Vom Charme des Nichts

Es gibt das Nichts zwar nicht, doch lässt es sich gar wundersam darüber reden und sich noch besser mit ihm unterhalten. Es ist so hübsch nirgends, und doch findet man es überall.

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14 Antworten zu “Vom Charme des Nichts”

  1. @ Magnus

    Mache mal in einem dunklen Raum das Licht (Lampe) aus. Was siehst du dann? – Nichts. Was soviel bedeutet wie: Ohne Licht ist Alles Nichts. D.h. auch wenn alles da ist, so erscheint es ohne Licht doch als Nichts.
    Wie also kannst du da sagen, das Nichts gäbe es nicht?

    Nur wenn es Alles nicht gäbe, dann gäbe es auch das Nichts nicht.

    Aus dem Popol Vuh, dem Schöpfungsmythos der Maya. Die ersten Worte darin lauten in schlechter Übersetzung so:

    “Dies ist der Bericht, wie
    alles in Spannung war,
    alles still,
    in Stille;
    alles bewegungslos,
    alles bebend,
    und leer war die Weite des Himmels.”

    Das Gleiche nur in anderem Wortlaut in der Bibel:

    1.Mose 1:2 Und die Erde war wüst und leer, und es lag Finsternis auf der Tiefe, und der Geist Gottes schwebte über den Wassern.

    Die Himmel und die Erde gab es da auch schon. Nur das Licht fehlte noch.

    Im Grunde beginnen so alle Schöpfungsgeschichten aller Völker. Alles ist schon da, nur das Licht fehlt, und wenn das Licht fehlt bzw. ausgegangen ist, dann ist Schöpfungszeit.

    http://regenbogenschlange.wordpress.com/2014/02/21/die-urknall-idee-des-jesuitenpaters-georges-lemaitre

    http://regenbogenschlange.wordpress.com/2014/03/07/urknall-und-immer-mal-wieder-ein-neuer-urknall

    Ich glaube, wir Menschen stehen noch ganz am Anfang davon, die Welt bzw. das Universum zu begreifen. Das dieser Jesuitenpater Lemaitre
    bei seinen Vorstellungen vom Ursprung des Universums als Uratom, von „einem kosmisches Ei ausging, das im Moment der Entstehung des Universums explodierte“ brachte mich auf die Idee, das die Menschen schon viel früher schon davon ausgingen, daß mit einer totalen Sonnenfinsternis alles endet, aber gleichzeitig auch wieder alles von vorne beginnt.

    Licht aus = Nichts, Licht an = Alles.
    Sterben, Licht aus = Nichts, Geburt, Licht an = Alles.
    Einfach der ständige Kreislauf.

    Somit meinen wir nur, wir gingen nach dem Tod ins Nichts, dabei macht nur mal einer kurz das Licht aus. Und wenn es wieder angeht, dann sind wir beim lautlosen Urknall live mit dabei.

    Im Popol Vuh wie auch in der Bibel steht wortwörtlich derselbe Satz: “Es werde Licht!”

    Daß die Maya, also eine viel ältere Kultur, es genauso sahen wie die Christen bzw. die Juden, macht die Bibel im Grunde entbehrlich und den Christus sowieso. Denn Christus bedeutet Sonne bzw. Tageslicht. Was wiederum bedeutet, eine Person Christus des Glaubens, die Wundertaten und alles, hat es in Wahrheit nie gegeben.

    Johannes 9:4 Ich muß die Werke dessen wirken, der mich gesandt hat, solange es Tag ist; es kommt die Nacht, wo niemand wirken kann.

    Johannes 11:9 Jesus antwortete: Hat der Tag nicht zwölf Stunden? Wenn jemand bei Tage wandelt, so stößt er nicht an, denn er sieht das Licht dieser Welt.

    Johannes 8:12 Nun redete Jesus wieder zu ihnen und sprach: Ich bin das Licht der Welt….

    D.h. Jesus Christus anzubeten, ist nichts anderes als Götzenverehrung. Damit negieren sich die Katholiken selbst.

  2. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Regenbogenschlange

    Sage mal einem Blinden, dass ohne Licht alles Nichts sei.

    Wir kommunizieren auch nicht über Lichtzeichen, sondern über Klänge.

