(Fast) kein Text ohne NS-Vergleich

Was treibt diesen Mann?

Ist das böse Absicht, oder ist der besessen?

Ich rede von einem prominenten Blogger, der teils sehr scharfsichtig, teils aber auch Dinge unterschlagend oder leichtfertig auslassend, die zur Sache gehörten, auf jeden Fall immer sehr eloquent, Missstände dieser Welt anprangert, dabei aber anscheinend nicht darauf verzichten will oder kann, mit NS-Vergleichen aufzuwarten.

Um es mal vergröbert zu sagen: Jeder, der heute von den Reichen in Armut gestoßen wird, ist quasi ein Jude. Auschwitz lebt. Überall. Immerzu.

Was bezweckt so einer mittels seiner Vorgehensweise?

Will er wachrütteln, schockieren, einfach nur Aufmerksamkeit?

Will er, dass ihm ob des Vergleichs keiner mehr zu widersprechen wagt?

Wägt er seine Vergleiche überhaupt noch?

Meint der, gegen skrupellose Plutokraten könne man nur noch mit dem NS-Vergleiche an, egal, wie schräg der sitzt?

Ich werde in diesem Falle sehr misstrauisch, weil er diesen teilweise völlig verzogenen Unfug immer wieder sehr geschickt (für die es brauchen) in seine ansonsten über weite Strecken gut nachvollziehbaren Erwägungen einbaut, die ansonsten durchaus von einigem Überblicke zeugen.

Tut mir leid: Ich werde misstrauisch, wenn ich so etwas sehe.

Kommt irgendein tumber Tor immerzu und zu allem mit Nazigeschrei daher, so ist das schon lange nichts Besonderes mehr.

Baut aber jemand praktisch jeden Text auf diesen Vergleich bzw. auf ihn hinzielend auf, ihn immerhin prominent ein, überaus beredt, aber ebenso verdreht, so verliert er bei mir in jedem Falle ein ums andere Mal an Glaubwürdigkeit.

Dem Manne wird von mir jedenfalls nicht so schnell geholfen werden.

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60 Antworten zu “(Fast) kein Text ohne NS-Vergleich”

  1. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Dude

    Kannst den anderen ja mal fragen, ob Pike und Coudenhove-Calergi auch Nazis waren oder wohl doch eher Menschheitsbeglücker…
    Nur für den Fall, dass Du herausfinden willst, was er Dir noch freischaltet…

  2. “Ich bin mal gespannt, wie Jermain Foutre le Camp sich positionieren wird. Vorerst sehr wahrscheinlich gar nicht. Aber, nochmal: Hinter den Kulissen sieht es oft anders aus als auf der Bühne.
    Wenn er – das gibt es bei sehr intelligenten Leuten durchaus häufig – eben nicht ziemlich gaga ist, was ich inzwischen für wahrscheinlicher halte als die andere Variante, …” usw…

    - Nun, um Missverständnisse vorzubeugen, bitte ich hier um Austauschen des Wortes “er” durch “Eifelphilosoph” oder andere, da zuerst namentlich von mir geredet wurde, danach jedoch sofort “er”, was der unschlaue Leser sodann aus Versehen auf mich beziehen könnte und meinem hohen Ansehen im ganzen Lande großen Schaden zufügen könnte – welche wieder ins gerade Licht zu rücken ich bei all meiner edlen politischen Aufklärungsarbeit kaum die Zeit für habe, zumal nun auch noch der Umstand hinzukömmt, mich auf einem Spielbrett “positionieren” zu müssen, das irgendeiner dahin gestellt hat, bloß weil er offenbar nichts besseres zu tun hat.

  3. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Jermain Foutre le Camp

    Mache Dir einfach keine Gedanken mehr darüber, was ich Besseres oder Schlechteres zu tun habe. Es mag noch eine Menge sein.

    Ich weiß noch nicht einmal, wer Du bist.

    Meine Menschenkenntnis und meine Sprachwissenschaft sagen mir lediglich, dass Du sehr wahrscheinlich deutschsprachig aufgewachsen und fast ebenso wahrscheinlich keine Frau bist.

    Es ist mir ansonsten aber auch egal, wer Du bist.

    Du bist zwar nicht nur außergewöhnlich begabt, sondern auch außergewöhnlich geübt nicht nur in unserer Sprache (manche Trottel trennen das ja gerne von den Inhalten ab, umso lieber, je mehr welche vorhanden), aber hierzu ist Dir nicht viel Ergiebiges eingefallen. Letztlich gar nichts. “Schlecht, das ist feige” sagte mal einer, dessen Namen ich zumindest mich noch gut erinnere.

