Aufruf zum Boykott der Bundestagswahl (V)

So, jetzt ward in den vorigen Teilen mal ein bisschen was abgearbeitet und sortiert.

Es geht jetzt also an den kreativen Teil. Profis bitte genau mitdenken.

Wer macht Bilder, Logos, Kampagnen?

Wer hat, außer mir, Sprüche?

Wer macht gleich ein Buchprojekt daraus, eine Großreportage?

Wer hat die Idee für die besten T-Hemden und Apps?

Wo sind die Kabarettisten?

Die Boykottrockbands?

Wer macht die besten Flugblätter?

Wo sind die Netzvideos?

Wer macht den Dokumentarfilm?

Leute, ich will ja nicht unbotmäßig werden, aber wenn ich mir das alles oben, was ja schon noch lange nicht alles ist, was angesagt, anschaue, da muss ich Euch dann schon sagen, dass Ihr jetzt mal die Hufe schwingen solltet, wenn Ihr mich verstanden habt, selber etwas tun, und nicht mir überlassen, was ich allein nicht werde leisten können.

Ihr seid also allerhöflichst eingeladen, je erfahrener und intelligenter und findiger und zumal mutiger um desto besser, Euch mal in einen optimalen Trab zu versetzen.

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Dieser Text ist gemäß den Bedingungen zu I-IV gemeinfrei.

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25 Antworten zu “Aufruf zum Boykott der Bundestagswahl (V)”

  1. Dude sagt:

    Diesen Teil übernehme ich wahrscheinlich… allerdings muss ich noch abwarten, da ich die Entscheidung jetzt noch nicht endgültig treffen kann… bis ungefähr Montag.

    Ps. Allerdings bräuchte ich noch ne saubere Begriffsdefinition von ‘unbotmässig’ dazu. Klar könnte ich das machen, aber die Ehre gebührt dem Wortschöpfer (zumindest hab ich ausser Dir noch niemanden diesen Begriff verwenden gesehen ;-) )!

  2. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Dude

    “unbotmäßig”: das Gegenteil von “imperio subjectus”, also dem Reich gesetzlich unterworfen, hiemit widersetzlich, schwer zu bändigen, ohne Zucht und Gehorsam; “Unbotmäßigkeit” wird auch mit “Insubordination” etwa synonym gesetzt.

    Das Wort botmäßig ist ein sehr alter Rechtsbegriff, und unbotmäßig leitet sich schlicht davon ab, findet sich ebenfalls in Grimms Wörterbuch.

    Hier liegt also keineswegs eine Wortschöpfung von mir vor; beide Wörter sind zwar nicht sehr häufig, aber durchaus noch gebräuchlich.

  3. Hallo,

    ich finde diesen Aufruf richtig und mutig und einfach Klasse.

    “Wer macht Bilder, Logos,”

    Da hätte ich vielleicht schon etwas. Werde mal versuchen, dir ein paar Bilder rüber zu beamen.

    LG

  4. Dude sagt:

    @Magnus

    Herzlichen Dank für die Begriffsdefinition!

    Ps. Ginge es in Ordnung, wenn ich Bundestagswahl aus dem Titel streiche, und es stattdessen in Wahlen ändere?
    Denn in der Schweiz gibt’s keinen Bundestag… und in Österreich? Weiss ich grad gar nicht… aber in Liechtenstein glaub auch nicht… finde es schade, dass es auf Deutschland beschränkt ist.

  5. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Dude

    Wenn Du eingangs oder ausgangs oder zwischendrein darauf hinweist, dass Du diese Änderung am Original vorgenommen hast, ist die Sache in Ordnung.

  6. Thomas sagt:

    Wenn ich mir nicht gerade höllisch den Arsch aufreißen würde, nebenbei, auf Kosten von Freizeit und Familie, dafür zu sorgen, dass die Partei, derer ich angehöre, die Zulassungsvoraussetzungen erfüllt, auf dem Wahlzettel stehen zu dürfen, würde ich euch gerne den Eurigen textalisch weiten bis auf Kleinwagenmaße.
    Das wirklich Ärgerliche daran ist noch nicht einmal, dass ihr euch weigert, mit eurem Kreuz den Wandel vielleicht herbeizustimmen. Das, was daran so richtig zur weisen Glut treibt, ist der schlichte Gedanke, dass wenn wir etwas -ohne euer Kreuzchen- erreichen werden, wir euch nicht von Erreichten ausschließen können, sondern ihr -heroisch, wie ihr nun mal seid ich Bezug aufs Wählen- weiterhin eure innert-schlauen Gedanken verbreitet, während ihr die Früchte der Besserung anderer Leute Arbeit nichtstuend und undankend genießt.

