Nazi-Gruß (Quenelle-Gruß) (III)

Wäre es politisch korrekt, so fragte man jetzt, wie ein französischer “Neger” den derzeit populärsten “Nazi-Gruß” verbreiten konnte?

Den rechten Arm stramm unten.

Frankreich scheint jedenfalls ein so großes Problem damit zu haben, dass der Innenminister schon mit einem Auftrittsverbot für den Komiker mit dem putzigen Namen Dieudonné gedroht haben soll.

Ein antisemitischer Inhalt der Geste sei nicht nachzuweisen, sagen Juristen.

Dabei geht der linke Arm, soweit ich’s bisher herausgefunden habe, auf die runtergestreckte Rechte oder gar aufs Herz.

Die “multikulturelle” Jugend Frankreichs und allerlei Protestgesindel von Links und von Rechts scheint den so offenkundig bösen Gruß zu mögen.

Mal sehen, was die Staatsanwaltschaften machen, wenn er nach Deutschland überschwappt.

Kann man wegen eines rechten Arms unten demnächst ebenso verknackt werden, jedenfalls, wenn der linke dazu merkwürdig gehalten, wie bisher für ersteren oben?

Was ist mit den Linkshändern? Wie sind deren Arme zu bewerten, wenn unten oder oben?

Am besten geht man wohl bald ohne Arme auf die Straße, und wenn man das nicht hinkriegt, dann in einem so unförmigen Sacke, dass keiner genau nachweisen kann, wie die Arme grade stehen.

Machen wir aber mal nicht zu viele Witze über eine so ernste Sache.

Wie konnte es dazu kommen, dass Juden, ja das ganze System, die Freimaurer, die Frankreich in jedem Eckhause, sich von untigen Armen angegriffen fühlen?

Von einem “Neger” wesentlich orchestriert?

Nun, ich komme zunächst leider nur auf eine Erklärung.

Man hat es in Frankreich mit den Gesetzen und der sogenannten Gedenkkultur und der Toleranz und der Heuchelei um die Toleranz derart auf die Spitze getrieben, dass man das Establishment schon damit zur Verzweiflung treiben kann, dass man den rechten Arm demonstrativ unten lässt. You get what you call for.

Vielleicht wird es in Schweden und Norwegen bald eine Bewegung geben, die sich dadurch auszeichnet, vergleichbar radikal, dass sie mit Ansteckern herumläuft, auf denen steht: “Ich habe nie einen Steifen. Jedenfalls nicht für Weiber.”

Das passte ja auf die Assange-Affäre, den Irrwitz dort.

Quenelles sind eigentlich so eine Art längliche, leicht pfriemförmige Knödel. Was, wenn die Leute in D sich plötzlich Speckknödel nennen, wohl wissend, wie schweinisch sie damit provozieren?

Man kommt schon (ok, nur ich komme schon) auf die Idee, dass die Zeit für allerlei merkwürdige Symboliken, irgendeines Protestes halber, reif geworden sein muss.

Denn wenn man schon im Mutterland der Toleranz den rechten Arm nicht mehr unten halten soll, ist schon mächtig was faul, man könnte, etwas vulgärer, auch sagen, die Kacke ist am dampfen.

Was machen die Leute als nächstes?

Den linken Fuß zum Gruß schräg einwinkeln?

Sich seltsam bücken?

Zweimal, nur mit dem rechten Auge, blinzeln?

Demonstrativ ihr Schmerzphon nach unten halten?

Kann wohl sein, dass nicht nur die französischen Staatsanwaltschaften noch mehr zu tun bekommen, als ihnen lieb.

Man studiere Symbolkunde. Man ordne die Symbole genau zu und verfolge die Symbolkriminellen diligent. Vielleicht hilft ja Dan Brown. Der kennt sich wenigstens dahingehend ein bisschen aus, welche Symbole von den Lieben sind.

Pike ist leider schon tot. Vielleicht hätte der hilfreichen Rats gewusst. Oder der Coudenhove, der Kalergi.

Man könnte noch, immerhin deutschsprachig, Joschka Fischer oder Helmut Schmidt um Hilfe ersuchen, wenigstens wissen die, was Bohemian Grove so zu leisten vermag, in der Symbollogik.

Hat nicht selbst die Kanzlerin mit ihrem Odalsrunen-Handgruß klariter die nicht vorhandene deutsche Verfassung verletzt?

Wir sind da wahrlich in schweren Wassern.

 

— Anzeigen —


Tags: , , , ,

Eine Antwort hinterlassen