    Ebenso Wale und Delphine. (Die orientieren sich auch sehr wesentlich über Töne.)

    Ob ich einen Fisch noch essen will, sagt mir genauer meine Nase als sein Antlitz.

    Was hilft’s, wenn der Bleichsellerie wunderbar aussieht, dann aber schmeckt wie Monsantos Frankenstein.

    Auch bei Tag mag mich mein Ohr eher vor einer Gefahr warnen als ein Lichtstrahl.

    Manches ertaste ich mir auch noch lieber, als dass ich es sehe.

    Ohne Licht gibt es andererseits natürlich kein Pflanzenwachstum und daher mittelfristig nichts mehr zum Fressen.

    Ansonsten halte ich das Licht für philosophisch einseitig überbewertet; wir leben insgesamt in einer sehr optiklastigen Zeit.

  3. Holzschnitt sagt:

    @ Regenbogenschlange
    Soso, die Mayakultur ist also älter als das Judentum oder das Christentum? Du bohrst hier schon mit die dünnsten Bretter, believe it or not. Den Rest mag ich nicht mal kommentieren, bestenfalls: geballtes sprachloses 10%-Wissen! Jetzt aber nicht beleideritzt sein, denn steht nicht schon im Schabracko Kack (DAS Buch der uralten Yogg-Sototh-Kultur)”…und da sie nichts wissen und trotzdem Wissen vorheucheln sollen sie der Seelenfresserin zugeführt werden…” Und wenn es nach mir geht soll dir nach deinem Tod J.C. mal ordentlich einen in deinen Hintern treten, weisst schon warum, gelle?

  4. Holzschnitt sagt:

    @ Regenbogenschlange
    Mit dem Licht hast du allerdings schon recht, wenn auch kindhaft u oberflächlich. Wer weiss schon das Licht sich “intelligent” verhält?
    Wer ahnt dass Materie “eingeschlossenes” Licht ist? Ahura Mazda und Ahriman – notwendige Polaritäten!
    Aber was bringt dich dazu von einem “lautlosen” Urknall zu schwafeln? Weil im Vakuum keine Schallwellen übertragen werden? Kennst du den Zen-Koan “Wenn im Wald ein Baum umfällt und niemand hat es gehört, fiel er dann lautlos um”? Viel Spaas beim Knobeln, falls meeeeglich……

  5. Hallo Magnus!
    Also, Dein Kommentar von 21:11 Uhr besteht, wie ich finde, aus 8 bis 9 ASTREINEN Sätzen, die für sich allein schon als Aphorismen gelten könnten oder als ein Ganzes einen einzigartigen Artikel ergeben würden. Sichtbar (oder dann für Blinde als Hörbuchfassung akustisch vernehmbar) vermittelt dieser 9sätzige Denkzettel nämlich solche Erkenntnisse, die aus eigenen Erfahrungen resultieren und/oder ansonsten auf kaum anzweifelbare Einsichten zurückzuführen sind.
    Der Kommentar, auf den Du Dich beziehst, ist für mich dagegen ein Flechtwerk wie ein Weidenkorb, zusammengebunden aus den Zweigen, so wie sie gerade beim Waldspaziergang vom Boden aufgelesen wurden.

    Lediglich ein Satz wächst dort heraus, der “es” in “sich” hat; als da nämlich steht: “Ich glaube, wir Menschen stehen noch ganz am Anfang davon, die Welt bzw. das Universum zu begreifen.”
    Was einerseits eine Vermutung ist, die zutrifft, oder wenigstens von denen bestätigt wird, die weiser sind als diejenigen, die das Gegenteil glauben. Zum anderen wird mit dieser Einschätzung aber auch versehentlich bekannt gegeben, an welchem Punkt das Universum zu begreifen derjenige steht, der diesen Satz ins allgemeine Flechtwerk* eingewoben hat – vermutlich um noch nicht allzu deutlich gewahren zu müssen, woran es bei einem selbst noch hapert…
    Was, nunmehr Hallo @Regenbogenschlange, keine herbe Kritik sein soll, sondern eben jedem passiert, der erkenntnissuchend schreibt – mir gar schon in vielfacher Form.

