Nicht Google noch Allah

Indem der Google mir unter Bildersuche zu Magnus Göller immer noch ein Hitlerbild zuweist, während die sonstige Suchfolge immer noch lächerlicher bzw. irrelevanter wird, sagte man mir sehr bestimmt, das dürfe ich keinesfalls auf mir sitzen lassen, ich solle, nein, ich müsse das unter “Unangemessene Bilder melden” dem Google wenigstens melden, besser gleich eine saftige E-mail schicken, noch besser gleich mit Anwaltsdrohung.

Wie bitte? Was soll ich?

MELDUNG ERSTATTEN?

Bei der Firma, die seit Jahren kostenlose Deutschnachhilfe bei mir nimmt, mich dafür, mir zunächst recht gewogen (wie gesagt, bis vor einiger Zeit war wenig an den Listungen zu beanstanden), jetzt wie einen Unterpariah des Netzsubprekariats behandelt?

Soll ich diese missratene Riesenkrake etwa anbetteln?

Bitte, bitte, lieber Google, mach mir doch den Hitler weg?

Diesen Schwielheimern traue ich da durchaus noch zu, sich querzustellen, was ich denn wolle, schließlich hätte ich ja über Runen geschrieben, da sei das doch ganz unschuldig-trefflich zugeordnet, und wo weiter frech, da könne man mir noch ganz anders, und den Klageweg, ja, dem sähe man, wollte ich ihn beschreiten, sehr gelassen entgegen.

Die Leute kriechen vor dieser Firma, schon in vorauseilendem Gehorsam ob ihrer Angst vor Herabstufung in den Listungen, dass eine Nacktschnecke das nicht schleimichter und sonnenscheuer vermöchte.

“Gegen den Google hast du keine Chance!”

Na, das wollen wir doch mal sehen.

Einige Ideen, Sätze, Rhythmen, Texte von mir, auch wohl Wortneuschöpfungen werden in hundert Jahren noch stehen, wenn diese Firma längst Geschichte.

Vielleicht wird man sich an sie nur noch dann erinnern, wenn Philologen sich fragen, wann welches geläufige deutsche pejorative Wort zum ersten Mal ins Lexikon der deutschen Sprache brach.

Was für eine Feigheit! Was für eine Unterwerfung! Ist Google der Allah des aufgeklärten Abendländers?

Mohammed brachte, wie mir von verschiedenster Seite versichert, wenigstens auf Arabisch wohl beeindruckend poetische Verse: Was gibt es denn vom Google?

“Don’t be evil!”

Das ist in der Tat mal eine originelle englischsprachige Dichtung. Sakrament. Sowas hat die Welt noch nicht gehört.

Ich stelle mir mal vor, jemand verwendete den Google-Schriftzug auf seiner Werbung und packte immer hübsch ein Hitlerbildchen daneben. Der Göller zum Beispiel. Oder eine an Pekunia bedeutendere Holding.

Ich immerhin könnte da auf die erste Abmahnung oder auch (wahrscheinlicher) gleich einstweilige Verfügung hin kalt lächelnd entgegnen, dass der Google, indem er ungefragt mit mir und dem Dolf für seine Produkte warb, mir automatisch Permissio gegeben habe, umgekehrt dasselbe zu tun. Sähe man das anders, so müssten sich die Herren Juristen schon etwas einfallen lassen. Klar: Der Google sei halt so doof, dass er sowas höchstens aus Versehen mache, der könne ja nicht auf jeden Trottel auch noch aufpassen, während bei mir offenkundig Vorsatz vorliege. Außerdem könnten dem armen Google Milliardenverluste entstehen, was ich durchaus kalkuliert hätte, zumal gemessen daran, dass es an meiner Existenz bzw. meinem cash flow sowieso nicht mehr viel zu ruinieren gebe.

Ein spannender Prozess wär’s trotzdem. Leider bin ich noch nicht so ruiniert, dass gar nichts mehr da ist, sonst, mit Prozesskostenhilfe, ließe ich es durchaus gerne mal mit meinem Rechtsbeistand, dem ich schon klarmachen werde, dass er sich aufs Formale zu beschränken hat, ich die Texte schreibe, von denen er ohne meine Erlaubnis kein Jota abweicht, meine mündlichen und schriftlichen Stellungnahmen den Ablauf bestimmen werden, darauf ankommen, wider Cartucci & Rosecrance & Silversteen anzutreten, in der Sache Google vs Göller wegen Hitlerwerbung.

Die werden schon noch sehen, wo sie hinkommen, wenn sie nicht schnell runterkommen, von ihrem hohlen Rosse.

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Nachtrag, folgnächtens

Am besten lassen wir schon sämtliche missratenen Psychiater und GenderforscherInnen präventiv auf sie los.

Es gilt, tüchtig folgerichtig vorzugehen.

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2 Antworten zu “Nicht Google noch Allah”

  1. Holzschnitt sagt:

    Gugelspitzel ist schon lange zu boykottieren, nicht erst seit Snowden.Da kann ich ja gleich zum Visagenbuch!! Ixquick sitzt immerhin in Holland……..

  2. Armin sagt:

    Google ist einfach schrecklich. Während Facebook genauso unsymphatisch ist, wird wenigstens ab und an darüber gesprochen. Aber die extreme Grösse und Macht dieses Unternehmens macht Angst.

    Was hat Google schon alles aufgekauft und wo mischt Google überall mit? Man verliert die Uebersicht.

    Ich finde Google verrückt. Ich benutze Google Mail (hey wenn ich das verliere, dann fehlen mir so viele Dokumente) und schäme mich dafür und wenn ich suche, Google ich immer nur. Ich weiss natürlich, dass alles protokolliert und verwerbt und ausgewertet wird. Aber was solls, oder?

    Aber Google wird einfach zu mächtig, zu gross, ist zu dominant. Eindeutig. Die kaufen fast täglich Firmen auf, ob in der Robotertechnik, Pharma, Mobilfunk etc. etc. und nur sie wissen, was sie letztlich damit bezwecken.

    Und Ihr CEO, hab ja den an den Bilderberg erlebt, ich kann sein Gesicht nicht sehen, sein Lächeln, seine Sprüche sind mir unheimlich.

    “Don’t be evil”… ja, da bleibt wirklich nur noch die verwzeifelte Hoffnung, dass dieses Motto auch nur ansatzweise einigermassen umgesetzt wird.

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