    Wer nicht wählt, wird nix ändern. Wer nix ändern will, sollte auch dem Änderungswunsch Anderer nicht unterworfen werden. Dafür sollte einst, fürwahr! gesorgt werden. Im Status quo brodelnd bis in alle Zeit. Das würde mir gefallen. Und damit endet mein kleines Intermezzo auch wieder. Diese Woche noch Unterschriften sammeln, ab nächste Woche Wahlkampf.

    Komm du mir nur mal nach Ufr, Herr Göller! Dir verzähl ich was beim Wein, sei drauf gefasst: die Ohrwaschung ist dir gewiss! Selbst Nietzsche, als alter Libertärer, hätte uns gewählt.

  7. Thomas sagt:

    Man kann ein bestehendes System des Zwangs durch dumpfe Ignoranz legitimieren – oder man hebelt es durch die vorgegebenen Spielregeln aus. Selbst der Versuch lohnt! Alles Andere ist und bleibt dummes, unkonstruktives Geschwätz.

  8. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Thomas

    Ich habe in Teil VI gesagt, dass man, wenn schon, Euch wählen solle.
    Das ist zwar, wenn ich es tue, nicht viel, aber auf einer anderen Ebene, wegen der generellen sonstigen Ansage, eine ganze Menge.
    Von wegen den Arsch aufreißen noch: Ich reiße mir den seit über sieben Jahren alleine auf, ohne Frau, als Alleinpartei, mit zwei Kindern.
    Ich werde also bei Dir das Jammern nicht lernen.
    Nichtmal beim Dude.

  9. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Thomas

    Aber nur, weil Du es bist.
    Es ist eine historische Chance: genau jetzt die offensive Nichtwahl.
    Es werden wahrscheinlich zu wenige Leute hier lesen und begreifen, damit meine Vorstellung sich verwirklichte: na und?
    Einfach den richtigen Gedanken in den Orbit geworfen! Wer weiß, wer ihn doch hört, weiterträgt!
    Wenigstens hat ihn einer, vielleicht nicht ganz dumm, geäußert!
    Sportiv werden!
    Soll ich mich denn von vermutlich wahrscheinlichen Misserfolgsaussichten in meiner Rede hemmen lassen?
    Was macht Ihr denn?
    Ihr gebt doch auch einfach nicht auf!
    Jetzt, genau für diese Wahl, wäre das von mir Angesagte meines Erachtens das Beste.
    Vielleicht war es ein Fehler, Euch wider die konsequente, offensive Nichtwahl indirekt zu empfehlen.

  10. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Thomas

    “während ihr die Früchte der Besserung anderer Leute Arbeit nichtstuend und undankend genießt.”

    Das ist, zumindest mir gegenüber, wenn ich hier unter “ihr” geraten sein sollte, wie es ja aussieht, grob vermessen unsinnig. Halte da mal inne.
    Ich bin darob nicht sauer; jedem geht mal der Gaul durch; für mich lasse ich das aber nicht stehen. Und zwar gar nicht. Niente, nada, Mist, Ende.

  11. Dude sagt:

    @Magnus

    Ich sehe, Du hast auch ne Reise vor Dir – ich bin sicher, der Wein wird dir wohl munden. ;-)

    @Thomas

    http://www.oliverjanich.de/die-nichtwahler-kampagne-kult-oder-gehirnwasche/#comment-61057

    ;-)

  12. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Dude

    Es mag wohl sein, dass ich das letzte Glas Wein auf diesem Planeten leeren werde. Es soll eine kosmische Gerechtigkeit geben, behaupten immerhin manche.

  13. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Dude

    Ach so: Ich trinke auch auf anderen Planeten, was soll ich denn sonst tun, hernach den letzten Wein weg. Jeder tue, was er gelernt.

