Von unseren Wegweisern (den Tapferen)

Friedrich Nietzsche erfuhr, wie auch Miguel de Cervantes Saavedra, endlich das große Glück, völlig am Geschwätze der Leute vorbei, Gewissheit bezüglich des eigenen Werkes, des Geschaffenen zu haben.

Heinrich von Kleist hatte dies vielleicht auch, verzweifelte aber an all den Niederlagen allzufrühe, erschoss sich schließlich selbst, wofern es so war, wie behauptet.

Friedrich Schiller starb plötzlich, ins Massengrab hinein, kaum dass er den Ruf gen Berlin hatte.

Was man mit Giordano Bruno machte, einem, den die Freimaurer, für die er wohl nur Verachtung übriggehabt hätte, als dem Nachfahrergesindel der katholischen Kirche und des ganzen Restes des von ihm so verachteten Obskurantismus’, als einen der Ihren hochhalten (hochhielten?), ist einigermaßen bekannt.

Zu tilgen war am Ende aber keiner dieser fünf Tapferen.

Konfuzius zog zeitweise mit nur noch wenigen Getreuen, alle halbverhungert, durch die Hinterwelten Chinas.

Leonidas wusste nicht, dass man sich heute noch seiner erinnern werde: und das war auch sicher nicht sein Behuf: das wird ihn nicht bekümmert haben.

“Was trachte ich denn nach Glücke? Ich trachte nach meinem Werke!”

Cervantes, der seiner Nation schon als junger Mann zwar nicht sein Leben gegeben hatte, aber, dies immer wieder riskierend, alles davor, ward endlich noch, zuhause, viele Jahre später, in den Kerker von Sevilla geworfen, hatte schon wieder so gut als keine Chance mehr, also wie weiland in Kriegsgefangenschaft in Algier.

Heraus kam am Ende der Quijote.

Nein: Bevor der Ohngeist, die Perversion, die Gier und alles daraus folgende Kranke die Welt erdrücken, werden deren Perpetratoren noch eine Menge zu tun haben.

Ich setze gar, dass sie es am Ende nicht schaffen werden.

Dafür muss ich nicht glauben.

Es gibt belastbare Hinweise.

 

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