Vom Ducksprech (duckspeak)

Als mir eben zum Vorartikel “Vom Kampfe um die Begriffe” der Begriff “Ducksprech” einfiel, hatte ich zunächst nur das deutsche Ducken beim Sprechen im Kopfe.

Dann fiel mir ein, dass “to duck” ja auch im Englischen ducken bedeutet.

Dagobert Duck (“duck” ist auch die Ente) nun brachte mir schon als Kind bei, dass Geld die Welt regiere, wir also in einer Plutokratie leben.

Das ist aber nur eine Teilwahrheit, eine Irreführung hiemit.

Denn das Geld ist letztlich ein sekundäres Mittel. Die Welt wird durch Kontrolle der Information regiert. Das Geld folgt lediglich daraus, ist das allerdings sehr wirksame und sichtbare Mittel der Macht.

Ich setze mal den Fall, ich hätte eine Milliarde. Damit hätte ich im Weltmaßstab fast nichts, worauf ich weitreichende Macht begründen könnte.

Es sei denn, ich setzte das Geld, vielleicht nicht gleich alles, auf diesen meinen Blog. Damit bestünde immerhin eine Chance, dass ich millionenfach gehört würde, begrifflich in einer ganz anderen Dimension einwirken könnte, im Sinne anderer Information.

Schön nun aber, dass das auch einfach so geschehen kann. Gerade mal mit dem pekuniären Einsatze, der für meinen Rechenapparat, Netzanschluss und Zubehör aufzubringen.

Jedenfalls bin ich diesbezüglich ohne Milliarde besser dran, denn hätte ich eine, aber keinen Plan. Nichts zu sagen.

Soherum hat Geist mit Geld nämlich nichts zu tun.

Es glauben eh nur Verschwörungstheoretiker der Schwachmatensorte daran, dass Geld die Welt regiere. Deshalb erzählt man es den Kindern ja auch schon in “Lustigen Taschenbüchern”.

Man zieht schon die Kleinen zu Verschwörungstheoretikern. So kann man sie späterhin, wenn sie von “Plutokratie” sprechen, auch schön, das ist ganz praktisch, nach Gusto gen Rechtsabgrund ausgrenzen und stoßen.

Alles Zufall? Nur Wortgeklingel?

Es gab schon vor mir Leute, die sich etwas dabei dachten, wenn sie einen Namen in eine Geschichte einführten. Zumal eine ewige Fortsetzungsgeschichte.

Gut, man könnte ansetzen, dass Amis zu dumm für so etwas seien. Das sehe ich aber gar nicht so. Was selbstverständlich nicht heißt, dass man so weit wie ich nicht gedacht haben könnte, als man Entenvögel, bedächtig watschelnd, als Sympathietiere erwählte.

— Anzeigen —


Tags:

Eine Antwort hinterlassen