Antideutsche: Inzwischen auch von “Rechts”

Ein feiges, untertäniges, dummes, gefolgsames Gesindel seien wir Deutsche.

Keine besonders neuen Vorwürfe. Jedenfalls von linker Seite.

Inzwischen aber hageln sie von Leuten auf uns herab, die sich, sich als Patrioten (natürlich fast immer anonym) gerierend, wohl irgendwie als die Ausnahmen jenes Gewürmes sehen müssen, das es darob nicht verdient habe, so wie der Rest (viele Linke sehen das immer noch irgendwie genauso) auszusterben. Oder wollen diese Krakeeler – ich nenne bewusst keine Namen – etwa mitaussterben?

Das wage ich anhand ihrer Art des Geiferns nun doch stark zu bezweifeln.

Diese Leute (ich lasse die Linken jetzt bewusst außen vor) lassen sich grob in zwei Gruppen einteilen; eine große und eine kleine.

Die große wirkt, wie als ob sie den Linken deren lange eingeübten deutschen Selbsthass sozusagen abgeerbt hätte, unter gar nicht mal so sehr anderem Vorzeichen. Einfach vor lauter Frust, und um sich selbst freizusprechen, womöglich gar zu erheben, indem sie es wagten, die harte Wahrheit zu sagen (wie als ob sie so etwas wagten; das ist natürlich lächerlich).

Die kleinere besteht, ja, das Wort ist angezeigt, aus Agenten. Es sind bestellte Runterzieher, Miesmacher, Defätisten, Sämänner von Angst und Verzweiflung und Selbstverachtung, üble Gesellen, die wohl als Letzte Probleme mit der jetzigen Staatsmacht bekommen werden.

Und sie versuchen, durch das Strategem der ständigen Lächerlichmachung und Demütigung und hiemit der Ehrabschneiderei, bei anderen reststolzaufbäumende Wut anzustacheln und dadurch aufzuhetzen.

Es sind zweifellos echte Propagandaprofis dabei. Sie arbeiten mit jedem perfiden Mittel. Manche von ihnen schreiben sogar recht versiert.

Ich kenne aber alle ihre Tricks. Ich kann nur nicht immer gleich sicher den Gläubigen vom Agenten scheiden.

Damit sollte man sich aber auch nicht zu viel aufhalten. Meist ist das Zeitverschwendung.

Es geht um das Durchkreuzen ihrer Strategeme. Einerseits. Andererseits muss einfach besser durchdacht und dargelegt sein, was man selbst anbietet.

Und da sie sich nun einmal – außer als sehr geschickte Trolle – , ob sie es wollen oder nicht, auftragsgemäß wesentlich damit befassen müssen, einfachere Gemüter in Wallung zu bringen, sind sie gewissermaßen gezwungen, ihre Botschaften immer wieder recht krude herunterzubrechen: sie müssen den Eiertanz zwischen intellektuellem Anspruch und einseitig vereinfachter Botschaft hinlegen.

Das macht ihre “Argumentation” allemal verwundbar, beschädigt endlich auch, wofern sie diese überhaupt anzuwenden wüssten, ihre stilistische Finesse. Es ist eben kein kleines Kunststück, Jupiter an den Trog des Ochsen zu locken.

Dagegen dauert es keine fünf Minuten, gleich mehrere zwar bei vielen (teilweise) wirksame, aber am Ende doch missratene Versuche überfliegend zu erfassen.

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Könnte man die Antideutschen nicht endlich ordentlich demokratisch ausgrenzen, seit sie bald mehr von Rechts kommen als von Links, also von allen anständigen Menschen zu ächten?

 

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11 Antworten zu “Antideutsche: Inzwischen auch von “Rechts””

  1. Anonymus sagt:

    Zitat von Niccolo Machiavelli:

    Denn der Pöbel hält sich immer an den Schein und den Erfolg ; und in der Welt gibt es nur Pöbel. Die wenigen zählen nicht gegen die Masse, wenn diese am Staat einen Rückhalt hat. Ein Fürst unserer Zeit, den man besser nicht nennt, führt nur die Worte »Friede und Treue« im Munde und ist in Wirklichkeit deren größter Feind. Beide hätten ihn des öfteren Ansehen und Herrschaft gekostet, wenn er an ihnen festgehalten hätte.

