Klagt nicht, schimpft!

Obama, bin Laden, Bomben, Anschlag, US-Botschaft, 9/11, False Flag, NSA, MAD, Mossad, CIA, SAS, Aufstand, Terror…

Derlei Wörter in alle Texte verteilt von Millionen immerzu eingebracht: Das möchte die NSA schon ein bisschen nerven.

Anderseits werden sich die Teilnehmer natürlich bei Uncle Sam kein besonderes Wohlwollen einfangen, die linguistischen Filter sehr bald umso besser funktionieren.

Die Netzgemeinde ist ratlos. Die Verschlüsselei ist, wenn sie der NSA einigermaßen Arbeit machen soll, nach allem was ich höre, sehr aufwendig, und die Programme dafür stammen womöglich von einem Ableger der NSA selbst.

Ich denke, das eine wie das andere bringt gegen dieses Monster nicht viel. Millionen Leute zipfeln sich einen ab, um vielleicht ein paar hundert von, wenn die Inoffiziellen hinzugrechnet, über einer Million NSA-Leuten zu beschäftigen. Das ist auf doof.

Da ist es effektiver, in jedem Wirtshaus immer wieder mal einen Fluch loszulassen. Das erleichtert, und ein paar Leute werden es hören.

In Stuttgart, halbe Million Einwohner, reichten schon hundert gut postierte Leute, mit Ablösung, rund um die Uhr, dreihundert für die Wechselschicht, schimpfend wie die Rohrspatzen, dass bald jeder davon wüsste.

Machen wir, wegen Urlaub, Krankheitsausfall, auch, um einfacher zu rechnen, fünfhundert daraus, so reichte ein Promille der Bevölkerung, um einen wirklich gehörigen Rabatz zu machen.

80000 auf der Straße unterlasslos Schimpfende könnten also, auf ganz Deutschland gerechnet, die Dinge ENTSCHLÜSSELN.

Schon 8000, gut auf die wichtigsten Städte verteilt, sorgten für ein nicht geringes Aufsehen.

Wenn einer alleine irgendwo herumplärrt (man kann ja auch nur für Umstehende vernehmlich schimpfen), kann er natürlich wegen groben Unfugs, Erregung öffentlichen Ärgernisses oder auch Lärmbelästigung Probleme bekommen.

Andererseits: Weshalb duldet man all die jämmerlichen Straßenmusikanten und Bettler und Anquatscher, die ja auch manchem nicht die Zierde der Stadt sein mögen, duldet aber keinen, der nicht lauter schimpft als eine Afrikanertrommel?

Und: Wer erregt hier denn das Ärgernis?

Etwa der, der sich über die Ärgernisse verärgert zeigt?

Die Ordnungshüter könnten sich schwertun, die Gerichte auch. Ein Schimpfender ist keine unangemeldete Demonstration. Normalerweise müssten gemäß Versammlungsrecht sogar drei Kumpels aufs Mal öffentlich schimpfen dürfen, ohne dass dawider etwas stünde.

Leute, geht ins Wirtshaus und auf die Gass’ und schimpft.

Da erreicht Ihr die Leute, seid, zumindest auf der Gass’, an der frischen Luft, Ihr baut Frust- und Stresshormone ab und entschlackt Leib und Seele, indem sich Eure Lungen gleichzeitig kräftigen.

Wenn Ihr Euch gar, wogegen die Polizei noch schwerer etwas machen kann, im Spaziergange oder gar Laufschritt durch die ganze Stadt schimpft, tut Ihr noch mehr für Eure Gesundheit.

Man kann sich auch auf einen schönen Ast eines stattlichen Parkbaumes setzen und von da oben aus schimpfen. Auch das kann aufmerksamkeitsstark sein.

— Anzeigen —


Tags: , ,

Eine Antwort hinterlassen