Archiv für die Kategorie ‘Aphorismen’

Schwulenehe: Der Papst muss endlich ran

Dienstag, 03. Dezember 2013

Wenn der Papst es endlich einsieht und die Schwulen- und Lesbenehe gutheißt, können seine Pfaffen und Nonnen einander wenigstens heiraten. Den Zölibat könnte man ja klar so definieren, dass er nur für Heteros gilt. Die braucht eh keiner.

Werden, was man ist, und dabei noch mehr

Sonntag, 01. Dezember 2013

Außer der Geburt eines Kindes und einer gewissen dieser immer noch üblicherweise vorausgehenden ebenfalls möglicherweise höchstschönen Sache ist das Erlebnis des Wiedererstarkens erwähnenswert erhebend.

Man wird wieder, was man ist.

Und damit noch mehr.

Es geht mich nichts mehr an

Sonntag, 01. Dezember 2013

Es gab eine lange Zeit, da ich mir wünschte, von möglichst vielen gelesen zu werden.

Das war kindisch.

Diese Zeit ist vorbei.

Es geht mich nichts mehr an, was keiner lesen will.

Gar keine Leser

Sonntag, 01. Dezember 2013

Gar keine Leser zu haben, außer mir, das habe ich in der Tat noch nicht geschafft. Aber ich arbeite daran.

Errate jeder für sich

Sonntag, 01. Dezember 2013

Ich werde hier nicht verraten, was wirkliche Freiheit ausmacht. Ich will sie noch eine Weile behalten.

Ich weiß warum

Freitag, 29. November 2013

Ich weiß, warum ich in Punkto Zersetzung ganz wesentlich bei Goethe und Lessing ansetze.

An der Toleranz erstickt

Mittwoch, 27. November 2013

Sie werden an dem Worte Toleranz noch ersticken.

Der Michel ist kein Deutscher

Sonntag, 24. November 2013

Der Michel ist kein Deutscher.

Ein rechter Deutscher hätte den Teufel, wenn der es merkwürdigerweise doch bis in den Himmel geschafft hätte, daselbst gebunden, oder erledigt, wenigstens nicht zur Erde geworfen, um fortan dort die Menschen quälen zu können.

Deshalb kann der Deutsche als Michel auch nicht aufwachen.

Religion: Ohne Umschweife

Mittwoch, 20. November 2013

Religion ist schlicht von der Todesangst getrieben. Wer hier nichts kann, der braucht Gott, ein Jenseits noch dazu.

Vom Gesindel

Sonntag, 17. November 2013

Dem Gesindel ist allerlei anzumerken, aber nichts ab.

Heute nicht von Deppenstan: Wiederum von Aphorismen

Sonntag, 17. November 2013

Nein, heute bin ich zu gut gelaunt, um den Freimaurern und anderen Geheimbünden gebührlich eine einzuschenken. Die dürfen warten. Selbst die Psychiater und deren Drogen und Einrichtungen.

Ja: Es geht wieder um das Thema Aphorismen.

Dass es diese merkwürdigen Textzipfel, Textpfitzel überhaupt gibt, ist schon den wenigsten bekannt oder gar relevant.

Weshalb will man von diesen kleinen Textteufelchen so wenig wissen?

Nähern wir uns mal der Sache.

Dass keiner genau weiß, was ein Aphorismus ist, daran liegt es sicher nicht. Das ist selbsterklärend.

Dass es keine guten Aphorismen gäbe, daran kann es auch nicht liegen.

Es kann auch nicht daran liegen, dass Leute, die ständig Romane von Olsen oder Mankell lesen, oder wenigstens Grisham, keine Zeit dafür hätten, Aphorismen zu lesen.

Und auch Leute, die lieber Schiller und Dostoijewski lesen: Selbst die hätten genug Zeit dafür.

Manchem mag es zu öd erscheinen; aber eben nur manchem.

Der Punkt ist, dass Aphorismen, gute Aphorismen, echte Aphorismen, stets etwas Subversives an sich haben.

Da ist mehr Frage, denn da Lösung wäre.

