Vom Eigentlichen und vom Bohrschwurbeln

Ja, inzwischen neige ich zur Altersmilde.

Ob mir der Rechner gehackt, wie weit auch der orchestrierte Umsturz in der Ukraine, ich mag oft gar keinen mehr, noch nicht einmal offensichtlich Verdächtige verdächtigen noch gar eindeutig Überführte verurteilen.

Natürlich neige ich nicht zur Altersmilde.

Das war ein offenkundiger kleiner Schwindel, wenn Sie so wollen, so war’s auch eine peinliche Koketterie.

In Wirklichkeit befleißige ich mich einer ganz anderen Wissenschaft, zuvörderst.

Sie ist äußerst diffizil.

Sagte man, es handele sich dabei um die Pragmalinguistik, so wäre das zwar nicht grundverkehrt, vom üblichen Verständnisse her betrachtet aber durchaus problematisch.

Die Aufgabe besteht, wollen wir sie rauslassen, darin, diesmal nicht den savant idiot zu finden, sondern den gediegenen Narren.

Der kennt mehr Möglichkeiten als Schröcklichkeiten, obschon er jener auch nicht wenige in Kreis von Fahr und Kopf und Reden.

Gerade erst recht in der vernünftigsten Rede noch reintönende Musik.

Noch ein Hören.

Viele stoßen grade Türen auf: Weshalb sollte ich’s nicht auch versuchen?

Genug geschwätzt.

Eingeübte Ausdrucksformen sind zu überprüfen. Konditioniertheiten sind aus dem Fell zu bürsten und notweis auch mit dem Messer aus dem eigenen Fleische zu graben, gleich abgerissenen Zeckenköpfen.

Oh, das klingt ja etwas rustikal. Eben war alles noch so zart.

Da sieht man die Ausreißer.

In Wirklichkeit reiten praktisch alle gradewegs ins Paradies, und nur solche wie ich bleiben als unbepferdete Stallausmister leider zurück.

Sie reiten selbstverständlich nicht.

Sie versuchen zu bohrschwurbeln.

Da sie das nicht recht geübet haben, fällt ihnen das auch nicht leicht.

Ich habe es auch nie so recht geübt, aber, bei dem, was ich sehe, ich bohrschwurbelte ob anderer gehabter Übungen und Erfahrungen schon höchstens aufs Zweite hin schon besser. Selbst wenn mir nichts an diesem Paradiese läge, nur den möglichen Zwischenergebnissen beim Bohrschwurbeln.

Es geht ja aber eigentlich ums Eigentliche, wie der Titel schon sagt.

Nämlich um den stets unzweifelhaft klaren Ausdruck.

Sagen Sie nur nicht, Sie hätten das nicht gemerkt.

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2 Antworten zu “Vom Eigentlichen und vom Bohrschwurbeln”

  1. Holzschnitt sagt:

    Gsd, Magnus Wolf ist wieder da! Und er will itzo Altersmilde vortäuschen….wohlan Knitz! Die haben kapiert dass Plan B noch viel mehr Dünnpfiffi verursacht! Venceremos, grosser Wolf!

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