Der Monotheismus ist eine Chimäre

Es gibt gar keinen echten Monotheismus. Am wenigsten bei den Christen. Aber die Juden und die Moslems haben den auch nie verwirklicht. Immer braucht es verkappte Hilfsgötter. Mal Engel, mal Heilige, mal die Mutter Gottes, Dschinn, was auch immer.

Alles verlogener Ersatz für einen Polytheismus oder Animismus.

Es mag sein, dass es hie und da einen gibt, der seinen selbstgebastelten Monotheismus verkraftet.

Den postulierten Allgeist. Letztlich einen diffusen Pantheismus. Alles ist Gott. Durchströmeter göttlicher Geist.

Damit ist aber auch alles irgendwie egal, bloß ein Spiel. Dann aber wiederum auch nicht.

Denn es gibt ja diejenigen, die dem nicht folgen wollen, die Abgefallenen, die Bösen. Die nicht einsehen wollen, dass sie Teil jenes Allgeistes.

Der sie höchstselbst erschaffen. Wer sonst?

Keiner weiß etwas Grundsätzliches, aber jeder behauptet mal einfach so los, auf Teufel komm raus.

Das Beste finde ich dabei, wenn mir vorgehalten wird, bei mir gehe es deshalb nicht immer so gerade, weil ich nicht an das und jenes glaubte.

Da gilt es nichts, dass mir Lernen und Schaffen genug seien. Dass ich mir ja täglich selber neue Welten erschüfe. Die immerhin mich interessierten.

Allein die drei “großen” monotheistischen Religionen sind so krud und am Grunde lachhaft, unlogisch und inkonsistent, dass es der Sau grauste, wüsste sie sich damit zu befassen oder interessierte sie sowas.

Überall Anordnungen, Befehle, Flüche.

Was für eine konzeptuelle Armseligkeit.

Die einzigen Menschen, denen der Monotheismus wirklich etwas gebracht hat, sind die jeweiligen Pfaffen. Die leben bis heute gut von ihm.

Er muss ja, da er einerseits ein solches Faszinosum, andererseits doch nicht recht begreiflich, immerzu vermittelt werden. Auf dass das gewünschte Behagen eintrete.

Echter Monotheismus landet am Ende wieder beim Animismus. Alles ist Gott, göttlich beseelt, des Allgeistes.

Damit wäre alles gesagt, man könnte all die unheiligen Bücher wegschmeißen.

Ab da wäre man aber, allenfalls, wieder beim Schamanen.

Das bringt aber zuwenig Geld und Macht, weshalb der ganze Krampf fortgesetzt wird.

Was quatschen die alle so viel?

Wenn es nur einen Allgott gibt, was gilt es dann noch darüber zu reden?

Dann müsste die Sache doch klar sein, oder?

Aber nein, aber nein. So einfach wollen wir es uns doch nicht machen.

Gottes Wille will ja täglich, achwas, in jedem Augenblicke wie ewiglich neu interpretiert sein.

Was für eine schlechte Literatur!

Was für eine erbärmliche Logik!

Wie sich da die Katz in den Schwanz beißt!

Oh je.

Ich ende jetzt.

 

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16 Antworten zu “Der Monotheismus ist eine Chimäre”

  1. Dude sagt:

    [...]
    In der heutigen Welt mit all den atheistischen und monotheistischen Weltbildern kann man sich nur noch einer Sache sicher sein, sagt Nietzsche, aber deren ganz gewiß: All diese Weltbilder beruhen auf Irrtümlichkeiten. Nietzsche entlarvte überall solche Irrtümlichkeiten und Halbwahrheiten und schüttete sie – samt den Wahrheiten – aus wie den abgestandenen Inhalt halbleerer Gläser, damit sie gesäubert und neu gefüllt werden können. Womit, wußte er selbst noch nicht. Aber in einem war er sich sicher: daß der Weg zur Wahrheit das Zerschlagen von Halbwahrheit und Unwahrheit erfordert. Dies macht ihn, den „Philosophen mit dem Hammer“, zwar nicht zum Vertreter, aber zu einem frühen Wegbereiter eines transzendentalen Weltbildes „jenseits von Gut und Böse“. Einige Gedanken aus Nietzsches Werk Jenseits von Gut und Böse – Vorspiel einer Philosophie der Zukunft klingen tatsächlich fast wie ein „Vorspiel“ zur vedischen Philosophie …
    [...]

    http://armin-risi.ch/Artikel/Philosophie/Jenseits_von_Gut_und_Boese.html#Titel02

    Und wenn Du mal endlich Risis Meisterwerk “Licht wirft keinen Schatten” lesen würdest, wären all Deine hier gestellten Fragen beantwortet…

  2. Jochen sagt:

    @ Magnus

    Ist es dir aufgefallen?