Aphorismen kann man nicht einfach lesen, alswie einen Taugenichts oder Narziss und Goldmund.

Mit eifrigem Behagen und Magenstreicheln.

Es gehört schon mehr dazu, sich daran zu erbauen.

Man muss sich sich selbst stellen.

Das war noch nie allzusehr in Mode.

Man kann Moliere (ja, der arme accent grave fehlt, mir grade zu stressig, den auch noch einzubringen) weglachen, selbst Shakespeare: Einen guten Aphorismus lacht man nicht einfach weg.

Entweder man lässt das Hirnkastl ran, oder man lässt es lieber.

Genau deshalb liebe ich die Aphorismen Lichtenbergs: und Nietzsches allzumal.

In einem ganz tiefen Sinne sind gute Aphorismen den chinesischen und meinen Strategemen verwandt.

Muss ich das auch noch erklären? Rhetorische Frage. Nein.

Es gibt Wettbewerbe in Schlagzahldichtung (“Slam Poetry”), in Lustspiel (“Comedy”), in jedem schon von der Namensgebung her – nur hier nicht – angelsächsisch besatztem Quatsch.

Wie ich’s hier wohl schon einmal beschrub: Mir ward schon teutschlichst gemacht, dass man leichter Jauche verkaufe – die ja immerhin als Dünger was wert – denn Aphorismen.

Das war an einem meiner jüngst vergangenen Geburtstage, und der Hauptprotagonist solcher Prosa war ein echter Marketender heutiger Sorte, also einer, der wirklich was vom Verkaufen in wie dieser Gesellschaft versteht.

Na, dann lachen wir einfach.

Das ist am besten getan.

Strich.

Alsowenig, wie wir noch der echten neuen Novellen gewahren (auch diese zeigen eine tiefe Verwandtschaft, man merke meiner Worte: und habe ich selbst noch keine eine vorgelegt), gewahren wir noch öfter der entsprechenden Aphorismen.

Es liegt also nicht nur an den mangelnden Empfängern. Auch die Sender sind zuwenig unter Strom.

Ja, dumm, dass Aphorismen sich nicht planen lassen.

Sie lassen sich nicht einmal suchen.

Genau eben in ihrer Unaufgelöstheit reicht noch nicht einmal unbedingt ein Geistesblitz.

Der, wenn kömmt, will dann auch noch in den angesagten Zweifel oder Dreifel oder Wasweißichwasfel gebracht werden.

Dann wird’s, manchmal, ein großer Aphorismus.

Meist aber ist es ein lange gehegter Gedanke, der sich also verdichtet.

Und doch unabgeschlossen.

Das ist zuviel für die Masse.

 

 

Aphorismen, Lehrertum, Schönes

Donnerstag, 14. November 2013

Heute habe ich versucht, einem jungen Manne, der das Wort Aphorismus noch nicht einmal kannte, in den letzten zehn Unterrichtsminuten, indem ich zufällig darauf kam, zu erklären, was Aphorismen ausmache, was das für schräge Dinger seien.

Das ist, da man es ja selber nicht so genau weiß, ein schwierig’ Ding.

Nach einigen Fuchteleien und Hinweisen half mir, was wunder, tatsächlich Georg Christoph Lichtenberg, naja, nicht gerade aus der Patsche, aber doch zum noch Erreichbaren.

Die Abgrenzung zum Sprichworte, zur kurzen Satire, zum knappen Traktat oder Essay, zu einer beurteilenden Betrachtung war, so gut als in dieser Zeit und überhaupt möglich, wohl vollbracht und verstanden.

In solchen Augenblicken erfahre ich wiederum, indem es einfach so aus mir herausbricht, weshalb ich nicht nur gerne schreibe, sondern auch den Lehrerberuf wohl nicht umsonst ergriffen habe.

Deibel aber auch.

Vielleicht muss ich doch noch Bildungsminister werden.