    Konkret inhaltlich gar nichts.

    Ich werde Dich, wofern Du es nicht darauf anlegst, in diesem Zusammenhang einfach nicht mehr erwähnen, genauer, ich werde einfach noch einen, der sein Gesicht nicht zeigt, von dem ich nur einen französischen Decknamen kenne, nicht mehr erwähnen. Nicht nur hierzu. Diesem Deinem Wunsche entspreche ich hiermit gerne.

    Auch ganz einfach deshalb, weil Du oben gezeigt hast, dass Du dieser Auseinandersetzung nicht gewachsen bist. Wäre es anders, so hättest Du entweder geschwiegen oder zur Sache was gesagt.

    Ja, Herr Werkstintenverkämmerermeister oder sowas, Du bist eben auch feige, wenn es ernst wird.

    Erste Regel: Nie Gesicht zeigen.

    Zweite Regel: Wenn es kritisch wird, nicht einmal gesichtlos Konkretes sagen.

    Dritte Regel: Trotzdem mit Herabsetzungen antreten.

    Regel vier und fünf kannst Du hinterm Ofen versuchen, Dir auszusinnen.

    Die Jahreszeit passt ja so langsam dazu.

    Du weißt genau, bei Dir habe ich da keine Zweifel, dafür beherrschst Du das Deutsche zu gut, was der andere (komme mir nicht mit den billigen Tricks; jeder weiß das zu scheiden) über mich ausgegossen hat.

    Gehe einfach hinter Deinen Ofen. Da sitzt Du gut, kannst vor Dich hinbruddeln.

    Ja, Meister: Ich werde jetzt hart.

    Du bist zweifellos einer der Besten.

    Ich kann’s aber allemal so gut wie Du.

    Mach’ Dich also lieber vom Acker, wenn Du keine Traute hast.

    (Das ist ausdrücklich keine Drohung mit Zensur. Ich werde Dir weiterhin alles freischalten, was im Rahmen unserer Gesetze liegt. Egal was. Rede. Nur zu.)

    Ganz sicher, ganz unbeleckt, nichtmal der Göller wird Dich fürderhin dort stören.

    Es sei denn, natürlich, Du bläkst ihn von dort hinten zu schräg an.

    So viel Tinte wie Du habe ich allemal.

  4. Magnus Wolf Göller sagt:

    Gerade wurde trefflich gezeigt, dass Inhalte wohl nur noch stören.

    Sie mögen für schlimmste Unterstellungen und Verleumdungen gut sein, sind aber ansonsten unerheblich.

    So passiert es, wenn Leute nichts mehr zu sagen wissen, außer irgendwas Kleinliches, Irrelevantes. Bloß damit eine Art Gegenrede stattfindet.

    So kann man sehen, wo wir stehen.

    Insofern hat das das Zeug zur Eins mit Stern.

  5. Dude sagt:

    @Jermain

    “auf einem Spielbrett “positionieren” zu müssen, das irgendeiner dahin gestellt hat, bloß weil er offenbar nichts besseres zu tun hat.”

    Meine Rede.

    @Magnus

    So gehst Du mit Jermain nicht um!

    Allmählich solltest auch Du Dich ernsthaft in Acht nehmen. Da ich sowieso eine äusserst umfangreiche Arbeit schreibe, kommt es auch nicht mehr gross drauf an, wenn die noch umfangreicher wird, indem ich Dich auch noch miteinzubeziehe, und glaub mir, Du kommst da nicht viel besser weg als Reiner.

    Langsam hab ich die Nase sowas von gestrichen voll, dass genug Rotz vorhanden, jeden Hetzer wider ehrenhafte Individuen damit vollzukleistern!

  6. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Dude

    Aha. Man erklärt mich zum Völkermordwegbereiter, und Jermain hat mir lediglich zu sagen, dass ihm eine Formulierung von mir nicht passt und ich wohl zuviel Zeit hätte.
    Muss ich das Wort “Relation” noch buchstabieren?
    Ich werde zum letzten Abschaum der Menschheit gestempelt, und dann soll ich mir solch einen inhaltslosen Sülch dazu auch noch reinziehen, ohne Gegenwehr?
    Jermain ist es entweder scheißegal, was Eifel da über mich erzählt hat, oder er unterstützt es, oder er traut sich nicht zu widersprechen. Störend nur meine Formulierung. Da rafft er sich dann auf. Echt ein Klassetyp. Der Leonidas vom Tintenfass.
    Ich nehme nicht ein Wort zurück.
    Eher drehe ich jetzt noch auf. Ich war wohl viel zu mild.
    Kannst mich runterlassen, so viel Du willst.
    Wegen mehrfacher Majestätsbeleidigung, unnötiger Verbreitung von Buchstaben, was Du willst.
    Irgendwann langt es mir auch.

