Der Göller und ein Muselmann

Neulich erzählte ich einem sehr intelligenten, sympathischen, lebensfrohen jungen Moslem (circa 18), der akzentfrei Deutsch spricht, was die Christen beim Abendmahl machen, und ihm fiel fast das Gesicht aus dem Gesichte, denn das wusste er noch nicht.

“Sie fressen und saufen, symbolisch, durch die Hostie und den Wein, den Leib und das Blut ihres Menschgottes, betätigen sich in dem Sinne also als Kannibalen und Vampire an ihrem Höchsten.”

Ich hoffe, dass ich den jungen Mann, der vollauf gläubig, aber dabei sehr offen, nicht einmal gegen einen “Vollheiden” wie mich grundsätzlich etwas zu haben scheint, mittels dieser Aufklärung nicht gegen die Christen als Gestörte und Vollperverse radikalisiert habe. Immerhin ist Jesus im Islam ein anerkannter großer Prophet. Alswomit diesen auch nur symbolisch zu kannibalisieren und vampirisieren für einen Moslem wohl mindestens eine mittelprächtige Sünde darstellen dürfte.

Schon fragwürdig: Der ungläubige Göller erzählt einem Muselmann, was für abgedrehte Typen die meisten Kirchenchristen sind.

Vielleicht hätte ich das Maul halten sollen.

Andererseits war diese Offenbarung meinerseits zugegebenermaßen nicht ohne eine pädagogische Hinterlist angesetzt.

Vielleicht denkt er nämlich, sehend, was für einen groben Unfug die Christen sich – immerhin nur symbolisch – geben, auch mal darüber nach, was für ein grauser, real ausgeführter Schwachsinn die Beschneidung sein könnte. Und wie viel sonstigen Irrwitz der Koran vorgibt. (Ich weiß, dass der Koran die Beschneidung nicht explizit vorgibt.)

Ich werde ihm, wenn ich ihn mal wieder sehen sollte, natürlich nichts davon erzählen, was so alles in der Thora und im Talmud drinnesteht.

Nicht, dass es noch heißt, der Göller mache Semiten zu Antisemiten (er ist Araber).

Immerhin aber ist dieser Moslem (er bezeichnet sich selbst, wohlgemerkt, als Moslem, nicht als Muslim) so aufgeschlossen, dass er mich Kuffar nicht zu verachten scheint, obschon ich ihm meine klare Nichtzuneigung zum Islam ebenfalls deutlich gemacht habe. Und er schüttelte nur den Kopf, als ich ihm erzählte, dass ich kürzlich von einem deutschen Schwachkopfe im Wirtshause des Rassismus’ bezichtigt worden sei, weil ich dem dieselbe ebenfalls eröffnete. Der Moslem nämlich verstand sofort, als ich ihm sagte, dass der Islam doch mit Rasse nichts zu tun habe, also eine Ablehnung desselben nichts mit Rassismus, da es ja jede Menge Moslems aller Rassen gebe, lediglich sehr wenige Indianer darunter.

Ja, das sind wahrlich die Dümmsten, die eine Ablehnung des Islams mit dem Rassismusvorwurf belegen. Leider sind auch da die Dummen nicht eben selten.

Egal: Schon ein merkwürdiges dreiuneiniges, dreieinfältiges Völkchen, diese Abrahamiten.

Die beiden Kleinen, an Zahl die Großen, versuchen seit weit über tausend Jahren dem großen Bruder seinen Gott zu klauen, und sie merken nicht, wie der nur darüber lacht.

Wäre ich Jude, so lachte ich auch darüber. Ich lache ja sogar als ungläubiger Goy darüber.

Achja, dass Jesus jedes Jahr, wie es der germanische lunisolare Kalender will, zum Ostarafeste, an einem anderen Freitag gestorben ist, nur immer an demselben Weihnachtstag, mitten im Julfest, geboren, das erzählte ich dem anderen auch noch. Bei der Gelegenheit erklärte ich ihm zudem, was Synkretismus sei.

Weshalb ich so etwas mache?

Ich muss mir seit ich denken kann das Geblurb der Abrahamiten anhören, allenthalben, ob ich will oder nicht: da schwätze ich als Schwab ganz einfach zurück.

Mit dem Unterschied, dass stimmt, was ich sage.

 

 

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