Von der medialen Wende

Ich will heute nicht schon wieder nach rechts und links und in die Mitte hin spezifisch loben. Dazu besteht sicherlich bald wieder Gelegenheit. Ich habe schon wieder eine kleine Liste.

Die Vorbeter all der Alternativlosigkeiten und baren Schwachsinns, die in den großen per Zwangsabgabe finanzierten Rundfunkanstalten und in der Systempresse beschäftigt, sehen sich inzwischen nicht nur einer beachtlichen Anzahl an kleineren und mittelgroßen Medien und beharrlichen Einzelkämpfern gegenüber. Parteiübergreifend.

Mir kam dazu eben zum erstenmal das Wort Phalanx in den Sinn.

Das EU-NSA-Bilderberger-Goldman-Sachs-Medienhurenkartell hat einen immer schwereren Stand.

Über einstige “Flaggschiffe der liberalen Demokratie”, als Beispiel jetzt mal nur die Zeit herangezogen, wird in vielen Foren nur noch abgelästert, nicht nur ihrer Zensurpraxis halber, Hohn und Spott machen sich breit.

Deshalb, nicht nur deshalb, wird ja schon darüber nachgedacht, z.B. Islamkritik unter Strafe zu stellen (wegen der Toleranz, geiler Witz, wat?), sondern auch systemrelevante Medien allgemein finanziell zu fördern, andere plattzumachen, die die (gewünschten) “journalistischen Standards”, wie man das so nennt, nicht einhalten.

Ähnlich wie bei den Banken. Egal was das Säugesindel kostet: Hauptsache es ist systemrelevant, damit unantastbar. Wer’s nicht mag, der ist ein Irrer, ein Paranoiker, geht es um “nationale Sicherheit” (die es vor der EU eh kaum noch gibt) gar ein Terrorismusunterstützer.

Man fängt an, die Handschuhe so weit auszuziehen, weil man auch hier ein ernsthaftes Problem hat.

Und dies besteht ganz wesentlich darin, dass der Gegner, die freien Medienschaffenden, nicht einfach mittels eines großen Rollkommandos wegzuräumen sind, es sei denn, man ließe mit einem Schlag die letzten Masken fallen.

Auch Einschüchterung und schrittweise Angstmache  funktionieren bei denen, die hier inzwischen am Werke, nur noch bedingt.

Und ein Enthauptungsschlag ist nicht möglich, weil es da kein Haupt gibt. Wir haben viele Köpfe, mit unterschiedlichen Schwerpunkten und Meriten. Es gibt keinerlei zentrale Organisation, und das ist sehr wohl gut so. Trotzdem kennt man sich.

Man steht sich, selbst wenn es natürlich Einzelkonflikte gibt, im Zweifel auch bei. Jeder, wie er kann.

Insofern wirkt der Begriff “Phalanx” einerseits deplaziert und trifft andersherum auch wiederum zu.

Wie erlegten früher Menschen mit Speeren einen Mammut, der sich nicht leicht in eine Fallgrube locken ließ?

Jeder griff da an, wo er konnte. Man sprang behende zur Seite, wenn er angriff, indem es von zwei Seiten her schon wieder empfindlich piekste. Man hetzte ihn, ermüdete ihn, irgendwann traf einer ein Auge. Rasend vor Wut, wurde er immer schwächer, vielleicht endlich in einen Sumpf getrieben.

Oder es traf nach dem ersten Auge einer ins Ohrloch, schon ziemlich tief. Schon nochmal ein Stück ins Hirn.

Dann dauerte es nicht mehr lange.

Gehen wir jetzt von diesem steinzeitlichen Bild weg.

Man denke nicht nur an das berufliche, sondern auch mal an das private Umfeld von Leuten, die es rechtfertigen, dass man im Sinne der Menschenrechte Menschenrechte mit Füßen tritt, zum Wohle “der Wirtschaft” Menschen systematisch enteignet, Kulturen entwurzelt, selbst Terroristen en masse aussbildet und losschickt, die man zu bekämpfen vorgibt, die immer neue Kriege für den Frieden propagieren.

Es wird Streit geben, am Stammtisch, zuhause. Menschen werden sich schließlich abwenden, sagen: “Mit Dir trinke ich kein Bier mehr!” Mit Dir teile ich das Bett nicht mehr!” “Was bist Du für ein verlogener, korrupter Hundsfott!” “Papa, wie kannst Du immer noch für diese Arschlöcher arbeiten! Ich ziehe aus, und wenn ich Klos putzen muss!”

Ich meine, dass dieser Faktor schon viel stärker ist, als wahrgenommen, als wir von der immer noch suggerierten wie realen Übermacht her manipuliert denken.

Auch wird keiner das so leicht zugeben, na klar.

Es kommt schon einiges zusammen. Es muss noch mehr werden. Arbeiten wir daran.

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Eine Antwort zu “Von der medialen Wende”

  1. Anonymus sagt:

    Was kümmert es den Mond, wenn Ihn die Hunde anbellen?

    Wenn man die Internetforen der diversen deutschen Blätter vor der Bundestagswahl las, konnte man den Eindruck bekommen, die AfD gewinnt 80 % der Stimmen und in der Realität sind die kläglich an der 5 % Hürde gescheitert.

    Wenn alle Hartz IV° Geschädigten, alle arbeitslosen Ingenieure über 45 Jahre, alle Studienabsolventen die endlos Praktika machen und nur Zeitarbeitsverträge erhalten usw. also alle die absolut nichts mehr zu verlieren haben, DIE LINKE wählen würden, wäre die Realität nicht so, wie sie ist. Damit wir uns richtig verstehen, ich glaube nicht, dass das Paradies auf Erden anbricht, wenn DIE LINKE was zu sagen bekommt, aber man muss die, denen wir den gegenwärtigen Zustand zu verdanken haben ja nun nicht noch mit finanziell warm gepolsterten Sitzen versorgen.

    Vielleicht brauchen die Deutschen einfach zwei bis dreimal im Jahrhundert die Staatspleite als reinen Selbstzweck, so wie Heidemarie Wieczorek-Zeul die Erhöhung der Staatsquote um Ihrer selbst willen vor Jahren forderte. Andere Länder wie Rekordhalter Spanien (mit 16 Staatspleiten in 500 Jahren) haben wenigstens noch jeweils eine grosse Party gefeiert oder eine Bau-Orgie veranstaltet, dergleichen lässt sich für Deutschland nicht feststellen. Nach zwei Kriegen in denen die Deutschen Ihr Geld auch im wörtlichen Sinne verpulvert haben bleibt dieses Mal alles heil und es gibt auch keine Unmengen von Toten, das Geld ist gleich weg. Dieses Mal hat man keine Bomben und Kanonen gebaut und damit andere Nationen beworfen, dieses Mal hat man de facto andere Nationen mit technischen Gebrauchsgütern von Autos bis Waschmaschinen beschenkt, das ist die friedliche Variante. Nur warum blicken wir der Realität dieses Mal nicht ins Gesicht, fegen auch dieses Mal die Scherben zusammen und fangen neu an?

    Presse und Politik halten die Fassade des “business as usual” aufrecht, statt einem Ende mit Schrecken die endlose Verlängerung des wirtschaftlichen Niederganges. Ich hoffe auf die Revolution in Frankreich, dass die Franzosen nicht mehr mitmachen (können)

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