Archiv für die Kategorie ‘Bildung’

Vom Neuen Lügen

Donnerstag, 27. Januar 2011

Das offene Lügen scheint nicht nur mehr Spaß zu machen, es deucht unseren Oberverblödern inzwischen auch volkserzieherisch wertvoller: eine also auffällige wie bezeichnende Entwicklung.

Aphorismus der sprachlichen Präzision

Donnerstag, 27. Januar 2011

Halt eigentlich wollte ich das ganz so jetzt ja aber doch nicht eben unbedingt wirklich gesagt haben.

Außeridische: Chinesen ohne Scheuklappen

Mittwoch, 26. Januar 2011

In China, wo ja bekanntlich bloß die dümmsten Leute des Planeten wohnen, scheint man sich des UFO-Phänomens und der möglichen Existenz Außerirdischer hier schon länger ganz anders anzunehmen, auch offen staatlicherseits und medial, als bei uns im superaufgeklärten Westen, wo sich nur vorgeblich geistig Minderbemittelte, Spinner und Obskuranten sowie Geheimdienste (also deren terrestrische Nächstverwandte) der Problematik so ernsthaft annehmen, wie es ihren wirren Hirnen eben möglich ist, siehe hier.

Vom positiv traumatisierten Menschen V

Montag, 24. Januar 2011

Wie nun gelingt es Don Quijote, den verfluchten „Einsingern“ Paroli zu bieten, langfristig gar mehr als das?

Nun, er zaubert schlicht und ergreifend eine eigene, seine eigene zauberhafte Welt herbei, an deren Narretei sich alsbald ganz Spanien deromaßen ergetzt, dass sie eben dadurch ins Sein springt, sich schließlich der Erzherzog höchstselbst anschickt (den König konnte Cervantes hierfür nicht ansetzen; das wäre nicht nur nicht durch die Zensur gegangen, sondern hätte ihn leicht seinen Kopf kosten können; und wie leicht das geht, hatte er schon als junger Kriegsgefangener beim Tyrannen von Algier sattsam gerlernt), ihm seine Welt zu realisieren, um sich an dem faszinierenden Duo noch umso mehr delektieren zu können.

Die sogenannte Deutsche Nationaldichtung, Goethes Faust, verblasst, das sei hier angemerkt, verglichen mit der Spanischen bis zur Unerheblichkeit, wenn nicht Lächerlichkeit, denn sie lässt uns, neben der wohlfeilen Warnung vor der (schwarzen) Magie, indem sie uns mittels des „ewig Weiblichen“ zum Schlusse in schwülstigen Worten „hinanzieht“, ratlos zurück (Goethe allerdings war Freimaurer, was diesbezüglich vielleicht nicht alles erklärt, aber sicherlich eine Menge; man denke nur an die durchgängige Rechtfertigung hinterfotzigster, übelster seelischer und geistiger Manipulation sowie geheimer Totalüberwachung im „Wilhelm Meister“.).

Nietzsches „Also sprach Zarathustra“ allerdings leuchtet als ein eigener Stern.

Fassen wir zusammen: (weiterlesen…)

Vom positiv traumatisierten Menschen IV

Montag, 24. Januar 2011

Zunächst will ich hier wiederholen, was ich im Kommentarstrang des ersten Teils bereits sagte: Durch die umfässlichen und manches für diesen Teil ursprünglich Geplanten vorwegnehmenden Beiträge der Leser Sil und Tosco sowie meine Entgegnungen dort gestaltet sich dieser Vierte Teil etwas anders als zunächst angedacht.

Ich habe mich in diesem Zusammenhang nunmehr dafür entschieden, das Thema doch nicht mittels zahlreicher Zitate von dort und Querverweise dorthin weiterzubetreuen, wie ich es spontan als notwendig erachtete, sondern setze hiermit Teil I und den anschließenden Faden sowie die Teile II bis III / III(b) als bekannt voraus.

Zur Rolle des Sancho Pansa als eines besonderen Typus des positiv traumatisierten Menschen, wozu ich Teil III(b) versprach, mich im Zusammenhange näher zu äußern.

Als ich um 1988 an einem Hauptseminar zur Interpretationsgeschichte des Don Quijote teilnahm, war ich zutiefst beeindruckt, geradezu überwältigt davon, wie sehr sich die Rezeption und Interpretation des Werkes je epochal hintergrundsbedingt verschoben hatte: jedes Jahrhundert hatte es völlig unterschiedlich aufgefasst.

Und schien mir dieser sehr merkwürdige Prozess keineswegs abgeschlossen. (weiterlesen…)

Vom positiv traumatisierten Menschen III

Donnerstag, 13. Januar 2011

Die Vorstellung, Cervantes habe den Don Quijote als Abbild eines eifernden Jesuiten konzipiert, wie von “Tosco Torpedo” in seinem Kommentar zum zweiten Teil insinuiert, ist abwegig (Sollten die Obscurati von Skull & Bones symbolisch seine Füße küssen, so wissen sie wohl kaum, was sie da tun.).