    “Alles verlogener Ersatz….

    Oh je.”

    Du schriebest von A bis O und dann kam bei dir der Weltuntergang:

    “Ich ende jetzt.”

    Wirklich, sehr schön nach Art der Bibel, dieser Aufbau. Den anfänglichen Rest ganz oben deines Textes, sehe ich als Einleitung an, wo Gott spricht: “Ich lasse es nun werden”.

    Jedem seine eigene Schöpfung!

    Und dann kam Dude und er machte Licht aufgrund Risis Meisterwerk. Mit der Sonne am Himmel, die keinen Schatten wirft.

    “Ein Ring sie zu knechten,
    Ein Ring sie zu finden,
    Ein Ring sie ins Dunkel zu treiben
    und ewig zu binden.”
    (aus Tolkiens Herr der Ringe)

    Der Fischerring, am Himmel zu sehen, bei einer totalen Sonnenfinsternis.

    Vergelds Gott.

  3. Jochen sagt:

    “Allein die drei “großen” monotheistischen Religionen sind so krud und am Grunde lachhaft, unlogisch und inkonsistent, dass es der Sau grauste, wüsste sie sich damit zu befassen oder interessierte sie sowas.”

    Aber Milliarden Menschen sind bereit denen zu folgen – WARUM?
    Was treibt so viele Menschen in die Fänge von Sekten?
    Millionen Menschen sind bereit unserem kruden System in Deutschland zu folgen – WARUM?
    Erst kommt die Gehirnwäsche, daraus erfolgt dann die Gleichgültigkeit. Das Hinterfragen hört auf – es wird alles so angenommen, wie es eben ist.
    Man könnte fast meinen, die Menschen wären gerne Sklaven.
    Von allen Bäumen des Gartens dürft ihr essen, nur vom Baum der Erkenntnis nicht!

    4.Mose 11:4 Und das hergelaufene Gesindel in ihrer Mitte war sehr lüstern geworden, und auch die Kinder Israel fingen wieder an zu weinen und sprachen: Wer will uns Fleisch zu essen geben? 5Wir gedenken der Fische, die wir in Ägypten umsonst aßen, und der Gurken und Melonen, des Lauchs, der Zwiebeln und des Knoblauchs; 6nun aber ist unsre Seele matt, unsre Augen sehen nichts als das Manna!

    …und Sand. Denn ihr Befreier hatte sie geradewegs in die Wüste geführt.

    Brot und Spiel – Panem et cercenses, das ist das, wonach das Volk begehrt. Dafür gehen sie dann auch gerne freiwillig für andere schuften, lassen sich entrechten usw.

    Der ihnen das wegzunehmen versucht, der muß geradewegs vom Satan verführt worden sein – Die alte Geschichte eben, von Adam und Eva und der Schlange.

    Und wer will schon mit Satan in einen Topf werden? Denn der ist ja böse, weil er den Menschen die Erkenntnis brachte, daß sie in Abhängigkeit leben.

    Wenn den Menschen aber endlich auffallen würde, wer die wirklichen Bösen sind …

    Aber nein, sie haben ja Angst, daß sie dann sterben müßten. Dabei führt aber gerade daran kein Weg vorbei. Vielmehr, das ist der Weg. Und weil die Menschen damit einfach nicht klarkommen, daß ihr ganzes Leben von heute auf morgen Null an Wert hat, da kamen sie auf die Idee vom Weiterleben im Jenseits; und wer ihnen da positiven Zuspruch bringt, der ist groß unter den Menschen und es wird dann auch nicht davor zurückgescheut, ihn zum Herrn und Gott zu küren. Und der den Menschen ihre Phantasie von einem Leben nach dem Tod am besten rüberbringt, dem folgen sie sehr bereitwillig, und Fragen werden dann auch erst gar nicht mehr gestellt. Und selbst wenn, der Meister hat schon alle Antworten auf alle Fragen parat, und das nennt sich dann Die Heilige Schrift. Das ist ihr Gott! Das aufgeschriebene Wort der Glückseligkeit. Und egal, ob in Mono (Allah) oder Stereo (Vater und Sohn) oder in 5.1 Raumklang (Buddhismus, Konfuzius, Hinduismus), Hauptsache, man hat seinen Theos-Ich-muss dir folgen.

  4. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Dude

    Du sagst mir immer und immer wieder, dass Armin Risi den vollen Durchblick hätte, ich solle nur jenes Buch lesen und kapieren, da könnte ich alles erfahren.

    Ich werde es vielleicht mal lesen. Wenn ich doch mal Lust und die Muße dazu habe.