Vom Aphorismus als Therapeutikum

Dienstag, 12. November 2013

So mancher Aphorismus hat schon etwas mit der Heilung geistiger Spukphämonene zu tun. (Siehe den letzten: “Von Linguisten und Quantofanten”)

Manches Seltsame mag schon über Jahre in einem rätteln, um einen herumrätteln, bis dass es endlich an jenem Schopfe gepackt, den der Aphorismus bekanntlich meist selber nicht hat.

Nicht selten fühlt man sich nach diesem merkwürdigen Akt trotzdem irgendwie besser.

Und sei es in eine noch so amorphe Form gegossen: Das Numinose schwindet.

Es mag zwar nicht besiegt sein, aber das Rätteln lässt immerhin nach.

Zudem findet sich von da aus, wo man immer noch nicht weiß, wes man ist, auch immer wieder ein Ausgangspunkt für ein schönes Gleichnis oder eine Satire.

Das tut der Seele, von der ja auch nicht bekannt ist, was sie sei, ob überhaupt einer eine habe, dann doppelt gut.

Die wirkliche Dreieinfaltigkeit erreicht man, wenn man daraus schließlich einen großen Roman abzuleiten weiß.

Das “Un” vom Unfug ist ja auch nur wegen des Fugs da. Ohne Fug bedürfte es schließlich keines Uns. Oder haben Sie schonmal ein “Un” gesehen?

Allerdings habe ich, um auf die Quantofanten und Quarkomaten zurückzukommen, ohne weiteres schon Unquanten und (Gottlob auch den!) Unquark gesehen und gehört und geschmeckt.

Ein Unquant (manche sagen auch, aber das ist sehr süddeutsch-umgangssprachlich, “Unsquant” dazu) ist zum Beispiel ein anständiger Eineinhalbkilo-Fäustel oder eine große Kettensäge von der Firma Stihl. Da kommen keine Fragen mehr auf. Hier im Schwäbischen heißen ja auch Füße Quanten, zumal wenn sie groß sind und entsprechend stinken.

Unquark ist noch einfacher definiert: Das ist alles, was kein Quark ist, also genießbar.

Auf die Frage, was genau ein Ungott sei, will ich hier nun aber nicht mehr eingehen. Man verletzt ja der Leute religiöse Gefühle nicht ohne Not.

 

 

Von Linguisten und von Quantofanten

Dienstag, 12. November 2013

“Nullmorphem” endet mit einem Nullmorphem, also einem Zeichen ohne Ausdruck.

Der Begriff aus der Sprachwissenschaft erinnert daran, dass nicht nur die Quantofanten ein Etwas behaupten können, das sich selbst ganz wesentlich niemals ist.

Nehmen Sie sich deshalb nicht gleich den String.

Vom rechten Umgang mit dem Weltnetze

Montag, 11. November 2013

Das Netz gehört rechtweis besatzt.

Von den Kleinen über Gott bis zum Lachen

Freitag, 08. November 2013

Was für kleine, dumme Leute faulen uns hier und heute immer noch die Welt an!

Oft genug immer noch Gott im Schandmaul!

Da wird es dann aber auch wieder zum Lachen.

 

Feministen

Mittwoch, 06. November 2013

Inzwischen gibt es sogar Feministen. Wüsste man’s nicht, man glaubte es nicht.

Was ein echter Philosoph für sich wollen darf (III)

Dienstag, 05. November 2013

Ein echter Philosoph darf sogar für sich wollen, dass seine Aussagen unverfälscht weitergegeben werden.

Was ein echter Philosoph für sich wollen darf (II)

Dienstag, 05. November 2013

Ein echter Philosoph darf sich auch echte Freunde wünschen. Und wohl gar überdies einen würdigen Tod.

Drohungen

Sonntag, 03. November 2013

Man sollte genau wissen, wie oft man sich drohen lässt.

Vom Fäustel

Samstag, 02. November 2013

“Wissen die Wenigsten am Bau, dass beim Fäustel der ganze Stiel bezahlt ist.”

Abseilaphorismus

Mittwoch, 30. Oktober 2013

Eben fiel mir im einzigen “Chat”, den ich je besuche, mich zur Nacht zu verabschieden, folgender Spruch ein: Mir wachsen die Haare schon hinter die Brille.

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