  2. 18 sagt:

    Ehrabschneidung, um die massivst umerzogenen Deutschen bei ihrer Restehre zu packen ist m.M.n. eine kluge Strategie. Jedoch kaum im hintersten Winkel des WWW, wie im Falle dieser Killerkitty. Sie setzt wohl darauf, dass Leser ihre Werke verbreiten, deshalb schreibe sie sie ja, meinte sie auf diebezügliche Nachfrage. Bis auf die provozierende “selber-Schuld”-Anmassung trifft sie mit der Charakterisierung der heutigen, Deutschen doch durchaus den Nagel auf den Kopf. Meine herzensgute Tante will auch, dass die Rassen abgeschafft werden, weil der mörderische Rassismus (der bösen Weissen) und der Neid (!) untereinander aufhören, wenn alle die gleiche Farbe haben. Die Sprachen ebenso, denn dadurch gebe es Missverständnisse, eine reiche, wie Englisch. Das Internet fürchtet sie, wegen Abofallen, ihr stiller, kinderlieber Vater, ein ehemaliger Kriegsgefangener der Russen -einer, der dies überlebte- sei ein Nazi gewesen. Das sagt sie als Tochter einer Frau, von der (nur?) zwei Geschwister die Vertreibung aus Schlesien nach WK II mit dem Leben bezahlten… Die Umerziehung war erfolgreich.

