Demokratie? Wo? In D? In den USA?

Manchmal frage ich mich – die Konsequenz drückt sich auch im Vorgängerartikel “Absolute American Freedom: Hail Obama!” aus – , wie man in Deutschland, also einem Satrapenstaat der USA, woselbst staatliches Morden auf Verdacht gesetzeskonform (NDAA), oder eben auch dort, noch von “Demokratie” reden kann, wenn man ernstgenommen werden will, nicht von vornherein als Idiot dastehen (im klassisch griechischen wie im heutigen Sinne).

Man kann natürlich wählen, recht viel wahrscheinlicher nicht ohne Anklage niedergeelektroschockt in einem Foltergefängnis zu landen oder präventiv erschossen zu werden oder erdrohniert, ganz legal, indem man die Klappe hält. Das Wählen als solches ist also nicht abgeschafft, und es gibt sogar noch Parteien, die man wählen kann, wenn einem gerade staatstragend langweilig.

Man kann auch wählen, ob man abgehört werden will, oder nicht. Wer nichts sagt, wird auch nicht abgehört. Wer keine Epost versendet, dem wird sie auch nicht unerwünscht gelesen. Ist doch ganz einfach.

Wer nicht stinken will, der furzt einfach nicht und schwitzt nicht und isst keinen Knoblauch. Ist doch ganz einfach.

Wir haben die totale Wahlfreiheit. Wie wohl fast noch nie, seit die Demokratie erfunden.

Im September darf ich zwischen Bilderbergerin Merkel und Bilderberger Steinbrück wählen. Bei den Bundespräsidenten wählt man zwischen Atlantik-Brücke-Mitgliedern. Jacke wie Hose. Ist doch ganz einfach.

Ich kann auch wählen, ob ich mir lieber den Fuß verknackse oder den Schniedel im Reißverschluss einklemme (letzteres passiert mit Vorhaut in der Tat leichter; deshalb vielleicht all die fürsorglichen Beschneidungsbejubler).

Der ganze Krampf ist so absurd verlogen, dass man sich manchmal fragt, weshalb man sich überhaupt noch damit befasst.

Doch: Vorsicht Falle. Genau das wollen “jene” bei denen erreichen, die den Zirkus durchschauen: Frustration, mit der Folge der Abwendung und damit der Aufgabe jedes (offenen) Widerstands. Und darausher weiterer Entmutigung anderer, die man noch nicht also weich gekocht hat.

Insofern mein Schluss dieses kleinen Traktates: Einerseits Satire satt, andererseits volle Ernsthaftigkeit.

 

 

 

 

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Eine Antwort zu “Demokratie? Wo? In D? In den USA?”

  1. Dude sagt:

    “Das Wählen als solches ist also nicht abgeschafft, und es gibt sogar noch Parteien, die man wählen kann”

    Hiezu hab ich eben was gefunden, was Dir wahrscheinlich stinken wird… http://www.nachrichtenspiegel.de/2013/06/25/stort-dich-was-dann-ander%C2%B4-das-5-werte-fur-deutschland-bei-politiker-und-parteitestaktion/

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