  7. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Dude

    Ich werde Dir heute Abend noch ausführlicher antworten. Grade muss ich fürs Brot arbeiten.

  8. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Dude

    So. Jermain ist sicherlich selber in der Lage, sich zur Wehr zu setzen. Wenn er da keinen Bock drauf hat, bitte.

    Du drohst mir hier nun zum zweiten Male. Willst Du mich etwa noch schlimmer anschwärzen, als der Eifel es tat?

    Du warst es laut eigenen Angaben, der ihn auf meinen Artikel hinwies, in dem er mit keiner Silbe erwähnt ist. Dabei ist er keineswegs der einzige, der dauernd mit NS-Vergleichen um sich wirft. Es hat ihn keiner gezwungen, darauf zu reagieren.

    Für gewisse Leute ist einfach alles Nazi, was ihnen nicht passt. Meist traut sich keiner etwas dawider zu sagen, schlicht aus der Angst heraus, selber entsprechend eine geklebt zu bekommen.

    Jermain hat sich jetzt eine Kleinigkeit herausgesucht, um mir noch eine mitzugeben. Ansonsten zur Sache nichts gesagt. Da braucht er sich nach all dem nicht zu wundern, wenn ich schließlich auch etwas ruppig werde.

    Wem meine Texte, die ich übrigens alle verfasse, weil ich nichts Besseres zu tun habe (wieso auch sonst?), zu langweilig sind, der möchte sie einfach nicht lesen. Ich hoffe, diese einfache Wenn-Dann-Verknüpfung ist nicht zu kompliziert.

    Ich bitte Dich, mir nicht mehr zu drohen. Ich werde nicht dagegen drohen. Sollte ich das etwa? Mir egal. Ich werde es nicht tun. Mich allenfalls wehren, wenn es unbedingt sein muss.

    Wenn Du Dir die Behandlung durch Eifel und Regenbogenbieger gefallen lassen willst (ich habe Dich gewarnt, davor, dass Du bald noch mit mir im Nazieintopfe landen werdest; lang hat es nicht gedauert), so ist das Deine Sache.

    Jetzt hast Du mich auch noch – ich hatte heute Nachmittag, wie gesagt, kaum Zeit – mehr oder weniger direkt einen Hetzer genannt. Und: “So gehst Du mit Jermain nicht um!”

    Ich habe nicht zum ersten Male, auch oben, ausdrücklich gesagt, dass ich ihn für einen der Besten halte. Deshalb habe ich aber noch lange nicht die Hosen vor ihm voll. Egal, für was für einen Schlunz er mich vielleicht hält. Sollte das so sein, kann er es gerne sagen. Ich habe schon weitaus ärgere persönliche Schmähungen wider mich hier freigeschaltet.

    Könnte ein netter kleiner Streit werden, wenn er will. Volljährig und damit satisfaktionsfähig dürfte er ja sein. Schreiben kann er zweifellos besser als die weitaus meisten. Also: Viel Spaß dabei.

  9. An Magnus:

    Zu Deinem Kommentar von 7:47: (zum letzten von 20:23 weiter unten)

    Du schriebst: “Mache Dir einfach keine Gedanken mehr darüber, was ich Besseres oder Schlechteres zu tun habe. Es mag noch eine Menge sein.”
    Mach Du Dir einfach keine Gedanken darüber, wie ich mich positionieren werde, dann ist das Problem gar nicht vorhanden.

    Den gesamten Rest dieses Kommentars schriebst Du Dir desweiteren nur selbst, wie ich finde. Falls aber nicht, so beziehe ich dennoch keines der Worte oder Aussagen auf mich, bzw. sie betreffen mich nicht, bzw. treffen mich nicht.
    Hier hast Du vorbeigezielt. Bei Eifel hast Du wohl getroffen.

