Kraft aus des anderen Verachtung

Diese ist eine der schwierigsten Disziplinen, die ich kenne.

Kraft aus der Verachtung zu ziehen, die einem widerfährt, aus der Geringschätzung.

Allein mit dem guten alten Trotz ist es da nicht getan.

Der mag einen wohl irgendwie erhalten; aber Kraft zieht er nicht.

Die energetische Transformation, die man hier hinbekommen muss, ist wirklich, ich meide sonst das Wort, eine transzendente.

Einerseits ist natürlich erst einmal die Verachtung als solche zu verdauen; dann ist schonungslos aufzunehmen, woher sie rührt; dann, wo sie hinwill; und dann steht man erst am Anfang.

Die Wut ist aus dem Leibe wie dem Geiste zu nehmen; Chiffren, Mantras, Sprüche sind zu dechiffrieren; ein echtes mentales Gleichgewicht zur Sache ist herzustellen; die natürliche Gegenverachtung ist im Maß zu halten; ein erstes Lachen tut not.

Sodann ist vom reaktiven Denken zum aktiven zu gelangen. Zu einem, was einem gut macht, was einem schlecht gesonnen.

Und man verliere gerade jetzt, noch einmal, nicht das Maß.

Der Verachtende ist nämlich meist nicht der Ursprung der erfahrenen Verachtung, sondern wurde nur in sie eingewöhnt.

Also, dass man sich energetisch leicht verirren mag.

Man muss daher an die Ursachen heran. Ganz hinunter an die Gründe.

Noch einmal.

Dann mag es gelingen.

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