    *Solche ‘Flechtwerke’ können natürlich auch Kunstwerke sein oder in Form von Körben der vorübergehenden AufbeWAHRung dienen. Vielleicht von Äpfeln, die bald gegessen werden, oder, wenn nicht, irgendwann verfaulen, usw., Nahrung oder Kompost, ist ja alles ein Kreislauf. Worum es meiner Ansicht nach letztlich auch nur geht beim Schreiben.

    LG

  6. @ Magnus

    “Sage mal einem Blinden, dass ohne Licht alles Nichts sei.”

    Ich denke, daß ein Blinder mich, was diesen Punkt angeht, besser versteht, als du, der du über Augenlicht verfügst.

    Außerdem ging es hauptsächlich um den Punkt, der deine Behauptung darstellt, es gäbe das Nichts nicht.

    Wie schon das Sprichwort sagt, “Es gibt nichts, was es nicht gibt”, so ist doch klar, daß es auch das Nichts gibt, denn es gibt ein Wort dafür. Weswegen brauche ich denn ein Wort für etwas, wenn es nicht existiert?

    Die Wissenschaftler setzen das Nichts sogar an den Anfang aller Dinge, indem sie erklären, alles wäre aus dem Nichts entstanden, mit einem Knall. Ich teile die Meinung der Wissenschaftler nicht und finde die Sache überaus lustig, seit ich weiß wer der Begründer der Urknalltheorie ist und wovon er bei der Erstellung seiner Theorie ausgegangen ist.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Georges_Lema%C3%AEtre

    “….Ursprung des Universums als Uratom, „ein kosmisches Ei, das im Moment der Entstehung des Universums explodierte“.”

    Ein komisches Ei, fände ich die bessere Umschreibung.

    Ich stand mit meinem Artikel mittels Stichwort “Urknall Lemaitre” übrigens ganz oben bei google mit dabei. Dann war ich plötzlich weg. Habe ich das der berühmten googleschen Zensur zu verdanken?

    Ich dachte immer, unsere Wissenschaftler wären dazu fähig dreidimensional oder gar mehrdimensional zu denken, aber in der Tat denken sie nur zweidimensional.

  7. Anonymus sagt:

    Der Blick auf das NICHTS als Naturwissenschaftler:

    Nichts als das Nichts. Die Physik des Vakuums.
    Gebundene Ausgabe: 266 Seiten
    Verlag: Wiley-Vch; Auflage: 1. Auflage (15. Juni 2004)
    Sprache: Deutsch
    ISBN-10: 3527403191
    ISBN-13: 978-3527403196
    Größe und/oder Gewicht: 21,6 x 14,8 x 2,8 cm

  8. Anonymus sagt:

    Ich kenne ausserdem eine Karrikatur, die aus NICHTS als nur zwei Sprechblasen besteht:

    Inhalt erste Blase: “Was ist eigentlich Vakuum?”

    Inhalt zweite Blase: “Ich habs im Kopf, kann es aber im Moment nicht sagen!”

  9. @ Holzschnitt

    “Und wenn es nach mir geht soll dir nach deinem Tod J.C. mal ordentlich einen in deinen Hintern treten, weisst schon warum, gelle?”

    Ich habe schon oft so einen Blödsinn gehört und kann, seit ich betreffs Christentum völlig geheilt bin, deshalb darüber gar nicht mehr lachen.
    Dein J.C. ist nur ein Lichteffekt – mehr findest du dazu in vielen Artikeln auf meinem Blog.

    Johannes 9:4 Ich muß die Werke dessen wirken, der mich gesandt hat, solange es Tag ist; es kommt die Nacht, wo niemand wirken kann.

    Johannes 14:9 Spricht Jesus zu ihm: So lange Zeit bin ich bei euch, und du kennst mich noch nicht? Philippus, wer mich gesehen hat, der hat den Vater gesehen! Wie kannst du sagen: Zeige uns den Vater?

    Diese zwei Verse oben drücken schon aus, was mit Jesus los ist. Er leidet an Schizophrenie. Aber Glück für ihn, denn in Wahrheit gab es ihn nie in echt, sondern er ist nur eine Phantasiegestalt in einer wundersamen Geschichte.

    Und was die gedachte Person J.C. angeht, sie ist nur rein sinnbildlich gesehen, der Tod und das Totenreich. Deine Art mir Angst einjagen zu wollen, ist einfach kindisch und ganz im Sinne der Lehre der Katholiken. Und da ist im wörtlichen Sinne wahrhaftig der Wurm drin.

