Redsamen Abend, frohe Nacht!

Ich packe jetzt einfach alles in einen Topf und grüße mindestens bis Neujahr niemanden mehr und wünsche auch keinem mehr irgendwas, es sei denn, mich sollte bis dahin einer übers Maß dazu reizen.

Was nicht heißen will, dass ich nicht sonsten zwischenzeitlich vielleicht noch ein paar Worte verlieren werde.

Also: Alles Gute allen, frohe Feierlichkeiten allen, außer natürlich den Bösen. Den wenigen.

Wieder eine Runde weiter im Benefiz.

Da wir jetzt eine Mitte-Linksregierung haben (so nennt man das, glaube ich), die nur auf linke Opposition stößt, wissen wir auch schon, wohin die Reise nächstes Jahr geht.

Deutschland wird so politisch korrekt werden, wie noch nie. Man wird es wenigstens versuchen.

Den Linken hat man schon bevor die Mama von den sieben Geißlein Verteidigungsministerin ward, wo vor allem, im Krieg, sagt sie, der Mensch zählt, klargemacht, dass sie künftighin Angriffskriegen zustimmen müssen, wenn es je mal was werden soll mit dem Mitregieren. (Ich glaube, es war auch ein hübsches Blondchen, das das am besten gesagt, nur etwas jünger und von der SPD. Vielleicht glaube auch ich vor Weihnachten nur etwas zu viel.)

Soweit ich weiß, haben wir sogar einen Innenminster. Wenigstens heißt er wieder so. Er arbeitet natürlich für dieselben Leute, die Amis, wie sein Vorgänger, dieser perfekte Pleitier.

“Steinmeier legt sofort los und watscht Russland ab”: Diese Schlagzeile vom 17. 12. fand ich eben bezüglich des neuen alten Außenministers in einer jener merkwürdsamen Zeitungen, der Welt, wo man mit dem Arbeitsvertrag unterschreibt, dass man in Deutschland exklusiv für Israel und die USA tätig wird.

Heiden aber auch. Jetzt hat der deutsche Außenminister gleich mal Russland abgewatscht. Denen wird davon bestimmt schwer die Backe wehtun, da hinten im finsterkalten Osten.

Souveränitätsbestrebungen werden von dieser Regierung jedenfalls nicht so schnell zu befürchten sein. Mit allem, was man dem Ami aus dem Arsch gekrochen hat, Russland anstinken. In der Mitte Europas nichts Neues.

Ach ja, einen Goldsachsen haben wir jetzt auch im Arbeitsministerium, der passt auf, dass die Nahles keinen Scheiß macht.

Gabriel wirkt sehr robust, fast zu robust. Wenn er jetzt noch unter der Mammi das Frustfressen anfängt, der erste wäre er wohl nicht, dann platzt er wohl schon irgendwann vor dem geplanten Zeitpunkt.

War da noch jemand im Kabinett? Den Schäuble gibt es bestimmt noch, das ischt klar.

Ja, je mehr von Freiheit reden, um desto sklavischer man handelt, um desto mehr Freiheit und Selbstbestimmung man dem Volke nimmt. Der Bundespräsident ist darin das unbestrittene Vorbild: wie sich das gehört.

Ja, diese Bagage haben wir sozusagen auch zu Weihnachten bekommen. Juckt mich aber auch nicht sonderlich. Sonst hätten wir halt andere Stiefellecker präsentiert.

Die Franzosen ertragen ihren Hollande schließlich auch, und die Engländer ihren Cameron; wenn ich an diese halbseidenen Hundsfötter denke, schäme ich mich immerhin schon nicht mehr so sehr für die Merkel. Die wäre womöglich sogar eher in der Lage, eine weniger korrupte Regierung zu führen, wofern das erlaubt wäre, als jene anderen humplichten Hochmauerer von der verlogenen Gestalt. (Macht Euch keine Sorgen um mich, wenn unsere Germania aus Templin hier ein Viertelslob von mir einheimst, allzumal ein fraglos vergiftetes.)

Wie komme ich eigentlich auf die Politik und die beteiligten Schwachmaten unser, wo ich doch so eine Art erbaulichen Weihnachtsgruß zu entrichten mich eigentlich an den Schreibtisch gemacht?

Ein Wahn? Ein Glaube gar?

Nein, so geht das nicht. Wir brauchen Schmuck und Lametta und Kerzenlicht und Geschenke und einen Braten und den Baum und besten Weins genung und Kinderlachen und Lieder und fröhliche Gäste.