  14. Thomas sagt:

    Magnus, mich regt einfach Folgendes an deiner (aber maßgeblich an Anderer) Empfehlung auf: Selbst wenn 99% der Bevölkerung nicht wählen würde – das eine Prozent würde noch immer die Geschicke unserer Länder bestimmen. Oder denkst du, die Herren da oben würde es wirklich stören, wenn sie kaum noch einer wählt? Die Sitze werden dennoch entsprechend dem Wahlergebnis verteilt.
    Vor Allem: Es ist noch viel utopischer als unser partei-eigenes Bestreben, zu glauben, dass man die Gutmenschen vom Wählen abhalten könnte. Da ist es viel einfacher, die Leute in ihrem Wahlverhalten positiv zu beeinflussen.

    Dein Aufruf (ähnlich wie der von den Reinstlehren-Fanatikern von FWF) schadet vor Allem den Kleinparteien, die engagiert an die Sache rangehen und sich um echte Veränderung bemühen – und eben NICHT den großen Parteien oder gar dem System ansich. Oder glaubst du, die Anhänger der großen Parteien lesen unabhängige und kritische Blogs und Nachrichtenseiten? Dann würden die die Großen nicht mehr wählen!

    Vergib mir den Ausrutscher. Ich lasse dir auch deine Meinung, auch wenn ich sie nicht teilen kann. Dennoch ärgert mich das. Für mich ist das halbgar oder im besten Fall als theoretisch zu bezeichnen.

  15. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Thomas

    Ich schade nicht den Kleinparteien. Im Gegenteil. Wer ernst nimmt, was ich sage, und doch wählen will, wird diese gegenüber den Blockflöten bevorzugen. (Wie gesagt, wegen Deiner kleinen Heftigkeit gibt es mit mir kein Problem.)
    Ich habe mich hier an einem Weckruf versucht. Ich sah und sehe die Möglichkeit jetzt als günstig. Dabei ist mir doch vollkommen klar, Du weißt, dass ich zwar ein bisschen eigen, aber kein völliger Traumtänzer bin, wie wenige Leute, auf Ganze gesehen, hier lesen, wie gering die Wahrscheinlichkeit ist, dass meine Artikel jetzt sichtbar groß etwas bewirken. Manches aber mag diffundieren.
    Und, ich will es nochmal betonen: Ich sagte klariter, dass ich der Partei der Vernunft am ehesten die Stimmen der Leute gönnte, die partout wählen wollen.
    Mir geht es um die offen vorgetragene Delegitimation derer, die gegen das Volk regieren. Da stelle ich mich auch alleine hin.
    Ich habe erst wieder – über den Dude – eine neue Seite entdeckt – susannekablitz.wordpress.com – , wo eine Libertäre gut schreibt, daselbst auch gelobt, was ich kürzlich auf ef las.
    Gestern Abend saß ich bis Wirtshausschluss mit einer Grünen zusammen (Du weißt, was ich von dieser Partei halte), sagte offen einiges, gut, nicht gleich alles, wir tranken ein paar Biere zusammen.
    Der (lieber Dude, nicht böse werden) Internationalsozialisten-Dude, wohl wissend, dass Frau Kablitz eine “Ösi” (im Sinne der Libertären), also aus Deinem Stall, brachte einen Artikel von ihr auf seiner Seite, einfach, weil er ihn gut fand, was mich wiederum erst dahinbrachte, diesen Blog wahrzunehmen.
    Wir sehen verschiedene Wege als gerade am besten zielführend. Ich meine, dass das eher eine Stärke ist.
    Du hast in Deinem Wirken meinen höchsten Respekt. Ich bin vom Grunde her, außer, dass ich von meinem Patriotismus nicht lassen werde (wenn das ein “außer” ist), ein Libertärer; ich sehe nur noch nicht den Zeitpunkt, dass die Menschen bereits in der Lage wären, sich so zu organisieren.
    Wenn Du im September Bundesvorsitzender der PdV bist, dann wähle ich vielleicht doch.

  16. Thomas sagt:

    Reicht auch MdBVst? Das hab ich vor Kurzem geschafft. ;)

    Dass der Zeitpunkt noch nicht da ist, sehe ich genauso. Mann muss dennoch Alles versuchen und auch irgendwann einfach loslegen.

