Von den Herabsetzern

Ja, auch ich habe Geheimnisse.

Das folgende aber ist kaum eins.

Die Herabsetzer grinsen gleich schon scheel, und das, wenn man ihnen grade in die Augen schaut, auch nicht lange.

Meist wissen sie nicht, was sie für wen, gegen wen, weshalb, wohin, zumal wider sich selbst, tun.

Die bewusst im Auftrage handeln, die mögen etwas härter sein; aber auch das hält nur vom Elfe bis läut’.

Am bezeichnendsten ist ihr dummes Lachen, wann immer sie nicht weiter wissen.

Blickweis oder wortweis, das ist fast einerlei.

DU!!!

Das reicht ihnen schon, dass die Fassade bröckelt.

Sie wissen nichts oder sehr wenig davon, wie verwundbar sie sind.

Schon allein, weil sie in ihrem Herabsetzen eben meist nicht sie selbst sind.

Und sind sie im Herabsetzen sie selbst, setzen wir den Fall, so bekommen sie es schnell mit der Angst dahingehend zu tun, dass ebendies entlarvt werden könnte. Also ihr ganzer schändlicher Lebensbehuf.

Daranentlang kriegt man auch die andere, meist hartnäckigere Sorte jener.

Oft bilden sie sich darauf schon etwas ein, gestreng blicken zu können; in Punkto Rede kennen sie alle kleinen Tricks, allzumal jenen der Ablenkung, wenn es eng wird.

Steht ihnen nun aber jemand gegenüber, der keinen Einführungskurs von Scientology mehr zu benötigen scheint, auch nicht mangelnden Verstandes nicht zum Vorstand bei Goldman Sachs berufen, so retten sich die Kandidaten schnell in Grobheiten, wo nicht gespielte Langeweile, am liebsten dann aber in die tumbe Masse, ihre bergende Heimstatt.

Ja: So klug sind die Klügeren unter ihnen schon, zu wissen, dass das, geschickt angestellt, nicht alswie die Flucht aussieht, die es ist, ihnen dorten leicht unbedachte Assistenz zuteil.

Einer Lügnerin von Format, jedenfalls, als dass ich sie zweifelsfrei als Lügnerin und überdies von Format erkannt, gewahrte ich in den letzten Jahren in persönlicher Relation nur einer.

Da waltete zweifelsfrei Absicht. Weshalb, das weiß ich noch nicht so genau, wie ich es wenigstens zum Spaße gerne wüsste. Immerhin aber ist sie klar entlarvt und nichtanwaltlich abgemahnt.

Schon lustig, was für Gestalten so durchs Netz hüpfen.

Der Grundtrick ist natürlich ganz einfach.

“Du bist zerelektrokastet, ich aber bin es nicht!”

Dann erklärt man dem Erschrockenen, was das heißt.

Dass er nämlich seine Algorithmen und Halbleiter so viel rechnen und extrapolieren lassen kann wie er will, aus jeder Mail, aus jedem Elektroschiet, der je von einem das Licht oder Halbdunkel der Welt erblickt, darumb doch nicht ein Gran davon wisse, was man vielleicht als nächstes tue, tatsächlich, zumal angesichts unvorhergesehener, ad hoc zu bewältigender Aufgaben.

Hach! – Es gibt natürlich gar keine Herabsetzer, sondern nur sich selbst Herabsetzende. Sagt jedenfalls meine unerbetene Eso-Avatarin, die ich seit nunmehr schon zwei Wochen nicht so recht loswerde.

Egal. Das richtet sich schon. Sie jammert bereits mächtig.

Es liegt in der Natur der Herabsetzer, dass sie ein starker Hang zur Eitelkeit zeichnet. Wer das Herabsetzen ernst nimmt, frägt sich nunmal auch, wessenthalben er selbst vielleicht erfolgreich herabgesetzt werden könnte.

Letztlich hat man gegen die Herabsetzer entweder einen gefüllten Beutel, das beeindruckt sie immer, oder man muss es mit überlegenem Witz, Beharrlichkeit und Frohsinn versuchen.

 

 

 

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3 Antworten zu “Von den Herabsetzern”

  1. Polish Joke sagt:

    Ist sich Forum interessantes. Dürfen schreiben auch Menschen aus Polska wo nix beherrsche Grammatik deutsche vollständig?

  2. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Polish Joke

    Dirfe schreiba alle Leite die wo Daitsch nix ganze richtig sprecha trotzdem.

  3. Holzschnitt sagt:

    Die “Herabsetzer” gehören so ordentlich durchgeorgelt dass ihnen Grinsen, Sehen, Hören, Tasten und Schreiben nachhaltig vergehen möchte. Wie sagt das alte Sprichwort? “Auf einen feinen Klotz gehört ein grober Keil”!

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