Allah hat kein Brot

In Ägypten sieht es jetzt fast so aus, wie als ob die meisten Leute froh sein könnten, wenn sie bald wieder ihre Militärdiktatur bekämen.

Die brächte wieder Ordnung, und das Geld und der Weizen aus den USA und Europa flössen wahrscheinlich weiterhin.

Ohne diese beiden Wohltaten nämlich wäre Ägypten überhaupt nicht zu regieren. Egal, ob es die offiziellen 83 Millionen Ägypter sind oder doch eher 100 Millionen: Dieser Fluss mit diesem Delta reicht nicht für alle, und natürlich, wegen Straßenbau usw. täglich nur noch für umso weniger Leute. Allah mag größer sein als alles und jeder, aber nicht als kostenloser Brotbäcker und Linsenbreikoch. Man hat ihn noch nicht einmal eine Knolle Knoblauch ernten sehen.

Insofern lügt man um die Sache mal wieder herum, so gut als man kann.

Das Land hat keine Lebensgrundlage, und es ist nicht ersichtlich, wie eine solche in absehbarer Zeit geschaffen werden könnte.

Bekommen die Ägypter genug Weizen, Reis und Bohnen geschenkt, so drehen sie nicht durch, werden dafür aber immer noch mehr, worauf man ihnen noch mehr davon schenken muss, damit sie nicht durchdrehen. Allah gibt nichts.

Das wird dem Allah aber niemals zuschlechte gerechnet oder dessen Spendierfreudigkeit dem Westen zugute; Gott ist eben größer. Ihm ist jeder Moslem mehr recht, zumal er ihn ja auch nicht füttern muss.

Das überwiegend hinduistische Indien ist aber fast ebenso aberwitzig. Wenn man Wüsten und Dschungel abzieht, ist es ein kleines Gebiet, auf dem sich da über eine Milliarde Leute tummeln und ernähren müssen. Zwar ist das Bevölkerungswachstum in Ägypten und Indien nicht so absurd wie im Niger, aber es ist eben doch viel zu hoch.

Glauben ist umsonst; die Folgen können sehr teuer bis gar tödlich sein.

 

 

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