Allda die Angst zertanzt

Eigentlich sonst so gut wie immer sprachlos und mehr oder weniger am Boden zerstört, schöpfe ich doch wieder Hoffnung.

Es gibt zwei Kameraden, die meinen Irrsinn gerne mit mir teilen.

Nein: Es sind keine Straßenköter, die mir den Schaum vom letzten Biere lecken.

Es sind zwei so unverdächtig-unbekannte Konservative, dass es ihnen nicht einmal etwas ausmacht, wenn sie hie und da für einfach blöde gehalten werden.

Sie haben nicht einmal Angst davor, mit mir gesehen zu werden.

Das allein ist echte nachpostmoderne Tapferkeit.

Damit nicht genug. Selbst ungefragt versuchen sie mich immer wieder an Losheit zu übertreffen.

Es gelingt ihnen überdies gar nicht so selten. Ich muss mich, zu meiner Freude, fast schon etwas anstrengen, um in dieser Hauptdisziplin nicht ins Hintertreffen zu geraten.

Das sind aber auch zwei Kracher. Sie wundern sich nicht einmal, sie schämen sich nicht einmal dafür, wenn ich mal wieder ein bisschen oder etwas mehr als ein bisschen ausraste. Meist finden sie das sogar lustig.

Und rasten dann, nicht nur, weil man kein Kameradenschwein ist, sondern einfach so, glatt mit aus.

Und dabei ist unser Ausrasten so humanophil, dass das Publikum sich nicht selten darob wundert.

Wir haben so viele Phobien, dass wir im unausgesprochenen Pakte beschlossen, nur noch phil zu sein. Fast halten wir es schon durch.

Vergaloppiert sich mal einer in seiner Philie, so wird er schnelle von zween behenden Kameraden wieder eingefangen. Auf den Pfad der feinsten und daher geheimsten aller Tugenden.

Und ebenjene Tugenden werden durch uns öffentlich!

O wie schön ist es, in solcher Weise freigiebig zu sein!

Die NSA hat jeden von uns schon mehrmals zu erreichen versucht. Sagen uns unsere IT-Spezialisten. Die besten.

Man wolle von uns gewusst haben wollen, wie man dumme bis üble Vorurteile selbstverständlich kommunizieren und leben könne. Was für Halbspacken.

Ob deren Begriffsstutzigkeit wohl von der Frauenquote herrühre? – Mit solcherlei irrelevanten Petitessen beschäftigen wir uns kaum. Dazu fehlt selbst uns die Muße.

Lebicht schon die eigene Reinkarnation.

Darum geht es.

Wir wissen das.

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“Spende nie an eine Organisation, die in einem größeren Haus wohnt, als du selber.” (A.C.)

Wir drei leben auf 81 Quadrat – wegen des Unterrichtsraumes eigentlich neun weniger.

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Magnus Göller – Volksbank Stuttgart – BLZ 600 901 00 – Kto. 580 280 13

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