  3. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ 18

    Es ist eins, ob ich Leute bezüglich ihrer Selbstachtung und ihrer Feigheit hinterfrage bzw. wachrüttele, oder ob ich es treibe wie jene “Killerkitty” (netter Spitzname übrigens, gefällt mir) sowie, zwar in der Regel nicht so krass, viele andere.
    Es dreht sich hier nicht um eine etwas träge, mutlose Fußball- oder Hockeymannschaft, die ein guter Trainer, durchaus mal richtigerweise, an ihrer Ehre, ihrem Stolz packt, damit ihrem Kampfgeist wieder Energie und Leben und echten Biss einzuhauchen.
    Hier wirkt der Effekt meines Erachtens erstens eher gegenteilig, und wo nicht, wird der hier noch viel mehr gefragte Verstand tendenziell noch mehr getrübt, als er es oft schon ist.
    Im Englischen nennt man Leute, die so vorgehen, “rabble-rousers” (etwa: “Gesindel-Aufhetzer”).
    Das ist der – wenn nicht gerade Manfred Kleine-Hartlage dort für Vernunft und Logik sorgt – typische Stil bei PI, wie eben bei der Angesprochenen. PI ist darüber hinaus natürlich auch eine zionistische Veranstaltung, was im anderen Falle zumindest nicht gleich eindeutig offensichtlich.
    Manche Leute, die dieses Strategem anzuwenden versuchen, mögen es gut meinen; sie beachten aber meist nicht, in welche Gesellschaft sie sich dabei begeben, zu wessen Werkzeug sie sich machen, was sie überwiegend damit auslösen.
    Zum anderen von Dir angesprochenen Punkte.
    Ich schreibe auch in einem – bislang – eher hinteren Winkel des Weltnetzes vor mich hin. Mag sein (ich weiß es nicht, aber es mag sehr wohl so sein), dass ich eine noch geringere direkte (und indirekte) Reichweite habe, als die Angesprochene. Jedenfalls kurzfristig (die indirekte).
    Dabei versuche ich, wie sehr auch immer das am Ende scheitern mag, geistige, künstlerische, philosophische, sprachliche, soziale und weltpolitische Aspekte über den Tag hinaus so zu betreuen, dass ich damit zwar kaum die Masse erreichen werde, aber vielleicht entscheidenden Leuten Denkanstöße, Chiffren, Argumentationslinien, bislang so nicht erkannte Konjekturen anheimstelle.
    Das ist natürlich ein elitärer Ansatz. Zunächst wenigstens.
    Solange ich mir aber kaum Illusionen darüber machen sollte, dass meine Ausführungen eine zahlenmäßig bedeutende Verbreitung erreichen (dürfen), halte ich ihn für richtig. Ich stoße weithin ja nicht einmal dort auf Wohlwollen, um es gelinde zu sagen, wo Leute sich als Patrioten gerieren. Allein schon deshalb, weil ich klipp und klar sage, dass ich nicht den Judenknecht mache. Die meisten von denen tun das, mehr oder weniger, ob sie es sich eingestehen oder nicht. Deshalb, und wegen der diesbezüglichen Machtverteilung, hören sie das natürlich ganz und gar nicht gerne.
    Und ich pflege viele Leute, die von einem Blog ihres Gustos erwarten, dass er mehr oder weniger monothematisch sei, mit meinen Ausflügen in (um nur zwei Gebiete zu nennen) die Pädagogik und die Sprachwissenschaft auch nicht selten zu langweilen. Das weiß ich sehr wohl. Aber ich weiß auch, weshalb ich das tue, selbst wenn der Preis dafür nicht gering.
    Die Leute von der JF z.B. schwärmten immer von Gramsci, einem kommunistischen Vordenker, der die Gesellschaft über die kulturelle Vormacht zu verändern die Richtung vorgab. Wenn ich mir anschaue, was für eine Gähnzeitung das inzwischen geworden ist…: Ich schaue da kaum noch rein. Vor lauter vermeintlicher Klugheit so langweilig alswie das Betrachten trocknender Socken. (Jetzt, wie PI auch, voll auf den im Grunde neoliberalen AfD-Zug aufgesprungen, ohne Rücksicht auf Verluste. Wie die kleinen Kinder.)
    Mögen andere, die das und anderes sehen, so tun, als ob sie es nicht sähen, mindestens lieber nicht thematisieren. (Viele machen sich ja fast schon in die Hose oder empören sich mächtig, wenn man z.B. das Wort “Freimaurer” nur ausspricht. Und ebenjene erklären den Deutschen dann, wie verwerflich feige sie seien. Na klasse.)
    Ich gehe einen anderen Weg.

  4. 18 sagt:

    Klar hast Du recht (nicht link, *grins*), die Tour kann nach hinten losgehen. Vielleicht nicht wirklich durchdacht, aber probieren geht über studieren… Soviel Verblödung dürfte wohl einmalig sein in der Menschheitsgeschichte, ein Novum, womöglich braucht es dagegen auch entsprechend drastische Gegenmassnahmen.
    Ja, die JF, mal sehen, wie lange es dauert, bis die tollkühne fAD sich empört von dem rechtsextremen/-radikalen Hetzblatt distanziert, dass es in deren Augen ja sein wird…

  5. VRIL sagt:

    das zdf zeigt den antideutschen Hetzfilm ” Inglourious Basterds ” – wir sollten geeignete Maßnahmen gegen das Bolschewistenpack ergreifen .

    Sind Sie dabei ?

    Ich freue mich auf Ihre Nachricht ,

    mit freundlichen Grüßen ,

    VRIL

  6. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Vril

    Einfach mal “Tarantino” oben rechts in die Suchfunktion eingeben, und es finden sich mehrere Beiträge dazu (Von K.-H. Terpelles Gastbeitrag “Scheußlichste Mordphantasien” – zuerst erschienen als Leserbrief bei der FAZ – bis hin zu “Hitlers Hollywood” Nummer eins und zwei aus meiner Feder). Letztere beiden Beiträge gleich rechts unter Meistgelesene.

    Da ist vielleicht insgesamt nicht alles, aber eine Menge schon lange gesagt.