    “Jermain ist es entweder scheißegal, was Eifel da über mich erzählt hat, oder er unterstützt es, oder er traut sich nicht zu widersprechen.” Tatsächlich trifft ersteres zu, da es nicht mein Problem ist, wenn man sich das Ereignis, daß man einen haltlosen Brief ZURÜCK geschrieben bekommt, eigens selbst herbeigerufen hat, indem man ZUERST einen solchen in diese Richtung geschrieben hatte.
    Desweiteren widerspreche ich allenfalls, wenn die Rede auf mich fällt oder mich was berührt, nicht wann es jemand von mir will oder erwartet.
    Und ist die Gegenantwort noch so haltlos, so hast Du dies doch selbst herausgefordert und jeden, von dem Du verlangst, er soll nun dazu Position beziehen, ziehst Du mit rein. Macht er nicht mit, so ist er feige oder sonstwas. Das bestärkt mich in der Ansicht, daß Du Dir dies alles nur selbst geschrieben hast.
    Denn ebenso wie Du Dir den Brief an Eifelphilosoph nur selbst geschrieben hast, hat er den seinen an Dich nur sich selbst geschrieben.
    Bei mir ist es natürlich genauso, daß ich nur mir selber schreibe. (Deswegen schreibe ich ja so wenig, ich habe zur Zeit nicht viel Neues über mich herauszufinden)
    -
    Mit einem hast Du aber Recht, bzw. bringst mich in Überlegungen. Zu Unrecht erklärt Dich Eifel zu sonstwas für einen. Wenn ich mich schon an der Diskussion beteilige, hätte ich auch für Dich moralisch gesehen dem was erwidern müssen, ähnlich wie für Dude. Doch gibt es zwei Unterschiede. Erstens, wie Du schon sagtest, wir kennen uns nicht, oder ich kenne Dich nicht und Du bist Dir bei mir ohnehin nicht sicher. Zweitens finde ich, zurecht hat Eifelphilosoph auf Deine Vermutungen Dir einfach was zurückgeschrieben. Klüger wäre zwar gewesen, darauf gar nicht zu antworten aber egal. Selbst wenn Deine Vermutungen zutreffen; das war von Beginn an Dein Konstrukt. Den Rest mußte Dude dann ausbaden, nach Ausbau des Konstruktes durch den Eifelphilosophen.
    Ich derweil habe mich in dieses Konstrukt zwar begeben, aber nicht so funktioniert wie Du es wolltest und zuletzt finde ich, es war entweder ein Fehler von mir, mich darein zu begeben oder genauso irrelevant, wie das, was darin passiert.
    Alles nur Ego. Dafür könnt ich mich treten, daß ich mich schon wieder daran beteiligt habe.
    Und ich werde Dich nicht ‘runterlassen’, wenn Du damit runtermachen meinst. Meine Meinung, was die Vorgehensweise mit dem besagten Brief betrifft, habe ich durch meine Haltung deutlich gemacht. Das aber ist kein Grund für mich, Dich als sonstwas darzustellen, in der Öffentlichkeit schon gar nicht. Daß Dir dies so oder so egal ist, ahne ich und wüßte ich sogar zu schätzen. Mir ist es schließlich auch egal, wenn Du “kein Wort zurück nimmst”. Deine Worte an mich (also innert dieser Kommentare hier) sind der Wirkung nach ohnehin nicht bis zu mir vorgedrungen; außer daß ich tatsächlich einmal kurz lächeln mußte.
    -
    Daher, die Bitte nun zwischendrin an Dude, mich nicht wegen der paar Worte, die hier zum Lesen bloß für die Augen stehen, glauben verteidigen zu müssen. Es gibt keinen Grund dafür und ist außerdem albern.
    -
    Noch zwei Kleinigkeiten:
    -Das Lob über meine Schreibe spielt ebenfalls keine Rolle, und ist mir genauso gleich wie Kritik daran. Das kommt für mich beides aus demselben Topf.
    -Meine Wunsch, Deine Formulierung zu ändern, damit nicht jemand glaubt, Du meintest mich, war Ironie. Und eine gute Vorlage, mich selbst gut darzustellen. Was soll ich machen, bin eben ein blogger.

    Zum Kommentar von 22:23
    Das mit dem Streit wird nichts.
    Einen fortwährendes Kommentargeplänkel wird von meiner Seite sowieso nicht stattfinden.
    Denn 1.: Über ‘Themen’ diskutiere ich kaum bis gar nicht, die beschreibe ich für mich in meinem blog und kümmere mich nicht – oder kaum bis sehr selten darum, ob, wann oder wieviel es gelesen wird.
    2: Das Private Personpersönliche behandele ich ebenfalls nicht in Kommentaren.
    Woraus logischerweise folgt: Das mit dem Streit wird nichts.

    PS: Was die Lust auf nette kleine Streits auf die man sich freut mit Volljährigkeit zu tun hat, erschließt sich mir nicht. Reife meinst Du damit jedenfalls wohl nicht.

  10. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Jermain

    Du siehst die Dinge, wie Du sie siehst.

    Meine Rede mag jeder selber beurteilen, ebenso Deine.

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