Die nur zu sich selbst manchmal ein bisschen von lachender Bosheit, denen sei auch noch ein Zigarettchen und ein Konjäckchen dazu gegönnt, ein zweiter, später Festtagsspaziergang durch heimische Flur.

Engel habe ich dieses Jahr indes wohl mit einigem Grunde nicht im Angebot. Ihr habt sie mir nämlich alle geklaut oder entliehen. Kommt also mit denen zurecht, die Ihr habt.

Da ich nur 24 Engelsreiche mit Namen kenne, gehen mir manchmal sogar die Engel aus. Dafür bitte ich um Nachsicht.

Als mein Geschenk von meinen Engelsnehmern an mich.

Wer nun zu Weihnachten auch noch einen Teufel braucht, damit’s richtig prickelt, dem kann ich kaum kostenlos dienen, denn wo es Göttern zu widersprechen gilt, da verlange selbst ich einen Obolus.

An Weihnachten sitzt Mephistopheles aber ohnehin nur gekauert unter der Falltür unter der Festtafel, hofft eines Augenblicks, da Grämliches, ihm an die Luke verhelfend, in Glas und Rede schwappe.

Mag sein, ich necke ihn sogar ein bisschen, dieses Jahr, da er wieder darin lahmte, der Klumpfuß, mir das Jahr so zu verderben, wie es ihm wohl gefallen hätte.

Ach, und wer will, der sage auch jenem Jesus Christus, den ich nicht kenne, von welchem mir zwar schon die um ihn gerankten Legenden verdächtig, einen lieben Gruß von mir, denn schließlich kann ich weder ausschließen, dass er lebte, noch gar, dass er im Großen und Ganzen ein Lieber war.

Redsamen Abend, frohe Nacht.

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4 Antworten zu “Redsamen Abend, frohe Nacht!”

  1. Dude sagt:

    Schon wieder das Idiotenkabinett vergessen? ^^ ;-)

    Ps. Köstlichst!

  2. Kolibri sagt:

    Meine Wünsche an alle ganz simpel und einfach formuliert.
    Denjenigen, die glauben sie hätten Macht, wünsch ich die Erkenntnis, dass sie dabei sind diese zu verlieren!
    Und denjenigen die sich für die Eigenständigkeit und Selbstverantwortung entschieden haben wünsch ich die Kraft, den Mut und die Entschlossenheit diesen Weg friedlich (wenn Selbstverteidigung zur Pflicht wird, dann kämpft) und konsequent weiter zugehen, und somit ihre Entscheidungen treffen (auch wenn es nicht immer die Richtige ist, aus Fehlern wird man klug, deshalb ist einer nicht genug), wie sie es wollen oder möchten.
    Fröhliche Feiertage euch allen!

  3. bl sagt:

    Weihnachten ist ein Symbol, wie auch die Sonne bei der Wintersonnenwende, für die Geburt des “neuen” Bewusstseins und in diesem Sinn kann man nur allen Frohe Weihnachten wünschen, was ich hiermit tue.

    Natürlich ist der status quo noch grausig. Der Block ist immer noch im Griff von Menschen, die buchstäblich von allen guten Geistern verlassen sind. Banksy hat das mit seiner Weihnachtskarte auf den Punkt gebracht
    http://imgur.com/r/worldpolitics/G7FbgoO

    Aber… Die sich erweiternde Bewusstheit ist schon konstelliert und wird exponentiell wachsen und, egal was die Zombies noch versuchen, ist nicht mehr zu stoppen, wie Du es auch in Deinem Artikel beschrieben hast. Als im Dezember 2012 nichts passiert ist, jubelten die naiven Realisten und dachten, wie recht sie doch hatten. Aber das war gewissermaßen die Schwelle zum neuen Zeitalter und das Ende der alten Zeit. Wir gehen fantastischen Zeiten entgegen und haben allen Grund, uns zu freuen und Freude – die Schwingung der Freude – wird das ermöglichen.

    P.S. Freude ist auch, nebenbei gesagt, der besserer Begriff als das missbrauchte “Frieden”.

  4. Magnus Wolf Göller sagt:

    bl

    Ja, keiner weiß so recht, was eigentlich Frieden sei, Freude liegt näher.
    Hinwiederum bin ich, wie ich die letzten Tage deutlich erklärt habe, was die Weltläufte anlangt zwar durchaus optimistischer gestimmt als noch vor zwei oder drei Jahren, rechne aber durchaus noch auch mit Argem großen Ausmaßes.

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