Eine Bruchlinie des Datenterrors von NSA & Cie

Na, so langsam wird es mehr oder weniger amtlich.

Nämlich was die Cyberschlapphüte der Amis und Brits mit Ihrem Rechner alles können und auch dürfen. Oder dürfen sie das etwa nicht? Es macht keiner was dagegen, also dürfen sie es auch.

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/ueberwachung/totale-kontrolle-das-nsa-programm-turbine-12844784.html

Zum Beispiel können die Ihnen einfach auf der Festplatte rumfummeln, ihr Mikro und Ihre Netzkamera einschalten, schon Ihre Tastendrucke, bevor sie überhaupt ans wahrscheinlich wiederum wirkungslose Codieren auch nur denken, abrufen.

Das ist aber das Geringste. Denn beim Fummeln auf Ihrer Festplatte können die gleich mal ein paar Kinderpornos aufspielen. Dann bekommt Ihre lokale Staatsanwaltschaft bzw. Polizei einen Anruf, man greift sich Ihren Rechner, und Sie sind geliefert.

Denken Sie also lieber gleich gar nicht daran, dass Sie etwas sagen könnten, was diesen Kräften, deren Auftraggebern, irgend nicht gefallen möchte.

Denn andernfalls wartet Ihrer schon der Bau.

Jeder soll Angst haben vor diesen Schweinebacken. Sich völlig hilflos und ausgeliefert fühlen.

Noch nie war es billiger und leichter, einer beliebigen Zielperson eine Straftat anzuhängen. Das mag jene Cranks schon frohlocken machen.

Es kann aber, inwieweit die das bedenken, weiß ich nicht, bald die Zeit kommen, da erste Richter private wie sonstige “sichergestellte” Festplatten wie auch andere Datenträger nicht mehr als Beweismittel anerkennen, solange der Beschuldigte nicht selbst zugibt, sie so beschrieben zu haben, wie sie dem Gericht vorliegen. In dubio pro reo.

Deshalb wollen die Schlappfracken auch wohl gar nicht wirklich so viele Prozesse, sie wollen vor allem den Psychoterror, die Angst, die Abschreckung.

Ein anständiges Gericht kann auch nicht geltend machen, der Beklagte hätte besser auf seinen Rechner aufpassen müssen. Wie denn? Indem er sich selbst der NSA und dem GCHQ überlegene Technik und überlegene Kenntnisse hätte aneignen müssen, damit Tag und Nacht den eigenen Rechner pflegen?

Diese Leute werden noch gegen Wände laufen, die nicht von Fürst Potjomkin aufgestellt.

Und, Ihr Lieben: Gerade bei einem wie mir, der Euch dauernd in die trübe Brühe spuckt, wäre es besonders glaubwürdig, wenn Ihr mir irgendwie den Rechner manipuliert, dass nicht ich, sondern Ihr oder ähnliche Schurken inkriminierendes Material eingebracht.

Übertreibt es also lieber nicht gleich bei mir; Ihr könntet es mit einem saudummen Präzedenzfall zu tun bekommen.

Ich weiß, wie klar man einem Strafverteidiger klarzumachen hat, dass er das Maul zu halten habe, wann immer ich das will, dass er keine Deals zu machen hat, ich ihn eiskalt abschieße, vor die Kammer bringe, ihn selbst verzeige, wenn er das hinter meinem Rücken versucht.

Schreiben und Reden kann ich selber: allzumal der juristische Sachverhalt hier denkbar einfach.

Hat das Gericht nur Datenträger, sonst nichts, außer vielleicht schwachen, von der Staatsanwaltschaft vorgebrachten Konstrukten und Indizien, so wäre eine Verurteilung nicht nur ein Justizirrtum, ein Fehlurteil, sondern müsste, angesichts der Faktenlage zur Möglichkeit der Manipulation, die deutlich vorgetragen, das völlige Außerachtlassen der gebotenen Unschuldsvermutung selbst als strafbare Rechtsbeugung im Amte, wenigstens eine grobe Verletzung der Sorgfaltspflicht, gesehen werden.

Wohlgemerkt: Die Überwachung und Manipulation von Rechnern weltweit ist millionenfach angelegt; zumindest schon von den bekannten “Diensten”; jede Menge andere Vereine mischen zudem so mit, dass der normale Computernutzer sich kaum wehren kann; von daher kann eben nicht von einer zu vernachlässigenden Wahrscheinlichkeit einer kriminellen Manipulation ausgegangen werden.

Zieht Euch mal warm an, Ihr Spacken. Solange wir keine offene Diktatur haben, solltet Ihr Euch nicht zu sicher sein.

Und solltet Ihr sie endlich haben, so wird es für Euch erst richtig gefährlich.

 

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