mich Michael oder so, englisch ausgesprochen, das war nichts Besonderes, und ich konnte mir meine Lüge leicht merken.

Viele merken allerdings nicht, wie viel ihr gewählter Deckname über sie aussagt. Ich importiere mal, was Wechselmarie alias Jochen alias…eben drüben dazu eingestellt hat: (weiterlesen…)

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