Dass Cervantes in seinem Hauptwerk immer wieder den guten katholischen Glauben als Leitstern hervorhebt, ist meines Erachtens lediglich der Hürde der damaligen scharfen Zensur geschuldet, die es zu überwinden galt; die Hauptfigur des Fahrenden Ritters selbst ist in keiner Weise moralisch eng, bigott, rigide angelegt, vielmehr von tiefem mitfühlendem Verständnis für die Irrungen des Menschen, zumal des jungen, geprägt.

Alles Edle, alles Echte, Wahre ist ihm heilig; seinen irdischen Genüssen zugeneigten Diener Sancho behandelt er stets nachsichtig; und als ihm ein Adliger sein Leid klagt, sein Sohn habe den rechten Weg vom Studium der Theologie in Richtung seiner Leidenschaft zur Poesie aufgegeben, verteidigt der Ingeniose den jungen Mann in seiner Wahl vom Prinzip her, allerdings nicht ohne die Bedingungen der Begabung und Ernsthaftigkeit zu stellen, sowie den Schunddichtern das Seine mitzugeben. (weiterlesen…)

Lustigster Link

Freitag, 07. Januar 2011

Leser Sil sei Dank für den folgenden Link:

Endlich erklärt uns ein Kundiger, weshalb es keine Bürger der Bundesrepublik Deutschland gibt.

Lustige Links

Dienstag, 28. Dezember 2010

Die folgenden lustigen Links zu Wikileaks/Assange stelle ich mal kommentarlos ein, allein unter Verweis auf meine frühreren Artikel zum Thema:

http://dissidentvoice.org/2010/12/wikileaks-a-very-short-coincidence-theory/

http://www.veteranstoday.com/2010/12/23/gordon-duff-julian-assange-wikileaks-a-fraud-run-by-press-for-israel/

Vom positiv traumatisierten Menschen II

Mittwoch, 22. Dezember 2010

Nachdem Miguel de Cervantes Saavedra schon als Vierundzwanzigjähriger in der Seeschlacht von Lepanto die Kraft eines Armes verloren, geriet er auch noch in feindliche Gefangenschaft, wo er täglich um seinen Kopf zu fürchten hatte.

Viele Jahre später, literarisch noch immer nicht erfolgreich, als Fünfzigjähriger, also praktisch schon ein Greis in jener Zeit, wanderte er in den Knast von Sevilla, vorgeblich wegen Unterschlagung von Steuergeldern, für fünf Jahre, eigentlich ein fast sicheres Todesurteil.

Doch daselbst überlebte er unter Schwerverbrechern wohl nicht nur kraft seines gewandten Geistes, sondern es kam ihm die Idee des Don Quijote, des also scheinbar verrückt wie sinnlos fahrenden Ritters, der fortan die ganze Welt betören sollte.

Im letzten Räuberloch gebar sich ein Genie. (weiterlesen…)

Vom positiv traumatisierten Menschen

Dienstag, 14. Dezember 2010

Die positive Traumatisierung existiert. Nicht nur in dem Sinne, dass der Mensch sich daran gewöhnen kann, denselben Schmerz, den er schon lange oder öfter erfahren hat, gelassener und leichter auszuhalten, dass der Schmied über eine kleine Brandwunde nur noch lacht und sie zwei Stunden später nicht einmal mehr spürt, sondern auch auf der psychischen Ebene.

Dies allerdings lehrt die Wissenschaft meines Wissens nicht sehr laut. Dass nicht nur Ärzte, Krieger und Huren immer härter werden können, ohne ihre Menschlichkeit, ihren Verstand, ihr Mitgefühl einbüßen zu müssen. Im Gegenteil.

Während einerseits Schläge leichter weggesteckt werden können, die den Ungeübten aus der Bahn würfen, kann nicht nur das Sensorium für Gefahr einsichtsmäßig wie intuitiv weiterentwickelt, sondern auch die Analyse der Strukturen und Methoden von Peinigern und Angreifern verfeinert werden, alswelches d a s Problem der Entwickler und Nutzer von psychologischen Massenvernichtungswaffen darstellt. (weiterlesen…)

Lernen ohne Mühe

Donnerstag, 09. Dezember 2010

Ich habe manchmal den Eindruck, dass das mit dem Lernen früher besser klappte, weil man sich einfach nichts dabei dachte.

Weihnachtsbaum zum 2. Advent

Sonntag, 05. Dezember 2010

Der Weihnachtsbaum (für “aiwaz” stehend, die Rune des Immergrüns, der Ewigkeit und der Erneuerung) ist ein wunderbares Geschenk des germanischen Mythos’ an die Welt, von dem ich mich freue, dass auch Christen sich um ihn versammeln.

Heil allen und Segen!

Compuer

Sonntag, 05. Dezember 2010

Gerade lieferte ich in einem Netzforum wohl das ab, was man als einen Freud’schen Verschreiber bezeichnen könnte.

“Compuer”: Das ist der kleine Bub, oder auch Sklave, der jeden Blödsinn mitmacht, wenn er nicht gerade abgelenkt ist oder heftig spinnt.

