Wohlstfühlarmee

Oh vor Freud’ möcht Frau Feldwebel freien

Wie die Minist’rin tät auch ihre Kindlein betreuen.

Die Kita in der Kaserne

Mein glücksumsäumter Weg

Laufstall und Steg

Ja, so freie ich gerne

Echte Kriegsmoderne!

Soldatsein wird endlich human

Von den Kleinen

Schon der Wannenkahn

So sie nicht weinen

Beflaggt mit dem Landeswimpel

Der Amerikaner Gimpel.

Und die kleine Julie sacht

Das Kinder-Sturmgewehr

Es gefällt ihr sehr

Übt und hebt schon mit acht.

Julie will auch mal nach Somalia

Mit den echten Paraphernalia

Oder in einen der Kongos

Denn dort spielt man gerne Bongos.

Zum Neunten gibt’s dann eine Kinderdrohne

Larissa und die andern lang schon nicht ohne.

Zwar darf man nur innen

Die Betreuerinnen

Bei allem Unfuge im Fluge

Am Spielplatz mal eine Sandburg aufklären

So dass der Kommandant sich nicht beschweren.

Doch weiß selbst Rolf, der Dolf vom Kinderdorf

Dass in jeder Drohne

Ein NSA-Programm wohne.

Von besondrem Reiz so doch das Spiel

Drumb wird’s gespielt so viel.

 

 

 

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Eine Antwort zu “Wohlstfühlarmee”

  1. [...] Bekanntermaßen ist die familienfreundliche Ministerin nunmehr als Dame vom Drill unterwegens. Was dies in uns und in den Seelen unserer Soldaten für nie gekannte harmonische Gemütszustände verursulsachen dürfte, darüber schreibt dieses formidable Gedicht: → Wohlstfühlarmee [...]

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