    Psalm 22:6 Ich aber bin ein Wurm und kein Mensch, ein Spott der Leute und verachtet vom Volk.

  10. @ Holzschnitt

    “Soso, die Mayakultur ist also älter als das Judentum oder das Christentum?”

    “… Rates, Popol Vuh. Dieses Buch dürfte nach Ansicht der Ethnologen, das älteste Dokument zu Geschichte der Menschheit darstellen. Es ist älter als die Bibel der Hebräer oder Rigweda der Inder.”

    http://books.google.de/books?id=V7Os7bG5PNcC&lpg=PT20&ots=7dvaFkBsx_&dq=was%20ist%20%C3%A4lter%20popol%20vuh%20oder%20die%20bibel&hl=de&pg=PT20#v=onepage&q=was%20ist%20%C3%A4lter%20popol%20vuh%20oder%20die%20bibel&f=false

    Sogar die Jungfrauengeburt gibt es schon im Popol Vuh, und das viel phantasiereicher erzählt als in der Bibel, und da brüsten sich die Christen damit, daß auf so einen Einfall sonst keiner hätte kommen können. Aber die Mayas konnten!

    Schönen Gruß

  11. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Jermain Foutre le Camp

    Vielen Dank für das Lob; jeden einzelnen Satz indes schon als einen Aphorismus anzusehen, halte ich für etwas hochgegriffen. (Es freut mich natürlich trotzdem, dass Du sie in die Nähe von eigenständigen Aphorismen rückst.)
    Im Ganzen dürfte das Konvolut aber, was die ganze Lichthuberei – allzumal im Zusammenhang mit “dem Nichts” – anlangt, nicht nur für die hiesige Riposte taugen.
    In der Tat dachte ich schon daran, die Sache, zumal die Optiklastigkeit der heutigen Zeit, auch im weltanschaulichen Zusammenhang, nochmal eigens aufzunehmen, die kleine Sammlung im Rahmen eines umfässlicheren Textes weiter zu verwerten.
    LG

  12. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Regenbogenschlange

    Ich wüsste gerne mal, wer auf welcher Grundlage behauptet, das Popol Vuh sei das älteste Dokument zur Geschichte der Menschheit.
    Und wenn es – wohl eher zur Mythologie der Menschheit – das älteste Dokument wäre, was besagte das?
    Erstens kann ein älteres Zeugnis lediglich verschollen sein, zweitens heißt alt nicht unbedingt auch sinnvoller als neu.
    Die Thora z.B. ist sicherlich älter als ich: Trotzdem schreibe ich keine so grausig schlechten Bücher.

  13. Untote Osterhäsin sagt:

    @ Regenbogenschlange

    Christus ist vom griechischen Christos -”der Gesalbte”- abgeleitet (als Nachfolger (“Shemsu”) [des] Hor waren Sie nämlich (ob tatsächlich oder nur auf Meta-Ebene) Ehegatten der Inkarnationen Bastets, was Salben-Töpfchen bedeutet (zu: Bas Jar -Gefäss für mit (ätherischen) Parfümölen versetzte Salben plus -et, weibliche Endung). Jesus “von (dem später erst gegründeten) Nazareth” gab es anscheinend schon, nur salbte “der” (statt einer passenden Shemset Hor) lieber sich selbst. “Er” gab sich auch die Titel des Hor -Das Licht, Die Sonne, Das Leben etc.-, aber Christus heisst auf keinen Fall (Tages-)Licht oder Sonne (Lux bzw. Sol, meines Wissens, auf Latein).

    Dass das Nichts inexistent ist, steht ausser Zweifel. Ich zweifle ernsthaft daran, dass es jemals existierte. Was sich Seiner Existenz endlich bewusst ward, war wohl auch nie “Nichts”. Ein kosmisches Ei (in Eiform) hat es mit Sicherheit nie gegeben. Einzig logisch ist hier die Kugel.

  14. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Untote Osterhäsin

    Wie sollte das Nichts je EXISTIERT haben?

    Da ist eine Kugel ebenso unlogisch wie ein Ei oder ein Zwanzigflach.

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