    Ich habe allerdings guten Grund zu der Annahme, dass meine Rezeption des Werkes nicht zu Deinem Gefallen ausfallen wird.

    Und da ich, so lange bedrängelt (Jochen benennt oben den Herrn der Ringe, den sollte ich auch immer lesen, schon als Halbwüchsiger, wandte mich aber, indem ich’s endlich 30 Jahre später, versuchte, dann doch, trotz der wunderbaren Sprache des Herrn Tolkien, irgendwo gelangweilt ab), dann wohl um eine Rezension nicht herumkommen werde (ich kenne mich), werde ich damit wahrscheinlich noch warten.

    Das gäbe sicherlich Streit mit Dir, und darauf lege ich gerade gar keinen Wert.

  5. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Jochen

    Du hast es erfasst. Sauber. Danke.

  6. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Jochen

    Nachtrag

    Konfuzius, mit dem ich mich doch recht gründlich befasst habe, fällt meines Erachtens nicht unter die von Dir benannte Kategorie.

  7. Dude sagt:

    @Jochen

    “Mit der Sonne am Himmel, die keinen Schatten wirft.”

    Nönö, Du darfst das keinesfalls materialistisch betrachten, sondern symbolisch! Das gemeinte Licht bezieht sich nicht auf Photonen…

    Und apropos Tolkien’s schönem und passendem Gedichtlein: https://dudeweblog.wordpress.com/2013/11/10/die-satanische-marketing-strategie/ ;-)

    Und was Panem et Circenses betrifft, folgende Leseempfehlung für Dich: https://dudeweblog.wordpress.com/2013/11/24/uber-das-konsumgebaren-das-unterhaltungstreiben-und-die-plappermentalitat-der-schuldgeldknechtschaftssklaven-dreckskapitalismus-teil-ii/

  8. Dude sagt:

    @Magnus

    “Du sagst mir immer und immer wieder, dass Armin Risi den vollen Durchblick hätte, ich solle nur jenes Buch lesen und kapieren, da könnte ich alles erfahren.”

    Sicher, und da werd’ ich auch nicht müde, denn es ist das die diversen Ideologien entlarvende Standardwerk schlechthin. Was Sachbücher betrifft, kommt nur eines von der Qualität in etwa her auf die gleiche Stufe. Zarathustra!

    Kann mich noch immer nicht entscheiden, welches der zwei ich präferiere – sie sind etwa gleichauf, mit grossem Abstand vor allem anderen…

    “Ich habe allerdings guten Grund zu der Annahme, dass meine Rezeption des Werkes nicht zu Deinem Gefallen ausfallen wird.”

    Das sehen wir dann. ;-)

    Herr der Ringe ist sicherlich auch zu empfehlen, aber was Phantasy-Sci-Fi angeht, ist das Meisterwerk nachwievor King’s Dunkler Turm-Epos, wobei Tad Williams Otherland auch um Längen besser als HdR ist.

  9. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Dude

    Ich wusste gar nicht, dass Risi ein großer Dichter.

    Auch nicht, dass der Zarathustra ein Sachbuch ist.

    Ganz neue Erkenntnisse.

    Entweder willst Du mich veräppeln, oder Du steigerst Dich da in was rein.

    Vermute ich jedenfalls mal ganz stark.

    Aber: Du kannst ja, sozusagen zum Anfüttern, mal eine besonders poetische Passage von Risi hier hereinzitieren.

    Da bin ich mal gespannt.

  10. Dude sagt:

    Soweit ich weiss, hat Risi nie eigene Poesie veröffentlich. Allerdings hat er sehr tiefgehend Hölderlin studiert und – glaub – auch mal was dazu publiziert.

    Aber ja, das Sachbuch war der falsche Begriff. Allerdings ist auch LwkS nicht (nur) ein Sachbuch.

    “Entweder willst Du mich veräppeln, oder Du steigerst Dich da in was rein.”

    Weder noch. Ich hab nur etwas hastig getippt, da aktuell grad einiges – wie immer gleichzeitig – läuft. Da kommt Schusselei vor…

  11. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Dude

    Derartige Schusselei tut nicht gut.

    Egal, wie spät es ist und was sonst noch zu tun.

    Im ungünstigen Falle ist sie, wo es ernst wird, fatal.

    Kein Problem mit mir. Wir kennen uns lange genug.

