Aufruf zum Boykott der Bundestagswahl (XI)

Die Gelegenheiten, etwas zu loben, was auf SPON erscheint, sind so rar, dass ich sie zwar nicht immer nutze, nun aber ist es fast ein Muss, denn was Sascha Lobo zum Abhörskandal, speziell zu unseren Politpfeifen in diesem Zusammenhange, hier ausführt, ist in seiner Knappheit sowohl überaus facettenreich als auch deutlich.

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/sascha-lobo-ueber-die-passivitaet-der-bundesregierung-im-nsa-skandal-a-912534.html

Lobo zeigt beispielhaft, dass wir von lauter (auch noch erzschlechten!) Lügnern und Versagern regiert werden, dass diese Demokratie ein potjemkinsches Dorf ist.

Er kristallisiert auch jenen dümmsten aller Sätze, den man dazu hört, als solchen heraus: “Ich habe nichts zu verbergen!”

Ich bin ja wirklich kein Freund von Psychiatern, aber hier kommt man doch auf die Idee, dass einer, der so eine Aussage im Ernst tätigt, nicht mehr verkehrsfähig, fast schon eine gemeingefährliche Bedrohung darstellt, therapiert werden müsste.

Was für eine Selbstaufgabe! Was für eine Idiotie! Wie weit hat hier Gehirnwäsche gegriffen!

WER DIESE LEUTE WÄHLT, WÄHLT SEINE UNTERWERFUNG!

Keine Stimme diesen Verrätern!

WAHLBOYKOTT !!!

 

— Anzeigen —


Tags: ,

6 Antworten zu “Aufruf zum Boykott der Bundestagswahl (XI)”

  1. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ TanjaKrienen

    Das passt beides perfekt hierher. Ich hielt die AfD-Leute gleich für eine Art Sonderpiraten. Und Idioten gibt’s dort wohl auch nicht zu knapp. Heutzutage, wo jeder Muckenseckel auf der Schwäbischen Alb Deinen Namen in die Suchmaschine geben kann, sägen die Dich dann plötzlich entsetzt ab.
    Wahrscheinlich haben diese Kleingeister Deine Transsexualität als Grund nur vorgeschoben, vielleicht unbewusst, da sie in Wirklichkeit fürchteten, Du könnest ihnen auch in ganz anderer Art, Deines unabhängigen Geistes halber, noch in die Quere kommen.
    Ich denke aber auch, dass Du jetzt noch besser verstehst, weshalb ich mich in diese Wahlboykottsache so reinhake.
    Gut, jedenfalls, dass Du sowohl mit dem Interview mit der Blauen Narzisse, als auch in Deinem Video, keineswegs in Aufgabestimmung, Kontur zeigst.
    Ich war bei dem ganzen Schlamassel nicht dabei. So wehrt man sich, gesetzt den Fall, dass Du im ganzen korrekt berichtest, wovon ich ausgehe, richtig. Mein gleichwohl professionelles Kompliment als feundschaftlich gesinnter Kollege dazu.

    In der Tat: Auf Plakaten zum Aufrufe zur aktiven Nichtwahl machtest Du Dich besser, denn bei dieser abgeschimmelten AfD.

    Immerhin habe ich, im Gegensatze zu diesen Kurzläufern, keine Angst davor, mich mit einer Tanja Krienen in Verbindung zu bringen. Die mag ja manchmal manches meinen, was der Magnus so nicht meint, und umgekehrt, aber da sie ein unabhängiger Geist ist, was also wertvoll wie selten, kann mich das nicht in Scham setzen.

    Einfach weitermachen, liebe Tanja: also hart wie mit feinem Humor.

  2. TanjaKrienen sagt:

    Genau, man muss ja nicht alles gleich sehen und also dürfen wir die Welt in Teilen unterschiedlich interpretieren.