  17. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Thomas (Nachtrag)

    Von traditionell links bis traditionell rechts formiert sich derzeit etwas; viel Ermutigendes; ich sehe, im Rahmen meiner Möglichkeiten, meine Rolle darin, hiezu Ideen, Anregungen, vielleicht manche Klärung, weitere Ermutigung beizusteuern.
    Ich eigne mich wohl allenfalls zum Bildungsminister; ansonsten hätte ich am liebsten gar nichts mit Politik zu tun, verwendete mich lieber auf das, was mir Freude macht, die kreative angewandte Sprachwissenschaft, die Kunst, die Literatur, aufs Erbauliche und Schöne.
    Ich frage mich nicht selten, weshalb ich mich mit diesem Seich, der sich da Politik nennt, überhaupt abgebe; dann weiß ich aber doch wieder, dass ich in der Pflicht stehe, mein Wort hineinzuwerfen. Meine Kinder verstehen das (noch) nicht, es bringt mir persönlich bislang viel mehr Schlechtes als Gutes.
    Du bist so viel jünger als ich, dass ich von der Biologie her Dein Vater sein könnte, und Du zeigst klar Kontur und Gesicht. Du könntest auch “bloß” nach Deinem Fortkommen und dem Deiner Familie sehen.
    Man muss sich entscheiden. Vor allem aber gilt es, dann, wenn man sich entsprechend entschieden hat, so wenig als möglich zu jammern. Jammern entmutigt.
    Ich lese gerade Montaigne. (Zweitausendeins verkauft um zehn Euronen eine wunderbare Ausgabe.) Ich denke inzwischen, dass der eigentlich der Hauptlehrmeister Nietzsches war, von dem Du mit einiger Berechtigung sagst, dass er am ehesten noch die PdV gewählt hätte (oder auch, solange der Thomas nicht Parteivorsitzender, selbst dann, nicht).
    Ich schließe jetzt – vorläufig – mit dieser Lektüreempfehlung. Viel tiefe und erhellende Gedanken, abschnittsweise in “Essais” zu lesen, bestimmt auch was für Dich.

  18. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Thomas

    Kommentare eben überschnitten.

    Ich überlege es mir.

    Man soll ja nicht überstur sein.

  19. Dude sagt:

    @Magnus

    Du hast Epost.

  20. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Dude

    Die von Dir angesonnene Veröffentlichung geht in Ordnung. Ich freue mich.

  21. lisa sagt:

    “während ihr die Früchte der Besserung anderer Leute Arbeit nichtstuend und undankend genießt.”

    Das ist die Hybris aller Politiker, dass sie glauben, sie hätten etwas zur “Besserung” getan. Politiker tun gewöhnlich nichts Konstruktives. Im günstigsten Fall verwalten sie ein Land auf angenehme Weise. Aber das kann ich weder heute noch in der Vergangenheit feststellen.

    Es wird immer vergessen, dass es die Menschen eines Landes sind, welche ALLES erwirtschaften, von dem dann die Politiker in Saus und Braus leben und sich den Ertrag an die Brust heften. Aber diese Menschen haben ja keine “Lobby”, oder eher, die Parteien sollten ihre “Lobby” sein, aber von diesen werden sie verraten und verkauft.

    So wie das System heute ist, können auch “Kleinparteien” nichts ändern. Sie glauben offensichtlich ebenfalls an das bestehende System und haben deshalb keine Chance, Veränderungen zu bewirken, da die Drahtzieher innerhalb des Systems zu mächtig sind.

    Da hilft nur eine dramatische Evolution und das bedeutet, dass man die aktuellen Strukturen komplett hinter sich lässt. Deshalb unterschreibe ich die Nichtwahl – als Signal, dass man nicht mehr Komplize ist…

  22. Dude sagt:

    @Lisa

    <3 !

    @Magnus

    Könnte sein, dass Du auf folgendes noch ne Antwort parat hast… http://dudeweblog.wordpress.com/2013/07/12/aufruf-zum-boykott-von-wahlen/comment-page-1/#comment-1985

  23. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Alle

    Beim Dude, der diesen Teil leicht bearbeitet auf seine Seite übernommen, finden sich inzwischen ein paar interessante Kommentare; ich habe mich eben auch dort ergänzend eingebracht.

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