Benzodiazepine

Heute bildete ich mich ein bisschen über Benzodiazepine. (Ein Zufall führte mich da hin.)

Valium, wohl am bekanntesten, gehört zu dieser Medikamentengruppe.

Mein lieber Schwan.

Diese Drogen machen regelhaft in kürzester Zeit psychisch und körperlich abhängig, bei weitem nicht “nur” einsetzende Demenz ist, vor allem bei Älteren, eine ganz normale Nebenwirkung.

Ist das der Grund, dass sie so massenhaft verordnet werden?

Weit über eine Million Menschen in Deutschland sollen süchtig sein.

Legale, kassenfinanzierte, von Medizinern herbeigeführte harte Drogensucht, meist jedenfalls.

Man setzt sie unter anderem bei Alkoholentzug, bei Depressionen, bei Schlafstörungen und Suizidgefahr ein.

Ein Milliardengeschäft.

Und selbst noch der Entzug soll überaus häufig genau das produzieren, was zuvor bekämpft werden sollte. Plus X.

Den Bock hunderttausendfach zum Gärtner gemacht.

Wahrscheinlich hätte ich solches Gezeugs im Handumdrehen verschrieben bekommen, wäre ich nach dem Tode meiner Frau aufgrund meiner nicht gerade heiteren Gesamtstimmung so blöde gewesen, zum Arzt zu gehen.

Angesichts dessen, was ich dazu gelesen habe, frage ich mich, wie ein verantwortlicher Arzt so etwas verordnen kann, wofern er darin nicht den allerletzten Notanker sieht. Wahrscheinlich wäre selbst sauberes Heroin noch “gesünder” als das.

Man jagt weltweit immer noch Kiffer, und das jubelt man den Leuten massenhaft rein.

Den Kindern bei Problemen Methylphenidat (ein Amphetamin), den Erwachsenen Benzodiazepine.

Ein Schelm, der Böses dabei denkt.

 

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4 Antworten zu “Benzodiazepine”

  1. Anonymus sagt:

    Dem Buch von Lidija Klasic: „Auf nach Istrien” entnommen :

    “Die Villa, in der die Familie Nabokov gewohnt hatte, ist heute Teil des Hotel Miramar, in dem betuchte Gäste ein Wellness-Angebot genießen, wahrscheinlich nicht einmal ahnend, dass einige Meter weiter eines sonnigen Morgens Anfang Mai 1908 in der Wohnung über der Apotheke im eben fertig gebauten eingeschoßigen Gebäude in der Hauptstraße von Opatija der spätere Erfinder einer Pille geboren wurde, deren Name zum Inbegriff des Entspannens geworden ist. Nach US-amerikanischen Statistiken war dieses Medikament zwischen 1968 und 1987 das meistverkaufte der Welt: Valium.”

    Weiteres Zitat:’„Die Definition des Valiumabhängigen ist ein Patient, der mehr von den Pillen nimmt als sein Arzt”, scherzten die Psychiater, und die Wundermedizin wurde auch zur Ausrede: Berühmtheiten beichteten ihre Abhängigkeiten, Elizabeth Taylor gab zu, von einer Mischung aus Valium und Jack Daniels zu leben, die Rolling Stones sangen von ihm als einem Mittel, das hilft, den schweren Alltag der Mutterschaft, Ehe und Hausarbeit zu erleichtern: „She goes running for the shelter / Of a mother’s little helper / And it helps her an her way / Gets her through her busy day.”‘

  2. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Anonymus

    Tu mir bitte den Gefallen und ändere Deinen wichtigen Kommentar so ab, dass sich die Frage nach dem Copyright nicht stellt.

  3. Anonymus sagt:

    Hallo Magnus,

    ich habe den Text aus dem Buch eingescannt, per OCR in eine Word-Datei umgewandelt, Korrektur gelesen (auf falsch interpretierte Zeichen und Seitenzahlen rausgeschmissen etc.) und so hier rein gestellt.

    Dann kamen mir Bedenken und ich habe den einleitenden Kommentar, wo ich das her habe und dass das Copyrightrechtlich nicht autorisiert ist dazu geschrieben. Ob man die Erlaubnis bekommen würde, weiss ich nicht, es ist ja auch immerhin eine Reklame für das Buch. Ich kenne die Rechtslage nicht, ich bin Physiker und nicht Jurist. Leider ist der Abschnitt bei amazone nicht als Leseprobe einzusehen, es gibt gar keine Leseprobe bei amazon.

    Ich weiss nicht, was Du nun von mir erwartest, soll ich etwa eine “Nacherzählung” da draus machen? Bitte nicht! Wenn ich (D)Einen Mail-Accout hätte, hätte ich Dir den Text so geschickt, aber da ich weiss, dass Du das vor Freischaltung noch mal anschaust (war schon zu meinem Glück, Du erinnerst Dich noch an den Fall…) und wie Du schreibst “wichtigen Kommentar” ich nahm an, dass Du das Elaborat goutieren würdest. Ich habe selber in meinem ganzen Leben noch nie bewusst eine Valium genommen und ich sehe auch keinen Grund dafür das Mittel je auszuprobieren. Trotzdem, der Text ist irgendwie “erhellend”!

    Bearbeite den Text nach eigenem Gutdünken, werte ihn aus oder zitiere ihn so, als wenn Du das Büchlein auf Deinem Buchregal stehen hättest, ich garantiere für eine absolut getreue, wörtliche Wiedergabe, aber ich will und werde da gar nichts mehr dran machen und lege auch keinerlei Wert darauf, das “entdeckt” zu haben oder Dich darauf aufmerksam gemacht zu haben.

    mit (betont) freundlichen Grüssen

    Dein Anonymus

  4. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Anonymus

    Danke für Dein Verständnis. Ich werde schauen, was ich daraus machen kann, bin heute aber schon zu müde.

    LG

    Magnus

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