Einmalstich

Samstag, 04. Dezember 2010

Gerade war ich in einer Netzdiskussion, und eine Teilnehmerin bezeichnete die Wikileaks-Assange-Sexaffäre in Schweden als “petite affaire amoureuse”, woraufhin sich ein anderer beklagte, dass er nicht recht Französisch könne.

Mir fiel dann ein, ihm zu sagen, heute heiße es weniger elegamment “One Night Stand”.

Zu Deutsch: Einmalstich.

Göllers gefühlte Erderwärmung

Donnerstag, 02. Dezember 2010

Gestern Abend, zum metereologischen Winteranfang, erinnerte ich mich bei einem Gläschen Weißen (es war kein Eiswein) an einen der konsequenteren meiner Arbeitgeber.

Ich, Mitte Februar bei anhaltendem Schneeregen seit Stunden pittschnass vor dem Bagger unten im Kanal im Matsch sumpfend pickelnd, nachmittags circa um vier, noch kein Schichtende in Sicht, ward von IHM, indem er gemütlich eine Zigarette anzündend, aus seinem Daimler ausgestiegen, sich vor mich hinpflanzte, mir ein paar Minuten genüsslich zuguckte, schließlich also einfach angesprochen, ER seinen stattlichen Ranzen vorstülpend: “Na, Göller, wie geht’s?” (weiterlesen…)

Keinmanninseln

Dienstag, 30. November 2010

Die Kaimaninseln schreiben sich hochdeutsch Keinmanninseln. Der Schwabe weiß das.

Starwars: Dummbatzkino

Samstag, 27. November 2010

Gestern sah ich mir mit den Kindern nochmal den ursprünglichen Starwars-Film an.

Der altweiseste, schnuckelige Zwerg Segelohren-Yoda, der ziemlich am Anfang des Multikulti-Mutantenschlachtfestes stirbt, nachdem er dem jungen Luke Skywalker noch guten Rat mitgibt, hat, wie mein knapp Zehnjähriger treffend bemerkte, in 900 Jahren biblischer Lebensspanne immer noch nicht richtig Deutsch gelernt.

Was will uns das sagen? (weiterlesen…)

Schachspiel kriminell

Sonntag, 21. November 2010

Na denn, Schachspielen ist kriminell.

Dachte ich mir’s doch, schon allein deshalb, weil ich das selber manchmal tue.

Fernsehen ist noch nicht kriminell, so weit ich weiß, was wohl daran liegt, dass ich das nicht tue.

Diese Welt ist bestens geordnet, das ist klar.

Dummbatzbombe

Sonntag, 21. November 2010

Na also, Reuters, ein weitaus seriöserer Schafsladen als meiner hier, hat es inzwischen auch gemerkt:

Die Dummbatzbombe aus Namibia war also doch eine Dummbatzbombe.

Wer hätte das gedacht.

Von den Dekadenzdecadents

Samstag, 20. November 2010

Die Dekandenzdecadents bilden eine relativ junge Rasse, die sich in den letzten Jahren jedoch sprunghaft vermehrt hat.

Der DD (ich verwende ob des langen, pleonastischen Wortes fortan die Abkürzung) ist meist männlich, über vierzig und kinderlos (oder er hat aus Versehen eins, das ihn bei der Ex-Niemalswirklichholden nur noch Geld kostet).

Der typische DD ist recht gebildet (oder hält sich dafür), arbeitet recht brav (es kann allerdings auch ein Hartzi DD sein) und verbringt den größten Teil seiner Freizeit, wovon er aufgrund seiner Kinderlosigkeit in der Regel recht viel hat, damit, die Welt (speziell die deutsche) wegen ihrer Dekadenz anzuprangern.

Moslems, Schwule (Juden traut er sich nicht), Politiker, Hartzis, schmarotzende Weiber und Feministinnen sind häufig bevorzugte Ziele seiner aufgeblasenen Bräsigkeit, zudem natürlich Beamte generell, vor allem faule, nichtsnutzige Lehrer.

Selber hält der DD sich für ein Vorbild des gesellschaftlichen Nutzzweckes, (weiterlesen…)

Von guten Beschlüssen und dem Schach

Mittwoch, 17. November 2010

Ich habe beschlossen – wohl wissend, was auch meine besseren Beschlüsse mitunter wert sind –, bis ins hohe Alter ab und an ernsthaft Schach zu spielen (sollte mir denn ein solches dereinst vergönnt sein).

Ich kenne bislang kaum eine bessere Möglichkeit, einmal geistigen Urlaub zu nehmen, als indem ich mich mehrere Stunden lang in einem strengen Regeln folgenden Denken übe, das so anders ist, als mein sonst übliches.

Und einem begabten Fünfzehnjährigen gegenüber zu sitzen, (weiterlesen…)

Stiff Upper Lip (Against Premature Vomiting)

Dienstag, 16. November 2010

Man kommt aus dem Lachen kaum noch raus, wenn man das liest.

Die größten Volksvergifter sollen dabei helfen, die Humanoidalpopulation zu gesunden.

Konsequenter geht es nicht.

Echter britischer Humor lässt grüßen.

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