    Sie dürfen diese Beiträge gerne anmoderieren und darauf verlinken. Wenn ich weiß, wo, dürfen sie sie auch gerne zu den üblichen Bedingungen (unverändert, womit ich wirklich unverändert meine, also keine Sperenzchen in den Text gebaut, Bilder, Subkommentare, farbliche oder sonstige Hervorhebungen) kostenlos in Gänze nachveröffentlichen.

    Nochmal werde ich mich mit diesem Schiet aber wohl eher nicht befassen. Es sei denn, man lieferte mir gute Gründe dafür.

    (Mir fällt gerade noch ein, dass Sie im Falle einer gewünschten Nachveröffentlichung des Gastbeitrags beim Autor die Genehmigung einholen müssten, denn ich erbat weiland nur, diesen bei mir veröffentlichen zu dürfen.)

  7. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ 18

    Die Verblödung, die uns das Christentum über Jahrhunderte einschenkte, war nicht unbedingt besser.

  8. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Vril

    Ich bitte um Verständnis für meine zunächst vielleicht etwas spröde wirkende Antwort.
    In einem Konzert – das wurde oben ja schon deutlich – wirke ich gerne mit. Ich will aber – wo es nicht nur um völlig lässliche Anmoderation, Zitate, Verlinkung geht – wissen, mit wem. Meine Worte waren schon 2009 sehr deutlich. Und zwar, tut mir leid, dass ich das an dieser Stelle hervorheben muss, unter Klarnamen. So werde ich es dazu, wenn, weiterhin halten. Und wenn es zu einem echten Konzert kommen sollte, erwarte ich das auch von allen anderen, die aufspielen. Sonst mache ich allenfalls alleine nochmal was dazu. Wenn ich schon alleine den Kopf herausstrecke, dann auch allein.
    Das mag desfalls dann doch geschehen. Es juckt mich, allzumal ich damals die entsprechende Vorarbeit geleistet habe, nun doch schon ein wenig in den Fingern.
    Mit Leuten unter Decknamen werde ich das aber definitiv nicht ins Werk setzen.
    Das richtet sich nicht gegen Sie.
    Ich passe lediglich, sozusagen, auch ein bisschen auf meinen Kittel auf.

  9. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ 18 & Vril

    Ich halte es ehrlich gesagt für wenig zielführend, hier unter den Falschnamen 18 und Vril zu agieren. Rein nichtzufälligerweise weiß ich nämlich von deren Ruf. Und jeder Leser, der mich kennt, dürfte davon ausgehen.
    Da ich Sie/Euch beide nicht für doof halte, gehe ich weiterhin davon aus, dass Ihr wisst, in welches Licht/Dunkel das mich im Blicke mancher zu setzen geeignet ist.
    Nicht, dass ich mir davor in die Hose machte. Aber man hätte mir das, wofern wohlgesonnen, auch ersparen können.
    Ob Ihr damit dem dient, was Ihr wollt, sei dahingestellt. Es ist so oder so nicht klug. Und deshalb schafft es auch kein sonderliches Vertrauen. Zumal, wenn es dergestalt kurz aufeinander im Doppelpack kommt.
    Ich schreibe hier immer wieder, unter anderem, von Runen. Unter meinem Namen. Bewusst, offen, vorsätzlich, transparent.
    Ich würde sehr ungern unfreundlich.
    Merkt meiner Worte.

  10. Rainer Grzybowski sagt:

    @ VRIL

    Ich bin dabei.

    Wie beim Nichtwählen: einfach nicht mehr fernsehen.

  11. Antideutsch ist in Wirklichkeit auch, wer als Politiker zu Hause gegen Fremdbestimmung wettert, gleichzeitig vor seiner Klientel bewußt mit gewissen Tabus spielt, aber dann nach Jerusalem pilgert, um dort den illegalen Siedlern den Rücken zu stärken und anschließend an der Klagemauer seine tiefe Betroffenheit zu bekunden. Oder ist es typisch neudeutsch?

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