    Die Fakten sind klar und in der Presse war auch reichlich davon zu lesen. Ich bin schon sehr enttäuscht, aber letztlich ist die Partei halbgar und das Personal miefig. Hier in Soest waren es, ich denke das kannst du verstehen, die Katholen aus dem übriggebliebenen von Papen-Milieu, will sagen: Christenmist, der sich von seinem islamischen Pendant nur dadurch unterscheidet, dass andere in ihrem Lebensbereich durch säkulare Reformen ein wenig Zivilisation schufen – wozu die Herrschaften aber nix können. Man meinte, obwohl ich bekanntlich keine Gendervertreterin bin, dass dies überhaupt nicht ginge. Ein Novum seit wievielen tausend Jahren?

    Boykott? Ich glaube letztlich, man sollte sehen, dass nicht Schlimmeres an die Macht gelangt, als wir es derzeit haben. Es gibt Schlimmeres! Herzliche Grüße, Tanja

  3. Jochen sagt:

    @ TanjaKrienen

    “Ich glaube letztlich, man sollte sehen, dass nicht Schlimmeres an die Macht gelangt, als wir es derzeit haben.”

    Glauben können Mann oder Frau vieles. Viele tun es, da sie nichts Konkretes wissen. Aber wie ist es möglich vorher schon zu sehen, dass nichts Schlimmeres an die Macht gelangt,…?
    Ich sehe schon seit über dreißig Jahren, dass immer noch Schlimmeres an die Macht gekommen ist, als was vorher Macht besaß. Immer hoffte ich auf das Volk, dass es nach Rückwärts möge schauen, was es da nur wieder hatte gewählt. Es wählte trotzdem; es wählte sich wund. Die Wunden wurden größer, trotzdem schritt das Volk wieder zu Wahl. So kommt es mir langsam vor, nicht die Politik ist machtversessen, sondern das Volk, welches seine Macht jedoch immer an den Falschen zu bringen weiß. Und warum das?
    - Das Volk glaubt letztlich, es könnte sehen. Dabei aber ist das Volk stockblind.

    „Die rebellischen Menschen landen in der Hölle, Christen, sprich alle Begnadeten, werden zusammen mit Jesus im neuen Himmel sein, als Gottes Gegenüber, und mit Jesus herrschen.
    Und wir werden dort essen: Vom Baum des Lebens! Für immer und ewig.“
    http://www.keine-tricks-nur-jesus.de/2013-07/yvonne-dreblow-ber-die-frage-gibt-es-unterschiede-zwischen-menschen-und-engel-der-ewigkeit.html

    Vor Herrschsucht ist es erblindet. So ähnlich wie die Christen als Gruppe für sich stehend, die selbst im Himmel noch herrschen wollen, obwohl sie den Himmel gar nicht im Voraus sehen können. Doch da gibt es etwas, wodurch sie meinen, dazu befähigt zu werden, und das ist, sie glauben letztlich, und dann sagen sie: man sollte sehen.

    Als Hitler an die Macht kam, da sahen die Menschen auch, denn sie wollten nichts sehen. An die Macht kam er trotzdem. Heute wird aus der Wahl ein buntes Farbenspiel gemacht. Der eine wählt rot, der andere schwarz, wieder ein anderer grün, noch ein anderer gelb….mischt man alle Farben zusammen, und sie tun es, dann ergibt das die Farbe weiß. Und wer weiß, dass die Macht eine Regenbogenschlange ist, der wählt nicht. Leider sind das immer zu wenige. Der große Rest glaubt an die Regenbogenschlange, solange, bis zur nächsten Wahl.
    Aber leider wird vom Interpretieren unsere Welt nicht besser und die Menschen werden davon auch nicht schlauer. So strickt sich jeder seine ganz persönliche Wahrheit bzw. Weltsicht zurecht, und daraufhin lebt jeder auch in seinem ganz persönlichen Universum, ohne Konkakt zu seinem Nächsten.

Eine Antwort hinterlassen