  12. Jochen sagt:

    @ Dude

    “Das gemeinte Licht bezieht sich nicht auf Photonen…”

    Du meinst das Licht des Geistes, ich weiß. Nun, entweder man hat dieses Licht oder man hat es nicht. Was aber bedeutet, man hat es schon in dieser Welt hier und muß nicht erst darauf warten, es im Jenseits bzw. nach dem Tod zu bekommen; und da stelle ich mir gerade einen Gestorbenen vor, der wie ein Keimling nach oben dem Licht zustrebt, wobei er doch schon längst während seines Lebens begriffen haben müßte, daß das innere Verlangen, was er in sich verspürt, nur die eine Ursache haben kann, nämlich wenn der Geist ihn nicht streben lassen würde, dann hätte er gar kein Verlangen nach Irgendetwas. Und da mit dem Tod auch das Verlangen aufhört, bleibt das Licht im Licht, was bedeutet, der Geist im Geist und was gestorben ist, braucht keinen Geist mehr von außen, denn dann ist er selbst nur noch Geist und das Vergängliche strebt nicht mehr. Oder wie mal jemand gesagt hat: Der etwas erlebt hat, was nur er für sich alleine erlebt hat, der kann darüber nur mit jemand sprechen, der das auch erlebt hat. Aber genau das schließt sich ja dann gegenseitig aus.

  13. Dude sagt:

    @Jochen

    Nein, ich meine nicht das Licht des Geistes, sondern symbolisiert das Licht, wie von mir angemerkt, eben das Bewusstsein des göttlichen Individuums.

    Der Geist ist – wenn auch hochfrequent-feinstofflich – nachwievor Teil des multidimensionalen Quantencomputers, während das Bewusstsein des göttlichen Individuums eben jenseits des RaumZeitKontinuums in Ewigkeit ist.

    Somit kann man dieses Licht auch nicht haben, zumal es ja immaterieller Natur ist. Man IST es! Die Frage ist nur, ob man sich dessen auch bewusst ist! Oder was denkst Du denn, wieso es Bewusstsein und nicht Bewussthaben heisst? ;-)

    Die Existenz innerhalb des Quantencomputers verdeckt aber eben leider dieses Licht, weshalb das Endziel für mich ganz klar der raumzeitlose Bewusstseinszustand jenseits aller Materie ist.

    Siehe auch hier: https://dudeweblog.wordpress.com/urquell-sinn-allen-seins-und-lebens/
    Und hier: https://dudeweblog.wordpress.com/2013/04/07/bewusstsein-und-existenz/
    Und hier: https://dudeweblog.wordpress.com/2013/03/29/sein-nichtsein-unendliche-verganglichkeit-in-unwandelbarer-ewigkeit/

    Ps. Mehr sag ich dazu – zumindest hier – nicht mehr.

  14. Jochen sagt:

    @ Magnus

    “Der Monotheismus ist eine Chimäre”

    Seit gestern weiß ich, daß das so nicht ganz richtig ist. Es müßte eigentlich lauten: Der Monotheismus ist eine Chimära, mit a am Ende.

    Wer dieses Ungeheuer fähig ist zu besiegen, der hat den Initialfunken dafür gefunden, damit sich alles grundlegend ändern kann. Denn dann werden die Leute aufwachen. Das behaupte ich einfach mal so ganz frech und frei. Alles andere wird uns nie weiterbringen, da können wir uns noch unsere Hände so sehr wund schreiben oder den Mund fusselig reden.

    Die Leute halten sich an den gegebenen Dingen fest, weil sie nichts besseres kennen. Entweder man gibt ihnen etwas besseres, was kaum möglich ist, da sich schon alles total verfestigt hat oder man führt ihnen vor Augen, daß das woran sie so fest glauben und woran sie sich festhalten, nicht das ist, von dem sie meinen, das es die letzte und höchste Instanz ist. Aber warum soll ich alles alleine machen, denkt selbst einmal darüber nach. Was es aber braucht, das sind Beweise. Ohne Beweise wird sich nie etwas tun. Da kann man noch so lange von einem Licht reden, einer Urquelle des Seins, oder daß Dichten und Denken das A und O ist, bis es auch damit eines Tages aus ist. Solange die Leute Jehoshua, Allah oder Jahwe haben und der Staat ihnen für ihre Zwangs-Arbeit, Brot und Spiele gibt, solange spiegelt sich das Ungeheuer im eigenen Licht und sagt: Spieglein, Spieglein an der Wand, sage mir, wer ist die schönste Chimära im ganzen Land, äh auf der Welt? Und solange das Aufwachen ausbleibt, solange hat die Welt ihren König, obwohl der in Wahrheit ein großer Halunke (Betrüger) ist. Wie sagt der Engländer? Nimm dem Hund seinen Knochen weg und er wird böse. Und Hunde kann man anleiten, auf wen sie böse sein sollen.

  15. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Jochen

    Du erfasst die Dinge immer besser.

    Ich freue mich.

    Das macht Mut.

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